In der Fußgängerzone aufgeschnappt (72)

Könnte Koekkoek sein, ist aber: © Christian Flock

„Ich hätte gerne ein saftig-kräftig-uriges Bergsteigerbrot.“ – „Passt zu Ihnen!“ (Bei Reffeling)

„Sonja Northing ist seit Anna von Kleve die beste Frau für die Stadt.“ – „Und Johanna Sebus?“ (Im Früh)

„Vorsicht, gefährliche Autos! Achtung, Hundescheiße! Merle, komm hierher!“ (Unbekannter Vater am Heideberger Tor)

„Wenn du nicht einmal ein Happy New Year bekommst, kannst du ihn auch löschen.“ (Anfang Januar, vor Quartier)

„Du hast keine Emilio-Adani-Figur…“ (Vermutl. Anfang eines Beziehungskriegs)

„Ja, aber ohne Hilde, die ist in der Reha, die hat ihr zweites Knie gekriegt. Aber dat muss wohl wunderbar geklappt haben…“ (Haltestelle Nr. 49)

„Wenn ich noch mal heirate, dann aber nur mit so einer Bressothochzeit…“

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27 Kommentare

  1. „dat“ – ist scheinbar das Einzige was von unserem klever Dialekt übergeblieben ist (siehe Haltestelle Nr. 49). Dafür gibt es ein „Happy New Year“ von weit her.

    Wer mit klever Dialekt aufgewachsen ist wird diesen vielleicht vermissen.

    Kleiner Trost kann hier vielleicht die niederländische Sprache geben.

    ****

     
  2. Schade, dass der Bootsverleih jetzt nicht kommt, oder doch? Auf den Brettern zu stehen um dann zu paddeln,
    das wäre ein Gaudi! Ein Boot vom Königsgarten zu mieten, um die neuen Highlights zu filmen, incl. Rettungs-
    taucher die auf Liegestühlen auf ihren Einsatz warten, die neue Youtube Sensation.
    Aufgeschnappt auf dem Weg zur Anstalt (in der Straßenbahn).

     
  3. @1M.v.A,

    ……………..zumindest nicht “persönlich”, heute regieren ihre Nachfahrerinnen (Kleve-Marketenderienen);
    än, wat en weer vandaag

     
  4. Was am Ende von der Klever Bürgermeisterin gesagt wird/bleibt/ bedarf noch Zeit.
    Mich interessiert vor allem die Infrastruktur/Straßenverkehr und Kultur in Kleve.
    Ich hoffe es tut sich was, “dat” wär schön.

    Aufgeschnappt am Wurststand – hoch zur Schwanenburg:

    “Tu min ma eine Wurst mit Curry, lecka scharf mit Pommes Mayo inpacke, die ät ick zu Hüs” oder so ähnlich…:-)
    schön…so mag ich`s…

     
  5. @8@9,

    ………….wenn Gebing mitmacht und auch andere überzeugen kann, dann wird so einiges gelingen und
    wir werden einen guten Sommer haben☀️!

     
  6. Keine der beiden wichtigen Damen hat die wichtige Hochschule nach Kleve gebracht………..und “Kultur” müssen wir selber machen………sonst passiert hier nichts…….. 🙂

     
  7. @9 – Verkehrsplanung ist ziemlich langwierig Geschichte. Ob da 1 Amtszeit reicht um deutlich etwas zu verbessern?

    Und mit der Kultur bahnt sich etwas an. Es gab schon 2 Treffen mit den Klever Kulturschaffenden und eigentlich wurde auch eine Presseinfo mit Bild dazu versendet. Ist in der Presse aber irgendwie nicht aufgetaucht oder ich habe es einfach überall übersehen.

     
  8. In der Klever Fußgängerzone wird Geschichte geschrieben.

    Nur zur Erinnerung Heinrich wählte Anna auf dem Papier;Leinwand aus und heiratete Anna von Cleve. Nach dem ersten Treffen, war er so enttäuscht, dass er die Ehe für ungültig erklären ließ.

     
  9. @3. D. Brohl

    Das ist schon richtig, dass Hans Holbein sie sehr “huldvoll” gemalt hat………aber ich denke, die Historie wissen alle……… 😉

     
  10. Was Besseres konnte Anna von Cleve nicht passieren … sie profitierte weiterhin von den Vorteilen des höfischen Lebens (was damals nicht unwichtig war), zahlte aber den Preis, England nicht mehr verlassen zu können … im Gegensatz zu ihr ist es anderen Frauen von Heinrich VIII. nicht ganz so gut ergangen …

     
  11. Ob Anna von Cleve wohl auch die Entscheidungen Ihrer Ehrenamtler bzw. Ihres Vorgängers über den Haufen geworfen hat ohne zu wissen was sie damit anrichtet.

     
  12. Ich möchte nicht mit Anna von Cleve getauscht haben……..was nützen die ganzen “höfischen Vorteile”, wenn man im “Goldenen Käfig” leben muss.

    Weiß man, ob sie ehrlich und überzeugt glücklich war?

     
  13. Der heutige Glücksmaßstab ist wohl ein anderer …

    Die Vorteile höfischen Lebens nutzten vor allem in einer Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten hatten, ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen und in der es keine Sozialsysteme gab etc.
    Aber das hatte dann natürlich auch den Preis des Goldenen Käfigs. Wahrscheinlich aber dem Leben einer verstoßenen Ehefrau eines Königs in Armut vorzuziehen … damals.

    Als Heinrich VIII. gestorben war, musste Anna von Cleve, die am englischen Hof mit dem “Ehrentitel” Schwester des Königs weiter lebte und deshalb gut versorgt war, übrigens ihren Bruder um Geld bitten.

    Gut, dass sich die Zeiten geändert haben (leider nicht überall).

     
  14. Höhere Töchter, die von den Apanagen ihrer geschiedenen oder verstorbenen Männer leben – das gibt’s doch bis heute en masse. Bunte & Co sind wöchentlich voll davon.

     
  15. @19. u. 20. laloba

    Das passt jetzt zwar nicht mehr zu den ursprünglichen “Fußgängerzonen-Aufschnappungen”, aber die Darstellung von “Anna von Cleve” ist seit jeher der allgemeinbildende geschichtliche Aspekt einer Einzelperson.
    Meines bescheidenen Wissens, hat sich aber Anna von Cleve, nicht für die Allgemeinheit eingesetzt oder etwas in der Richtung hinterlassen.

    Für mich persönlich sind da die unterschiedlichsten Lebensmodelle und Erwerbstätigkeiten, der in dieser Epoche lebenden Frauen, die zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitrugen, wesentlich wichtiger und interessanter.

    Aber auch das ist nur Auffassungssache……

     
  16. @21.

    Natürlich gibt es sehr oft diese Art von Rechtssprechungen auch für Männer, die dann eben von den ehemaligen Frauen, finanziell “unterstützt” werden………nur darüber spricht und schreibt man natürlich nicht……….

     
  17. @24.

    Frau, freilich, alles gibt’s. Und natürlich wird über dieses Fälle auch geschrieben und gesprochen. Da aber nahezu keine Frau einen Kerl ehelicht, der weniger Geld hat oder verdient als sie selbst, sind diese Fälle recht selten. Zwar besang schon Reinhard Fendrich die “Feinen Damen” mit der Weisheit “Dann angeln sie mit sportlichen Mercedes Benzen sich einen Mann, der nicht vermögend aber jung” – aber gleich heiraten? So was machen doch meist nur Männer.

     
  18. @26

    laloba, es ist ja genau das, was ich sage. Ihr Link stützt meine These. Gerade mal 0,5 Prozent der deutschen Bevölkerung sind Millionäre. Meistens heiraten die untereinander. Von denen, die unverheiratet übrig bleiben, sind die meisten Männer. Die Zahl der Frauen darunter, die einerseits autonom über ihre Eheschließung entscheiden können und darüber hinaus auch noch bereit sind, einen armen Schloof zu heiraten und zusätzlich noch reich zu begütern, statt ihr Vermögen dem Tierschutz zu hinterlassen, ist verschwindend gering.

     

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