Platter Gastbeitrag

rd | 05. September 2008, 12:29 | 4 Kommentare

Nun mischt sich auch Karnevalslegende Paul Dirmeier in die City-Train-Diskussion ein. Hier sein platter Gastbeitrag (leicht gekürzt der RP entnommen):

“Ek sin bes now noch ömmer ant rekrooje, wie sej op de Naam gekomme sin. Also met Kleef häd denn eigentlek neks te dun. Gut, motte ja niet ömmer die Naames van Elsa en Lohengrin sin, wänn man in Kleef wat besönderes präsentiere well… Maar sit es ehrlek, City-Train, dat passt doch överhaupt niet. Ewell, as gej van Dag wat sin wellt, mooj Fremdwöörd gebrükke… Än dann häk noch gelässe, dat man ons Stadt Kleef met ennen Bott (op Deuts: ein Knochen) verglikken düt, an wej Kleffse bes van Dag niet genau weete, an wat för’n End wej an den Bott subbele sölle… Maar ek kom wärr op den City-Train tröck. Also, ek find die Saak gut. An ek glöv, de meste Menze ok. Min is op jeden Fall liewer, wänn ek in ons Stadt gemäklek van boove bes onder of ömgekehrt loope kann an dann van achter enne City-Train schällt, as dat min jemand met de Fiets in Krüss fährt.”

Die Logik verstehe ich zwar nicht, weil die Radfahrer gibt es ja immer noch, aber noch mehr fasziniert eigentlich dieser rätselhafte Singsang des Plattdeutschen, der immer an eine Art gehäckseltes Hochdeutsch erinnert (und die automatische Rechtschreibkorrektur in einen Systemabsturz treibt). Musste mal gesagt werden.

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  1. 4. Afrika

    Ach ja und Tür auf, Fenster los, fiets lässt immer sofort den Niederrheiner erkennen. Auch daran erkannt man uns ^^

     
  2. 3. Afrika

    Also wenn mans sich selbst vorliest geht es eigentlich. Und ich finds toll! Wir hamm zwar in der Welt keinen Stellenwert mehr, aber wenigstens haben wir immer noch unseren Dialekt. Ich finds schade, dass man als Junger Mensch das nicht mehr lernt. Ich glaube ich hätte in der Schule Platt als AG oder so bestimmt besucht! Die einzige die immer und konsequent Platt mit mir sprach war meine Uroma. Und das verdanke ich auch nur dem Glück das die 99 Jahre alt geworden ist. Platt kann heute nur als Vorteil gelten. Man findet leichter ins Niederländische, auch in Köln versteht man Kölsch. Und das können Schwaben, Bayern, Niedersachsen, Saarländer und Hamburger als Beispiel definitv nicht bis ins Detail! Und das is toll!

     
  3. 2. rainer

    Hallo, ich hab mich schon immer gefragt was diese kleverplattomantik soll. Gesprochen versteh ich alles, geschrieben (und da gibt es vielfälltige Interpretationen bei unseren Heimatdichtern) brauch ich manchmal Minuten um durch ein Mitdemfahrraddurchkuhwiesengebrabbel zu kommen

     
  4. 1. killerplautze

    Unpassend zu dieser Meldung: Nimwegen bekommt die Straßenbahn zurück: Route Uni-Innenstadt-Lent-Huissen(-Arnhem)

    Herrn Dirmeier lege ich folgendes Zitat nahe:

    “Hättest Du doch geschwiegen, Desdemona”

    oder der §5 Grundgesetz Abs. I, 1.Satz

    Man darf, man muss es nicht……