Der Humor der Studierenden: „Pros: HS; Cons: RW“

Es ist schon bemerkenswert, wie die Hochschule Rhein-Waal auch im 13. Jahr ihres Bestehens offenbar in der Lage ist, die Studentenschaft zu spalten. Ein Beleg dafür ist eine rege Diskussion, die sich auf der Facebook-Seite Student Life at Hochschule Rhein-Waal – powered by AStA entfaltet hat, nachdem ein Student nach den Pros und Contras der Hochschule gefragt hatte.

Binnen kurzer Zeit kamen 66 Antworten zusammen, manche witzig, manche bissig, manche kritisch, und natürlich auch solche, die grundsätzlich informativ und positiv gestimmt waren – woraufhin die Verfasser allerdings gleich von anderen Lesern verdächtigt wurden, von der Hochschule bezahlt zu werden. Also ein munteres Hin und Her, das hier auszugsweise wiedergegeben wird:

„I have written a book on cons. I will share with you (JK). I have written about Pros either“, so die erste Antwort. Auf die Nachfrage, ob für die Pros denn wenigstens eine Seite zusammengekommen sei, erwidert der Verfasser: „naaahh! Only one Paragraph“. Grundsätzlich ablehnend fiel die folgende Antwort aus: „cons. You won’t learn anything“.

Eine andere Sicht der Dinge offenbarte ein weiterer Diskussionsteilnehmer: „Pros: you will live close to the Netherlands. Cons: you will live close to the Netherlands. (If u know u know)“. Das Con wird dann noch erläutert: „the ride back to Kleve in SB58 is depressing.“ Ein anderer User wiederum äußert sich mittlerweile gefasst: „actually, maybe not as sad I thought at first. I like the quietness of kleve“.

Der nächste schlägt potenziellen Bewerbern vor, es lieber gleich an einer niederländischen Hochschule zu versuchen, wenn sie denn die Mittel habe. Die Hochschulen im Nachbarland seien grundsätzlich besser als die in Deutschland: „I guess I’m talking about the overall student experience – better facilities, student services that are responsive and generally helpful, complete administrative and visa support by the university – things you might find only at private universities in Germany. Plus, the Dutch TUs are at least as highly reputable as the German ones, and they have better resources for international students. Source: almost one year of living in proximity to TU Eindhoven and currently studying at RWTH Aachen.“

Die kürzeste Antwort: „RUN!!!“ Nur einen Buchstaben mehr brauchte ein anderer: „Pros: HS Cons: RW“.

Sachlicher hingegen die Antwort eines ehemaligen HSRW-Studenten: „I am being very honest here (alumni, studied also in Radboud University, VU Amsterdam, Erfurt University and have friends studying in many other German universities: HSRW is really not as bad as we thought back when we were still here. With the active political culture and international student community and the NRW network of universities, there are many universities that have the bigger names but with deeper systemic issues. HSRW is new and has a lot of possibilities for changes. This is really unique.“ Allerdings entgegnet ein anderer: „’Really not as bad’ is not the same as ‘good’. If you are fine living in a small town with next to no exposure to the industry, limited social activities and senseless bureaucracy, Kleve is the town for you. On the plus side, studying at HSRW is very cheap overall and if you study hard and make the best of the limited opportunities, you will do well regardless of your university.“

Für unterschätzt hält ein weiterer Diskutant die HSRW: „HSRW is underrated. Pros of studying here, do overcome all the Cons!! You are gonna have lots of fun, have lots of international friends. Few of the professors are super coolThere were some university parties, which are still unforgettable for me and my friends!!I know a lot of graduates from here, who are doing awesome in their lives“

Deine Meinung zählt:

21 Kommentare

  1. 21

    @19 Ja, nachvollziehbar. Wobei ich eher eine allgemeine Anspruchshaltung meinte bei manchen Studierenden, was ihnen persönlich auf welche Weise zu bieten ist. Nicht nur von der Hochschule.

     
  2. 20

    Neues von der Universität Duisburg-Essen, die neue Zentrale, an die die umliegenden Fachhochschulen wie die HSRW mit ihren Standorten Kleve und Kamp-Lintfort wohl demnächst angedockt werden sollen:

    https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/ermittlungen-geld-fuer-bessere-noten-an-uni-duisburg-essen-100.html

    An der Universität Dusiburg-Essen können sich die Studis also bessere Noten kaufen …
    An der HSRW haben das einige Studenten wohl auch schon mal versucht. Aber ob die damit Erfolg hatten, weiß ich nicht. Immerhin – und das ist im Grunde sehr lobenswert – scheint es an der Universität Duisburg-Essen jedoch noch ein paar Korrekte zu geben, die schräge Dinger wie diese zur Anzeige bringen. Ob das bei der HSRW auch immer so war oder zumindest inzwischen so wäre? Keine Ahnung, aber ich würde mich da nicht für ums Feuer kringeln …

     
  3. 19

    @17. Studierend (und berufstätig)

    Eine hohe Anspruchshaltung gibt es auf beiden Seiten. Studierende, die denken eine Hochschule sei vom Schwierigkeitsgrad her wie ein Gymnasium oder die Oberstufe einer Gesamtschule nur mit dem Unterschied, dass ein Studium nicht allgemeinbildend, sondern auf ein Fachgebiet wie beispielsweise Sozialpädagogik oder Bauingenieurwesen ausgerichtet ist. Manche sehen das dann so, dass bei ausbleibendem Studienerfolg die Lehre schlecht sein muss, denn an ihnen selbst kann es ja nicht liegen siehe Aussagen wie „You won’t learn anything“. Aber bei weitem sind nicht alle Studierenden so.

    Unter Professorinnen an Fachhochschulen gibt es zum Teil ähnlich hohe und unrealistische Ansprüche. Vor einigen Jahren sagte ein Professor während einer Unterhaltung im Kollegenkreis die Anzahl der Absolventinnen sei für ihn nicht relevant. Auf meine Erwiderung, dass die Qualität eines Abschlusses sicherlich höher bewertet werden sollte als die bloße Anzahl der Abschlüsse antwortete er, er richte seine Karriere weder hinsichtlich der Qualität noch der Quantität der Abschlüsse aus. Das mag schon ziemlich unverfroren sein und es ist auch schon einige Jahre her, allerdings drückt es eine Haltung aus, die mir immer wieder begegnet ist. Es ist nicht der Großteil der Professorinnen, der so denkt, es sind aber dennoch genug, um das Gesamtpaket „Lehre“ in einem Studiengang nachhaltig nach unten zu ziehen. So ärgerlich die Ignoranz einiger Studierender ist, so negativ durchschlagend ist es, wenn Professorinnen Prioritäten setzen, die vor allem ihren persönlichen beruflichen Interessen dienlich sind, und Lehre nachrangig behandelt wird. Bei Lehrstuhlinhabern hat Forschung ganz klar eine sehr hohe oder die höchste Priorität. Nach meinem Dafürhalten sind Professor*innen an Fachhochschulen, wie die HSRW z.B. eine ist, vor allem Hochschullehrer im wörtlichen Sinn und erst danach Forscher.

     
  4. 18

    Ziemlich gewagter Vergleich zwischen der TU Eindhoven und der RWTH:

    Studierende gesamt:
    RWTH : 47.173
    TUE: 11.000 ( Da hat sogar die FH Aachen noch mehr)

    Anteil ausländischer Studierender:
    RWTH: 26.4%
    TUE: 13% (scheint ja doch nicht so weit her mit der Attraktivität frt ausländische Studierende)

    Jahresetat:
    RWTH: ca. 1 Mrd. Euro
    TUE: ca. 300 Mio Euro

    Kosten pro Semester:
    RWTH: 300 Euro Sozialbeitrag inkl. NRW-Semesterticket
    TUE: ca. 1100 Euro (na dann Prost)

    Ich liege wahrscheinlich auch nicht falsch mit der These dass mehr Niederländer an der RWTH studieren als Deutsche an der TUE. (Muss ich noch verifizieren).

     
  5. 17

    @14 Tomte Tummetott Grundsätzlich finde ich Ihre konstruktiven Ideen gut.

    Sehe allerdings auch eine zu hohe Anspruchshaltung mancher Studierenden. Deckt sich mit den Erfahrungen in meinem Job im Bereich Ausbildung, in dem ich oft mit Trainées zu tun habe, die mit gerade abgeschlossenem Studium zu uns kommen.

    Aber Evaluation von Lehre ist immer gut. Viel hängt meiner Meinung nach auch von der Persönlichkeit der Lehrenden ab.

     
  6. 16

    @15 Was wollen Sie mir genau mitteilen?

    Brauchen Sie einen Beweis, vielleicht einen Screenshot aus der WhatsApp Gruppe? Den bekommen Sie natürlich nicht.

     
  7. 15

    @Studierend

    Post 1 war noch ziemlich authentisch, aber Post 11? Haben Sie da nicht etwas zu dick aufgetragen?

     
  8. 14

    @11. Studierend

    So oberflächlich wie sich relativ viele Menschen in sozialen Medien äußern, kann schnell ein verzerrtes Bild entstehen.

    Differenzierter sind Äußerungen, die im persönlichen Gespräch gemacht werden. Studierende werden aus gutem Grund nur in den seltensten Fällen das Gespräch mit den Lehrenden suchen und zwar nur dann, wenn sie sich sicher sind, dass es keine Konsequenzen hat die persönliche Meinung zu äußern. Das ist leider nur selten der Fall. Es gibt im Prinzip keine neutralen Ansprechpartner*innen. Die wenigen, die es gibt, hören zwar die Kritik und die Nöte der Studierenden, aber es ist nicht vorgesehen, dass Lehrende ein Feedback von der Evaluation, die bei wenigen an einem Modul teilnehmenden Studierenden praktisch wertlos ist, abgesehen bekommen. Lehrende, deren Lehre gut und oft auch herausragend ist, haben in der Regel feine Antennen für ihre Studierenden und wissen oder erahnen wo es Probleme gibt. Lehrende, deren Lehre verbesserungsbedürftig ist, sind leider fast ausnahmslos nicht offen für Anregungen oder Kritik. Oftmals wird hierbei die vom Grundgesetz garantierte Freiheit von Forschung und Lehre missverstanden. Die Fakultäten könnten, wenn sie von der Hochschulleitung das ok dafür bekommen würden, professionelle externe Hilfe in Anspruch nehmen, um zu einem Gedankenaustausch ohne persönliche Konsequenzen für Studierende zu kommen. Ein erster Schritt wäre ein Workshop ausschließlich für Studierende einer Fakultät und ohne Lehrende oder anderes Hochschulpersonal. Der Workshop sollte von externen sowohl fachlich als auch in Mediation erfahren Personen geleitet und gemeinsam mit den Studierenden durchgeführt werden. Die Erkenntnisse aus diesem Workshop werden für die, die einen guten Draht zu ihren Studierenden haben, weniger überraschend sein. Für die anderen Lehrenden bedeutet das eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lehre. Am Ende dieses Prozesses steht in den günstigeren Fällen eine Verbesserung der Lehre und ein verbessertes Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden. Im ungünstigsten Fall verändert sich nichts, aber zumindest ist nach dem Workshop dann mehr Lehrenden als vorher klar wo der Hase im Pfeffer liegt.

    In so einem Workshop würde es aber auch darum gehen, dass Studierende ihre eigene Rolle und ggf. ihren Anteil am Misserfolg in der Lehre beleuchten. Weder ist eine Seite schwarz noch die andere weiß. Je mehr Menschen unter den Studierenden und Lehrenden das akzeptieren umso größer ist die Chance auf eine positive Entwicklung.

     
  9. 12

    So lange es nur das Warten auf eine Note ist, ist ja alles in Butter. Ich bezweifle allerdings, dass nur das Warten gemeint war, denn auf beiden Seiten hat sich eine Menge Frust aufgestaut. Jeweils mit berechtigter und unberechtigter Kritik an der jeweils anderen Seite. Das Problem ist, dass ein offenes Gespräch aufgrund der strukturbedingten Abhängigkeit zwischen den Parteien (Professoren Studierende) (wobei eine dabei eindeutig die Oberhand hat) kaum möglich ist und Evaluationen je nach Anzahl der teilnehmenden Studierenden zur Farce werden können. Die Hochschule könnte einen ungewöhnlichen Weg gehen, um dem Problem beizukommen. Sie wird es höchstwahrscheinlich nicht tun, weil viele Hochschulen ähnliche Probleme haben und das als ganz normal ansehen.

     
  10. 11

    @9 Kann damals und heute vergleichen. Mein Eindruck from inside: Nie haben Studierende mehr gemeckert und gejammert als heute.

    Kann an Social Media liegen, erklärt aber nicht alles. Dozenten- und Hochschulbashing kommen regelmäßig vor, wenn nicht alles wunschgemäß läuft. Zum Beispiel warten wir gerade noch auf eine Note, während die anderen schon da sind. Mittlerweile haben ca. fünfzehn Leute ungeduldig beim Lehrgebiet, bei der IT-Abteilung (zuständig für Freischaltungen) sowie bei der Professorin und Modulbetreuung persönlich und über die Fachschaft nachgehakt. Offiziell kann die Notenvergabe bis zu acht Wochen dauern, fünf sind jetzt vorbei. In der WhatsApp Gruppe wird sich regelmäßig ausgekotzt.

     
  11. 9

    Falls die eigene Studienzeit an einer Uni bereits Jahrzehnte zurückliegt, bringt es nichts, jetzt in nostalgische Wehmut zu verfallen. Das Studium ist in der Zwischenzeit mehr und mehr verschult worden, die Herausbildung einer Persönlichkeit (abseits des reinen Wissens- und Faktenerwerbs) ist doch mittlerweile sehr eingeschränkt. Dazu ist kaum noch Zeit vorhanden.

    Ich bedauere, dass die Studenten im lokalpolitischen und kulturellen Leben der Stadt derart unsichtbar sind, das war früher deutschlandweit anders. Aber verstehen kann ich das. Heute ist erstmal wichtig, sich selbst in einen USB-Stick-ähnlichen Wissensspeicher zu verwandeln. Auch in Clausthal-Zellerfeld, DER Kaderschmiede deutschen Ingenieurswesens, auch in Marbung, Tübingen, usw…, hat sich das Studium geändert. Unter Anwendung der Ausbildung einen eigenen Platz im Weltgeschehen zu finden – das kommt dann erst später dran.

    Völlig klar, dass unter diesen Bedingungen in den Pros und Cons die Unterstützung durch die Uni den breitesten Raum einnimmt. Wo werde ich am besten gepampert? Welche Uni windelt mich am optimalsten? Diese Entwicklung finde ich schade, einen Alternativvorschlag habe ich aber auch nicht, ohne in Kategorien des letzten Jahrtausends zurückzufallen.

     
  12. 8

    I just asked a question, and wrote only one thing, then said just joking. I did not wrote anything like “naah it is only one paragraph” Could you please correct it?

     
  13. 7

    Finde, es hat was, wenn man die Dinge selber regeln muss. Beratung ist gut, sollte aber Grenzen haben …

     
  14. 6

    „ „cons. You won’t learn anything“.“

    Defizite bei der Qualität der Lehre können vorhanden sein: Inhalte wenig sinnvoll, veraltet, schlecht erklärt; Fächer bzw. deren Inhalte schlecht aufeinander abgestimmt. Studiengänge deren Inhalte an der Realität vorbei gehen und Absolventen mit einem Abschluss versehen, der auf dem Arbeitsmarkt nicht viel wert ist, usw.

    Unfreiwillig hat der Autor oder die Autorin sich und den Kommilitonen allerdings selbst ein zweifelhaftes Zeugnis ausgestellt. Selbst unter angeblich oder tatsächlich schlechten Bedingungen nichts zu lernen ist selbst für durchschnittlich begabte Studierende ein Kunststück. Bei einer schlechten Lehre müssen Studierende das leider kompensieren. Das gelingt schlecht, wenn Studierende Defizite in der Vorbildung haben. Es gelingt nahezu gar nicht oder nur mit überlanger Studiendauer und ggf. einem oder mehreren Studiengangswechseln, wenn es grundsätzlich an der Eignung für den gewählten Studiengang fehlt.

     
  15. 5

    „„I guess I’m talking about the overall student experience – better facilities, student services that are responsive and generally helpful, complete administrative and visa support by the university – things you might find only at private universities in Germany.“

    Je besser der Service in administrativen Angelegenheiten und bei der Beratung wird, desto mehr Personal ist dafür erforderlich. Die zentralen Einrichtungen der HSRW und die Fakultäten treiben ein hohen personellen Aufwand für dieserart Leistungen. Auch in den Fakultäten gibt es teilweise Personal, dass ausschließlich die Aufgabe hat Studierenden beratend zur Seite zu stehen und administrative Dinge zu erledigen. Im Vergleich zu meiner Studienzeit vor 15 Jahren an einer Fachhochschule in NRW wird den Studierenden ein umfassender Service und Beratung angeboten, die es vor 10 bis 15 Jahren nicht gab und wahrscheinlich auch heute noch an vielen Hochschulen nicht gibt. Die Devise war „Friss oder stirb!“ oder anders ausgedrückt „Sieh zu wie Du klar kommst!“. Das ist durchaus kritikwürdig, allerdings sollten sich die Kritiker des angeblich schlechten Service vor Augen halten, dass personelle Ressourcen endlich sind. Das bedeutet, wenn zusätzliches Personal für Beratung der Studierenden und Service eingestellt wird, geht das zwangsläufig nur, wenn an anderer Stelle Personal eingespart bzw. dringend benötigtes Personal nicht eingestellt wird. Leider ist das dann oft beim wissenschaftlichen Personal, das in der Lehre tätig ist, der Fall.

     
  16. 4

    Ein renaturiertes Spoyufer mit Spazierwegen und Sitzgelegenheiten hätte sich großer Beliebtheit erfreut. Die großen glatt gepflasterten Flächen vor den Gebäuden sind aber gerade bei Skatern beliebt und das Campusgelände wird von den Klevern gut angenommen. Auch später am Abend ist der Campus nicht verwaist, sondern so belebt wie sich viele die Innenstadt wünschen würden.

     
  17. 3

    Fachhochschulen (FH) (seit einer Zeit auch gerne Hochschulen (HS) genannt)
    sind eine der am meisten missverstandenen Bildungseinrichtungen Deutschlands. Die beiden Gruppen, die das mit Abstand unrealistischste Bild dieser bedeutenden (keine Ironie!) Bildungseinrichtungen haben, sind erstens die Studierenden an den Fachhochschulen und zweitens die Fachhochschulprofessoren. In beiden Gruppen ist jeweils auch ein größerer Teil (50% ?), die sich der Aufgaben einer Fachhochschule und den Rahmenbedingungen bewusst sind.

    Das Missverständnis der ersten Gruppe ergibt sich aus der an allgemeinbildenden Schulen erlebten Realität. Der Lernstoff muss in der dafür vorgesehen Zeit und mit den vorhandenen Vorkenntnissen erlernbar sein und wenn die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler nicht im Lernstoff mitkommen, dann wird die Geschwindigkeit reduziert, das Niveau gesenkt oder beides. Nicht so bei einem Fachhochschulstudium. Natürlich bauen die Studienfächer aufeinander auf. Es ist allerdings völlig normal sich selbstständig in bisher unbekannten Lernstoff einzuarbeiten. Die Vorlesungszeiträume sind knapper bemessen als es für die Fülle des Lernstoffs notwendig wäre. D.h. die vorlesungsfreie Zeit muss selbstverständlich zum Studieren genutzt werden um alles, was während der Vorlesungszeit aus Zeitmangel hinten übergefallen ist, aufzuholen und sich auf die Prüfungen zu Beginn des neuen Semesters vorzubereiten. Bei schwierigen stark mit höherer Mathematik durchsetzen Fächern kann die Vorbereitung auf eine Klausur auch schon mal vier Wochen dauern wobei parallel natürlich noch für andere Klausuren gelernt werden muss. Wenn diese Zeit nicht investiert worden ist, dann sind Durchfallquoten von über 90% keine Seltenheit. Wer glaubt, bei der nächsten Klausur würde dann das Niveau gesenkt oder sie wäre so ähnlich wie die vorherige Klausur, der schreibt diese Klausur dann noch mal und noch mal und wenn das dann immer noch nicht geglaubt wird, befindet sich der Unglückliche in der mündlichen Prüfung, die dann die letzte Chance ist.

    Die zweite Gruppe (FH-Professoren) hat selbst überwiegend nicht an einer Fachhochschule studiert, weshalb von Bedingungen wie an Universitäten ausgegangen wird und auch die Aufgaben einer Fachhochschule mit denen von Universitäten gleichgesetzt werden. Die daraus resultierenden Folgen, die sich mehrheitlich negativ auf die Qualität der Lehre auswirken, müssen größtenteils die Studierenden ausbaden.

     
  18. 2

    ☝🏽Mal für einen nicht Hochschule gepinselten 🙄 Who the Hell came up whith the crasy idea of building a university in “meiner” Unterstadt ?? Ein schönes Feuchtbiotop in Verbindung mit dem Spoykanal hätte sicher mehr positive Schlagzeilen gebracht. 😎

     
  19. 1

    Das erinnert mich an die Inhalte von studentischen Blogs und WhatsApp-Gruppen, in denen ich dieses Jahr verstärkt unterwegs war… Studierende übertreffen sich manchmal gerne im Rumjammern und steigern sich in eine Antihaltung “ihrer” Hochschule gegenüber rein. Und woanders ist es grundsätzlich schnell besser. Kennt man ja auch von klevebloggern. In Holland ist es immer besser, fragt sich nur, warum die Leute nicht hinziehen.

    Bei den Studierenden ist es klar, wegen der Studiengebühren im Nachbarland …