Hagsche Straße: Sparkasse und Moschee tauschen Räume!

rd | 01. April 2018, 21:46 | 19 Kommentare
Offenheit sieht anders aus: Zentrale der Sparkasse Kleve

Richtung Mekka: Südostflanke der Zentrale der Sparkasse Kleve

Die zwei Meldungen schienen zunächst ohne jeden Zusammenhang, doch hinter den Kulissen wurde bereits an einer Lôsung der daraus resultierenden Konsequenzen gearbeitet: In der Rheinischen Post wurde berichtet, dass die Moschee an der Hagschen Straße wegen des großen Zulaufs an Gläubigen mehr Platz benötigt (Moschee wächst auf doppelte Größe). Einige Tage später war in überregional erscheinenden Gazetten zu lesen, dass künftig die Drogeriemarkt-Kette DM Geldeinzahlungen und -abhebungen direkt an seinen Ladenkassen ermöglichen möchte. Wozu benötigen wir dann überhaupt noch unsere Hauptstelle?, fragte sich Rudi van Zoggel, Chef der Sparkasse Rehin-Maas.

Bescheidenheit rules! In bester christlicher Tradition – St. Martin, Thomas von Aquin – klingelte der Bankier bei seinem Nachbarn, dem Vorsitzenden des Vereins, der die Moschee betreibt. In Kenntnis des Raumbedarfs und der Innovationswelle zögerte vZ, wie ihn seine Mitarbeiter nennen, keine Sekunde und bot den Andersgläubigen seine Räume an – wenn er im Gegenzug dafür die Moschee nutzen dürfe, für die wenigen Mitarbeiter, die in Zukunft noch für die Erledigung von Bankgeschäften nötig sein würden. Im Grunde also für die Vorstandsmitglieder.

Die Mitarbeiter der Sparkasse, die weder aufhören noch bei DM arbeiten wollen, könnten auch in den bisherigen Räumen und Büros weiterarbeiten, allerdings mit leicht veränderten Aufgabenstellungen. Interessanterweise hatten sich die Sparkasse und der Islam in den vergangenen Jahren bereits angenähert, weil einerseits die Religion bekanntlich Zinsen verbietet und die Sparkasse die ihren Jahr für Jahr weiter zurückgefahren hat. Kurioses Detail am Rande: Die Geldautomaten in der Hauptstelle sind bereits nach Mekka ausgerichtet. Sie könnten künftig als Gebetsautomaten fungieren.

City-Managerin Anke Haun vom Klever City Management begrüßte den Tausch: Das werde die Innenstadt sehr beleben, so die City-Managerin. Die Buchhandlung Hintzen (مكتبة Hintzen) und Exclusiv Moden Hopmans (الموضات الحصرية Hopmans) arbeiten schon an einer Erweiterung ihrer Sortimente!

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19 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 19. Frau

    Mein Kommentar gehört zu

    @7. Joseph Johann

     
  2. 18. Frau

    Dann sollten sich die freien Frauen in diesem freien Land, ohne Worte und Aggressionen, sich in seinen Weg stellen…..

     
  3. 17. otto

    @16.löhengräm,

    ein Thema, was mir für den Blog nicht „allzu“ geeignet erscheint! Hierzu läßt sich trefflich und sinnvoll
    diskutieren, das Ziel ist zu vergleichen mit dem Gipfel eines Gletschers, die Wege zum Gipfel sind jedoch
    verschieden!

     
  4. 16. Löhengräm

    @15 Rainer

    Diese Art über den Glauben anderer Leute urteilen halte ich doch für etwas überzogen.
    Zudem kannst auch Du ebenfalls nur glauben, dass der Glauben anderer nur Firlefanz ist. Beweisen kann keiner dem anderen etwas.

    Ich für meinen Teil bin ein Zweifler, kann aber auch nix ausschliessen.

    Darum wurde ich Agnostiker mit katholischen Migrationshintergrund. 🙂

     
  5. 15. Rainer

    Hallodrie österliche Kirchgänger, mein Vorschlag: werdet ehrliche Ungläubige. Ihr braucht euch dann nicht mehr mit irgendeinem jenseitigen Hokuspokus und Firlefanz (Afterlifeparty mit Engeln, Gott, Jesus, Odin, Thor, Maria, Allah, Jungfrauen oder sonstwas) beschäftigen.

     
  6. 14. Chewgum

    Apropos Religion … hier ein paar Last-minute-Infos für die, die das Osterfest gerne begehen und auf Lamm, Ostereier und Schokohasen etc. nicht verzichten mögen, ohne genau zu wissen warum
    http://www.bistum-passau.de/startseite/ostern/osterbraeuche-und-symbole

     
  7. 13. Integration

    In Kleve ist man sehr bemüht, miteinander und nicht gegeneinader zu leben…..

     
  8. 12. Chewgum

    Wenn, dann sollte man Seyran Ates Räumlichkeiten zur Verfügung stellen …

     
  9. 11. Chewgum

    @9 Ein verspäteter Aprilscherz?

     
  10. 10. Niederrheinstier

    Mmuuuhh, und was wird nun aus den schon recht konkreten Plänen, das Lokal am Aussichtsturm zur Moschee und den Aussichtsturm selbst zum Minarett umzubauen, von dem dann alle paar Stunden ein Mullah zum Gebet ruft, mmuuuuh? Waren nun alle Pläne (und Spendenangebote) umsonst, mmuuuuuh?

     
  11. 9. Bildungsferner

    @Otto
    Und war der omnipotente alleswisser für alle sichtbar oder sprach der aus anderen Dimensionen zu denen die seiner Worte würdig waren es siñd und immer sein werden?

     
  12. 8. Rüdiger Weizenkeim

    Du bist nicht tot, Du wechselst nur die Räume. Du lebst in uns und gehst durch unsere Träume..

     
  13. 7. Joseph Johann

    Kommt Erdogan zur Einweihung?

     
  14. 6. Chewgum

    @2 Fragt sich nur, wie es mit der Toleranz andersrum aussieht

     
  15. 5. ???

    Bitte wäre es möglich, die arabische Lautsprache zu den arabischen Buchstaben zu schreiben?

    Danke! Kein Aprilscherz 🙂

     
  16. 4. otto

    Es wurde auch Zeit, dass den muslimischen Mitarbeitern des Geldinstitutes eine neue Heimat
    in Aussicht gestellt wird.

    Während des Rückfluges aus Berlin, wurde mir diese Neuigkeit durch einen hohen Beamten,
    der alles was wahr ist weiß, zugeflüstert!

     
  17. 3. Günter Hoffmann

    Wie schön ,Kleve entwickelt sich positiv. Who pays the bill ?

     
  18. 2. Löhengräm

    Abgesehen davon: So tolerant waren wir damals schon! Kein Aprilscherz! :

    http://www.zeit.de/1965/07/muselmanen-beten-im-koelner-dom

     
  19. 1. Löhengräm

    Und die wichtigste Meldung:

    Bereits in 2 Woche werden die Bahnstrecke Kleve-Nijmegen und Kleve-Xanten vollsaniert und mit einem durchgehenden Austria-ICE bis nach Graz befahren.