Nein, es ist nicht der Grill des Nachbarn! Seit gestern treibt ein leichter Nordostwind Rauch aus den Niederlanden in das Gebiet des Kreises Kleve – ein Waldbrand in einem Naturschutzgebiet nahe Venray verursacht den Geruch.
Im Naturgebiet „Landgoed Geysteren“ bei der Ortschaft Oostrum (Gemeinde Venray) war das Feuer am Montag ausgebrochen. Auch dort hat es seit Wochen kaum geregnet, dementsprechend schnell breitete sich das Feuer aus. Ein Campingplatz mit rund 300 Urlaubern wurde aus Sicherheitsgründen bereits geräumt, der Bahnverkehr auf der Strecke Nimwegen-Venlo ist unterbrochen. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt.
Trotz massiven Eingreifens der Feuerwehr breitete sich der Waldbrand aus. Nach Informationen niederländischer Medien standen am Dienstagmorgen bereits 100 Hektar des Waldes in Flammen. Das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle. 300 Feuerwehrleute sind im Einsatz, außerdem Löschhubschrauber. Das Feuer sitzt in den Kronen der Bäume und springt gewissermaßen von Baum zu Baum.
Die Leitstelle des Kreises Kleve warnt die Bevölkerung per NINA-Warn-App weiterhin vor den Folgen des Feuers. Im gesamten Grenzbereich müssen sich Anwohner daher auf teils deutlichen Brandgeruch einstellen. In den Niederlanden sollen die Einwohner in den Dörfern Loobeek und Holthees Fenster und Türen geschlossen halten. Mit Schadstoffmessungen prüfen die niederländischen Behörden derzeit, ob weitere Evakuierungen angeordnet werden müssen.

Waldbrände sind die Katastrophe dieses Sommers mit großen Hitzewellen, die in vielen Regionen Südeuropas die Temperaturen auf über 40° Celsius ansteigen ließ. Vor allem wüten die Feuer derzeit in Frankreich (Region Bordeaux), aber auch in Spanien und auf Kreta hat es größere Feuer gegeben. Der Reichswald in Kleve ist zwar auch im Unterholz knochentrocken, aber zum Glück bisher von Feuern verschont geblieben.


Im SpätSommer 1975 brannte es in der LüneBurger Heide.
Ein für damalige Verhältnisse enorm großes Gebiet wurde verwüstet.
Ein paar Wochen zuvor war ich in der Gegend.
Bei einem kleinen WaldBrändchen versuchte ich, denen zu helfen, die löschten.
Dabei erlebte ich, wie das Feuer sich auch unter der OberFläche fortPflanzte :
Immer wieder begann der Boden vor meinen Füßen erst zu qualmen, dann zu brennen.
In der dicken Schicht aus trockenem Laub und trockenen Nadeln breitete sich die Glut aus.
Ein gutes Stück hinter mir standen ein paar Männer,
schauten gelangweilt zu,
lehnten sich auf große metallene Tonnen,
in denen wohl mal der Diesel für die schweren Maschinen geliefert worden war,
rauchten eifrig
und schnippten die Kippen durch die SpundLöcher in die – hoffentlich leeren – Fässer.
@rd
Falsch! Bei mir kam um 13:31Uhr die Entwarnung. 😉
Hab mich mal ein bisschen mit dem Waldbrandthema beschäftig, die Statistik dazu ist erschreckend:
Menschlicher Einfluss gesamt: ca. 90 bis 95 % (Vorsatz und Fahrlässigkeit)
Vorsätzliche Brandstiftung: ca. 15 bis 20 % aller Brände (bzw. knapp jeder fünfte aufgeklärte/zugeordnete Fall)
Fahrlässigkeit / Unachtsamkeit: ca. 25 bis 35 % (z. B. weggeworfene Zigaretten, illegales Grillen oder Lagerfeuer)
Ungeklärte Ursachen: oft 40 bis 50 % in der amtlichen Statistik, da die Tatanteile oft nicht mehr eindeutig ermittelt werden können
Natürliche Ursachen (z. B. Blitzschlag): nur etwa 3 bis 5 %
Und es wundert mich nicht.
Gerade auf dem Heimweg hat einer seine Kippe aus dem Auto geschmissen.. Links und rechts Felder… Da fällt mir nix mehr ein…
Leider hatte ich die Dash-Cam nicht an, das werde ich zukünftig aber tun und dann auch direkt anzeigen, so traurig das ist. Sowas ist bei solchen Witterungsverhältnissen (eigentlich nicht nur dann) absolut unverantwortlich.
Den Vorschlag von @10 finde ich super, im Zuge der Zivildienst-Diskussion wäre das ja ggfs. eine zusätzlich Alternative.
Ach übrigens……
Unter CEO Wael Sawan verkleinert Shell die Investitionen in grüne Energien an Land und konzentriert sich stärker auf das klassische Öl- und Gasgeschäft sowie den profitablen Energiehandel……
Der Großbrand im Naturgebiet im Osten der Niederlande hat sich nach Angaben der Behörden nicht weiter ausgedehnt. Für eine Entwarnung sei es zu früh, aber die Lage sei beherrschbar, sagte der Sprecher der Sicherheitsregion Limburg-Nord, Erik Thijssen, der dpa. Der Kreis Kleve im angrenzenden NRW warnte auch am Mittwoch weiter wegen anhaltenden Brandgeruchs, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Seit Montag wütet das Feuer in dem Naturgebiet, die Ursache ist unbekannt. Rund 100 Hektar sind betroffen.
@13 Stimmt, passt alles nicht zusammen.
@11 mal eben zum Thema Tempolimit!
Bin grundsätzlich jemand der auch zügiger fährt. Aber bei einem Verbrauch von 9-10 Litern bei „deutschen“ Autobahngeschwindigkeiten und einen Preis von über 2,20€/l E10 setzt dort dann doch die Vernunft ein 😉
Ich hab’s am Wochenende erst ausprobiert. Von Kleve nach Moers-Kapellen hat es einen Unterschied von 4 Minuten gemacht, 160 statt 130 zu fahren. Lohnt sich also nicht und gestresster ist man dann zusätzlich. Von dem Mehrausstoß CO2 ganz zu schweigen.
Was mich ehrlich wundert ist: laut Studien steigen mit den Temperaturen in Deutschland gleichzeitig auch die Zahl der Klimawandelleugner.
Wenn man sich aber mal in Europa – und auch einen Steinwurf hinter unserer Grenze – umsieht, ist offensichtlich was uns blüht. Wie kann man da allen Ernstes behaupten, dass es den Klimawandel nicht gibt und das wir uns nicht in einer Klimakrise befinden?
Und ich sach mal so: Für diese Haltung muss man schon weit mehr tun, als bloß Welt und Bild lesen….
Ich fände es wirklich dringend notwendig, dass man in der deutschen Politik mal weg von Lobbyismus und Korruption kommt und wieder den Weg zurück zu einer politischen Agenda findet, die dem Wohl des Landes und auch deren Arbeitern dient.
Mit Schwarze-brauner Politik wird das aber leider nur immer schwieriger.
„Ende dieses Jahrhunderts wird es keinen Wald mehr in Deutschland geben so wie wir ihn kennen. Und auch keine Landwirtschaft…“ Karsten Schwanke, Meteorologe und Klimaforscher
In ganz Europa zerstören Waldbrände Lebensräume von Mensch und Tier, und währen wenige km weiter ein ganzes Naturschutzgebiet abbrennt, wird in Materborn erst mal Feuerwerk gezündet. Haben wir ja schließlich immer so gemacht. Kannste dir nicht ausdenken…
Man sollte Fenster und Türen geschlossen halten, ich persönlich rauch nur noch bei geschlossenen Fenstern oder im Keller. Im Wald hab ich noch nie geraucht, bin aber auch so gut wie nie da. Diese öden Nutzholz Plantage….
@ 4
Wohl gesprochen! … und so unendlich fortsetzbar!
Streichung der Förderung nicht-fossiler privater Stromherstellung, auf dass die Konzerne an den Strommärkten weiter dicke Gewinne generieren können! (Gelungene Platzierung einer Lobbyistin in’s Wirtschaftsministerium.) ……..
Keine große Lust, hämisch zu kommentieren, wie die hysterische Verhinderung eines Tempolimits nicht nur CO2 weiter in die Luft brachte (und bringt), sondern dazu beigetragen hat, die deutsche Automobilindustrie in einen bequemen innovationsfeindlichen Tran fallen zu lassen.
„That’s it! – Jetzt kann man aber nicht mehr viel tun!“ – Man könnte lernen, wie das unwiderlegbare, die Aussagen seien ja nicht (100%-ig) sicher, zur Ignoranz wissenschaftlicher Warnungen nur deshalb beigetragen haben konnten, weil Profitinteressen, politische und mediale Macht hinter der „Klimaskepsis“ standen.
Auch bei der Diplomatie-feindlichen Rüstungseskalation, wäre nun mal endlich daran zu denken, dass ein Verweigern von Alternativen und die Zurückweisung von Warnungen doch bedeutet, Wetten abzuschließen, in denen (Millionen) Menschenleben als „Einsatz“ getätigt werden, die im Falle des Verlustes – ein neues „that’s it“ – dran“ wären! („Verboten“ z.B. laut: Hans Jonas, „Prinzip Verantwortung“!)
@6
Die Idee ist ja nicht verkehrt, ich denke nur technisch, finanziell und personell nicht umsetzbar. Temperaturüberwachung mit Drohnen gibt’s ja auch schon, halt alles punktuell und kaum flächendeckend machbar – müssten ja x- Sensoren installiert und überwacht werden.
Und schon bei den Entstehungsbränden ist die FW personell und materiell überfordert. Die Landwirte müssen helfen, um überhaupt eine Wasserversorgung zu haben…..
Mein Tipp: ein verpflichtendes Jahr bei Bund, THW, DRK, FW oder Ähnlichem und Ausbildung zur Brandwache oder Hilfsranger👍👍👍
@Jemand!, #4:
Toller Beitrag, echt. Mein Bleisitift war schon gespitzt, aber dann ist mir das das „/s“ ganz unten aufgefallen.
Wilhelm Busch über das Objekt unseres Spotts: „So liegt er da und ballt die Rechte,
und täte gerne was er möchte“ (über den Deutschen Michel). Ich glaube Deutschland kann froh sein, dass DER nur ein kleines Licht ist.
@4
Ich muss Sie da leider korrigieren. Korrekt muss es heißen: „linksgrünversifft“ 👍
auch /s
@ 2 )
Ja.
Das ist die Hauptwindrichtung, die man dann auch besonders beim Fahrradfahren spürt. Aber es zirkulieren noch andere Windströmungen besonders in höheren Schichten, so dass der Rauch dann teilweise über die Grenze nach Deutschland getrieben wird.
@5.
Wahrscheinlich sind meine Gedanken zu laienhaft. Ich ging davon aus, dass man einzelne Waldgebiete mittlerweile auch technisch, auf zu hohe Austrocknung, überwachen kann, und dann „punktuell“ bewässern könnte.
@1
Wissen Sie denn vorher, wo der Waldbrand entstehen wird oder wollen Sie den GESAMTEN Wald feucht halten? Ich halte das für technisch unmöglich. Genauso wie es keinen Sinn macht, große Bäume zu gießen, weil das Wasser gar nicht an den Bestimmungsort kommt – ergo bleiben selbst bei Wässerung die Kronen trocken, wenn das Grundwasser fehlt.
Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Damals waren die Sommer auch schon viel zu heiß und niederschlagsarm. Gehen Sie bitte weiter, Klimakrise ist ein grünes Lügenkonstrukt und nicht real. Wir müssen wieder mehr Gaskraftwerke bauen und hocheffiziente Verbrenner sind die einzige Zukunft des Automobils.
/s
Wind in Richtung Nordost
„Seit gestern treibt ein leichter Nordostwind Rauch aus den Niederlanden in das Gebiet des Kreises Kleve“. Wie das? Müsste der leichte Wind dazu nicht aus westlichen Richtungen wehen?
Den ganzen Sommer mache ich mir schon Gedanken, ob es eventuell sinnvoller wäre, die Wälder bei dieser Trockenheit mit Wasser zu versorgen, und nicht erst auf den Ausbruch eines Waldbrandes zu warten, um dann Wasser einzusetzen? Somit würde man den Wald gezielt schützen!