Monaco Mom

Markus van Appeldorn | 02. September 2013, 14:54 | 9 Kommentare

Bernd »Mom« Zevens ist es gewohnt, große Fußstapfen zu setzen – immobilienmäßig. Mit seiner Hotelgruppe Rilano macht er sich nun in München Schritt für Schritt daran, eine große Nummer zu werden. Erst schnappte er sich im letzten Jahr das piekfeine Lenbachpalais in bester Münchner Innenstadtlage und etablierte dort das Rilano No. 6 als Bar und Restaurant für die Reichen und Schönen der Stadt und als Party-Location überaus beliebt beim gehobenen Feiervolk der Stadt.

Seit neuestem bespielt Mom in unmittelbarer Nachbarschaft ein weiteres Premium-Objekt: Kanzlerbungalow-Architekt Sep Ruf errichtete vor 60 Jahren im Auftrag von BMW am Lenbachplatz den BMW-Pavillon im Bauhausstil. Bis heute präsentieren die Münchner Autobauer in der schmucken Vitrine ihre Modelle für den sportiven Mittelständler. Dem Kulturanspruch des Konzerns folgend ist der denkmalgeschützte Pavillon aber längst auch Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst und Austragungsort gepflegter Partys geworden. Und das leckere Catering für ebendiese Events besorgt jetzt Moms No. 6. Und mehr noch. Rilano hat auch das im Pavillon eingerichtete Café übernommen, das fortan „Rilano Lounge“ heißt.

Zur Eröffnungsparty für geladenen VIPs und Promis legte schon mal Haus-DJ John Munich auf, in München residierender Sohn von Chansonnier Udo Jürgens. „Raffiniert belegte Tramezzini“ verspricht die Speisekarte dem italophilen Münchner und „feine Patisserie“. Das Bier für 3,80 Euro (0,3 Liter alkoholfrei) kommt ebenfalls weder aus München, noch aus Bayern, sondern aus der Eifel. Top-Gastronomie erwartet das Münchner Publikum jedenfalls an dieser Adresse. Vorbetreiber war schließlich Holger Stromberg, der mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Koch unserer Fußball-Nationalmannschaft.

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  1. 9. B.R.

    Zumindestens unter diesem BWW Pavillon mit dieser angeblichen Gastronomie hatte ich mir etwas mehr vorgestellt.
    Kann auch sein, dass ich zum falschen Zeitpunkt am richtigen Ort war:
    Mitten in der Woche bei schlechtem Wetter wird sich da eventuell nicht viel tun.

     
  2. 8. B.R.

    Gute Idee,
    werde mir den Pavillion übernächste woche auch mal anschauen.

    Damit man auch weiss, wodrüber hier diskutiert wird.

     
  3. 7. Beobachter

    Habe den Pavillon gerade letzte Woche vor Ort bewundert. Macht (zumindest) optisch schon was her. Diue Feierwütigen und Wichtigen schauen doch eh nicht hinter die Kulissen …

     
  4. 6. B.R.

    @ 4. )

    Wo ist die ganze Potenz ?
    Ich kann in den deutschen Bilanzen nichts finden.

    In der Schweiz ?
    Fernab vom deutschen fiskus, den deutschen Steuerzahlern, den deutschen Gläubigern und den stadtwerken ?

    Auf Zypern, Bahamas und Ceyman Island, verteilt auf verschiedene Anlageformen, um gut auf eine wahrscheinliche Euro Krise vorbereitet zu sein?

     
  5. 5. Martin Fingerhut

    @ 3. Mäuschen :
    Die DixiKlos sind zusammenGerückt,
    auf die beiden QuerFlügel,
    ich glaube je 4 Stück.
    Dort fallen sie weit weniger auf als vorher in Reih‘ und Glied entlang des langen, schmalen MittelTrakts.
    Keine perfekte Lösung, aber ich finde sie akzeptabel.

     
  6. 4. Markus van Appeldorn

    Eigentümer der Immobilie Lenbachhaus wäre Mom vielleicht gerne. Das Schmuckstück gehört allerdings dem finanziell wohl noch wesentlich potenteren Bobby Arnold, Erbe des Hollywood-Ausstatters ARRI Film.

     
  7. 3. Mäuschen

    Er ist vielleicht Heimatverbunden, Herr Goertz. Aber das Hotel hätte er besser sein lassen!
    Warum stehen die Klimaanlagen eigentlich jetzt alle an einer Stelle, auf dem Dach? War zumindest Freitag so.

     
  8. 2. Heinz Goertz

    Ich frage mich allen ernstes, was der so oft in Kleve macht. Eigentümer des Lenbachhauses und sich dann persönlich um den „besseren Plattenbau“, das Hotel in Kleve kümmern. Wie hält man so etwas aus?

     
  9. 1. B.R.

    Gut zu hören,
    dass er so erfolgreich ist.
    Dann er kann ja wenigstens demnächst die 2 Millionen an die Stadtwerke zurückzahlen.

    Und die Banken, die seine Schrottbilanzen mit Aktienoptionen abgesichert haben,
    brauchen dann ja auch keine Angst haben, dass sie auf dem ganzen Schrott sitzen bleiben.