Die Farbe des Sommers: Taxigelb (RAL 1015)

rd | 09. Juli 2018, 10:25 | 9 Kommentare

Ein ganz blasses Gelb

Viele Menschen fahren schon mit dem Auto zu Ampelkreuzungen – nur weil sie noch einmal in ihrem Leben Grün sehen möchten.

Die Farbe des Chlorophylls, des Motors unserer Flora, sie ist verschwunden, wo früher satte Wiesen und Weiden mit ihrem Lebenssaft zu protzen schienen, regiert heute ein extrem blasses, weitestgehend entkräftetes Gelb, entstanden nach einem pausenlosen Bombardement mit ultravioletten Strahlen bei völligen Entzug von Wasserstoffoxid. Es handelt sich um das so genannte Taxigelb (RAL 1015), das sich – aus dem Grünbeige (RAL 1000) kommend – über Perlweiß (RAL 1013) und Elfenbein (RAL 1014) durch fortschreitende Dyhydration zusammenbröselt.

Die Welt ist so trocken geworden, dass das in den Gaststätten verschüttete Bier mit dem Kehrblech aufgesammelt werden muss. Das Nasseste, was Wetterbauer Hubert Reyers noch zu registrieren im Stande ist, sind minimale Feuchtigkeitsanhaftungen an den Salzkristallen der Tränen, die auf seinen Wangen hinunterrieseln. Und jetzt hat Bürgermeisterin Sonja Northing auch noch alle Hydrantenhinweisschilder demontieren lassen – weil die Erfinder der Hydranten aus Österreich (!) stammen.

Einen Kommentar schreiben





9 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 9. Niederrheinstier

    Mmmuuuuh, schau an, mmuuuh. Da hat es doch heute glatt etwas geregnet, mmuuuh.
    Aber genug war es nicht, mmuuuuh.

     
  2. 8. Fußgänger

    @7.

    Ich kenne auch Großstädte zu Fuß, ohne Fußgängerhelm ………… Kleve ist keine Großstadt, manchmal würde man mehr als einen Helm benötigen…..

     
  3. 7. Man war nur dort wirklich, wo man zu Fuß war

    @Fußgänger Fahren Sie mal in die nächste Großstadt – bin gespannt, wann da die Helmpflicht für Fußgänger kommt

     
  4. 6. Fußgänger

    Wenn man sich als zufußgehender Mensch durch Kleve bewegt, erkennt man auch u. a. an einer roten Ampel, wieviele rücksichtslose Auto-, Motorrad-, und Fahrradfahrer unterwegs sind.

    Fußgänger werden in Kleve überhaupt nicht wahrgenommen und sind absolut im Nachteil.

     
  5. 5. Lohengräm

    >Viele Menschen fahren schon mit dem Auto zu Ampelkreuzungen

    Genau das ist das Problem in Kleve. Die Autovernarrtheit. Anders KANN man sich ja gar nicht fortbewegen.

    Schon mal dran gedacht dass man auch mit dem Fahrrad zur Kreuzung kommt um Grün zu sehen ?

    Durch Autofahren wird das Gras nicht besser.

    Weniger Autofahren = Besser fürs Klima = weniger taxigelbes Gras.

    Ob man es schafft in Kleve so weit zu denken, – wenn selbst der Autor nur noch mit dem Auto(r) zur Ampel kommt?

    🙂

     
  6. 4. Niederrheinstier

    Mmmuuhh, Fortsetzung von Nr. 27 unter Abifete: Das Radhaus ist raus, mmuuuhh:
    Nicht verzagen, mmuuuuhh, solch einen trockenen Sommer gab es schon einmal, mmmuuuh. Mal hinten auf der Tenne in der alten Truhe mit den Geschichten bekannter deutscher Literaten suchen, mmuuuh, stöber, mmmuuh. Ich habs, mmmuh!!! Theodor Storm: Die Regentrude! Die ist wohl mal wieder beim Anblick des kleinen, gemeinen, knorrigen Feuermännchens namens Ecken-Eckepenn in einen Tiefschlaf gefallen, mmuuuh.
    Was tun nun, mmmuuh??? Irgendwie muß die Regentrude geweckt werden, mmmuuhh. Also, Ausschau nach einem kleinen, knorrigen Feuermännchen namens Ecken-Eckepenn suchen, mmuuuuh. Hört sich irgendwo nach einem armen Obdachlosen an, mmuuuhh. In einer Ecke pennen, mmuuuh, nicht im Stall. Mmuuuh, tatsächlich, da pennt ja ein schon knorriges Feuermännchen in einer Ecke der Unterstadtkirche-Außenfassade, mmmuuhhh. Und dann? Ecken-Eckepenn mit Randalierbrause vom Edeka abfüllen und ihm seine Sprüche entlocken, mmuuuh! Dann zur Gruftstrasse und dort die Jungfrauenfigur über Nacht ausleihen, mmuuuh. Jetzt noch ganz spät die Stadtführerin Wiltrude Sch. fragen, ob noch eine Sonderspätführung hinunter in Kleves Unterwelt möglich ist, mmuuuuh. Gesagt getan, irgendwo da in der Unterwelt schläft auch die Regentrude, mmuuuh. Bestimmt hier, mmuuuh. Jetzt die Jungfrau dahinstellen, Handy auf Empfang stellen und daneben legen und aus sicherer Entfernung die Sprüche von Ecken-Eckepenn aufsagen, mmuuuuuh. Mmuuuhhh, wow, wow, sie wacht auf, mmuuuuh. Und schnell weg, bevor die Regentrude merkt, dass das mit der Suche nach echten Jungfrauen schwieriger geworden ist als zu Theodor Storms Zeiten, mmuuuh. Mal schauen, ob die Regentrude nun, wie von Theodor Storm beschrieben, den ersehnten Regen bringt, mmmuuuh. Damit der Mais für die Maissilage nicht verdorrt sondern gedeiht, mmuuuuhh. Danke deutsche Literatur und Theo, Theodor Storm, mmuuuh!

     
  7. 3. Hölzken aufs Stöxken

    ….das hat der Herr Beuys schon früher versucht uns mit zuteilen. Dass, war die Geschichte mit dem toten Hasen, dem er seine Bilder erklärt hat.

    Jetzt erklärt der Herr Daute uns die Bilder….

    War damals aktuell, und ist es immer noch. Alles was wir tun hat Einfluss auf unsere Umwelt….. 😉

     
  8. 2. Chewgum

    Es war viel zu früh Sommer

     
  9. 1. Jürgen Böll

    Es sieht nicht gut aus für Kleve und den Kreis Kleve.
    Dieser Sommer macht sich so langsam auf den Weg, als ein „Dürre-Sommer“ wie in den Jahren 1947, 1976 oder 2003 nun in die Geschichtsbücher einzugehen, so war es am Wochenende auf der Webseite von Landwirt Hubert Reyers sorgenvoll zu lesen.

    Der Raum Kleve, Kreis Kleve steuert also auf ein Dürre zu, darunter leidet dann auch die Vegetation, die Tier-, Vogel-, Insektenwelt diese haben sehr mit dieser momentanen Trockenheit zu kämpfen.
    Bei der Tierwelt hier hilft es ja manchmal schon wenn man, wer die Möglichkeit hat, gefüllte Wasserschalen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon aufzustellen. Die Tier- und Insektenwelt findet diese Wasserstellen dann schon.
    Die Schäden in der Landwirtschaft steigen laut Landwirt Reyers an jedem heißen und verdunstungsreichen Tag im Juli unaufhörlich weiter an. Auch steigt die Gefahr für Wald-Wiesen- Feld- und Straßenrandbrände unaufhörlich weiter an, je länger es so trocken bleibt, die aktuelle Waldbrandstufe ist die „Vierte“ im Kreis Kleve und ein Ende der aktuellen Trockenheit ist nicht zu erwarten.