Es ist noch Suppe da (Betonung auf: noch)

rd | 09. März 2016, 15:40 | 14 Kommentare
Alles andere als ein gastromisches Supplement: Christine Deckers in ihrer Suppenschwärmerei mit einer Kelle Hühnerfrikassee

Alles andere als ein gastromisches Supplement: Christine Deckers in ihrer SuppenSchwärmerei mit einer Kelle Hühnerfrikassee

Diese Nachricht ist alles andere als super: Noch dampfen in der SuppenSchwärmerei von Christine Deckers am Spoyufer in den sechs an der Theke stehenden Stahltöpfen die deliziösesten Suppen und Eintöpfe verschiedenster Provenienz, gestern (und noch bis zum 12. März) zum Beispiel die niederrheinische Linse mit Mettenden, Hühnerfrikassee mit Reis, Chicken-Curry mit Apfel, Kartoffel-Käse-Suppe, südindisches Black-Curry und türkische Linsensuppe, alles so lecker, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll, doch damit ist schon bald Schluss.

Terminale Terrine! Finales Frikassee! Mett-Ende!

„Wir schließen“, bestätigt die Chefin und führt zur Begründung aus, die Lage des Lokals sei nicht so gut wie erhofft gewesen. Ohnehin gewinnt der Beobachter angesichts einiger Leerstände mittlerweile den Eindruck, dass der kurze Frühling im Spoy-Center schon wieder vorbei ist, ehe er richtig begonnen hat. Auch die direkte Nachbarschaft der SuppenSchwärmerei zum Parteibüro der Grünen brachte trotz veganer Produkte („Gemüsecurry mit Kokosmilch“) offenbar nicht genügend geschäftliche Impulse. Am Freitag, 18. März, wird Christine Deckers die letzten Gerichte servieren, vielleicht eine Kartoffelsuppe Vier Jahreszeiten, und dann ist die Suppe gegessen. 14 Monate war das Lokal im Spoy-Center geöffnet, Christine Deckers ist zwar traurig über das Ende, aber sie sagt, sie habe in dieser Zeit viel über Kleve und die Klever gelernt. kleveblog hofft, dass dieses Wissen in eine Neueröffnung an anderer Stelle mündet.

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14 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 14. jb

    Da war ne Suppenküche? Schade für die Inhaberin aber ins Spoy- Center zieht mich nach wie vor nichts- eine zugige, unattraktive Ecke in die sich nur wenige verirren. Das war so und wird immer so bleiben- ein Paradebeispiel dafür wie man sich etwas schönmalen- und planen kann. Bei unvoreingenommener und realistischer Betrachtung hätte man doch auf dem Reißbrett schon sehen können, daß es sich beim Spoy- Center um eine Totgeburt handelt! Leider ist mit dem Bau der Brücke die Wahrscheinlichkeit gesunken das diese unansehnliche Fehlplanung in absehbarer Zeit dem Erdboden gleich gemacht wird.

     
  2. 13. K. Brückenbauer

    Subventioniertes Essen in Kleve:

    1) Kantine am Gericht
    2) Kantine in der Kreisverwaltung
    3) Kantine der Hochschule
    4) Kantine im Krankenhaus
    5) Kantine in der Stadthalle

    Wer in Kleve geschickt ist, der kann viel Geld sparen. An jedem Tag der Woche woanders essen gehen. Und es kostet noch nicht einmal so viel wie eine Suppe in der „SuppenSchwärmerei“.

    Aber hat dies was mit der Wirklichkeit zu tun? Denn indirekt werden die Essen, der oben genannten Kantinen von uns allen bezahlt. Es hat nur zur Folge, das der Markt verzerrt wird. Meine persönliche Meinung ist, dass wenn man ab und an in einer subventionierten Kantine essen geht spricht nichts dagegen. Wenn aber Leute, die es sich leisten könnten in der Klever Gastronomie essen zu gehen, aus Kostengründen überwiegend in den subventionierten Kantine essen gehen, so finde ich dies sehr traurig und schlichtweg dumm. – Denn wir werden an gastronomischer Vielfalt verlieren. Wer will schon immer nur Pommes?

    Meines Erachtens wäre für die „SuppenSchwärmerei“ z.B. die Gasthausstraße besser gewesen.

    Werde der lokalen RP mal vorschlagen, „kommen und gehen“ zu erweitern auf: „wo gibt’s diese Woche das „größte Schnitzel“ für unter 1,50.- Euro“.

     
  3. 12. Nobody

    @11. Axel Bund

    Haben Sie das auch direkt dort an Ort und Stelle angemerkt, oder erst jetzt hinterher…?

     
  4. 11. Axel Bund

    Die Suppen waren in der Tat lecker. Leider war die Portionsgröße zu klein oder der Preis zu hoch. Auf jeden Fall stimmte das Preis-Leistungsverhältnis nicht so ganz. Ich glaube günstige Angebote und eine etwas bessere Lage hätten dem Geschäft gut getan.

     
  5. 10. Nobody

    Es gibt auch hier in Kleve noch Menschen, die immer noch selber kochen……. 🙂

     
  6. 9. stopsi1900

    Nein, der Klever geht ins Venga und isst einen völlig überteuerten und nicht leckeren Hamburger incl. meistens schlechter Bedienung.

     
  7. 8. rd

    @pietje puh Natürlich möchte der Klever gerne ein Steak für 2,50 Euro. Die Preise waren m.E. absolut vertretbar.

     
  8. 7. pitje puh

    Die Suppen waren lecker, aber m.E. viel zu teuer. Neben Sport Akkermann also ein weiterer Leerstand in Sicht, schade.

     
  9. 6. peter

    wir haben da am anfang auch mal eine ein leckere suppe gegessen, uns auch (sehe #2) über die ziemlich hohe Preise gewundert
    denn solche suppen sind von den zutaten und vom aufwand her doch sehr kostengünstg her zu stellen
    deswegen staunten wir über die beigelegten sparbrötchen
    alles inallem fanden wir das Angebot nicht recht förderlich um des öfteren den Laufweg zu machen
    dabei schien die Geschäfsidee tatsächlich sehr chancenreich

     
  10. 5. Eli

    Super schade! Frau Deckers hat das Geschäft mit viel Liebe betrieben und die Suppen sind total lecker. Ich werde die SuppenSchwärmerei tatsächlich vermissen und die sympathische Frau Deckers auch:-)

     
  11. 4. Ge.Org

    Schade! Ich war nur einmal dort, und es hat mir sehr gut gefallen, aber dann zieht der Herdenzwang einen doch dort hin, wo “mehr los” ist.

     
  12. 3. Josef Johann

    Wer offenen Auges durch unsere Stadt geht, stellt eine hohe Anzahl an leerstehenden Geschäftslokalen fest. Nun kommt noch eins dazu. Für Kleve fehlt ein passendes Marketingkonzept. Da gibt es doch eine Gesellschaft der Stadt Kleve, die “Marketing” im Namen führt. Was macht die eigentlich?

     
  13. 2. pd

    Schade, war/ist sehr lecker und mal was anderes.

    2 Anmerkungen

    Preise um die 5,–€ für eine Suppe, da wird die Käuferschicht dünn, für die meisten jungen Menschen und die vielen Studenten in direkter Nachbarschaft sicher schwierig.

    Vielleicht mal im Yocarlo fragen, die machen im Sommer gute Geschäfte aber im Winter überhaupt nicht. Bei Suppen dürfte es genau andersherum sein und die Lage dort ist top.
    Ob es in Frage kommt nur für einige Monate ein Untermietverhältnis einzugehen oder es aus tausend anderen Gründen nicht möglich ist, keine Ahnung… war ein spontaner Gedanke.

     
  14. 1. Lohengräm

    Schade !