Hotel Cleve: Ein überraschender Aderlass (»Ader, lass!«)

rd | 26. Juli 2012, 17:12 | 2 Kommentare

Oje, Klever Unterstadt, was ist nur los mit dir? Als am 3. Februar 2011 die Stadt Kleve die ersten Ergebnisse des Unterstadtwettbewerbs vorstellte, war es Architekt Gunnar Ader (Ader & Kleeemann, Kalkar), der seine Pläne für den Hotelbau vorstellte und erläuterte. Und ganz Kleve war vielleicht insgeheim ein wenig froh darüber, dass ein anerkannt guter Mann damit beauftragt wurde, für Zevens tätig zu werden. Allein, die Tätigkeit des Mannes ist – von der Klever Öffentlichkeit unbemerkt – schon Geschichte: »Wir haben die Bauanträge eingereicht, und das war’s«, so Gunnar Ader zu kleveblog. Offenbar sagte Unternehmer Bernd Zevens sinngemäß: »Ader, lass mal lieber!« Zevens baue jetzt mit eigenen Kräften weiter. Dass es für ihn trotz des Lobes für seinen Entwurf nicht weiter gegangen sei, bezeichnet Ader als einen »ganz normalen geschäftlichen Vorgang«, von einem Zerwürfnis könne absolut keine Rede sein. Genau dies haben wiederum andere berichtet, in diesen Äußerungen fielen Worte wie »frustriert« oder »Brocken hingeworfen«.

So oder so, die kleine Personalie könnte erklären, warum es zahlreichen Beobachtern so vorkommt, als sei der erste, großzügige Entwurf im Rahmen seiner Realisierung auf das übliche Klever Maß an Schönheit und Großzügigkeit zurückgeführt worden (siehe auch: Mom’s Palace: Baupläne heimlich geändert?).

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  1. 2. Günter

    Deshalb hat Zevens einen 30-jährigen Architketen eingestellt!Seltsam ist nur, daß Frau Koenen (Ehefrau von Jochen K.) bei Ader und Kleemann beschäftigt ist und nun das Architekturbüro nicht weiter arbeiten darf.

     
  2. 1. Jens-Uwe Habedank

    Was soll Gunnar Ader auch sonst anderes sagen? Immerhin muss man ja noch auf Jahrzehnte mit dieser Kommune oder jenem Investor zusammenarbeiten – und da werden (berechtigter) Frust etc. sehr übel genommen.
    Für mich stellte sich z.B. die Frage, ob beim Rathaus-Los die Ausschreibungsbedingungen für Variante C ( die ja – laut Stadt- nicht realisierbar waren) entweder “gefärbt” waren oder aber Ader und Kleemann “schlecht” gearbeitet haben…
    Die Antwort habe ich bekommen – es wird sie aber nie und nimmer der Antwortgeber öffentlich in den Raum stellen. That’s ugly “Klever Landrecht”…!Jeder weiß es – keiner darf es wissen und schon mal gar nicht drüber reden. Man hat sich schön an Theos Welt zu halten.