Gut zwanzig mal hatten sie das Bauwerk probeweise ausgedruckt, fünf Lagen ergaben gerade einmal einen Millimeter, zehn Stunden und längere surrte der Drucker, und erst dann waren Lea und Leon Jaßen mit dem Ergebnis zufrieden – ein Schwanenturm, der bis ins Detail dem Original ähnelt, aber so handlich ist, dass ein jeder Klever ihn sich auf den Nachttisch oder die Fensterbank stellen kann, inklusive LED-Beleuchtung.
Seit einiger Zeit toben sich die beiden Eheleute, die der Berns-Gruppe als Ingenieurin und Produktdesigner arbeiten, in ihrer Freizeit am 3-D-Drucker aus, also an Geräten, die gemäß genauer Anleitung Lage um Lage Kunststoff verspritzen und so nahezu jedes beliebige Objekt herstellen können. Gefragt war die Expertise bisher vor allem, wenn es darum galt, kleine Ersatzteile herzustellen.
„Wir kommen aus Kleve, wir leben Kleve – und wir wollten was Cooles machen“
Doch dann kam Lea und Leon Janßen die Idee, sich einmal an dem Klever Wahrzeichen zu versuchen. „Wir kommen aus Kleve, wir leben Kleve – und wir wollten was Cooles machen“, so erklärt Lea Janßen die Motivation hinter dem Projekt. Für die Vorbereitung wurden zahlreiche Fotos des Schwanenturms gesichtet und in Daten umgewandelt, mit denen das Druckprgramm arbeiten kann. Die zahlreichen Probedrucke zeigen, dass sich immer noch etwas fand, mit dem die beiden nicht zufrieden waren. Im vergangenen Jahr allerdings war es soweit, „aus der Idee wurde Realität“, wie Lea Janßen stolz sagt. Eine erste öffentliche Präsentation gab es auf dem Basar Kleeblattleuchten in Reichswalde. Das Feedback vieler Besucher: „Schade, dass man das nicht kaufen kann.“

Darauf entschlossen sich die Eheleute, den Kontakt zu einem Klever Geschäft aufzunehmen – und rannten bei Fabian Becker (Kunsthaus Elbers) offene Türen ein. Denn der war selbst auf dem Basar in Reichswalde gewesen und begrüßte Lea und Leon Janßen mit den Worten: „Sie kenne ich doch!“ Schnell wurde man sich handelseinig, und so bietet Kunsthaus Elbers nun die Schwanenburg als uniques Dekorationsobjekt für heimatverbundene Klever (oder Ex-Klever) in drei Größen an: 14 Zentimeter, 23 Zentimeter und 32 Zentimeter, die Preise belaufen sich auf 29, 59 und 129 Euro.

Erhältlich ist das Objekt der Heimatbegierde in den Farben Schwarz und Weiß. Bürgermeister Markus Dahmen, dem im Rahmen des Verkaufsstarts ein erster Turm zur Dekoration seines Büros überreicht wurde, entschied sich aus naheliegenden Gründen für die weiße Version. „Das sieht sehr schön aus“, so der Bürgermeister. Auf Wunsch (und gegen Aufpreis) kann auch ein Firmenlogo auf das Gemäuer gedruckt werden – die Schwanenfunker haben bereits einen für sich geordert.


Schöne Idee ……. da die Turmuhr keine Zeitzeiger hat, ist es der Wegweiser zum Glück ….?
„….. und glücklich ist, dem keine Stunde schlägt“.