Rathaus: Der geheimnisvolle Baustopp

Weiß eingepackt und alles andere als standsicher: der stehen gebliebene Rest vom Rathaus
Weiß eingepackt und alles andere als standsicher: der stehen gebliebene Rest vom Rathaus

Mittlerweile bewegen sich die Kräne wieder, doch eine Woche lang tat sich auf der Rathausbaustelle nichts. Baugrund ist Bauherrenrisiko, sagen die Fachleute. Sehr zum Verdruss der Klever Stadtverwaltung…

Es herrscht tiefes Misstrauen zwischen dem Führungspersonal der Klever Stadtverwaltung und dem Unternehmen, das den Zuschlag für den Bau des neuen Rathauses erhielt. Die Erich Tönnissen GmbH soll das Verwaltungsgebäude zu einem Festpreis von exakt 11,591 Millionen Euro errichten, und der Auftraggeber möchte auf jeden Fall vermeiden, dass durch Abänderungen des Projekts saftige Nachträge in Rechnung gestellt werden. Was aber, wenn sich erst im Laufe der Bauarbeiten herausstellt, dass bestimmte Dinge eines Eingriffs bedürfen?

So geschehen auf der liebsten Baustelle aller Klever in der Unterstadt. Bei der Gründung des neuen Rathauses stellten Mitarbeiter des Bauunternehmens fest, dass der alte, nicht abgerissene - weil denkmalgeschützte – Teil des Rathauses überhaupt kein Fundament besitzt. Das Gebäude ist einfach auf das Erdreich aufgesetzt worden. Die Folgen zeigten sich jetzt, als nebenan mit schwerem Gerät Betonpfähle in das Flussschwemmland getrieben wurden. Die Wände dieses Gebäudeteils bekamen an vielen Stellen Risse.

Streng genommen, müsste dieses Gebäude nun ebenfalls ein Fundament erhalten. Dies ist nicht unmöglich, aber – wie man sich leicht vorstellen kann – eine teure Prozedur, wenn das Haus darüber schon steht (Gründungen neben Fundamenten, Unterfangungen). Nach Informationen von kleveblog konnte zunächst keine Einigung darüber erzielt werden, wer für diese Maßnahme sein Portemonnaie zückt. Daraufhin stellte ET die Arbeiten am neuen Rathaus zunächst ein.

Dass nun doch weitergearbeitet wird, scheint darauf hinzudeuten, dass eine Einigung erzielt werden konnte. Eine offizielle Stellungnahme dazu war nicht in Erfahrung zu bringen, doch Mehrkosten drohen.

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39 Kommentare

  1. 39

    Leute, was regt Ihr Euch wieder auf? Sagt Euch die Elb-Philharmonie in Hamburg etwas, der Berliner Flughafen BER?

    Leider ist es mittlerweile normal, dass dem B

     
  2. 38

    @ 35 Konfuzius,

    das Einstellen jeglicher Kommentarfunktion, das darf „niemals“ geschehen. Ohne Nacht kein Tag, ohne gut kein schlecht und ohne sinnlos kein sinnvoll usw.

    Schon wenn Sinnlosigkeit erkannt wird, ergibt sich daraus Sinn.

     
  3. 36

    @35. Konfuzius a. D.

    „Brasilienkenner“…….. ??? Nein, danke! Sorry, es gibt auch hier Realisten.

    Hier wird niemand gezwungen zu lesen oder zu kommentieren………!!!

    Es ist klug, nicht weiter zur Verschlechterung beizutragen……………

     
  4. 32

    @ 30 Peter,

    verwerflich ist nur……….., meinst Du nicht auch, dass in der Stadtverwaltungs-Spitze diese Art von Verwerflichkeit
    schon immer herrschte und zur Normalit

     
  5. 31

    @30 KlePeter

    Mit der zitieren Einlassung des Herrn Haas wurde der andere Teil der Wahrheit erneut geteilt…

     
  6. 28

    @ 27 v p,

    so sollte es wohl sein.

    Beachte bitte, dass Vetrauen auf den Vetragspartner Stadt eine Illusion mit unabsehbaren
    Folgen IMMER war und sein wird.

     
  7. 23

    @21. Otto

    Mit „Sowiesokosten“ meinte ich in diesem Falle, dass die Kosten f

     
  8. 16

    @ Martin Fingerhut

    Hier vor Kleve (Cliff) endete in der Eiszeit die Gletscherkante und formte das Urstromtal des m

     
  9. 15

    @ 12 Martin Fingerhut,

    wie recht Du hast mit dem Schwemmsand. Es gab vor langer Zeit bei der Stadt einen schon damals

     
  10. 12

    @ 7. Klever xyz :
    Tut mir leid, offenbar ist mein Kommentar #5. schwieriger zu verstehen als ich dachte.

    Ob der Preis f

     
  11. 10

    … aber bei „den Verantwortlichen“ muss man wohl genau unterscheiden zwischen dem Bauherren und dem Auftragnehmer…

    Nat

     
  12. 7

    Sehr geerter Herr Fingerhut, denken Sie nicht auch, dass der Preis zum Zeitpunkt des Abrisses schon l

     
  13. 6

    Ich glaube kaum, dass es vor 500 Jahren schon ein Kataster gab… Sollte das Geb

     
  14. 1

    Entgegen meiner Absicht – schreib‘ ich dann doch mal wieder hier; sei’s zum Verdruss Vieler oder Erbauung Einiger…
    Das, mit dem angrenzenden Geb