Wie sieht eigentlich ein Gaststätteneinbruch aus?

rd | 24. Januar 2018, 20:11 | 16 Kommentare

Sensationsheischende Zeitgenossen werden beim Anblick dieses kurzen Filmes nicht auf ihre Kosten kommen. Der Täter, vermutlich eine Frau, betritt am Montag Nachmittag gegen halb drei die Shishabar am Brücktor, geht zielstrebig zur Kasse, räumt diese aus und sucht wieder das Weite. Dauer der Tat: keine Minute. (Hinweis: Es gibt auch ein Foto der Überwachungskamera, das die Täterin unmaskiert zeigt, doch dieses Bild wird hier aus rechtlichen Gründen – solange es keinen Fahndungsaufruf gibt – nicht veröffentlicht. Hinweise zu dem Fall bitte an die Polizei Kleve.)

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  1. 16. thats it

    @Einbruchsopfer…so ist es. Traurig genug. Die lieben Einbrecher sind ja „meistens“ keine „Hochgebildeten“, da möchte ich gar nicht, dass die sich „entschuldigen“. Die sollen „bestraft“ (Geldstrafe,Sozialdienst,Handy abgeben) werden-damit es weh tut…basta“!Sonst nützt gar nix. Was ist das denn für ein Mist, Adresse geben, damit die vorbei kommen zwecks Entschuldigung?

     
  2. 15. Joseph Johann

    Richter = Papa Gnädig! Soweit sind wir also schon gekommen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man z. B. von Materborn bis zum Opschlag läuft und ständig u. a. eigenartigen Leuten begegnet. Ist Politik nicht mächtig genug, um die oben geschilderten Angelegenheiten zu verhindern?

     
  3. 14. Messerjocke

    Dank einer Aufwand/Nutzen-Analyse hat mich die Handlung in “Der Clou” (Paul Newman und Robert Redford) seit meiner Kindheit – bis heute – immer davon abgehalten, so etwas zu tun.

     
  4. 13. Einbruchsopfer

    @RD
    Das sehen Vertreter der Polizei völlig anders.
    Einbrecher mit festem Wohnsitz müssen sie laufen lassen und nehmen sie 2 Stunden später beim nächsten Einbruch wieder fest.
    Bei drohender Gewalt fahren Polizisten laut eigener Aussage mit angezogener Handbremse zum Ort des Deliktes, damit sich die oft alkoholisierten, gewaltbereiten Täter erst richtig ausgepowert haben. Ist halt sicherer für den Polizisten. Und auch diese üblicherweise Wiederholungstäter begegnen den Polizisten immer wieder. Auch sehr zum Frust unserer Freund und Helfer.
    Richter hier in der Region haben bei der Polizei den Spitznamen Papa Gnädig. Und auf die Frage an den Polizisten, warum der Richter so gnädig ist, war die Antwort: “Der hat Angst diesen gewaltbereiten jungen Herren mal zu begegnen.”
    Nachdem ich zwei extrem aggressiven jungen Herren, einer mit blutiger Augenbraue, gegen Autos tretend randalierend, gerade so eben entkommen war und Anzeige erstattete, war die Strafe für die Herren, dass sie sich bei mir entschuldigen sollten.
    Ich hatte die Sekretärin des Richters morgens ausdrücklich um Anonymität gebeten.
    Ich war völlig konsterniert, als meine Frau mir abends schilderte, wer da bei uns geklingelt hatte.
    Diese Asos hatten meine Privatadresse erhalten.
    Als ich dann darum bat, deren Adressen zu erhalten, um mal deren Eltern kennen zu lernen, wurde mir dies verweigert.
    Lieber RD, dies ist Täterschutz ala BRD.

     
  5. 12. thats it

    na ja…über die sog.Verhältnismäßigkeit gibt es oftmals auch nur Streit, da es wie gesagt, von jedem anders empfunden wird (meistens vom Opfer) .Darum ist man größtenteils bei den ausgesprochenen Strafmaßen erschrocken über die geringe Art/Zeit/Kosten, der Strafe.

     
  6. 11. rd

    @thats it Es mag vielleicht das subjektive Gefühl geben, dass hierzulande Verbrecher besser beschützt werden als deren Opfer, meiner Erfahrung nach trifft das aber nicht zu. Die Verhältnismäßigkeit sollte halt gewahrt bleiben.

     
  7. 10. rd

    @Einbruchsopfer Könnte auch als Anreiz verstanden werden, sich zu stellen.

     
  8. 9. thats it

    Wenn ich einen Einbrecher bei frischer Tat ertappe und anstatt “halt/stop/bitte stehen bleiben/Sachen wieder hinlegen”, ihn eins mit der Taschenlampe “über brate” , muss ich mich rechtfertigen (Körperverletzung)? Vieles verstehe ich heute nicht mehr. Sticht der (Einbrecher) mir ein Messer in den Balg, muss ich mir evtl. anhören, ob ich diesen nicht evtl. provoziert habe, dass der arme Kerl keinen anderen Ausweg mehr sah ?
    Wie man es macht, ist es wahrscheinlich falsch.
    Ergo…ich habe keinen Bock mehr auf “den ganzen Scheiß”!
    Politik verdrossen-Gesellschafts verdrossenheit-an allem verdrossen= Depression/Aggression/Desillusion.
    Ach ja, meine Hausratversicherung ist soeben ins Haus geflattert-20 Euro mehr im Jahr-aufgrund der vielen Einbrüche-na hoffentlich haben die Einbrecher auch eine Hausratversicherungen!

     
  9. 8. Einbruchsopfer

    RD, okay, dieser Teil ist logisch.
    Aber wer in eine öffentliche Gaststätte einbricht, dabei eine Straftat begeht, der ist sich dabei durchaus dessen bewusst, dass er dabei gefilmt werden kann.
    Das Filmen und Fotografieren einer solchen Straftat ist nicht verboten.
    Und auch diese Täterin hat sich damit öffentlich bloßgestellt, wie der Pfarrer.
    Die Fahndung darf das Opfer aber nicht über öffentliche Netzwerke betreiben.
    Die Täterin wird sehr wohl über die Veröffentlichung des Filmes gewarnt, dass sie jetzt gesucht wird. Man teilt ihr sogar mit, dass es ein unmaskiertes Foto von ihr gibt.
    Sie hat alle Zeit sich abzusetzen und wird dabei nicht erkannt.
    Solch eine Berichterstattung hilft dem Täter, nicht dem Opfer.
    Ich finde, dass unser Rechtsstaat in Fällen von so eindeutigen Gesetzesverstößen die Rechte der Opfer über die der Täter zu stellen hat.

     
  10. 7. rd

    @Einbruchsopfer Der Pfarrer ist eine Person des öffentlichen Lebens, der seine Gemeinde Hals über Kopf verlassen hat. Das ist berichtenswert. Bloßgestellt hat sich Herr Grosch in einem gewissen Sinne selbst.

     
  11. 6. Einbruchsopfer

    Tja, in unserem Staat gelten schon besondere Regeln.
    Ein Pfarrer, der auch nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nichts strafrechtlich relevantes getan hat, wird hier im Forum mit mehreren Fotos bloß gestellt. Ich kannte ihn nicht, aber werde ihn in Zukunft immer erkennen.
    Die Anonymität einer Einbrecherin wird, wie RD im Vorspann erläutert, durch unseren Rechtsstaat geschützt.
    Kann mir bitte jemand diesen für mich völlig widersinnigen Widerspruch erklären.

     
  12. 5. thats it

    Ein Einbruch wir heute scheinbar als “Kavaliersdelikt abgetan”!?
    Ist bei einen von Ihnen schon mal eingebrochen worden? Dann wüssten Sie, wie belastend dieses im nachhinein ist, wenn Ihr Privateigentum durchwühlt worden ist,Dinge Ihrer Eltern/Oma wurden geklaut,zerstört etc. glauben Sie mir, sie bekommen unbändige Wut. Und wenn Sie dann mitkriegen, dass diese Einbrecher/Banden gar nicht mehr verfolgt werden, kriegen Sie einen Hals.

     
  13. 4. ???

    War das eventuell jemand, um die Gläser abzuräumen?
    Wie zu sehen, hatte man mit dem Helm schlechte Sicht und verirrte sich zu der Kasse……

     
  14. 3. Günter Hoffmann

    Gut orientiert, zielstrebig ,ruhig. professionell. Da zeigt sich die Fachfrau.

     
  15. 2. Niederrheinstier

    @JB
    Hätten dort alle fleissig Friedenspfeife geraucht, hätte die Kamera die Täterin doch gar nicht filmen können, muuuhh. Dann wäre doch nur dichter Friedenspfeifen-Rauch zu sehen gewesen, mmuuuhh – oder nicht?

     
  16. 1. jean baptiste

    und ich immer nur denken, dass dort nur Friedenspfeiffen geraucht werden.
    Ist das nun Evolution, Devolution oder Periation ?