Public Viewing auf dem Hochschulcampus: Steht die LED-Wand zu tief?

Sie sehen, dass Sie nicht alles sehen: Zuschauerperspektive (Foto: Jasmin Kruse)

Die deutsche Fußballnationalmmannschaft hat gestern zwar „gepatzt“, wie man dann sagt, sich aber doch souverän für die nun folgenden KO-Runden qualifiziert. Drei Spiele, zwei Siege – und dreimal volles Feld auf dem Campus der Hochschule Rhein-Waal in Kleve, wo Tim Verfondern (Soundbox) sein Public-Viewing-Event veranstaltet.

Der Soundbox-Chef zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Tim Verfondern: „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit den aktuellen Zahlen. Die ersten beiden Spiele waren restlos ausverkauft und das Spiel gestern hatte zumindest über 800 Zuschauer. Durch die Woche erkennt man einen Wandel weg vom Familienevent und hin zum Schüler*innen/Studierenden-Event vom Anteil her. Technisch und logistisch fahren wir echt einiges auf, was sich wirklich sehen lassen kann und so kann man vom Biergarten mit Premiumblick leicht seitlich auf die Leinwand bis hin zum Festivalblick von vorne gut sehen. Die Stimmung ist euphorisch und ausgelassen und das Publikum macht richtig gut mit und unser ,Campus‘-DJ CiOeX heizt der ,Meute’ richtig gut ein, sodass gleich zu Beginn des Spiels die Laune ganz oben ist.“

Doch es gab auch Kritik, und zwar an der Höhe des LED-Screens. Dieser stehe zu tief, sodass außer in den vorderen Reihen praktisch niemand mehr einen komplett freien Blick auf das Spielfeld habe – das Foto oben, aus der Perspektive eines 1,75 Meter großen Menschen aufgenommen, vermittelt einen Eindruck. Tim Verfondern dazu: „Die Leinwand hängt nicht zu tief, wir haben dies jedoch nochmal ein bisschen optimiert und sie ist auch mit 6,40 m Breite und 3,60 m Höhe nicht wirklich zu klein. Das ist Meckern auf hohem Niveau.“

Die Leinwand hänge genauso hoch wie auch im Forstgarten und sei beispielsweise deutlich größer als in Goch. Verfondern möchte die Events jedoch nicht miteinander verglichen wissen: „Wir haben eher den Festivalcharacter mit großer Leinwand in gemeinsame Blickrichtung. In Goch hängt ein Würfel, wo die Einzelfläche halt kleiner ist, aber dafür auch ein anderer Marktcharakter entsteht. Höher bauen geht im Übrigen nicht so einfach.“ Die vereinzelten Rufe nach größer und höher seien schnell verstummt und die Zufriedenheit der Zuschauer sei durchweg da.

Verfondern: „Wir freuen uns schon richtig auf das Sechzehntelfinale und ein mögliches Achtelfnale gegen Frankreich oder Norwegen und, sofern wir es bis ins Viertelfinale schaffen sollten, könnte Holland da auf uns warten, immer vorausgesetzt das unsere Nachbarn es ebenfalls bis dahin schaffen. Der WM-Baum lässt dies genau so ausschauen.“


Tickets gibt es unter www.SoundboxStudio.de und bei Edeka Brüggemeier in Kleve für 7,50 Euro, an der Abendkasse für 10 Euro oder vergünstigt für Studierende, Schüler*innen und Menschen mit Behinderung für 5 Euro.

Deine Meinung zählt:

3 Kommentare

  1. 3

    Politisch korrekt muss Deutschland sowieso wieder möglichst schnell ausscheiden. War im bösen Russland und im Regenbogenbinden-feindlichen Katar schließlich auch so.
    Nicht, dass wir noch aus Versehen im bösen Trump-Land Weltmeister werden. Welch Schande. 😉

  2. 2

    „…aber doch souverän für die nun folgenden KO-Runden qualifiziert“?

    Souverän war ja gestern nichts.

    Oder wie 11Freunde es formulierte:
    In der aktuellen Verfassung braucht die deutsche Mannschaft sich gar keine Sorgen wegen Frankreich zu machen.

    Weil sie nicht bis zum Achtelfinale kommt.

    Ich habe Ecuador den Sieg gegönnt. Davon zehren sie noch Jahre. Und Deutschland brauchte ihn ja nicht.

    Aber warum hat Nagelsmann nicht einfach die B-Elf spielen lassen? Dann könnte Klopp nicht so laut meckern.

    Und wenn wir doch ins Achtelfinale kommen, werden da wahrscheinlich diese Franzosen sein.

  3. 1

    Ich muss Tim Verfondern leider widersprechen bzw. ich war einmal da und gehe nicht mehr, weil mir die Leinwand definitiv auch zu tief hängt. Ich bin knapp 1,80m groß und konnte nicht das komplette Spielgeschehen verfolgen, weil außer vorne immer der untere Teil der Leinwand durch Menschen verdeckt war. Auch mit Abstand weiter nach hinten zu gehen half nicht. Natürlich ist die Leinwand schön groß, aber meine Meinung ist auch, dass sie zu tief hängt. Und das soll kein Meckern auf hohem Niveau sein, sondern war mein ganz persönliches Empfinden.

    Aber, wenn das nur die Wahrnehmung einzelner ist und alle andern keine Probleme haben mit dem Sehen, ist das doch wunderbar für die Initiative so ein Public Viewing zu veranstalten.
    Ich werde aus den genannten Gründen nicht mehr hingehen, obwohl ansonsten alles drumherum wirklich gut organisiert ist.