Sportplatzvandalismus: Wütete Verdächtiger (18) auch hinter der Grenze? 500.000 Euro Schaden!

rd | 14. Januar 2020, 14:29 | 7 Kommentare
Mal eben ein paar Runden gedreht: Sportplatz warbeyen

Aus dem Polizeibericht: Nach den Vandalismusschäden auf dem Sportplatz des VfR Warbeyen (Kleve) und den Golfplätzen an der Moyländer Allee (Bedburg-Hau) und auf dem Mühlenhof (Kalkar) hat die Kripo Kleve nun auch die niederländische Polizei in die Ermittlungen einbezogen. Demnach dürfte der Verdächtige aus Kalkar auch für zwei gleichgelagerte Taten auf einem Sportplatz in Lengel (NL) und einem Golfplatz in Groesbeek (NL in Frage kommen. Insgesamt ist derzeit von einem Gesamtsachschaden von ca. 500.000 Euro auszugehen. Auf Grund von Zeugenaussagen und Feststellungen des Erkennungsdienstes hat sich der Tatverdacht gegen den 18-jährigen Fahrer eines Ford Geländewagens aus Kalkar weiter erhärtet. Er war in Moyland in Tatortnähe im Rahmen der Fahndung angehalten und kontrolliert worden. Hier war der Geländewagen des Verdächtigen vermessen und fotografiert worden. Darüber hinaus stellten Beamten Gras- und Erdproben sicher.

In seiner Vernehmung machte der 18-jährige bisher von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und hat einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt.

Da das Profil der Reifenspuren auf dem Golfplatz Mühlenhof nicht mit den anderen beiden Tatorten in Kleve und Bedburg-Hau übereinstimmte, musste ein zweites Fahrzeug im Spiel gewesen sein. Die Ermittler stellten am Montag, 13.01.2020, bei dem 18-Jährigen einen VW Geländewagen sicher, auf den der Verdächtige zur Tatzeit Zugriff hatte und dessen Reifenprofil eine offensichtliche Übereinstimmung mit der auf dem Mühlenhof gesicherten Spur aufweist. Ein Gutachter soll nun klären, ob das sichergestellte Fahrzeug bei dieser Tat genutzt wurde. Auch im Hinblick auf dieses zweite Tatfahrzeug, hierbei handelt es sich um einen schwarzen Touareg, sucht die Kripo Kleve, Telefon 02821-5040, weitere Zeugen.

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7 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 7. Niederrheinstier

    @5
    Genau, mmuuuh!
    Die (großen, dunklen, parallelen) Spuren auf der linken Seite des Luftbildes unter diesem Link hier
    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/lvr-gab-es-ein-roemisches-amphitheater-in-till_aid-37909763
    haben die Römer vor ca. 2000 Jahren auf den schönen, grünen Feldern bei Till hinterlassen, mmuuuuh.
    Zwar ist nicht überliefert, ob seinerzeit schon die Kripo nach den Tätern gesucht hat, mmuuuuh.
    Oder ob jemand versucht hat, die Spuren zu reparieren, mmuuuuh.
    Aber noch heute wächst über den Spuren weniger Gras, mmuuuubuuuh.
    Vor allem, wenn der Sommer so trocken (und heiss) ist, wie in den beiden letzten Jahren, mmuuupuuh!

     
  2. 6. Kaninchen

    Das Leben ist zu Ende? Es ist auf jeden Fall gründlich ruiniert. Ein 18-Jähriger mit Führerschein. Mit Hirn? Mit Problemen? Mit Frust? Es wird möglicherweise auf eine Gefängnisstrafe hinauslaufen. Auch wenn sich dass vielleicht so liest, es ist nicht hämisch gemeint: Zeit genug eine Berufsausbildung zumachen, vielleicht im Garten- und Landschaftsbau? Und einen guten Plan wie die Schadensersatzansprüche über die Jahre abbezahlt werden können. Aber vor allem für’s Leben lernen sonst wird das nichts.

     
  3. 5. jean baptiste

    @4. Schwanentürmler “ich glaube 10 Mann, 1 Wochenende Forke und der Platz ist wieder fertig”
    Tja, da liegen Sie aber weitab von allem Realistischen.
    Schwere Sachbeschädigung, und als solche würde ich das qualifizieren, wenn auch noch verschiedene Fahrzeuge dafür benutzt wurden, und das an verschiedenen Orten, ist kein Vergehen, sondern eine Straftat, bewehrt mit einem Strafmass von bis zu 10 Jahren. Da kann man schon jede Menge Rauschgift handeln, um in diese Kategorie zu kommen.
    Zum zivilrechtlich verursachten Schaden:
    Punkt 1, schon mal an die Golfplätze Bedburg-Hau , s´Heerenberg und Groesbeek, und wo er sonst so gewütet hat, gedacht ?
    Punkt 2, mit Glätten, Einsäen und anstampfen ist es ja nicht geschehen, darüber könnte man nachdenken, wenn es in der Verantwortung der jeweiligen Betreiber läge.
    Ein neu spriessender Rasen muss gepflegt (immer wieder neu gemäht und bewässert werden) bis er stabil ist und voll belastbar werden kann. Das dauert wenigstens ein Jahr.
    Punkt 3, wieso meinen sie nicht, dass das Gewerbe des GaLaBau dafür (bezahlt) in Anspruch genommen werden sollte ?
    Stellen Sie sich vor, Sie treten dem Verursacher eine Beule in den Kotflügel, müsste er dann zufrieden sein, wenn Sie dem ein wenig Spachtelmasse, einen Topf Farbe und einen Pinsel anbieten würden ?
    Wie gesagt, wenn der Verursacher verurteilt wird, ist wegen der nachfolgenden Zivilforderung sein Leben zuende, das kann auch ein 18-Jähriger sich vorher ausmalen.
    Übrigens, wenn der so einen Frust aufgestaut hatte, der war doch hoffentlich auf dem Rückweg seiner “Heldentaten” irgendwio zwischen den Jahren nicht auf einem Feldweg in Uedem ?

     
  4. 4. Schwanentürmler

    @jean baptiste

    Naja, ich glaube 10 Mann, 1 Wochenende Forke und der Platz ist wieder fertig, der Zustand war nie der Beste. Würde mich nicht wundern, wenn das der vorgeschobene Grund für einen Kunstrasenplatz ist. Der Trainingsplatz ist ja zudem nicht betroffen. Alles nicht schön und ärgerlich, am besten man gibt dem Übeltäter die Gerätschaften für die Sanierung.

     
  5. 3. jean baptiste

    @2. Andreas Bulkens “500k€ für Rasen?”
    Na klar, hier sprechen wir nicht über Wiederherstellung irgendwann, sondern um möglichst kurzfristige und perfekte Herstellung des vorherigen Zustands, da der Schaden ja nicht durch höhere Gewalt entstanden ist.
    Un das bedeutet Rollrasen in nicht Unerheblicher Menge, und da jetzt vermutlich der Bedarf schlagartig gestiegen ist … (:-
    Ausserdem kommen noch die Kosten für entgangene Nutzung hinzu.
    Auch Jugendliche müssen sich der Konsequenz ihres Handels im Vorhinein bewusst sein.

    “so er es denn auch tatsächlich war” oder zumindest dabei beteiligt war Das muss natürlich ein Gericht entscheiden, aber kann schon davon ausgehen.

     
  6. 2. Andreas Bulkens

    500k€ für Rasen?
    Ernsthaft?
    Mit Verlaub, aber zumindest den Acker in Warbeyen kenne ich (kannte ich) … da kann man nicht von “erheblichem” Schaden sprechen.
    Hätte dem Vogel denn niemand mal den Tipp Nordteil NRN oder Uedem pp. geben können?
    Es gibt doch Gelände, auf welchen man sich legal austoben darf …
    Was ein Volldepp – so er es denn auch tatsächlich war.

     
  7. 1. Kaninchen

    Omannomann! 500.000 für nix! Sind die verschlammten Geländewagen den Eltern oder Geschwistern (soweit vorhanden) des 18-Jährigen nicht aufgefallen? Und was nun?