Die Akte Tophoven: »Nicht widerspruchslos gebeugt«

rd | 11. Februar 2012, 17:17 | 13 Kommentare

Von Zeit zu Zeit fliegen Dokumente in mein Mailpostfach, die an eine Zeit erinnern, in der Schülerzeitungen noch handgeschnitzt waren und es zur Mittagspause keinen Delikatessökoteller gab, sondern ein Negerkussbrötchen von Tophoven, wozu der hungrige Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums allerdings das Schulgelände in Richtung Römerstraße verlassen musste. Und dann passierte es, eines Tages im Frühjahr 1981:

Beugende Pädagogik

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13 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 13. Christian Flaccus

    Herrlich, ja so pädagogisch oldschool und unbrechbar war er wohl, unser Groß-Riße. Einfach toll ,o)
    Etwas befremdlich zwar der Ton, aber ich kann mich auch an diverse Diskussionen erinnern, die ich damals mit dem vermeintlich vorbildlichen Lehrpersonal (über das Thema Vorbildlichkeit) hatte ,o)

     
  2. 12. Peter Wanders

    Wir hatten in der 5. Stunde Geschichte bei Dr. Schwark, welcher nach 3 Jahren Unterricht für unsere Klasse immer noch einen Sitzplan benötigte. Irgenwann kamen 4 Schüler 10 Minuten zu spät. Ausrede: “Wichtige geschäftliche Besprechung mit Herrn Tophoven.”

     
  3. 11. Marcel

    Ja, der gute alte Herr Riße. Das waren noch Zeiten als Schüler mit
    solchen Mitteln vermutlich erfolgreich eingeschüchtert werden konnten.
    In meinen persönlichen Unterlagen habe ich auch noch einen sehr
    schönen langen blauen Brief, welcher aber erst gegen 84/85 entstand.
    Es war tolle Zeit damals am Stein (wenngleich man
    die Angst und den Ärger vor Jupp Metallplatte F. und seinem in der
    Wolga verrostenden MG vermutlich verdrängt :-)) Mann, konnte der
    geil ausrasten. Dennoch hat er mich nie rausgeschmissen, was Herr
    S. (Markenzeichen: braune Schweißflecken unter den Armen des weissen
    Hemds) mit der Bemerkung tat: Wenn Du nicht fähig bist, nach der 4. Stunde
    aufmerksam zu sein, dann lass Dir von Deinen Eltern ein Attest ausstellen!
    Aber auf dem Weg nach Tophoven wurde ich nie erwischt, wenn es darum
    ging Lakritzmünzen zu erwerben.
    Es war eine tolle Zeit mit vielen Geschichten! Ich könnte Bücher darüber
    schreiben und mache es vielleicht mal, aber im Moment muss ich arbeiten,
    denn entgegen aller Bemühungen und Voraussagen der Herren Lehrer ist aus
    mir doch was geworden 😉
    Tschö-ken!

    Marcel

     
  4. 10. Reiter

    Ich weiß, wer das war – er wollte nur die kleine Pause nutzen und Frau Tophoven erschrecken. Sie wurde nämlich immer ganz hektisch, wenn er den Laden betrat… Ralf war das nicht, das kann ich bestätigen…

     
  5. 9. ralf.daute

    @stopsi Not me. Ich habe mich doch nicht erwischen lassen 🙂

     
  6. 8. stopsi1900

    Und sowas wird zum 80. Geburtstag wieder aufgewärmt………….

     
  7. 7. haudraufundschluss

    ab und zu sprang auch mal zufällig ein flummi vor den feuermelder, wenn das verlangen das gebäude offiziell verlassen zu dürfen zu gross wurde 🙂
    eine zeitlang bekam die heilige frau topphoven doch auch noch konkurrenz von einem kioskbetreiber direkt gegenüber. der verruchte und verrauchte “einarmige”. wat der so alles unter der theke vertickt hat 🙂 und schallplatten gab´s da auch.

     
  8. 6. Grabenolvi

    Frau Tophoven hätte “Schaumkussbrötchen” nicht verstanden…

     
  9. 5. Ernst Neger

    aber: Neger sagt man nich mehr!

     
  10. 4. Grabenolvi

    @Ehemaliger
    Das war schon Direx Klaus Riße…
    @Ralf
    Sei froh, dass dir nicht Wolfgang “Langstrecke” Rust hinterher gerannt ist…oder Jupp “Ich zieh´dir an den Ohren” Fuß dich bei der Rückkehr empfangen hat. 😉

     
  11. 3. dingdung

    Sieht nach Direx Riße aus.
    Ein wunderbares Stück Zeitgeschichte und die 4190 vor Kleve hat mir auch besser gefallen!

     
  12. 2. Ehemaliger

    Der liebe Brief müsste eigentlich ans Kieferneck nach Hau gegangen sein.

    Hat ihn der alte Direx Alfons Freistühler unterschrieben?

     
  13. 1. klevesehrgern

    Wie geil ist das denn?