Corona aktuell: Jetzt 162 Infizierte – und der erste Todesfall (72-jähriger Gocher), JVA bereitet 10 Entlassungen vor, Night Mover fährt nicht mehr

rd | 25. März 2020, 17:06 | 7 Kommentare
Deutliche Warnung am Forstgarten (Foto: M. Cox)
Sicherheitsabstand im Bundestag: Barbara Hendricks (Foto: Barbara Hendricks)
Wie die Rubrik In der Fußgängerzone aufgeschnappt aus der Zeitschrift Der KLEVER aktuell aussehen würde…

(Heute ist Mittwoch.) Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Kreisgebiet wieder deutlich angestiegen – auf nunmehr 162, 20 mehr als gestern. Außerdem ist der erste Todesfall zu beklagen: Ein 72 Jahre alter Mann aus Goch erlag der tückischen Infektionskrankeit. In Kleve sind weiterhin nur sieben Menschen infiziert, in Bedburg-Hau ist die Zahl der Erkrankten hingegen deutlich angestiegen. In der Gemeinde haben 20 Menschen das Virus in sich. +++ Eine Frage wird in den Vier-Augen-Gesprächen, die ja noch möglich sind, häufiger gestellt: Wie ist eigentlich die Lage am Fieberzelt des Klever Krankenhauses? So: Am Montag kamen 89 Menschen, von denen 44 getestet wurden, am Dienstag 54, von denen 18 getestet wurden. Die Getesteten müssen derzeit vier Tage auf das Ergebnis warten. Getestet werden in Absprache mit dem Gesundheitsamt Reiserückkehrer aus Risikogebieten wie Österreich und Schweiz mit oder ohne Symptomen sowie deren Kontaktpersonen – aber nur dann, wenn sie aufgrund ihrer Vorerkrankungen einem erhöhten Komplikationsrisiko ausgesetzt sind. Für ALLE ANDEREN PERSONEN sieht das Gesundheitsamt zunächst zwei Wochen häusliche Quarantäne vor (und keinen Test). +++ Die Klever Justizvollzugsanstalt bereitet sich darauf vor, Gefangene freizulassen. Bei 10 (von 202 Insassen) liegen die Voraussetzungen für eine temporäre Entlassung (im Fachdeutsch: „Vollstreckungsaufschub gemäß § 455a StPO“) vor, morgen (Donnerstag) wird die Staatsanwaltschaft Kleve informiert +++ Für die KFZ-Zulassungsstelle in Kleve sind ab sofort keine Online-Terminbuchungen für Samstags-Termine möglich. +++ Night-Mover fährt ab sofort bis einschließlich 19. April nicht mehr.



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7 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 7. jean-baptiste

    nur einmal zur Information, wie Schweden mit der Corona umgeht.
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-krise-schweden-verfolgt-sonderweg-im-kampf-gegen-die-pandemie-a-be9a5aef-8f7e-4d68-9448-58681f1d92f1

     
  2. 6. Robbie's Coronaoke

    Ein anderer Superstar sitzt in Quarantäne, prophylaktisch nach seiner Rückkehr aus Australien, und hat Langeweile, die er so umsetzt (“Coronaoke”):

     
  3. 5. Krise ist, wenn ...

    … die Vermieterin bei der Wohnungsübergabe das Geld (vereinbarte Ausgleichszahlung) in Latexhandschuhen vorzählt.

     
  4. 4. Guenther Hoffmann

    Einkauf Erlebnis “NETTO”👏🏼👏🏼 NUR mit Einkaufwagen ,die mal als Bakterienschleudern geoutet wurden, wegen “Abstand” 🙄auf Nachfrage 🤔 Das jeder/jede mit Viren+Bakterien evtl. Spirochäten (Syphillis) beladener/ne 🤫 die Wagen benutzt hat wohl nichts mit momentane Ansprüche a.d. Hygiene zu tun ? 😁

     
  5. 3. Angehöriger

    @2. Husky
    So wie ich das verstanden habe, wäre das Coronavirus, wenn es nicht so hoch ansteckend wäre, relativ harmlos. Der Krankheitsverlauf ist von harmlos über mittelmäßig schwer bis tödlich wobei Letzteres seltener als bei einer Grippe ist. Bei Menschen mit schweren Vorerkrankungen und wenn sie dann auch noch alt sind reicht manchmal eine vergleichsweise kleine Zusatzbelastung z.B. durch eine Virusinfektion und der Tod tritt ein. Dadurch, dass das Virus sich extrem leicht verbreitet, sind es dann auf einmal sehr viele vorbelastete Menschen für die das Coronavirus der Tropfen ist, der das Fass zum überlaufen bringt. In gewisser Weise wäre ein Virus, das einen schwereren Krankheitsverlauf hat und öfter tödlich verläuft, aber weit weniger ansteckend ist, für gesundheitlich vorbelastete Menschen günstiger. Ihre Überlebenschancen im Fall einer Infektion sind sicher geringer als die jüngerer und gesunder Menschen, aber es gäbe dann auch sehr viel weniger Infizierte. Das Coronavirus diskriminiert so zu sagen alte und kranke Menschen viel stärker als es ein vom Krankheitsverlauf her gefährlicheres Virus, das aber viel schwerer übertragbar ist, tut. Ich glaube, dass macht den Umgang mit dem Coronavirus so schwierig. Denn ein und dasselbe Virus ist für die einen ziemlich harmlos und für die anderen tödlich. Das macht die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht für uns gesunde und jüngere Menschen so abstrakt.

     
  6. 2. Husky

    Bei dem Alkoholkonsum von Lemmy hätte Corona keine Chance gehabt…

    Ich find diese “Tote durch Corona” immer … etwas seltam. Sind die wirklich direkt an Covid-19 gestorben oder sowieso durch eine der zig vorerkrankungen. Es wird nach dem Tot nämlich ein Coronatest gemacht, und sobalt der Positiv ist wird es ein “Coronatoter” auch wenn er keinerlei Symptome hat…

    Die Zählweise ist ziemlicher Blödsinn und ich wette wir könnten die eh schon geringe Deutsche Todesrate noch mal halbieren

     
  7. 1. Rainer

    Hallo,
    da bekommen die Worte von Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister
    einen vollkommen neuen Sinn.