Grundsätzliche Gedanken zur neuerlichen Pleustophytenplage im Spoykanal

Den Aufkleber Laga 2029 Kleve hat vermutlich ein Scherzbold angebracht

Das Ringen mit den Gräsern und Kräutern im eigenen Garten artet mitunter in einen epischen Kampf aus, der den Nutzer von Gartenscheren, Rasentrimmern und Kantenschneidern resigniert in den Relaxsessel sinken und zu einer Flasche Augustiner Helles greifen lässt, wobei das Ploppen des Kronkorkens als akustische Entsprechung des Schwenkens einer weißen Fahne zu verstehen ist.

Spätestens seit Hermann Melville am 18. Oktober 1851 seinen Roman Moby Dick veröffentlichte, weiß derjenige, den es interessiert, dass der Versuch, die Natur zu besiegen, im Untergang endet, und selbst ein Rasen, der heute noch „englisch“ ist, kann morgen schon „belgisch“ aussehen. Kapitän Ahab will ja nicht nur in blinder Rachsucht einen Wal erlegen, es geht in einem übertragenen Sinn auch darum, die Natur als übermächtige, unpersönliche Kraft zu verstehen, der sich das Individuum zwar entgegenstellen kann, aber nicht in der Lage ist, sie zu „besiegen“.

In Kapitel 36 sagt Kapitän Ahab: „All visible objects, man, are but as pasteboard masks. But in each event—in the living act, the undoubted deed—there, some unknown but still reasoning thing puts forth the mouldings of its features from behind the unreasoning mask. If man will strike, strike through the mask!“ Das Durchstoßen der Maske lässt sich eventuell begreifen als Versuch, hinter die Oberfläche zu gelangen und zum Kern, zum Wesen der Natur selbst durchzudringen. Dass es um mehr geht, berichtet auch der Erzähler Ismael: „There is, one knows not what sweet mystery about this sea, whose gently awful stirrings seem to speak of some hidden soul beneath“.

So kam kürzlich, nachdem ich bei einem geselligen Beisammensein eine Wespe in meiner Bierflasche übersehen und diese mich nach einem Schluck an der Innenseite der Lippe gestochen hatte, die Frage auf, welchen Sinn in der Natur denn diese lästigen Insekten überhaupt hätten. Ich wusste es nicht, erinnerte aber daran wie in China 1957 unter Mao Zedong etwa zwei Milliarden Spatzen getötet wurden, weil sie als Schädlinge eingestuft wurden. So sollten Ernteausfälle verhindert werden. Die Ausrottung endete jedoch in einer Katastrophe, da die Spatzen auch Insekten fraßen, die sich nun unkontrolliert vermehren konnten. Eine große Hungersnot war die Folge, Millionen von Menschen starben.

Einmal mehr hatte sich menschliche Hybris Bahn gebrochen, und die Natur – man ist geneigt zu sagen – schlug zurück, aber sie schlägt ja nicht, sie macht einfach nur stoisch ein Naturding nach dem anderen, ohne dass sich deren Bedeutung oder tieferer Zusammenhang uns Menschen unbedingt erschließt.

Das alles aber ging mir nach und nach durch den Kopf, als ich am Wochenende im Rahmen einer kleinen Fahrradtour am Spoykanal entlang fuhr – das Gewässer ist in Höhe der Hochschule als solches kaum noch zu erkennen, dem Betrachter bietet sich der Anblick einer grünen Ursuppe, deren „ gently awful stirrings [auf den ersten Blick alles andere als] seem to speak of some hidden soul.

Grüne Ursuppe

Aber was tun? Die grüne Ursuppe einzufangen gibt dem Bediener des vor neun Jahren in Dienst gestellten städtischen Pleustophytenkreuzers vermutlich tagtäglich das Gefühl, wie Kapitän Ahab einen aussichtslosen Kampf zu führen. Es wirft sich angesichts des täglichen Scheiterns sogleich die Frage auf, ob wir Menschen nicht – einem Sisyphos gleich – das beständige Gefühl brauchen, immer wieder gegen etwas anzuarbeiten, getrieben von der Illusion, doch irgendwann die große Aufgabe erledigt zu haben, nichts mehr auf der To-do-Liste stehen zu haben, was ja dazu führt, dass die meisten von uns noch jeden Morgen aufstehen und irgendwas machen.

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31 Kommentare

  1. 30

    Es ist nicht nur eine Frage der Schilder, wie es hier vereinfacht dargestellt wurde. Ein Verbot muss auch durchgesetzt werden.

    Was ein Verbot nach sich zieht, ist hier zu lesen:
    https://www1.wdr.de/nachrichten/badeverbot-in-duesseldorf-gilt-ab-morgen-100.html

    Stadtsprecher Düsseldorf: „“Wenn sich jemand nur die Jeans hochkrempelt und mal den großen Zeh ins Wasser hält, gibts vielleicht nur ’ne mündliche Ermahnung. Anders als bei jemandem, der in Badehose klatschnass aus dem Fluss steigt.“

    Das wird dann ja ein netter Sonntagnachmittag… auch für das Ordnungsamt.

    Die Vorstellung, dass jemand, der sich kurz im (Alt-)Rhein erfrischt, vielleicht 1000 Euro Strafe zahlen soll, geht mir zu weit.

  2. 29

    @28. Steez

    Baden im Rhein …..
    Vielleicht ist es nicht so einfach!?
    Bitte Kommentar 25. prüfen

  3. 28

    Es ist immer das gleiche, immer dier gleiche Spruch:

    Für jeden Zirkus haben wir Geld – nicht nur in Kleve.

    Z. B. gibt es (laut KI) 450 Schilder in der Großstadt ähnlichen Metropole des Klever Besucherleitsystem, das Radfahrern bei der Orientierung helfen soll, sowie eine Vielfalt von Verkehrszeichen wie „Radweg“ oder „getrennter Geh- und Radweg“, die den Fahrradverkehr regeln.

    Der Umfang dieser Maßnahmen ist mehr als beeindruckend.

    In Düsseldorf hingegen hat man weitere Gedanken zu dem Wohl und Schutz von Menschenleben, Zitat:

    „An vielen Stellen am Rhein stehen Warnschilder, die vor der Lebensgefahr durch Strömungen, Schiffsverkehr und andere Gefahren warnen und das Baden verbieten. Städte wie Düsseldorf haben diese Schilder aufgestellt und auch das Schwimmen generell verboten, was mit Bußgeldern geahndet werden kann. Die Schilder enthalten oft Piktogramme und mehrsprachige Hinweise, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen und zum Nichtschwimmen aufzurufen“

    So einfach ist das.

  4. 27

    @23 und 24
    Es fehlte der passende Beitrag dazu hier im Blog, und da dieser Threatbeitrag ja mit Wasser zu tuen hat, was ja letztlich auch in den Altrhein und Rhein mündet ist hier Gedanklich eine Verbindung hergestellt.

    Aber Herr Daute kann dazu sehr gerne einen eignen Beitrag eröffnen, dann können wir dort das so enorm wichtige Thema erörtern. Denn eigentlich sind wir DLRGler schon genug mit Wach-, und Rettungsdiensten an den Wochenenden ausgelastet. Da muss man nicht auch noch solche dummen Aktionen von erwachsenden mündigen Menschen haben, die meinen im Rhein schwimmen gehen zu müssen.

  5. 25

    Ist der Rhein nicht Bundeswasserstraße und gehört demnach der Bundesrepublik Deutschland?
    Der Rhein wird doch von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) verwaltet?
    Die Landespolizei, das Ordnungsamt und die Wasserschutzpolizei KÖNNEN ein Badeverbot erlassen.
    Gibt es aktuelle Planungen, die die Stadt Kleve, derzeit für ein generelles Badeverbot im Rhein, zuständig machen würden?

  6. 23

    Ich frage mich gerade, was ein Badeverbot im Rhein mit dem Algenteppich im Spoykanal zu tun. Wieder ein typisches Beispiel, wie eine Diskussion abdriftet…

  7. 22

    @17 Wenn kein Schwimmverbot verhängt wurde, aber ein Mensch im Rhein in Gefahr gerät oder einen Rettungseinsatz benötigt, sind diese Kosten für diese Rettungsmaßnahme vom Steuerzahler zu tragen, da Rettungseinsätze der Wasserschutzpolizei, Feuerwehr ein Pflichtauftrag sind.

    @20 das hat nichts mit Überschätzung zu tun, es sollte allgemein bekannt sein das solche Aktionen auf einer stark beschifften Wasserstraße die Rettungskräfte auf den Plan rufen, zumal Bekannte und Angehörige ja am Rheinufer es waren die die Rettungskräfte alamiert hatten, aus Sorge die Frau würde es nicht schaffen.

    Der Bürgermeister steht unserer Stadt vor, jeder Manager eines Unternehmens steht dann in der Kritik wenn unter seiner Leitung etwas in diesem Unternehmen nicht passt.
    Also muss sich unserer Bürgermeister solche Kritiken als Stadtoberhaupt durchaus gefallen lassen, das durch Nichtstun (Erlassen eines Schwimmverbotes am Rhein) nun die Kosten am Steuerzahler (Stadtsäckel und Land NRW) hängen bleiben. Zumal die SPD ja schon 2022 einen Vorstoß im Rat der Stadt eingebracht hatte, der aber ja scheinbar mit der Stimmenmehrheit der CDU wohl abgeschmettert wurde.

    Mit Krefeld hat nun die nächste Anliegerstadt am Rhein am Wochenende ein Schwimmverbot in seinem Bereich erlassen.

  8. 20

    Den Einsatz zahlt die Allgemeinheit, wenn es nicht verboten ist. Für jeden. Überschätzung kann vorkommen.

    Die gute Nachricht ist, dass die Frau lebt.

  9. 19

    Ihre Aufregung ist schwer zu verstehen.
    Warum geben Sie jetzt dem amtierenden Bürgermeister die Schuld, wenn jemand sich selbst überschätzt und mit dem eigenen Leben unachtsam umgeht?

    Kommentar 17. Krb hat recht ….

  10. 17

    @16
    Die Dame ist doch bekannt, somit auch klar wer den Rettungseinsatz bezahlt.

    Und gegen Dummheit helfen leider auch keine Verbote.

  11. 16

    Bürgermeister Gebing sieh keinen Bedarf für ein Badeverbot, ein Verzicht auf ein solches Verbot im Rhein im Bereich Kleve ist falsch!

    Im Gegensatz zu Düsseldorf und inzwischen zahlreichen weiteren Kommunen entlang des Rhein hat sich etwa die Kreisstadt Kleve dagegen ausgesprochen, ein Badeverbot für den Rhein in ihrem Bereich auszusprechen. Bürgermeister Gebing gab, zu dem Thema befragt, in dem Medien an diese Frage unlängst mit dem Ordnungsamt im Rathaus diskutiert zu haben, sich aber dann dagegen entschieden zu haben, mit dem Verweis darauf das Kleve damit derzeit ja keine Probleme habe.

    Das ist ein bisschen zu sehr sorglos vom Bürgermeister und mal wieder zu kurz gedacht, auch mit dem Verweis man hätte kein Personal zur Kontrolle der Einhaltung eines Verbotes. Aus dem Klever Rathaus kennt man dieses Verhalten, man wird mal wieder erst dann tätig wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist !

    Richtig ist zwar, dass die meisten Schwimmer in Köln oder Düsseldorf in den Rhein zum baden steigen und verunglücken, etztlich flussabwärts meistens nur noch tot aufgefunden werden.
    Kleve selbst hatte bisher aber nur mit Glück in diesem Sommer, keinen tödlichen Badeunfall im Rhein erlebt hat.

    Denn anders als vom Brügermeister dargestellt hatte Kleve am 19. Juli eine Schwimmerin die bei Grieth in den Rhein gestiegen und letztlich total erschöpft in den Niederlanden ans rechte Ufer gelangt war und dort von der niederländischen Polizei geborgen wurde und zuvor einen Großeinsatz der Rettungskräfte im Raum Kleve auslöste.

    Dabei rückten Boote der Wasserschutzpolizei, der DLRG Orstgruppen, Hubschrauber und ganze Feuerwehr-Löschzüge zu beiden Ufern des Rheins aus, und gewiss nicht weil der Rhein so schön anzuschauen ist, sondern weil akute Lebensgefahr für die Frau bestand.

    Der Einsatz hat immense Kosten für den Steuerzahler verursacht, die niemand trägt, denn es ist ja nicht verboten. Mit einer klaren und überdies unter den Rhein-Anliegerkommunen einheitlichen Regelung, wäre das anders.

  12. 15

    @13: sehr gute Idee: vegane „Salate“ aus dem Spoykanal. Natürliche Wasserwirtschaft. Wer braucht da noch Hochbeete im heimischen Garten?

  13. 14

    „…und die Natur – man ist geneigt zu sagen – schlug zurück, aber sie schlägt ja nicht, sie macht einfach nur stoisch ein Naturding nach dem anderen, ohne dass sich deren Bedeutung oder tieferer Zusammenhang uns Menschen unbedingt erschließt.“

    Na ja, es gibt ja mit den Tieren auch einen interaktiven Teil der Natur. Und über eine Bedeutung der Naturdinge, die einfach nur gemacht werden, gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Bedeutung erschließt sich ja oft sehr direkt, z. B. wenn ein Muttertier ein Jungtier aggressiv verteidigt.

    Moby Dick gehört zum interaktiven Teil. Er hat sich von Ahab befreit oder besser gesagt von dessen obsessiver Projektion. Nicht bewusst natürlich, aber seinem Überlebenstrieb folgend.

    Aber machen wir uns nichts vor, leider zieht die Natur oft den Kürzeren, wenn sie es mit Menschen zu tun kriegt. Vielleicht nicht so sehr im direkten Zweikampf, aber der Mensch verfügt ja über verschiedenste Möglichkeiten.

    Auch wenn z. B. Vulkanausbrüche, Erdbeben oder Hurrikans nicht kontrollierbar sind und Menschen großen Schaden zufügen können, ist die Natur doch oft wehrlos.

    Besonders ausgeliefert ist den Menschen der passivere Teil, der einfach nur da ist und tatsächlich ein Naturding nach dem Anderen macht. Wachsen und blühen zum Beispiel oder CO2 speichern. Vor allem auch: Nahrung für Menschen erzeugen.

    Und das ist der größte Teil. Wenn der plötzlich weg wäre, könnten die Menschen einpacken. Kampflos die weiße Flagge hissen, nur nützen würde das nichts mehr.

    Man stelle sich vor, eines Morgens guckt man aus dem Fenster und die Natur hat sich über Nacht verabschiedet. Übrig nur noch feiner Schotter überall…

    Die Natur hätte gesiegt ohne zu kämpfen. Wie ein Shaolin.

    Mensch und Natur sind auf „Zusammenarbeit“ ausgelegt auf diesem Planeten. Das hat Ahab leider nicht leben können. Aber wer kann sich schon in jemanden hineindenken, der ein Bein verloren hat.

    Interessanter als den Kampf von Ahab gegen Moby Dick bzw. seine eigene Projektion finde ich die manipulative Kraft des Kapitäns gegenüber seiner Mannschaft. Selbst der, der zunächst noch aufbegehrt, wird von Ahab mental unterworfen. Dazu die abgeschlossene Situation auf dem Schiff.

    Für mich ist Ahab das Sinnbild eines Tyrannen, der im Kampf gegen einen vermeintlichen Gegner seine Leute mit in den Abgrund reißt.

  14. 13

    Für die LAGA ein hervorragendes Groß-Projekt: Freischwimmende, wurzellose Wasserpflanzen (Pleustophyten) auch geeignet für den Gartenteich – Mitnahme gratis. Und der Stadt Kleve kostet es keinen Cent, denn für Nachschub ist gesorgt. Der Zufluss der Wetering mit einem Einzugsgebiet von ca. 20 qkm gewährleistet den nicht versiegenden Nachschub mit Nitraten, Ammonium und Phosphaten durch die Bedburg-Hauer Landwirtschaft – sog. Nachbarschaftshilfe. Hohe Temperaturen, demnächst garantiert, beschleunigen dann noch den Stoffwechsel. So bietet sich dem LAGA-Besucher eine große Vielfalt von heimischen, aber auch zugewanderten Pleustophyten-Arten.
    Zwergwasserlinse (essbar „Khái-Nam“), Kleine Wasserlinse (essbar – aber die Schwermetalle könnten schwer im Magen liegen), Vielwurzelige Teichlinse, Dreifurchige Wasserlinse, Bucklige Wasserlinse, Wasserhyazinthe (Vorsicht – sogar Hautkontakt kann zu Übelkeit und Erbrechen führen) Muschelblume (Wassersalat) vielleicht was für Feinschmecker – lieber nicht, da nicht essbar.
    Internationale LAGA mit Kanadische Wasserpest Nordamerikanische Nuttalls Wasserpest und Argentinische Wasserpest.

  15. 12

    „Das Wasser des Spoykanals ist zu warm.“ Na dann doch einfach eine Wärmepumpe rein: Wärme nutzen und Wasser kühlen.

  16. 11

    ☝🏼 …die Wege der Natur sind wunderbar,😳+ hat dem Spoy Kanal evtl. Heilwirkung geimpft. 🙄 Bei der Brühe ist alles möglich. Das steht dem „BAD CLEVE“ die 2te 🎬,rechtzeitig zur LAGA nichts mehr im Wege. Es fehlen eigentlich nur noch🤪😇 Versuchs Kaninchen (engl. „Guinea Pig’s“ gefällt mir gut. ) 😎

  17. 10

    @9 KK

    Der vermeintlich grössere Abschlag durch die Schleusungen bewirken jedoch nicht die zeitweise Bildungen von Algenteppichen auf dem Spoykanal. Ich erinnere mich an diverse Fotos aus der Zeit, als die Schleuse noch in Betrieb war und dennoch Algenteppiche auf der Wasseroberfläche des Spoykanals trieben.

    Die Ursache für die Algen ist längst gefunden. Das Wasser des Spoykanals ust zu warm. Wenn ich hinten warmes Wasser ablassen und vorne kommt warmes Wasser (aus dem Kermisdahl) nach, dann kühlt da gar nicht durch den Abschlag ab…

  18. 9

    @HP.Lecker
    „Die computergestützten Schütze heben und senken sich stetig, wenn der Pegel es an die EDV meldet, dass mal wieder ein Abdchlag erforderlich wird.“
    Das mag ja sein aber die Wirkung ist ja lange nicht so als wenn das Wasser der ganzen Kammer umgewälzt und ausgetauscht wird.
    Was da an Abschlag rausgepumpt wird ist nicht mehr als wenn man einen Wasserkran aufdreht!
    Es fehlen richtige Schleusungen! Und wär hat da gut geschlafen?? Von wegen „Potenzial des Wassers nutzen“. Schüttet das Ding zu, dann ist noch mehr Platz für Hallen! Sieht echt Schick aus!! Das wäre dann was für „Neuzeit Postkarten“.

  19. 8

    Mmuuuh, hier fehlt noch ein Foto von dem Wendebecken an der Mensa! Da haben sich aktuell auch viele Pleustophyten drin gesammelt, mmuuuh, ungenießbare Grünimitation. Überhaupt, bei einer Südwindlage treibt es die Pleustophyten immer gen Schleuse, mmuuuh, schön raus aus der Stadt. Aber in den letzten Tagen hat der Wind leider stets aus nördlichen Richtungen geweht, mmuuuh, also wieder Pleustophyten-Jamming an der Engstelle unter der alten Eisenbahnbrücke.

  20. 7

    Mehr bläßhühner und teichrallen 🙃. Diese verspeisen solche Art von Ursuppe 🦆🐦‍⬛

  21. 6

    Der Pleustophytendampfer scheint eine weitere, gut überlegte, wie effektiv arbeitende Investition der Entscheider in Kleve zu sein. Doch die scheinen die Rechnung ohne etwas größeres gemacht zu haben.

    Natur = Ursache Wirkung – das hat die „Krone“ der Schöpfung noch immer nicht kapiert.

    „Der Mensch ist die verrückteste Spezies. Er verehrt einen unsichtbaren Gott und zerstört eine sichtbare Natur. Unwissend, dass diese Natur, die er zerstört, dieser Gott ist, den er anbetet“
    Hubert Reeves

  22. 5

    @1 KK

    „…Man könnte aber auch einfach wie früher das Schleusenbecken nutzen und die Ursuppe Richtung Altrhein abziehen!! (Ach das geht ja nicht, die ist ja schon mehrjährig ausser Betrieb. Sowas dummes aber auch) Das hätte auch den Nebenefekt das mal wieder ein vernünftiger Wasseraustausch stattfinden würde…“

    Obschon die Schleusenkammer der Schleuse Brienen für den Schiffsverkehr ausser Betrieb ist, so ist der Umlaufkanal für den sogenannten Abschlag des Wassers im Spoykanal in den Altrhein weiter in Betrieb. Die computergestützten Schütze heben und senken sich stetig, wenn der Pegel es an die EDV meldet, dass mal wieder ein Abdchlag erforderlich wird.

    Der Deichverband Xanten-Kleve plant ein Ablassbauwerk, das den Umlaufkanal der Schleuse ersetzen soll, bevor die Schleuse (in Teilen) ersatzlos abgerissen wird…wann auch immer…

  23. 4

    Die Spundwände zwecks Renaturierung zu entfernen ist laut NABU leider fast unmöglich.

    Möglicherweise könnten aber beiderseits an den Spundwänden etwa 0,5 Meter tief im Wasser massive Halterungen und Drahtverstärkungen montiert werden. Das könnte dann als Gerüst dienen, um darauf entlang beider Ufer vorgezogenes großes Schilf zu pflanzen. Wenn dass dann erstmal über einige Monate dicht und kräftig durch- und miteinander vewurzelt ist, könnten nach und nach andere Uferpflanzen dazwischen gesetzt werden. Und dann wären irgendwann zumindest die Ufer wieder durch Tiere bewohnbar, die dann Bewegungen ins Wasser bringen. Vielleicht bessert das alles dann auch die Wasserqualität und beseitigt passiv die unerwünschten Ablagerungen nach ein paar Jahren.

  24. 3

    Mein Vater war als Kind noch schwimmen im Spoykanal (ca.1952-56/ als 6 -10 jähriger/1946 geboren-muss ich Ihn nochmal Fragen).
    Heute besser nicht …da kommst du raus als das Ungeheuer vom Amazonas … ist ja auch verboten – Gott sei Dank!

  25. 2

    Kapitän Ahab scheint mir ein cleverer Kerl zu sein, der versteht, dass die Natur dem Menschen um Längen überlegen ist. Das ist selbstverständlich kein Freifahrtsschein, die Natur zu schänden. Es gibt viele Dinge, die der Mensch tun kann, um die Natur zu schützen. Gerade das Thema Verschmutzung in Form von Abfällen, oder aber ein zu starkes Abholzen der Wälder, ohne neu aufzuforsten, lassen sich vermeiden. Anders sieht es hingegen bei den CO2- bzw. THG-Ausstößen aus. Hier hat der Mensch nur einen äußerst geringen Hebel. Ich schätze den Hebel zwischen 1% und 7% ein. Heißt, der Mensch kann tun was er möchte, die Natur als solche, stößt auch ohne menschliches Zutun genügend Treibhausgase aus. Die menschgemachte Religion, bis 2045 komplett klimaneutral zu werden halte ich für ein wirtschaftliches Problem. Die Industrie gibt mir recht. Annähernd jedes energieintensive Unternehmen beklagt die hohen Kosten. Tendenziell werden die Strompreise die nächsten Jahre aufgrund des Ausbaus des Netzbaus (z.B. Fernwärme) weiter ansteigen. Solche wirtschaftlichen Ausfälle treten auf, wenn der Mensch meint, sich gegen die Natur auflehnen zu können.

  26. 1

    Grüner Spoykanal
    Ja diese Ursuppe ist mir am Dienstag, als ich mit dem Rad entlang der Hochschule fuhr, auch aufgefallen! Vermutlich ist der Pleustophytenkreuzer noch in seinem Tariflich vereinbarten Jahresurlaub!? Glücklicherweise werden die Temperaturen in den nächsten Tagen nicht ganz so hoch werden, ansonsten könnte man wohlmöglich in der kommenden Woche über eine geschlossene grüne Algenwiese von einem Ufer zum gegenüberliegenden Ufer laufen!
    Im Zeitalter des Klimawandels dürfte dieses Problem in den kommenden Jahren noch gravierender werden! Vielleicht hilft dann ja ein zweiter oder dritter Gras und Algenkreuzer? Diese sollten dann aber die Urlaubszeit untereinander besser abstimmen!
    Man könnte aber auch einfach wie früher das Schleusenbecken nutzen und die Ursuppe Richtung Altrhein abziehen!! (Ach das geht ja nicht, die ist ja schon mehrjährig ausser Betrieb. Sowas dummes aber auch) Das hätte auch den Nebenefekt das mal wieder ein vernünftiger Wasseraustausch stattfinden würde und der Spoykanal nebst Kermisdahl, nicht immer mehr zur Kloake wird! Und so mancher Fisch würde sich freuen aus der Gefangenschaft entlassen zu werden!