„(Mom)“: Todesanzeige löst Irritationen aus

rd | 22. Oktober 2019, 17:06 | 1 Kommentar
Todesanzeige als Gesprächsstoff

Die Anzeige erschien am Freitag in der Rheinischen Post, und ein Wort darin in Verbindung mit einem bekannten Klever Nachnamen sorgte bei vielen, insbesondere flüchtigen Lesern des Lokalteils für Verwirrung. Auch in der Redaktion von kleveblog gingen diverse Hinweise ein, ob der Todesfall nicht eine entsprechende (große) Berichterstattung nach sich ziehen würde.

In der Anzeige wurde der Tod des Architekten Heinz Theo Zevens vermeldet, der am 15. Oktober, kurz vor seinem 82. Geburtstag, verstarb. Zwischen vor- und Nachname hatten die Verwandten, die die Anzeige aufgegeben hatten, seinen Spitznamen Mom in Klammern eingefügt. Doch mit diesen drei Buchstaben verbinden insbesondere die jüngeren Klever nur noch den bekannten Unternehmer, der regelmäßig für Schlagzeilen sorgt, weil er überall mitmischt. Zuletzt war er noch auf den Titel der Zeitschrift Der KLEVER zu sehen, und zwar als Monopoly-Spieler, der die Stadt aufkauft.

Doch dieser Mom heißt mit Vornamen Bernd und tauchte in der Liste der Hinterbliebenen in der fünften Zeile mit seiner Lebensgefährtin Kathrin namentlich auf. Er ist der Bruder des Verblichenen. Beide hatten irgendwann in den Tagen ihrer Kindheit und Jugend den Spitznamen Mom abbekommen, wobei Bernd, der knapp zehn Jahre jüngere Bruder, stets der „kleine Mom“ war, während sein älterer Bruder als der „große Mom“ galt. Da der geschäftliche Erfolg von Bernd Zevens den seines Bruders Heinz Theo schon bald in den Schatten gestellt hatte, waren die Zuschreibungen natürlich etwas irritierend, aber sie hielten sich. Der vor wenigen Tagen verstorbene Heinz Theo Zevens war bereits seit längerem krank, sein jüngerer Bruder kümmerte sich in den letzten Jahren intensiv um ihn.

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  1. 1. Gerry

    Der ist kein echter Klever, der den Unterschied: der große Mom, der kleine Mom nicht kennt.
    Das „Kümmern“ des kleinen Mom hatte auch wohl seine Ursache darin, dass sich der große Mom, als der kleine Mom noch wirklich „klein“ war, den Bruder regelrecht dahin gebracht hat, wo er jetzt heute ist.
    Übrigens: Es gibt in Kleve noch so eine Situation „der große Neger“, „der kleine Neger“. Da könnte es auch zu Verwechslungen führen.