Man hätte wissen können, dass etwas faul ist, wenn morgens um drei Uhr bei -7° nur elf Menschen warten

rd | 20. Februar 2018, 14:51 | 27 Kommentare
Dienstag, 21. November, 7:34 Uhr vor der Ausländerbehörde an der Nassauerallee: Menschen warten darauf, warten zu dürfen

Wer dieses Gebäude sieht, ist schon von der Nassauerallee 81 bis zur Nassauerallee 18 vorgedrungen

Ein Student der Hochschule Rhein-Waal, der sich gegen Bezahlung für andere in die Warteschlange vor der Ausländerbehörde einreiht, um seine knappe Kasse aufzubessern, hat auf der offiziellen Facebook-Seite der HSRW eine flammende Anklage gegen die Situation, die Antragstellern dort zugemutet wird, erhoben. Bekanntlich hatte der Kreis Kleve vor einigen Wochen die ehemalige Architektenvilla an der Nassauerallee 81 zu einem zusätzlichen Wartebereich umfunktioniert, um die Lage etwas zu entschärfen. Wer vor der Öffnung des Gebäudes dorthin kommt – und alle Antragsteller aus dem gesamten Kreis Kleve, ob sie nun ein Auto haben oder mit dem Fahrrad aus Rees anreisen, müssen diese Anlaufstelle nutzen –, erlebt nun, dass er in einer Schlange wartet, um für den Wartebereich zugelassen zu werden, der wiederum einen Zugang für den eigentlichen Wartebereich in der Behörde an der Nassauerallee 18 ermöglicht, allerdings nur, wenn man Glück hat und rechtzeitig kommt.

Irgendwie scheint der Kreis Kleve, der sich sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der Hochschule rühmt, vergessen zu haben, dass mit dem Umstand, dass mehrere tausend visapflichtige Studenten in die Stadt strömen, auch ein deutlich höherer Verwaltungsaufwand verbunden ist. Und von den Flüchtlingen, die vor mehr als zwei Jahren überraschend kamen, nun aber nicht mehr überraschend da sind, haben wir da noch gar nicht gesprochen.

Besagter Student also reihte sich am Donnerstag, 8. Februar, in der Dunkelheit und Kälte in die Schlange der wartenden Menschen ein. Er schreibt: „Kürzlich haben die Verantwortlichen ein System eingeführt, das jeden Tag nur den ersten 50 Menschen, die kommen, ihr Anliegen bearbeitet bekommen. Um sicher zu gehen, dass man sein Anliegen vortragen kann, muss man also einer der ersten 50 Menschen sein. Das heißt, es ist ein verrücktes Rattenrennen geworden! Wir müssen nun also gegen drei Uhr morgens dort auftauchen und dem Ego der Kreis Klever Oberherren schmeicheln, um einer der ersten 50 zu sein. Richtig gelesen, drei Uhr morgens, wenn die Temperatur bei -7°C liegt. Habt ihr je eine schwangere Frau bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt unter freiem Himmel in einer Schlange warten sehen? Wir haben!“

Am vergangenen Donnerstag aber war etwas anders als sonst, schreibt der Student weiter. Als er um 2:55 Uhr an der Nassauer Allee angelangte, war er der Dritte in der Reihe. „Bis um 5 Uhr waren insgesamt nur elf Menschen erschienen, was mir etwas verdächtig vorkam, weil in der vergangenen Woche waren zum gleichen Zeitpunkt schon 45 Leute in der Schlange. Interessanterweise gab es einen Aushang in deutscher Sprache, dass das Amt an diesem Tag geschlossen sei. Die wenigsten in der Schlange sprachen Deutsch, sodass ihnen lange Zeit nicht klar war, dass das Amt an diesem Tag überhaupt nicht öffnen würde. Also wurde uns nach zwei Stunden Warterei in der Kälte klar, dass wir die Leidtragenden eines schlechten Witzes geworden waren. Vielleicht verlange ich etwas viel, aber ein Hinweis in Englisch wäre eine gute Idee gewesen, wenn klar ist, dass die meisten der Wartenden kein Deutsch können.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Ist es allen Ernstes zuviel verlangt, diesen Hinweis auch in englischer Sprache zu verfassen? Es muss ja nicht mal ein vollständiger Satz sein, so was wie „office closed today“ hätte schon gereicht! Es gibt übrigens auch Google Übersetzer. Der ergänzende Hinweis, dass dafür die Behörde am Tag zuvor geöffnet hatte, dürfte dem beklagenswerten Dutzend, das am Donnerstag gekommen war, wie eine besondere Form der Verspottung vorgekommen sein.

Der Tag war natürlich jener Donnerstag, an dem Altweiberkarneval gefeiert wurde. Dass Menschen aus anderen Kulturkreisen, denen womöglich auch gerade nicht so nach Feiern zumute ist, diesen Tag nicht auf dem Zettel haben, sollte eigentlich eine Grundannahme sein. Den Mitarbeitern der Behörde, so sie denn überhaupt alle feiern wollten, sei die Teilnahme an Frohsinnsveranstaltungen auch gegönnt – allerdings in einem Epizentrum des Frohsinns, dem Gericht, fanden am Donnerstag Vormittag noch reihenweise Sitzungstermine statt.

Der Student kommt zu der traurigen Einschätzung, dass die Ausländer der Verwaltung schlichtweg egal sind. „Ich höre solche Beschwerden nun schon seit mindestens anderthalb Jahren. Wenn eine Regierung ein kaputtes System binnen anderthalb Jahren nicht reparieren kann, kann es nur eine Erklärung geben: Wir Ausländer spielen überhaupt keine Rolle! Warum läuft es im Finanzamt und beim Bürgerbüro rund, während die Ausländerbehörde so kläglich versagt? Man könnte zu der Erkenntnis gelangen, dass die Ausländerbehörde eine Vendetta gegen Ausländer führt, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um Studenten oder Asylbewerber handelt. Wir sind verzweifelt, und unser Rattenrennen um drei Uhr morgens ist nur eine Verhöhnung durch die so genannte Erste-Welt-Gesellschaft“, so der wütende Schluss des Eintrags.

Microsoft Word, A4 Querformat, ausgedruckt und mit Tesafilm an die Tür geklebt – für Google Übersetzer reichte der Einsatz dann aber nicht mehr…

Microsoft Word, A4 Querformat, ausgedruckt und mit Tesafilm an die Tür geklebt – für Google Übersetzer reichte der Einsatz dann aber nicht mehr…

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  1. 27. Integration

    zu 25.

    Leider habe ich es zu spät bemerkt………es muss natürlich sein: 13.Nov. 2017

     
  2. 26. otto

    Zu diesem Versagen einer Behörde ist man erst einmal fassungslos.

    Der Arbeitsanfall, der nicht mehr bewältigt werden kann, weckt wenig Verstäündnis, da die Behördenmitarbeiter weder Englisch sprechen, noch wissen, was unter Ethik bzw. Anstand gegenüber Menschen zu verstehen ist.

    Nun, sie haben ihre sehr begrenzten Möglichkeiten unmissverständlich öffentlich gemacht, denn wer schreibt
    schon Menschen, die unserer Sprache nicht mächtig sind:

    heute geschossen
    wegen Altweiber

    So schreiben Personen, die ihre Nasenspitze nicht mehr sehen können und denen der Tellerand zu weit
    entfernt, ja unerreichbar sein dürfte.

     
  3. 25. Integration

    @22. rd

    Am 13.Nov. 2107 wurde Frau Regierungspräsidentin Radermacher, mit der großen Bitte, endlich Abhilfe zu schaffen, schriftlich kontaktiert. (leider nur von einer Privatperson!)
    – Unzumutbarkeiten bei den Wartezeiten und Container als Warteraum –

    Daraufhin wurden dann, mit großem Dank, Räumlichkeiten, Nassauer Allee 81, zur Verfügung gestellt.

    Bis dahin hat sich niemand der Menschen, die sich plötzlich mit Kaffee und Tee dem Fotografen stellen, darum bemüht, um nachzusehen, wie die Situationen sind, geschweige denn, sich bei den Wartenden einzureihen.

    Diese Situationen sind nicht erst seit gestern bekannt?!

    Dass nun hoffentlich im Sinne der Menschen etwas untenommen wird, ist absolut wichtig und richtig!

    Aber, dass man jetzt daraus ein pressemächtiges Politikum auf dem Rücken, der bisher freiwilligen Helfenden, macht, finde ich peinlich und entwürdigend…….

    Wenn ich jetzt schon die Gelegenheit beim Schopf packe……….

    Es fehlen überall an öffentlichen Stellen, besonders beim hiesigen Ausländeramt

    ANERKANNTE, OFFIZIELLE DOLMETSCHER!!!!!!!!!!!

    Es kann nicht sein, dass Personen, die gerade zufällig auch dort sind, und nicht einmal Deutsch B1 können, auf reiner Vertrauensbasis, wichtige Unterlagen und Befragungen „übersetzen“.

    In den meisten Fällen haben die Menschen, die sich dort melden, kein Geld, um einen vereidigten Dolmetscher mitzubringen!

    Der Inhalt der Pressemitteilung ist datumsmäßig übereinstimmend

     
  4. 24. Chewgum

    Vielleicht hilft das was. Die Probleme sind: zu wenig Personal, überlastetes Personal, frustriertes Personal, fehlendes Personal. Und vielleicht eine Führungsschwäche. Und eine unzureichende Terminorganisation.

    Die geforderte Qualifikation halte ich für angemessen. Das kann nicht alles nach Schema F abgearbeitet werden. Das Einstiegsgehalt nach TVÖD 5 ist aber recht gering für den Stress, der mit dem Job verbunden ist. Das macht die Sache nicht gerade attraktiv.

     
  5. 23. rd

    Barbara greift ein. Der Text der Pressemitteilung:

    Barbara Hendricks (SPD) hat bereits Anfang Januar Landrat Wolfgang Spreen (CDU) um Auskunft gebeten, wann sich die desaströse Situation vor der Ausländerbehörde in Kleve ändern wird.

    Der Landrat antwortete, dass seit November 2017 eine neue Software getestet werde, welche die Terminvergabe vereinfachen würde.

    „Seit drei Monaten testet der Kreis ein neues Verfahren zur Terminvergabe. Gebracht hat es offensichtlich nichts. Ich habe dem Landrat daher heute erneut geschrieben und möchte wissen, wie er die desaströsen Verhältnisse für die Menschen vor der Ausländerbehörde abstellen wird und wann dies geschieht“, so die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks. „Wenn Menschen vor einer Behörde stundenlang in der Kälte ausharren müssen um zu hoffen, dass sie einen Termin bekommen, um ihre Auflagen pflichtgemäß zu erfüllen, dann läuft in der Behörde offensichtlich einiges schief“, so Hendricks. „Im Übrigen habe ich großes Verständnis für die Forderung, im Südkreis und eventuell auch rechtsrheinisch eigene Sprechstunden der Ausländerbehörde einzurichten“, so Hendricks abschließend.

     
  6. 22. Integration

    @12. Stefan Schuster

    Bei den Assistenzkräften handelt es sich um “Zuarbeiter”, also nicht um Entscheidungsträger.

     
  7. 21. Chewgum

    Würde folgende Lösungsvorschläge zur Prüfung in den Ring werfen:

    – festes Zeitfenster für Studierende aus EU-Ländern
    – festes Zeitfenster für Studierende aus Nicht-EU-Ländern
    – festes Zeitfenster für Nicht-Studenten aus EU-Ländern
    – Terminvergaben für alle Anderen aus Nicht-EU-Ländern – diese können auch vorzugsweise vormittags sein, weil bei festen Terminen auch kein Anstehen nachts/am frühen Morgen notwendig wird

    Die Menschen aus Nicht-EU-Ländern machen den größten Anteil an den Wartenden aus, so dass das mit den Zeitfenstern für die anderen Gruppen vielleicht klappen könnte.

    Auf jeden Fall sollte man die verschiedenen Gruppen in der Bearbeitung auseinander halten.

     
  8. 20. Chewgum

    Zum NRZ-Artikel: Es sind Sicherheitsleute der Firma Frentrup, die die Leute ins Gebäude lassen, nicht Mitarbeiter des Ausländeramtes. Fünfergruppen deshalb, weil bestimmte Dinge kontrolliert werden müssen. Im Wartebereich sind dann am PC Mitarbeiter des Ausländeramtes, die die Bearbeitung durch Aufnahme der Grunddaten vorbereiten.

     
  9. 19. Chewgum

    Der Zettel hätte auf jeden Fall auch in englischer Sprache abgefasst sein und mit entsprechendem Vorlauf ausgehängt werden müssen.

    Ansonsten:
    Habe die Info, dass es auch Studenten gibt, die mit mehreren Ausweisen kommen, die dann auch verlängert werden.
    Gestern Morgen um 6.00 Uhr standen ca. 80 Leute vor dem Wartebereich, von denen 60 angenommen wurden und 20 nicht. Die Verbliebenen haben mittlerweile die Möglichkeit, einen Terminzettel auszufüllen, mit dem ihnen dann ein Termin zugeteilt werden soll. Manche wollen diesen Zettel nicht ausfüllen, weil sie die Erfahrung gemacht hätten, dann trotzdem keinen Termin zu bekommen. Wie oft das vorkommt, kann ich nicht sagen.
    Montagmorgen gab es wieder einen Polizeieinsatz, weil das Sicherheitspersonal, das für einen geordneten Ablauf sorgen soll, quasi überrannt wurde.
    In der entsprechenden Sachgebietsleitung des Ausländeramtes steht in Kürze ein Wechsel an.
    Die Mitarbeiterschaft ist überlastet, weil oft Überstunden gemacht werden müssen, um alle morgens angenommenen Fälle abzuarbeiten.

     
  10. 18. Chewgum

    @rd Dass es da Missstände gibt, ist klar. Trotzdem rechtfertigt das in keinster Weise diese Wortwahl. Der Begriff Vendetta ist hier völlig unangemessen, geht in eine abstruse Richtung. Gefährlich finde ich an der Verwendung dieses Begriffes, dass dadurch impliziert wird, dass das Ausländeramt die Vernichtung der Betroffenen beabsichtigen könnte.

     
  11. 17. Rüdiger Weizenkeim

    @rd; ich nehme an Du meinst Wilfried Suerick. Mit 60 Jahren Berufserfahrung wird er eine Lösung kennen…

     
  12. 16. rd

    @Chewgum Dass der Mann ein komplettes Organisationsversagen mit drastischen Worten geißelt, halte ich für absolut nachvollziehbar. Selbst aus Berlin hört man nichts mehr, was dem nahe kommt. Heute widmet die NRZ dem Skandal eine ganze Seite. Ein Nigerianer war fünfmal in den frühen Morgenstunden da, um fünfmal jeweils nicht zu den ersten 50 zu gehören, die überhaupt zum Zuge kommen. Würde man so etwas Besuchern des Straßenverkehrsamtes zumuten, hätten wir innerhalb von einer Woche eine Revolution. Ich kenne die näheren Umstände der Arbeit dort nicht (der Kreis möchte sie auch nicht mehr kommentieren), und ich glaube auch gerne, dass die Beamten und Angestellten dort ihr Möglichstes tun, aber es sollte schon Mittel und Wege geben, dem Ansturm Herr zu werden – Überstunden? Abordnungen von Mitarbeitern aus weniger geforderten Abteilungen? Jürgen Suerick eine Lösung ausarbeiten lassen?

     
  13. 15. Chewgum

    Erstmal: Der junge Mann weiß offenbar nicht, was eine Vendetta ist.

    Vendetta = Blutrache (eine Form von Selbstjustiz)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Blutrache

    Bei dieser Info für den jungen Mann habe ich mich jetzt schon ziemlich zusammen gerissen, um sachlich zu bleiben.

    Aber vielleicht noch so viel: Wenn ich eine Vendetta gegen die eigene Person vermuten würde, würde ich schleunigst das Weite suchen.

    Aber da war doch noch was, ach ja, das kostenlose Studium in einer schönen, neuen Hochschule mit sehr engagiertem Personal, das Ganze landschaftlich sehr schön eingebettet … „gelockt“ werden muss da auch langsam immer weniger, das war eher den Anfängen geschuldet, was normal ist

     
  14. 14. Jürgen Böll

    @5 Gute
    Wer bitte möchte den unter diesen Voraussetzungen so beim Kreis anfangen?

    Zitat Stellenausschreibung Kreis:
    Wir bieten ein nach § 14 Abs. 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz für die Dauer eines Jahres befristetes Arbeitsverhältnis in Vollzeit mit 39 Wochenstunden.

    Ich kenne das von einem Nachbar, der war auch beim Kreis auf einer befristeten Arbeitsstelle in der Ausländerbehörde vor etlichen Jahren eingesetzt.
    Nach 2-mailger Verlängerung des jeweils 1 Jahresvertrages wurde er schließlich vor die Türe gesetzt und sollte sich nach einer Wartefrist von 12 Monaten erneut auf diese ab da nun vakante Stelle erneut bewerben.

    Welcher vernünftige Arbeitnehmer macht so ein Spielchen denn mit, da sehe ich doch zu das ich etwas Dauerhaftes bekommen kann.
    UNd dann wundert sich der Kreis und der OKD sowie Spreen das sie keine Mitarbeiter in der heutigen Zeit bekommen?

     
  15. 13. Stefan Schuster

    @Gute hat in seinem Beitrag #5 einen Link zur Suchanzeige des Kreises für die neu einzustellenden Mitarbeiter genannt:

    https://www.kreis-kleve.de/de/stellenangebot/assistenzkraefte-im-allgemeinen-verwaltungsdienst-6665238/

    Nun wundert es mich überhaupt nicht mehr, warum über Mangel an geeigneten BewerberInnen geklagt wird:

    * Weshalb ist eine „erfolgreich abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung als Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement oder ein vergleichbarer und gleichwertiger Berufsabschluss (z.B. Rechtsanwaltsfachangestellte oder Bankkaufleute)“ erforderlich? Ist nur dadurch gewährleistet, dass am PC einige wenige Dateneingabemasken bedient werden können, sowie Papierkram korrrekt photokopiert und Akten von links nach rechts geschauftelt werden können?

    Ich habe bei einem meiner früheren Arbeitgeber gesehen, dass für eine vergleichbare Tätigkeit (Kundenkontakt, Datenerfassung, Eskalation von Problemfällen) ungelernte Hilfskräfte in Inhouse-Schulungen von wenigen Wochen Dauer fit gemacht und eingesetzt wurden – und es hat funktioniert!

    * Weshalb werden von den Bewerbern „fundierte EDV-Kenntnisse (MS Office)“ verlangt? Die Leute sollen Kurztexte schreiben können und müssen wissen, wie man mit Textbausteinen umgeht! Zu MS Office gehören jedoch auch Excel als Modul für mathematische Kalkulationen und Powerpoint als Modul für die Erstellung von verkaufsfördernden Bildschirmpräsentationen. Alles wirklich erforderlich zur Bedienung vorgefertigter Bildschirmmasken?

    Mir scheint hier ein Problem in der Personalabteilung des Kreises Kleve vorzuliegen. Offensichtlichfehlt dort die Fachkompetenz (trotz erfolgreicher mehrjähriger Ausbildung in Verwaltungsangelegenheiten und Weiterbildungen mit Schwerpunkt Human Ressources Management) ein realistisches Anforderungsprofil zu definieren!

     
  16. 12. Integration

    @9. jean baptiste

    Es fehlt einfach, wie überall an diesen Stellen, das speziell geschulte, qualifizierte Personal.

    Leider kenne ich die Deutlichkeit, da ich selber schon oft genug kostenfrei, wie auch einige andere, meine eigene Arbeit zurückgesteckt habe, um für andere Menschen zu einem Sachbearbeiter vorgelassen zu werden.

    Da kann es schon vorkommen, dass man von morgens 8:00 Uhr bis später 19:00 Uhr dort ist, um für 5 Minuten vorzusprechen, weil einfach ein wichtiger Grund vorliegt …..

     
  17. 11. jean baptiste

    @ 7. Integration

    Da gebe ich Ihnen ja völlig recht, nur hier sprechen wir davon, zu einem Sachbearbeiter vorgelassen zu werden, sein Anliegen vorzubringen und die Bearbeitung anzustossen.

    Dass die Bearbeitung anschlissend ellenlang dauern wird, steht auf einem anderen Blatt.

    Machen Sie sich das einmal deutlcih : Wir locken ausländische Studenten an, damit diese hier lernen, wie Handlungsabläufen hier im vielgelobten Westen redlicherweise ablaufen sollen, damit diese die ihre Erkenntnisse über moderne Handlungsweisen bei Rückkehr in der Heimat mit in ihre Überlegungen einfliessen zu lassen.
    Und was haben sie hier gelernt ?
    Mafiamethoden durch Einsatz von “Platzhalter – Neger” für jeden der es sich leisten kann, einen “armen Schlucker” an seiner Statt als Statist in der nächtlichen Warteschlange zu engagieren.

    Müssten wir das über einen “far away”- Staat kommentieren, ich denke, “Bananenrepublik” wäre noch das mildeste Prädikat.

    Aber ich bin ja froh, dass der Ladrat sich nicht selbst bei der Keks-Ausgabe anstellen muss, und sich vielleicht ein “Schon alle weg” einhandeln würde, sondern einfach in Vertraueen auf die hiesigen Banenplantage vollmundig erklären kann, ” Ich lasse sofort welche holen.”

    Na, alles voll im Lot.

     
  18. 10. jean baptiste

    @8 Ron Manheim

    Richtig, aber nicht nur in einfachem, sondern auch im doppelten Sinne.
    Im einfachen Sinne, weil catch as catch can vielleicht im (Box-)Ring eine anerkannte Disziplin ist , allerdings, ist das so im Ausländergesetz geregelt und auf Wartende beim Gang zum Ausländeramt anzuwenden ?

    Ich sehe gerade auf „Tagesschau 24 HD“ eine Sendug „Reste für die Armen“.
    Dort hat man ein sensationelles System entwickelt, nämlich die Verlosung von Platzkarten.
    Ein Supersystem, keiner muss unnötig anstehen, allerdings, ob das auf die Situation in Kleve zu übertrgen ist ?

    Bestimmt nicht, das sehe ich auch ohne Weiteres ein. Der folgende Dialog :

    „Spreen: Ich freue mich, Herr Dr. Grigat, dass Sie den Weg nach Kleve gefunden haben. Gerne bringe ich Ihnen näher, warum der Kreis Kleve sich vor einem Jahr der Metropolregion Rheinland angeschlossen hat!

    Dr. Grigat: Das freut mich, ich bin schon sehr gespannt. Und haben Sie noch ein paar von diesen Konferenzkeksen, die, die immer in so einer eckigen Blechdose sind?

    Spreen: Ich lasse sofort welche holen.

    Dr. Grigat: Sie wissen ja, dass das Ziel aller Partner ist, die Wahrnehmung des Rheinlands als Metropolregion nach innen und außen zu stärken?

    Spreen: Damit liege ich auf einer Linie mit Ihnen. Es geht darum, die vielfältigen Kräfte der Metropolregion Rheinland zu bündeln und die bedeutenden Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeinsam zu lösen.

    Dr. Grigat: Stimmt, stimmt.“
    entnommen aus : http://www.kleveblog.de/landrat-spreen-und-dr-wolfgang-grigat-blicken-optimistisch-in-eine-glorreiche-zukunft/

    müsste ja völlig umgeschrieben werden, etwa so :
    „Spreen: Herr Dr. Grigat, hoffentlich war es heute Früh um 03.00 h hier in Kleve nicht zu kalt, als Sie mitten in der Nacht auf einen Termin bei mir warten mussten.
    Gerne bringe ich Ihnen näher, warum der Kreis Kleve sich vor einem Jahr der Metropolregion Rheinland angeschlossen hat, wir müssen ja schauen, daß ich Ihnen näher bringen kann, welch aussergewöhnlich hochwertige Planungen sich hinter der Organisation unseres Tagesablaufs verstecken.

    Dr. Grigat: Das freut mich, ich bin schon sehr gespannt. Und haben Sie noch ein paar von diesen Konferenzkeksen, die, die immer in so einer eckigen Blechdose sind?
    Spreen: Samuss ich einmal schauen, ich werde versuchen, einen meiner Beamten in die Warteschlange einschleusen zu lassen damit wir nocht bei der heutigen Verteilung der Kekse berücksichtigt werden.

    Dr. Grigat: Sie wissen ja, dass das Ziel aller Partner ist, die Wahrnehmung des Rheinlands als Metropolregion nach innen und außen zu stärken?

    Spreen: Damit liege ich auf einer Linie mit Ihnen. Es geht darum, die vielfältigen Kräfte der Metropolregion Rheinland zu bündeln und die bedeutenden Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeinsam zu lösen.
    Dr. Grigat: Stimmt, stimmt.“

    Noblesse oblige halt immer noch.

     
  19. 9. Ron Manheim

    Man sollte den Veranstwortlichen nennen. Das ist der Landrat des Keises Kleve, Wolfgang Spreen, Christlich und Demokratisch, dem nichts über Recht und Gesetz geht…..

     
  20. 8. Integration

    Der Personalmangel könnte auch dadurch entstehen, dass überall qualifiziertes Personal gesucht wird.
    Leider wurden und werden immer mehr Papiere vorgelegt, die natürlich auf ihre Echtheit und Originalität geprüft werden müssen.

    Auch bei den Zeugnisanerkennungsstellen der Bezirksregierungen muss man viele Monate auf Ergebnisse warten, da auf Echtheit, auch im Herkunftsland nachgeforscht werden muss.

     
  21. 7. Integration

    @5. Gute

    Bezirksregierung Düsseldorf!!!

     
  22. 6. Gute

    @rd; hier die Stellenausschreibungen der Ausländerbehörde:

    https://www.kreis-kleve.de/de/stellenangebot/assistenzkraefte-im-allgemeinen-verwaltungsdienst-6665238/

    Der Verdienst beginnt bei ca. 2.100.-Euro/Monat;

    Letztendlich, müsste er einfach mal ordentlich nachfragen, welche Bemühungen tatsächlich unternommen worden sind.

    Was ihn einfach wundert ist, dass diese ganz offensichtlich katastrophale Situation einfach so hingenommen wird.

    Er meint auch, selbst die RP hatte von dem Bedingungen am Amt berichtet und er wundert sich, dass dennoch keine ordentliche Stellungnahme folgt, die die Situation professionalisiert:

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/emmerich/auslaenderbehoerde-terminvergabe-morgens-um-6-uhr-aid-1.7401356

    Es sollte nicht vergessen werden, dass hier euch allen ein Spiegel vorgehalten wird. Denn letztendlich seid Ihr alle hier die Kreis Verwaltung, eine große Mehrheit hat genau diese hier gewählt. Demokratisch und frei.

     
  23. 5. Integration

    Die letzten Worte hierfür hat die Bezirksregierung Düsseldorf……… offizielle Beschwerde wurde schon eingereicht.

     
  24. 4. rd

    @Gute O doch, hier ist von einem Behördenversagen die Rede. Die meisten Flüchtlinge sind seit zwei Jahren hier, dass Studenten aus fernen Ländern kommen, ist auch bekannt. Mir ist auch bekannt, dass der Kreis sich vergeblich um weitere Kräfte bemüht hat (hat der Kreis selbst gesagt), aber vielleicht hat man sich dann einfach nicht genug bemüht. Die Zahl der abgelehnten Asylanträge scheint mir demgegenüber nur marginale Auswirkungen zu haben.

     
  25. 3. Torschiff

    Dorf meets die große weite Welt…

     
  26. 2. Gute

    Wer redet denn hier von Behördenversagen?

    Das eigentliche Problem ist doch folgendes:

    -273.000 Flüchtlinge haben in den ersten drei Quartalen 2017 gegen die Ablehnung ihres Asylantrages durch das BAMF geklagt.

    44 Prozent bekamen in erster Instanz recht; das geht aus einer kleinen Anfrage der Linken hervor.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-gerichte-kassieren-fast-die-haelfte-der-abgelehnten-asylbescheide-1.3824578

     
  27. 1. Elisabeth V.

    Kaum zu glauben. So viel Menschenverachtung in Kleve. Ich brauche mir nicht einmal den Finger in den Hals zu stecken, um mich zu übergeben.