Wohin am Wochenende? Liebe, Kirmes, Tod!

rd | 25. September 2015, 15:11 | 12 Kommentare


Wie immer eine handverlesene Auswahl guter Möglichkeiten, die Zeit totzuschlagen, wobei Totschlag schon gleich zum ersten Ereignis führt: Für Kurzentschlossene gibt es gleich eine Führung über den Klever Friedhof (Beginn Freitag, 16:30 Uhr, Treffpunkt am Eingang Merowingerstraße, 5 €). Vor dem Tod kommt bekanntlich die Liebe, in diesem Fall allerdings danach – und zwar im Wohnzimmer (WHZ, Gasthausstraße), wo sich spontan und kurzfristig sich am Freitag Abend DJ Iris Bourbon & T.K. Weed mit ihren Plattenspielern einfinden und unter dem Motto »Friday I’m in love« versprechen, für einen experimentellen, funkigen, tanzbaren, elektronischen, hiphopigen Sound zu sorgen – inklusive Special Guests (alle Flaschenbiere 2,50€ – unter anderem Reissdorf und Tannenzäpfle). Sonntag Vormittag, das ist der ideale Zeitpunkt für Kultur. Und am besten für Aquarelle, weil die sind immer so schön unscharf. Perfekt also für einen Besuch der Paul-Theissen-Ausstellung im Museum Haus Koekkoek. Viele schöne Bilder für wenig Geld: 5€ (sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet). Wer vom niederrheinischen Naturalismus genug hat, kann fließend zum späteuropäischen Kapitalismus überwechseln: verkaufsoffener Sonntag, sicher mit vielen Fressbuden – und natürlich dem Bücherbummel an der Herzogstraße (Sonntag, 13 bis 18 Uhr)! Für Freunde volkstümlicher Zeitvertreibe sei noch angemerkt, dass das ganze Wochenende Kirmes in Keeken ist! Lecker ein paar Bierchen zischen und sich dann von der Dorfjugend verprügeln lassen, ach, das waren noch Zeiten – und dann zurück auf Los!

Paul Theissen: Warten auf die NordWestBahn

Paul Theissen: Warten auf die NordWestBahn

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12 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 12. Bonum

    In diesem Zusammenhang:
    Wie erfolgreich ist die über 400.000 € kostende “akademische Dorfrettung” in Grieth verlaufen?

    “Zwei Professoren der Hochschule wollen Grieth gemeinsam mit den Studenten des Studienganges „International Business and Social Science“ in ein „Smart Village“ verwandeln: ein Dorf mit Zukunft.”
    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/kurioses-forschungsobjekt-akademische-dorfrettung-12316160.html

    Ein Mitblogger (erinnere ich mich) wollte doch nach Abschluss des Projektes darüber berichten.

    Vielleicht könnte man die hoffentlich erfolgreichen (großer Zweifel) Ergebnisse auf ein Dorf wie Griethausen, in dem es die genannten Kneipen längst nicht mehr existieren und dem neben Schulschließung auch die Wohnbebauung des Sportplatzes droht (das Rathaus kostet…), übertragen.

    Dorfleben wird von den Menschen, die in dem Dorf wohnen, gestaltet. Dazu gehört z.B. auch die Teilnahme an Veranstaltungen wie einer Dorfkirmes.
    Kommerzialisierte Großveranstaltungen mit “Eventcharakter” haben allerdings längst die Todesglocke für solche Dorfveranstaltungen geläutet.
    Hinzu kommt wachsender Wohlstand, der die Menschen individualisiert und isoliert. Urlaub zur Kirmeszeit war in den 50er und 60er schon aus finanziellen Gründen nicht möglich.

    Weitere Gründe, haben die Hochschulwissenschaftler vom Fachbereich “International Business and Social Science” in in ihrem empirischen Projekt hoffentlich von ortsansässigen “Aborigines” evaluieren können.
    Vielleicht könnte dazu nochmals ein neuer Themenblock aufgemacht werden.

    @Rainer Karl
    1. “Mutt” Verwaayen
    (wo auch der damalige Vorsitzende des SV07 gerne “einkehrte und uns Jugendspielern in unvergessen gerne eine
    “Runde kredenzte”)
    2. Theo Verwaayen (“Zur Mühle”)
    3. “Föns” van Beek
    4. Boulanger (später Stemmler, Kremer u.a)
    5. Meurs ( später Kanders)

     
  2. 11. otto

    @9 R. Karl,

    Lotti Naaf kannst du auch mitzählen, eine tolle Kneipe im alten Lotsenhaus am Rhein! Lotti
    liebte ihre Gäste!

     
  3. 10. laloba

    Gestern ganz banal TV geguckt … Blochin Teil 2, 3, 4 … sollte ja das deutsche ‘Breaking Bad’ werden … hat das jemand gesehen? Weil’s so spannend war, den letzten Teil dann noch im Internet statt auf heute zu warten … aber was war das für ein bescheuerter Schluss?

     
  4. 9. Rainer Karl

    Hallo,
    @6, es gab niemals 8 Kneipen in Griethausen gleichzeitig. Das ist eine Legende. In Hoch-Zeiten vielleicht 5, verwayens mit a oder e, schütz, kanders, und der am Rheintor wo man in den 60ern auch Eis kaufen konnte, der Name fällt mir grad nicht ein. Dann gab es noch die Zamprietos (hoffentlich richtig geschrieben, wenn nicht tschuldigung, die waren nachher Musiker, lokal sehr erfolgreich übrigens). Ich hoffe das war alles richtig

     
  5. 8. laloba

    Streitende Betrunkene vor einem Kirmeszelt, Eifersuchtsdramen in der Sektbar, alles gesehen, aber regelrechte Schlägereien oder gar ‘Duelle’ auf einer Fähre … da muss ich schon wieder zu Hause gewesen sein 😉 … aber es wurde damals ja unglaublich viel Alkohol getrunken, von den Jungs in der Regel, bei den Mädels gab’s Apfelschnaps-Runden, aber betrunken wurden wir davon irgendwie nicht … jedes WE war irgendwo ne Fete und es wurde noch nicht mal gesammelt dafür, wer wollte, brachte weitere Getränke mit und es gab immer mindestens belegte Brötchen … sonntags dann Restetrinken … und das alles bei richtig guter Musik 🙂

     
  6. 7. otto

    @6 Günter Hoffmann,

    stimmt und es wohnten dort sehr, sehr hübsche Mädchen. Um aus der Region Düffelward noch nachzutragen,
    hatte ein Verein auf der Schanz “unrechtmäßig” gewonnen, hielt die Fähre natürlich rechtmäßig mitten auf dem großen Strom und was dort geschah hätte jedem Western zur Ehre gereicht👎🏿

     
  7. 6. Günter Hoffmann

    Griethausen z. B. war damals bei Zeiten ein ganz heißes Pflaster, 8 (acht ) Kneipen waren das ToP Trainings Lager für die Wölfe. Für “Fremde” aus der Umgebung mit großer F….. absolut No Go… sympatische ” Hill Billys” im Flachland, heute ruhig geworden und assimiliert .

     
  8. 5. laloba

    … kenne nur den Friday Sound im Schützenhaus … aber da waren ja schon immer die Auswärtigen in der Mehrzahl …

     
  9. 4. Wolfgang

    Klar, die hatten ja Heimspiel.

     
  10. 3. laloba

    “sich dann von der Dorfjugend verprügeln lassen” … war das echt so?

     
  11. 2. pd

    Da haste die Kurve aber gerade noch gekriegt… Paul-Theissen-Ausstellung im Museum Kurhaus???… HALLO???!.. Es ist Kirmes in Keeken! Saufen?!!! Wenn kein auswärtiger kommt wen sollen wa denn dann verprügeln? Die Holländer? Die sind mittlerweile in der Überzahl, geht nicht :/ Also paar Städter müssen schon sein um in Form zu bleiben.. mal sehn wessen Rolator schneller ist Du Opfa .

     
  12. 1. otto

    Diese Hinweise gefallen, es ist nahezu für jeden etwas dabei! Dann noch inspiriert durch den nächsten Artikél,
    da können einem die Sinne schwinden. (Niemand braucht zu schreiben, dass sie sowieso nicht vorhanden
    sind, das ist bekannt)😎