kleveblog empfiehlt: Ohne meinen Alltours sag’ ich nichts!

rd | 22. März 2012, 12:21 | 23 Kommentare

Ein Mann fährt seinen Weg (im silberfarbenen Mercedes SL): Willi Verhuven

Dieser Willi Verhuven, ein Teufelskerl! Ein Mann geht seinen Weg, unbeirrt und offenbar auch unbeeinflusst von äußeren Umständen wie zum Beispiel Menschen in Uniform, die ihm ein anderes Verhalten nahelegen. Diese Art, die ihm nahestehende Menschen auch schon mal zur Verzweiflung bringt, brachte dem Klever Reiseunternehmer ein Vermögen in ca. dreistelliger Millionenhöhe ein – und demnächst wohl auch einen kleinen Rechtsstreit, bei dem wir dem Mann empfehlen möchten, seinen Werbeslogan in eigener Sache einzusetzen: »Ohne meinen Alltours sag’ ich nichts!«

Was ist geschehen? Die Bild-Zeitung berichtet heute, dass der Alltours-Firmenchef gestern mit seinem silbernen Mercedes SL auf dem Weg zur Arbeit durch eine Ver.di-Kundgebung gestoppt wurde – 50 Meter vor der Firmenzentrale. Polizisten hatten eine Straße abgesperrt. Verhuven sagte laut Bericht: »Ich muss hier durch.« Ein Polizist erklärte dem Mann die Lage – woraufhin der Unternehmer als Reaktion darauf offenbar einfach Gas gab, sodass der Beamte auf der Kühlerhaube landet.

Ein alltours-Sprecher – wir dürfen vermuten, dass es sich um den beklagenswerten Herrn Suska handelt – schilderte die Angelegenheit dann aus der ganz eigenen Sicht seines 61-jährigen Chefs: »Der Polizist ist aufs Auto gesprungen, als Herr Verhuven wenden wollte und hat den Scheibenwischer abgerissen. Herr Verhuven ist ausgestiegen, hat gefragt, ob ihm was passiert sei, er ist nicht geflohen.«

Hier der ganze Artikel aus der Bild-Zeitung: Genervt vom Streik! Fuhr Alltours-Chef einen Polizisten um?

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23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. patrick

    hehe echt krass, hatte damals davon gelesen und jetzt schon wieder. interessant anzusehen, was leute sich einbilden, wenn sie viel geld verdienen. der herr verhuven sollte froh sein, dass er soetwas nicht in einem anderen land gemacht hat, denn dort wäre er der jenige, der noch mal nachträglich mit dem gesicht über seine eigene windschutzscheibe gezogen werden würde 😀

     
  2. 22. KlePeter

    Also doch Anklage wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Nötigung:

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-alltours-chef-willi-verhuven-id6812035.html

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/anklage-gegen-willi-verhuven-1.2892125

     
  3. 21. Lucky

    @Echte Kriminalpolizei zur Info:
    Seit einer Woche hat Herr Verhuven seinen Führerschein zurück.
    Der eifrige Kradpolizist konnte für seine Version wohl keine Zeugen finden, die auch vor Gericht ausgesagt hätten. Damit scheinen gravierende (die zum Entzug der Fahrerlaubnis geführt haben) Punkte nicht mehr zuzutreffen.
    Für wen das dicke Ende jetzt kommt wird man dann am Ende sehen.

     
  4. 20. Lucky

    Soso

     
  5. 19. Echte Kriminalpolizei

    Man könnte die Frage über dem Video mutmasslich mal mit einem kurzen “JA” beantworten. Aber, man soll ja niemanden vorschnell verurteilen. Das dicke Ende kommt bestimmt Herr Alltours.

     
  6. 18. Beobachter

    … war da nicht gestern was in der Aktuellen Stunde/Lokalzeit?

    Wurde da nicht berichtet, dass “unser Willi” zwar angeblich mehrere Zeugen für “seine Variante” der Geschichte hat, diese bis heute aber nicht den Behörden gegenüber benannt worden sind …

    Habe das aber nur mit halbem Ohr mitbekommen, weil ich telefonierte. Ah, habe gerade den link gefunden:

    http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2012/kw16/0419/alltours.jsp

     
  7. 17. ich bins der....

    ole,
    gibt es den hier zu schon was neues?

     
  8. 16. Nis Puk

    Dramatische Verwechslung beim Vorhaben, zur Beruhigung erst ein mal bis drei zu zählen: 1 – 2 – Fly!

     
  9. 15. dickschaedel

    das Photo sagt ja auch einiges
    ein Weichei ist er nicht – passt auch zum Hintergrund – alles gerade im Quadrat der Linie – ein bischen auch im Goldenen Schnitt mit Sonne im Nacken lass Alltours knacken.
    Die Augen und der Mund etwas hart – er weiss wo sein Willi ist –
    wo ein Willi da kein VerdiWeg. Deutschland braucht mehr so Willis
    ich glaub gar nich das er das war – ein Genmanipulierter Doppelwilli – denn sein Willi geschehe auch im Himmelreich

     
  10. 14. ralf.daute

    @Unbekannt Das ist fein formuliert!

     
  11. 13. Unbekannt

    Die Mitarbeiter oder Ex-Mitarbeiter können die Darstellung mit Sicherheit richtig einschätzen.

     
  12. 12. ralf.daute

    @all Hier übrigens der Link zum sehenswerten WDR-Beitrag: http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2012/kw12/0322/alltourschef.jsp

    »… Polizei nicht ins Firmengebäude gelassen…«, »musste erst einen richterlichen Beschluss erwirken…«

     
  13. 11. Echte Kriminalpolizei

    … wie gesagt, das machen wir täglich …

    Wo lebt ihr eigentlich? Glaubt ihr tatsächlich, dass ein Staatsanwalt einen Beschluss beim Richter anregt und der diesen erlässt, zum Betreten der Alltours-Zentrale und Sicherstellung/Beschlagnahme des Führerscheins einer solch prominenten Person, eines solch hohen Steuerzahlers, wenn das nicht wenigstens halbwegs hieb- und stichfest war. Der Kollege kann nämlich sonst schon fast den Hut, äh Helm, nehmen …

     
  14. 10. KlePeter

    Wie bescheuert muss eigentlich ein Polizeibeamter sein, der sich vor ein anfahrendes Fahrzeug der Oberklasse wirft. Sollte sich der Vorfall so zugetragen haben, wie es die Mitarbeiter(!) der Alltours-Zentrale schildern, wäre der Polizeibeamte dienstunfähig zu schreiben oder zumindestens in den Innendienst zu versetzen …

    … wenn mir ein Polizist auf die Motorhaube springt und den Scheibenwischer demoliert, frage ich ihn bestimmt nicht, ob ihm etwas passiert ist, sondern rufe sofort einen Arzt!

     
  15. 9. Roadrunner

    @MeinerEiner

    1. Theo lässt sich fahren, ausser er tourt mit seinem Zweirad rum.
    2. Als “Beschuldigter” darf man in einem Verfahren sagen was man will.
    3. Die Staatsanwaltschaft ermittelt sowohl Belastendes wie auch Entlastendes.
    4. Bis zu einer Verurteilung gilt Herr Verhuven als unschuldig.
    5. Man sollte nicht alles glauben, was im Fachblatt für Recht und Ordnung steht.
    6. Es ist Verhuvens gutes Recht sich öffentlich zu wehren.
    7. Was von Aussagen und Schilderungen vermeintlicher Sachverhalte einzelner
    Uniformträger zu halten ist kann man u.a. bei der General-Staatsanwaltschaft München,
    Stichwort Polizeieinsatz Rosenheim erfahren. Es reicht aber auch, einmal auf der Schwanenburg nachzufragen.

     
  16. 8. Meiner Einer

    Ich finde man sollte unseren Willi nicht vorverurteilen. In dem Bericht des WDR wurde explizit von mehreren Zeugenaussagen gesprochen. Insofern sollte man jetzt mal abwarten, wie sich die Sache tatsächlich zugetragen hat. Vielleicht hat der Polizist ja auch überreagiert. Man weis es nicht. Und deshalb finde ich die Kommentare wie z.B. mit dem “passenden” Idiotentest albern. Keiner von uns war dabei. Sollte WV tatsächlich sich so verhalten haben, muß man ihm selbstverständlich den Führerschein entziehen. Andernfalls muss aber auch der Beamte mit Konsequenzen rechnen.

    By the way: Bei dem Haufen Chaoten und Idioten, die draussen rumlaufen, bin ich froh, doch nicht Polizist geworden zu sein.

    Außerdem: Man stelle sich vor, uns Theo hätte am Volant gesessen. Da wären sicherlich auch nette Kommentare gekommen.

     
  17. 7. Echte Kriminalpolizei

    … und heute morgen “wehrt” der Willi sich natürlich auch in der Royal Press …

     
  18. 6. Mücke

    Naja, ok, wenn ich die Berichte jetzt richtig interpretiere, ist das nicht unmittelbar vor seinem Firmentor passiert, das Streikende blockiert hätten. Oder doch?

    Wenn er sich auf öffentlichem Grund so verhält, dann wäre natürlich der dauerhafte Führerscheinentzug inclusive Bewährunsgstrafe angesagt. Wenn er damit wegkommt.

     
  19. 5. Mücke

    Also ich würd auch gern in mein eigenes Unternehmen rein wollen.
    Und eigentlich sollte die Polizei Herrn Verhuven den Weg dorthin eigentlich konsequent freihalten. Alles andere ist doch die akzeptanz eones Hausfriedensbruch durch die Streikenden seitens der Polizei, auch wenn die Forderungen der Streikenden möglicherweise berechtigt sind.

    Dass ein Polizist dafür umgefahren wird ist natürlich nicht akzeptabel.

     
  20. 4. Echte Kriminalpolizei

    Gerade gab es einen Filmbericht dazu in der “Aktuelle Stunde”.

    … und er lässt sich immer noch von seiner Pressestelle verteidigen.

    … und nach Angaben der Polizei war es gar nicht mal so einfach, zu IHM in seinem Unternehmen vorzudringen und ihm den Lappen abzunehmen – es bedurfte gar eines richterlichen Beschlusses!!!

    Na ja, mal sehen, was draus wird und wer die Wahrheit gesagt hat. Angeblich gibt es für Willis Darstellung mehrere Zeugen …

     
  21. 3. Filzlaus

    @Echte Kriminalpolizei
    Der Stoff eignet sich auch als Prüfungsarbeit für angehende Polizisten, ist ja genug Thematik drin.
    Halten wir mal fest aufgrund dessen was man so liest!
    Das Gesetz gibt her: Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (Straßenverkehrsgefährdung, Nötigung, Körperverletzung und Unfallflucht), Führerscheinentzug, Punkte in Flensburg uns sonst noch…
    Persönlich: Charakterlich ungeeignet, irgenwann mal Idiotentest (der Begriff ist hier zutreffend)
    Egal wer so etwas macht, er gehört nicht hinters Lenkrad eines Autos. Und beim kalten Kotzen können wir uns zusammentun.

     
  22. 2. Echte Kriminalpolizei

    Ja, wo ist denn nun das Problem?

    Solche Situationen proben wir im Einsatztraining jeden Tag: das Aufspringen auf hochwertige Fahrzeuge und das unmittelbare Abreißen eines Scheibenwischers …

    Ich finde, dass der Willi jetzt aber durch die Wegnahme des Führerscheins (als erste Maßnahme) doch arg gebeutelt wird …

    … der kann sich bestimmt keinen Fahrer leisten.

    Das kalte Kotzen kriege ich, wenn ich das lese und nur die Hälfte davon wahr sein sollte!!!

     
  23. 1. KHU

    Das scheint ein typisches Verhaltensmuster von Menschen zu sein, die unbeirrt – und offenbar auch unbeeinflusst von äußeren Umständen wie zum Beispiel Menschen in Uniform – ihren Weg gehen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,794699,00.html