Axel Springer 100: Klever Journalist schrieb Geburtstagsrevue!

rd | 03. Mai 2012, 15:41 | 3 Kommentare

Links Prof. Dr. Dieter Stolte, oben Olaf Scholz und Ehefrau Britta Ernst, rechts Fürstin Gloria von Thurn und Taxis – und mittendrin, auf S. 2 der Bild-Zeitung von heute, Peter Huth aus Kleve mit seinem Coautor Benjamin von Stuckrad-Barre

Was genau hatten sich eigentlich die Verleger Rudolf Augstein und Axel Springer zu sagen, als sie sich nach den 68-er-Protesten um 5 Uhr morgens an einer Imbissbude versöhnten? Wir wissen es nicht, aber ein äußerst erfolgreicher Journalist aus Kleve war daran beteiligt, diesen Dialog zu imaginieren – Peter Huth (43), Chefredakteur der B.Z. in Berlin, war Mitautor der Geburtstagsrevue »100 Jahre in 100 Minuten«, die gestern mit kurzweiligen Szenen wie der eingangs beschriebenen in der Berliner Unternehmenszentrale des Medienkonzerns (für den zu arbeiten ich auch ein paar Jahre die Ehre hatte) uraufgeführt wurde. Huth, der seine ersten journalistischen Gehversuche in der Lokalredaktion der Rheinischen Post in Kleve machte, verfasste das Werk zum 100. Geburtstag von Axel Springer (»Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen«) gemeinsam mit Starautor Benjamin von Stuckrad-Barre und Regisseur Ulrich Waller. Dass Peter Huth mehr kann als das Tagesgeschehen in 50- oder 70-Zeilern zusammenzufassen, hat er schon mit seinem sehr lesenswerten Buch »Infarkt« bewiesen. Um eine beliebte Rubrik der Bild-Zeitung zu zitieren: Peter Huth, zweifelsohne ein Gewinner des Tages!

Und so berichtet die taz über das Ereignis: Alle außer Angela. Getreu meinem Motto, dass in jedem Artikel mindestens ein Satz stehen sollte, bei dem der Leser hängenbleibt, hier der über den Springer-Vorstandschef Matthias Döpfner: »Der hat sich dafür extra mit Jeans und Kapuzenpulli verkleidet und einen fiktiven Brief an den werten Verstorbenen entworfen und zeigt, dass er wirklich diese gelebte Mischkalkulation aus Schöngeist und Teppichhändler ist: Er lobt Friede Springer in den höchsten Tönen. Und meint dabei nur ganz bescheiden, am Rande und irgendwie ja auch bloß zufällig – sich.«

Und hier ein paar Ausschnitte: 100 Jahre in 100 Minuten

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  1. 3. ralf.daute

    @Jens … und kein schlechter!

     
  2. 2. Jens

    Immerhin war das auch mal der Arbeitgeber des Blogbetreibers!

     
  3. 1. Wilhelm

    Muss man unbedingt an diesen Verleger erinnern, dessen Haupterzeugnis, die “Bild”, so oft schon der Lüge überführt wurde?