(2/24) Anwohner protestieren, aber das Ende der Spyckstraße in der Form, in der wir sie seit 100 Jahren kennen, ist nahe – sie wird verkönigsgartet

rd | 02. Dezember 2016, 00:55 | 47 Kommentare
Die Spyckstraße Anfang des 20. Jahrhunderts

Die Spyckstraße Anfang des 20. Jahrhunderts

Die Spyckstraße Anfang des 21. Jahrhunderts – mit erbosten Anwohnern (Angelika Paatz-Rürup, Matthias Bömler, Gisbert Meurs)

Die Spyckstraße Anfang des 21. Jahrhunderts – mit erbosten Anwohnern (Angelika Paatz-Rürup, Matthias Bömler, Gisbert Meurs)

Sie führt vom Interimsrathaus schnurgerade ins Herz der Stadt und hat einen Charme, der anderswo teuer erkauft werden muss und dann vintage oder shabby chic genannt wird, und der so ziemlich genau das Gegenteil von dem ist, wofür das Wort adrett steht – die Spyckstraße.

Der Straßenzug ist ein Klever Mikrokosmos mit der etwas eigenwilligen „Hinterspyck“-Nachbarschaft (und deren unvergessenen Festen), mit den Sozialwohnungen an den Bahngleisen, mit dem Klösterchen (zwei hochbetagte Nonnen leben dort noch, so ist zu hören) und mit den charmanten Siedlungshäusern im vorderen Teil, an denen das Wort Energieeffizienz abperlt wie Schmutz an einer Teflonpfanne.

Ginge es nach kleveblog, die ganze Straße würde unter Denkmalschutz gestellt – inklusive der schillerndsten Einwohner.

Aber es geht nicht nach kleveblog, eher schon nach dem Tiefbauamt der Stadt. Das wiederum hat in einer Analyse festgestellt, dass das Kanalsystem unter der Straße marode ist. Vor der Spyckschule zerbröselte im vergangenen Jahr ein Rohr, was eine aufwändige Notfallreparatur erforderlich machte.

Unterirdische Trümmerlandschaft: die Spyckstraße, wie sie kaum einer kennt

Unterirdische Trümmerlandschaft: die Spyckstraße, wie sie kaum einer kennt

Diesen unterirdischen Missständen will die Stadt Kleve nun erfreulicherweise ein Ende bereiten: Auf der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses vom 8. September präsentierte Kai Sicker vom Tiefbauamt die Pläne zur Erneuerung der Straße. Die betrafen jedoch nicht nur den unterirdischen Teil – und deswegen sind die Anwohner alarmiert, vergrätzt und wütend.

Sie trafen sich auf einer Bürgerversammlung, an der 41 von 45 der Immobilienbesitzer im Bereich der vorderen Spyckstraße teilnahmen, und sie brachten einmütig ihren Unmut über das zum Ausdruck, was in der Straße geplant wird. „Das Vorhaben läuft unter dem Stichwort Harmonisierung von Ökologie und Autoverkehr“, berichtet Anwohnerin Angelika Paartz-Rührup. „Doch erreicht wird das glatte Gegenteil!“

Wie aber hat man das zu verstehen? Aus Sicht der Stadt Kleve ist die derzeitige Bepflanzung mit Bäumen der Gattungen Rotdorn, Weißdorn und Mehlbeere eher so 08/15 und ohnehin nichts von Dauer, da die einen knappen Meter breiten Pflanzbeete beiderseits der Straße viel zu schmal seien. Ergänzend dazu kamen die Umweltbetriebe der Stadt Kleve zu der Erkenntnis, dass die Bäume die Baumaßnahme ohnehin nicht überstehen würden und somit also weg könnten.

Die Autos wiederum parken in der Spyckstraße nach dem Prinzip Zufall. Mal links, mal rechts, wie es gerade passt. Das ist Anarchie!

Königsgarten, Anfang 21. Jahrhundert: Parkbuchten für Bäume

Königsgarten, Anfang 21. Jahrhundert: Parkbuchten für Bäume

Wie aber sieht die Antwort aus? Salopp gesagt, wird auch die Spyckstraße verkönigsgartet. Darunter ist ein Straßenbauprinzip zu verstehen, an dessen Ende alle Straßen gleich aussehen. Sie haben ordentlich markierte Parkbuchten (mal links, mal rechts), sie haben Bäume, die sich perfekt in das Ensemble der Parkbuchten einfügen, sie haben einen gepflasterten Bürgersteig und sehen einfach adrett aus. Leider aber auch ein bisschen klinisch tot. Die Prozedur haben schon über sich ergehen lassen die Triftstraße, die Waldstraße, der Königsgarten, die Kermisdahlstraße usw. und so fort.

34 Bäume, Alleecharakter: die Planungen der Stadt

34 Bäume, Alleecharakter: die Planungen der Stadt

Konkret beklagten die Anwohner nun in einer Pressekonferenz im Lokal „Zum Kronprinzen“, dass diese Planungen bedeuten, dass nach Angaben der Anwphner 111 Bäume gefällt werden und 30 Parkplätze wegfallen. Künftig soll es 34 Bäume beiderseits der Straße geben, und diese solle durch die neue Art der Bepflanzung einen „Alleecharakter“ erhalten. Aus Sicht der Stadt Kleve erscheint auch der Schnitt bei den Parkplätzen nicht problematisch, da es in diesem Bereich nur „ca. 40 Wohneinheiten“ gebe, für die 68 Stellplätze ausreichten.

Dieser Einschätzung liegt, so berichten die Anwohner, jedoch ein Zählfehler zu Grunde, denn in dem Bereich des ersten Bauabschnitts (von Goethestraße bis Bahnübergang) befinden sich 45 Wohnhäuser mit 118 Wohneinheiten, was nach Anwendung des korrekten Rechenschemas und nach Abzug aller Parkplätze in Höfen und Einfahrten Eigenbedarf von exakt 123 Plätzen am Straßenrand ergebe.

Nun möchten die Kritiker allerdings nicht als kleinliche Parkplatzzähler verschrien werden, und auch nicht als Bürger, die sich durch diese Proteste davor drücken möchten, an den Kosten der Baumaßnahme beteiligt zu werden (die liegen etwa zwischen 4000 € und 8500 €, je nach Größe des Grundstücks und der Bebauung) – ihnen geht es vielmehr darum, dass der einzigartige Charakter der Straße gewahrt bleibe. „Eigentlich möchten wir der Stadt Kleve das Konzept vor die Füße werfen“, so Angelika Paatz-Rürup erbost. „Unser Wunsch ist, dass die Straße so bleibt, wie sie ist.“

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47 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 47. Jürgen Böll

    Ach und noch ein sehr wichtiger Hinweis für Hauseigentümer der Spyckstraße in Kleve.
    Viele Hauseigentümer vergessen heutzutage einfach das Kleve zu 90% im 2 Weltkrieg zerbomt und zerstört wurde.
    Das bedeutet aber auch, dass viele in den 50er und 60er Jahre neu errichteten Häuser wurden auf Tümmergrundstücken der vorherigen zerstörten Häuser wieder neu errichtet!
    Das bedeutet, die Fundamente vieler wieder aufgebauten Häuser der 50er – 70er Jahre, auch in der Spyckstraße stehen eigentlich auf ehemaligen Bombenkrater, die mit Trümmern aufgefüllt oder loser Erde zugeschobenen wurden, aber auf Grund von Zeitmangel (man benötigte ja Wohnraum) oder Unwissenheit der damaligen Bauunternehmer in den Anfängen des Wiederaufbaues in der Nachkriegzeit, nicht richtig verdichtet wurden. So kann es ohne weiters sein das Grundstücke Hohlräume aufweisen und Fundamente immer noch auf diesen Hohlräume stehen können.
    Das ist, für die Standfestigkeit der Gebäude eigentlich nicht weiter tragisch und kann bis zum heutigen Tage nie so richtig zum tragen gekommen sein!
    Aber werden nun vor so einem Grundstück oder Gebäude Tiefbauarbeiten in den Straßen ausgeführt und die gegrabenen Kanäle für Strom-, Wasser, Gas- und Abwasserleitungen wieder mittels Rüttelplatten oder Rüttelwalze verdichtet, dann können diese Hohlräume im Erdreich, durch die auftretenden Vibrationen im Erdreich dann in die Holräume im Erdreich nachrieseln, bzw dann auch weiter oben im Erdreich den Boden nachgeben und das führt dann ggf. zu einem Absacken der Fundamente der Häuser und schließlich zur Rissbildung n den Gemäuern der betroffenen Gebäude.

    Ergo Ergebniss, der Riss ist da und keiner will es gewesen sein.

    Tipp, es gibt in Facebook eine Klever Gruppe, „Kleve Annodazumal“, dort kann man viele Bilder von Kleve als Trümmerlandschaft aus den Nachkriegsjahren 1945 bis in die 60er Jahre sehen.

     
  2. 46. Jürgen Böll

    @Benno
    Ich kann aus leidvoller Erfahrung mit dem Tiefbauamt der Stadt Kleve nur jedem Hauseigentümer anraten, vor Beginn der Arbeiten, einen vereidigten Sachverständigen für 300 – 450€ zu béauftragen und ein Gutachten über sein Gebäude anfertigen zu lassen.

    Bei Schäden kommen nachher die Gutachter der Stadt heraus und behaupten der Riss wäre ja ein „alter Riss“ da sich in dem Riss ja Spinnen angesiedelt haben.
    Aber sicher siedeln in Rissen Spinnen, wenn ein Gutachter erst Monate nach Abschluss der Arbeiten dann irgendwann ohne vorherige Anmeldung auftaucht.
    So versucht man Seiten der Stadtverwaltung hier Abteilung Tiefbau, sich dann vor Regressansprüchen seitens der Eigentümer zu drücken. Und sie kommen mit der Abspeisetechnik ja auch durch, im Nachgang!

    Es ist ganz klar, es muss vorher dokumentiert und fotografiert werden und zwar jede Ecke, jede Wand und Räumlichkeit mit Datum und Uhrzeit und selbst das wird noch Seitens der Stadt dann abgeschmettert.
    Fragt mal die Eigentümer aus dem Königsgarten, Sticken Straße, Schwanenstraße oder zuletzt aus der Waldstraße. Diese Eigentümer können ein klagvolles Lied davon singen, wie diese auf Gebäudeschäden, bedingt durch Tiefbauarbeiten in den Straßen, sitzengeblieben sind.

     
  3. 45. Klaus

    Wenn die Hausbesitzer schlau sind, tun sie sich zusammen und beauftragen einen eigenen Gutachter, um eine eigene Bestandsaufnahme vor Beginn der Arbeiten zu machen. Evtl. haben sie sogar Glück und haben eine Wohngebäudeversicherung, die einen Anteil der Gutachterkosten mitträgt. Das kostet zwar ein bißchen Geld aber kann sich im Schadensfall schnell rechnen. Nur mal so als Tip.

     
  4. 44. Benno

    Ich habe mir mal die Baustelle betrachtet. Die Frage, die ich mir Stelle ist, wie die Bäume den Sommer überleben sollen, wenn direkt neben den Bäumen eine Pumpe eingesetzt wird, um dort den Wasserstand zu senken.

    @ Jürgen Böll: anscheinend waren Sachverständige vor Ort und haben Gutachten der Häuser erstellt. Warum diese auf Nachfrage der Hausbesitzer von der Stadtverwaltung nicht herausgegeben werden, wundert mich. Ist das so üblich?

    Benno

     
  5. 43. Jürgen Böll

    Es geht los.
    Ab kommenden Montag starten die Arbeiten in der Spyckstraße, zunächst an den Kanälen unter der Spyckstraße. Die Entwässerungseinrichtungen der Straße, also die Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie Hausanschlüsse, sind laut Stadtwerke marode und müssen dringend erneuert werden.
    Es beginnt also eine unruhige Zeit für die Anwohner der Spyckstraße, mal sehen ob das ebenso lange dauert wie an der Waldstraße in der Oberstadt.

    Noch ein Tipp für die Anwohner und Immobilienbesitzer, lasst eure Häuser jetzt noch rechtzeitig von Sachverständigen begutachten, bevor die Baumaßnahmen beginnen, das hilft bei späteren Gebäudebeschädigungen und Regressansprüchen gegen die Stadt Kleve.

    Vereidigte Bausachverständige benennt die Handwerkskammer in Düsseldorf.
    Aus Erfahrung, die 300€ für den Sachverständigen zur Feststellung des Ist-Zustand des Gebäudes lohnen sich mit Sicherheit im Nachgang zu den Bauarbeiten.

     
  6. 42. Bauherr

    Max, Bauanträge müssen normal innerhalb von 4 Wochen durch das Bauamt auf ihre Genehmigungsfähigkeit geprüft werden. Wenn dieses keine Widersprüche zum Bebauungsplan, zum allgemeinen Baurecht oder öffentliches Interesse hat, ist der Bauantrag laut Absicht des Gesetzgebers auch genehmigt. Dieser wollte die langn Genehmigungsverfahren verkürzen

    Es gehört zum Individualrecht eines Bürgers, dass er sich innerhalb dieses Rechtsrahmens entfalten kann. Es gehört zur Gestaltungsfreiheit der Architekten, dass sie im Rahmen eines Bebauungsplanes Pläne entwickeln im Sinne des Bauherren. Es ist überhaupt nicht im Sinne des Gesetzgebers, dass alle Bauanträge auch noch durch einen Bauausschuss oder gar Gestaltungsrat beurteilt werden. Dann können wir ja gleich das Bauamt und die Bebauungspläne abschaffen.

    Normalerweise gehört ein normaler Bauantrag, der gewissenhaft durch einen Architekten erarbeitet worden ist und passt, dort überhaupt nicht mehr rein.
    Geschmäcker sind verschieden, Wünsche sind verschieden, Bedürfnisse sind verschieden. Architekten sind darin ausgebildet, diese zu realisieren im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Und Teil davon ist ein Bebauungsplan. Dabei werden durch den Architekten ganz viele Details berücksichtigt.

    Auf der Welbershöhe machte sich ein Architekt z.B. die Mühe die Höhenabwicklung der Gebäude am Hang mit darin integriert dem geplanten Neubau darzustellen. Der passte dort gut rein. Er plante 4 Wohnungen, denn Kleve braucht, wie wir wissen, kleine Wohnungen. Das Bauamt hätte dies problemlos genehmigen können und meiner Meinung nach müssen. Herr Rauer schlug dann dem Bauauschuss vor, dass dies Gebäude kleiner werden muss und auf 2 Wohnungen begrenzt werden soll. Da packt einen die schiere Wut. Da hat ein Architekt sich völlig umsonst ganz viel Arbeit gemacht. Mit Entscheidung des Baúausschusses wurde Rauer beauftragt, den Bauherren und Architekten zu einem kleineren Bau zu zwingen mit weniger Wohnungen. Das kostet viel Zeit, Energie und Entfaltungsmöglichkeit. (…)

    Wenn man sich als Architekt dann mit dem Bauamt anlegt, muss man auch noch den Bauauschuss hinter sich kriegen, aber dort bekommen Architekten kein Rederecht, um ihren Entwurf zu erläutern und (…) zu verteidigen. Architekten backen darum in Kleve ganz kleine Brötchen und halten lieber ihre Klappe. Sie begleiten eher den Bauherren in Richtung eines faulen Kompromisses.

    Wenn nun jemand meint, dass dies der richtige Weg ist, dann schaue er sich bitte die Bauten der Ökosiedlung in direkter Nähe der Welbershöhe an. Dann vergleiche man den kleinteiligen ursprünglichen Entwurf an der Welbershöhe mit den Riesenklötzen dort.

    Solche Klötze bekommen Investoren und Entwickler wie Zevens und Reppco genehmigt. Ich kann kaum einen gelungenen Entwurf dieser beiden in Kleve finden. Klotz, klötzer, am klötzesten.

    Ich bin weder der Bauherr an der Welbershöhe noch sein Architekt, aber was dort geschah ist typisch für Kleve. Den kleinen Investoren legt man Steine in den Weg. Was dort im Bauausschuss geschah und immer wieder geschieht ist haarsträubend. Und es ist so typisch für Kleve. Da diskutieren Juristen einen gelungenen Entwurf kaputt und üben ihre Macht aus.

    (…… @Bauherr: Der Rest scheint mir eher eine persönliche Abrechnung zu sein. Zu viele unterstellte Dinge, die nicht bewiesen werden können.)

     
  7. 41. Max Knippert

    @34 Brückenbauer.
    Danke für die Rückmeldung.
    In der Tat bin ich bald 10 Jahre in Kleve. Das bei meinen Kommentaren „oft ein „verbitterter Unterton“ mit schwingt“ ist nicht beabsichtigt, den die Welt ist nun mal wie sie ist. Beim Bauamt oder Fachbereich 61 mitzuwirken wäre sicher spannend, aber meine wenigen Fähigkeiten liegen wo anderes und ich liebe die Unabhängigkeit. Was die Architekten angeht, ist es mir in der Tat unerklärlich warum diese sich nicht mit Sinn und Verstand zu Wort melden. Es gibt (viele) Geschichten in Kleve, wie zum Beispiel diese, Investoren/Architekten suchen andere Architekten und umgekehrt, die Denkmäler in Gutachten kaputtschreiben sollen, damit die Abrissbirne kommen kann. In diesem Fall hat, sonst würde ich es sicher auch nicht wissen, der angesprochene Architekt dankenswerterweise abgelehnt. Architekten prägen eine Stadt wie kaum eine andere Berufsgruppe und dazu gehört nun mal auch Verantwortung, die ich aber nicht wahrgenommen sehe. Applaus gibt es dafür wirklich nicht.

    @Bauherr

    Sie machen es sich etwas zu einfach. Inwiefern gehen Sie davon aus, das ich oder wer auch immer an einem B-Plan mitwirken könnte? Dieser wie auch immer geartete Umstand wäre aber letztlich ein Individualrecht und Stadtplanung ist, meiner Meinung nach, genau das Gegenteil. Ich will nicht meine Interessen umsetzten, sondern Gemeinwohl vor Individualwohl gestellt wissen. Und Sie wollen allen ernstes auch noch die Politik und den Bürger umgehen indem Sie den Bauausschuss infrage stellen?

    Wenn Herr Rauer `gerne mäkelt´sollten Sie nach der zugrunde liegenden Absicht fragen, die auch sicher schwarz auf weiß zu finden ist. Wenn dies nicht so ist, was denkbar wäre, sollte ein allgemein gültiges Vorgehen angestrebt werden. Und da ist er wieder der Gestaltungsbeirat. Wenn Ihnen bzw. ihrem Architekt etwas verweigert werden sollte, gehen Sie auf die Politik zu, damit diese wissen worüber sie im Bauausschuss zu entscheiden haben.

     
  8. 40. Bauherr

    Für den gestalterischen Rahmen eines Projektes sind Bebauungspläne gedacht. An diesen Bebauungsplänen darf jeder, auch Max, mitgestalten. Wenn dann in einen Bebauungsplan geplant wird, ist es eigentlich nur noch Aufgabe der Verwaltung zu prüfen, ob der Bauantrag genehmigungsfähig ist.
    In Kleve trägt man aber nahezu alle Bauanträge in den Bauauschuss. Herr Rauer mäkelt gerne an diesen Entwürfen herum und macht Verkleinerungsvorschläge. Den Architekten wird verweigert, ihren Entwurf, ihre Ideen, die Entwicklung, warum was wie aussieht, im Bauauschuss vorzustellen. Stattdessen äußert nur Rauer seine Kritik und Änderungsvorschläge… (@Bauherr Da scheint sich viel Unmut aufgestaut zu haben – aber mehr kann ich nicht zulassen.)

     
  9. 39. pd

    In der NRZ von heute stand, dass es sich um geförderten Wohnraum handelt, das heisst die Miete müsste auf 5 – 6 € gedeckelt sein.

     
  10. 38. Benno

    @pd: zum Teil nachvollziebare Argumente. Nur der billige Wohnraum hängt vom Vermieter ab. Und schauen wir mal nach Köln. Günstiger Wohnraum wird saniert, Kosten auf die Mieter umgelegt. Ich habe da wenig Hoffnung, dass dort günstiger Wohnraum entsteht.

    Zu den von Ihnen aufgeführten Personen: nicht jeder, der dort tätig ist, ist auch gleichzeitig für den Posten geeignet, meiner Meinung nach.

    Und zum eigentlichen Thema Spyckstraße: der Kommentar auf Seite 1 links von Herrn Schürmanns läßt kaum Hoffnung zu

     
  11. 37. pd

    Die Planungen zur Bahnhofstraße hab ich mir vor ca. einem Jahr mal angeguckt, fand ich nicht so schlecht. Wo in Kleve soll den 4-geschossig gebaut werden wenn nicht dort, da ist doch rundherum schon eine entsprechende Geschossigkeit gegeben?!

    Die Schreinerei, die im Innenstadtkern völlig falsch aufgehoben und total verbaut ist, weg und dafür bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum, 5,25€/qm Mietpreis. Zusätzliche Stellflächen durch eine TG, aber auch durch die Nähe zum ÖPNV autofreies, „grünes“ wohnen möglich, nach aktuellster ENEV gebaut hält die NK niedrig und und und Warum eigentlich nicht? Man liest doch überall das günstiger Wohnraum ein sehr knappes gut ist, wo soll der denn entstehen wenn nicht dort? Auf der grünen Wiese, noch mehr Flächen versiegeln?

    Und solch ein Bauvorhaben soll dann erst noch durch einen Gestaltungsbeirat? Noch mehr Bürokratie? Noch mehr Leute die mitsprechen, noch mehr Meinungen und gutgemeinte Vorschläge, noch mehr Steuergeld für Verwaltung und öffentlichen Dienst? Wofür gibt’s dann eigenlich so etwas wie eine Gestaltungssatzung, Bebauungspläne, sowas wie Baurecht? Wozu sitzen Rauer, Podsdena und wie sie alle heißen denn dann dort? Sind ja jetzt nicht so schlecht bezahlt unsere Bauamtsmitarbeiter, können wir uns dann ja vielleicht sparen wenn demnächst per Bürgerbefragung entschieden wird was wo gebaut wird, wer dann die buntesten Bildchen mit schön viel grün malt wird wohlwollend abgenickt, alle anderen eher nicht. Nur, gebaut wird dann überhaupt nicht mehr denn die wenigsten bauen aus Nächstenliebe und selbst wenn man wollte, ist die Wirtschaflichkeitsrechnung nicht OK gibt’s von der Bank keine Kohle, Nächstenliebe hin oder her.

    Ich hab ja keine Ahnung was in den Köpfen hier so vorgeht aber es ist auch heute schon so, dass jedes Bauvorhaben ein Kampf ist und man nicht mit den Worten „darfs ein Geschoss mehr und dafür ein Stellplatz weniger sein“ empfangen wird. So Geschichten wie Finanzierungsgespräche, Millionen Unterlagen die man beibringen muss, Problemchen während der Bauphase lass ich jetzt mal einfach unter den Tisch fallen und wenn man dann die Immobilie noch selbst vemietet und am besten 5 Lehrer drin hat die sich beim Vermieter nerven abwechseln, na dann … würde die Erzählung hier kein Ende nehmen.

    Ja, ich habs schon schwer und nein, ich hab mit Verkerk und dem Bauvorhaben Bahnhofsstraße Null zu tun.

     
  12. 36. Meiner Einer

    @ Dietmar Shields

    Kleve hat noch viel mehr Baustellen. Am Friedrich-Ebert-Ring zum Beispiel wird jetzt, rund 40 Jahre nach Erstellung, der Anliegerbeitrag für die Erstellung der Strasse abgerechnet. Erste Klagen dagegen sollen auch schon vorliegen… Klassisch verpennt. Sind ja nur Steuergelder.

     
  13. 35. Dietmar Shields

    Da sich das Thema Abriss und Neubau an der Bahnhofstraße zu immer mehr zur Kontroverse bei den Klevern entwickelt, es hier bei kleveblog dazu aber keinen eigenen Threat gibt, geht es halt hier weiter 😉

    Nun wurden also erste Entwurfsansichten der Häuser veröffentlicht, dort sind aber normale Giebeldächer drauf zu sehen und keine Flachdächer wie am Bahnhof.

    http://bc03.rp-online.de/polopoly_fs/bahnhofstrasse-haeusern-vollgeschossen-folgt-dreigeschossiges-haus-1.6457171.1481472330!httpImage/2729440841.jpg_gen/derivatives/d268x201/2729440841.jpg

     
  14. 34. K. Brückenbauer

    *

    @Max Knippert

    In Ihrem Text schreiben Sie: „auch wenn ich nerve..“. – Nein, Sie nerven nicht!

    Es ist nur so, dass oft ein „verbitterter Unterton“ mit schwingt, wenn Sie Ihre Kommentare schreiben.

    Ich bin mir nicht sicher, wie lange Sie schon aktiv in Kleve sind. Sicherlich schon 10Jahre. Sie schreiben von Öffentlichkeit, Kompetenz und Unabhängigkeit.

    Eigentlich ist es nicht meine Art sich in folgendes einzumischen. Aber ich bin mir da sicher, dass Sie ein guter, kompetenter und unabhängiger Mitarbeiter im z.B. Bauamt der Stadt Kleve wären.
    Sie könnten einiges für die Stadt Kleve und deren Einwohner erreichen. Also mein Vorschag: „Starten Sie auf dem zweiten Bildungsweg“ durch, und machen sie Ihren Abschluß als Architekt oder Bauingenieur.

    Weil ich Sie bereits im Stadtarchiv kennen lernen konnte, traue ich Ihnen dies absolut zu.
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Es ist nie zu spät.

    P.S.: Warum Sie die Klever Architekten angreifen bleibt mir verschlossen. Dies spiegelt nicht meine Sicht auf diese wieder.

    ***

     
  15. 33. Max Knippert

    @32. Angelika Paatz-Rürup

    Es kann nicht alleine die „Gestaltungswut!“ sein (?)… Ohne zu `wissen´ was hier alles mit hinein spielt werden zwei Umstände, die sich gegenseitig bedingen, überdeutlich. Intransparenz und Misstrauen. Dies betrifft leider ausnahmslos alle Bauprojekte in Kleve, oder ist jemanden ein positiv Beispiel bekannt? Und das nächste mit 5 Stockwerken hat Ralf @30 dem kleveblog bereits zur Diskussion gestellt.

    Misstrauen ist jemanden eine schlechte Absicht unterstellen. Im Grunde ziemlich starker Tobak, aber nun mal nicht von ungefähr. Die Liste ist sehr lang und ganz oben dürfte der Umstand stehen, das ein Nahversorger dem einen Investor in Kleve ausgespannt werden sollte um ihm einem anderen Investor auf dem Silbertablett zu überreichen. Ralf, da solltest du dranbleiben… Kurz um, Misstrauen ist offensichtlich berechtigt und die geht nun mal immer mit Intransparenz einher.

    Wie kann dies geändert werden? Das geht nur mit Öffentlichkeit, Kompetenz & Unabhängigkeit.
    Auch wenn ich nerve, das beinhaltet alles ein Gestaltungsbeirat. Aber darüber hinaus bzw. parallel könnten es ein Bürgerforum geben, das sich mit relevanten Bauprojekten beschäftigt. Jetzt, melden sich Anwohner nur – wenn der Bürgersteig vor ihrem Haus betroffen ist. Nassauerallee, Königsgarten, Spyckstraße usw. Aber Stadtplanung betrifft nicht alleine den Vorgarten sondern die ganze Stadt. Von der Brüningstraße bis zur Tiergartenstraße. Dieses `Eigeninteresse´ spielt der Negativliste ins Blatt, das sollten wir uns vor Augen halten. Guido de Werd hat mal im KLEVER einen Artikel zur Tiergartenstraße geschrieben. Leider hast du, Ralf, den zu sehr geglättet und entschärft. Vielleicht druckst du ihn im blog mal in der Originalversion ab? Vom Haus zur Straße zum Viertel zur Stadt!

    Der Kleveblog ist im Kronprinzen seinerzeit (kurz) analog geworden und auch bei der Denkpause hat kleveblog mitgewirkt. Jetzt könnte ein BürgerRat
    zu Projekten in der ganzen Stadt Stellung beziehen. Letztlich wäre dies eine vertrauensbildende Maßnahme. Ich bin davon überzeugt, das nur durch Mitsprache und Teilhabe sich diese täglich werdende NegativListe stoppen lässt.

    Leider hört man überhaupt nichts von den Klever Architekten dazu! Da ist wohl auch der eigene Bürgersteig bzw. das eigene Konto wichtiger als die eigene Stadt…?

     
  16. 32. Angelika Paatz-Rürup

    Um zur Spyckstraße zurück zu kommen, veröffentliche ich hier unsere Antragsbegründung vom 8.12 2016 im Bürgerausschuss der Stadt Kleve:

    Die Anlieger im 1. Bauabschnitt Goethestraße/Bahnlinie lehnen die Pläne zur Umgestaltung der Spyckstraße ab, Nachbarn im 2. und 3. Bauabschnitt haben sich dieser Ablehnung schon angeschlossen.

    Gründe:

    weil der historische Charakter der Spyckstraße in den Plänen des Herrn Willibrord Janßen nicht erhalten bleibt:
    Die Spyckstraße ist über 100 Jahre alt. Die ältesten Häuser, noch aus dem 19 Jhdt sind gegenüber der Grundschule erhalten, die Schule selbst werde 1911 erbaut, mein Haus wurde 1907 erbaut. Unsere Straße wurde bei der Bombardierung Kleves 1945 nicht zerstört und trägt noch heute etwas von dem Charakter des alten Kleve in das 21. Jahrhundert.
    Seit 100 Jahren ist die Straße so gegliedert: Gehweg, Baumstreifen, Fahrbahn, eine gemischte Allee mit hauptsächlich Dornbäumen: Rotdorn, Weißdorn, Mehlbeere. Von der Ecke Kavarinerstraße bis zur Bahnlinie haben wir 111 Bäume gezählt und dokumentiert. Es wären noch mehr, wenn die USK in den letzten Jahren gewissenhaft die Bäume nachgepflanzt hätte, die durch Mutwillen und PKWs ruiniert wurden und die vorhandenen Bäume besser gepflegt hätte.
    Vor ca. 10 Jahren wurde die Allee dort wieder ergänzt, wo poröse Gasrohre das Erdreich ca. 15 Jahre vorher vergiftet hatten. Viele Nachfragen beim USK ergaben damals, dass zuerst geklärt werden müsse, wer die Maßnahme Austausch des Erdreichs und neue Bäume zahlt. Die Freude über die Wiederherstellung der Allee verflog nach einigen Jahren, da die Pflege der jungen Bäume unserer Beobachtung nach vernachlässigt wurde.
    Das Argument von Herrn Janßen, dass Bäume große Pflanzscheiben brauchen, sehe ich nirgends in Kleve oder anderswo bestätigt. Im Gespräch mit Herrn Cremer von den USK konnte ich erfahren, dass der Baum im Wurzelbereich genügend Raum braucht und nicht an der Oberfläche. So überall in Kleve.
    Dass sich Bäume in den Straßenraum entwickeln, Richtung Sonne, ist natürlich und gestern im Foto veranschaulicht worden. Dieses gehört zum Charakter einer jeden Allee. Überall in Kleve und anderswo stehen die Straßenbäume im Gehweg. Der unsere ist sogar breiter als anderswo.
    Inzwischen, verabschiedet als gültiges Gesetz am 19.11.2016, also vor knapp 3 Wochen, hat das Land NRW den Schutz von Alleen im § 41des Gesetz zum Schutz der Natur in NRW festgeschrieben. Herr Bäumen (Was für ein Name an dieser Stelle!) in der Unteren Behörde für Naturschutz im Kreis Kleve konnte mir versichern, dass die Spyckstraße eine geschützte innerstädtische Allee ist. Somit wird die Stadt Kleve für jeden der 111 Bäume eine Fällgenehmigung brauchen. Bis heute morgen war dieser Antrag bei der Naturschutzbehörde nicht eingegangen.
    Durch geplante Parkbuchten -wie Königsgarten- soll es demnächst dann nur noch ca. 50 Bäume statt 111 geben. Wir stellen einen Alleecharakter dieser geplanten Maßnahme in Frage.
    Ich behaupte das Tiefbauamt hat etwas gegen Bäume.

    Die Gestaltung mit Parkbuchten in der Spyckstraße ist aus weiteren Gründen unsinnig:
    Herr Rauer argumentiert in seinem Schreiben vom 28.10. wörtlich:
    „ Die vorhandene Bebauung weist derzeit rd. 40 WE auf. Berücksichtigt man einen Besucheranteil von 20 % müssten gemäß Stellplatzsatzung lediglich 48 Stellplätze nachgewiesen werden. Nach derzeitiger Planung sind allerdings 68 Stellplätze vorgesehen.“
    Nachdem wir Herrn Rauer geantwortet haben, dass es im 1. Bauabschnitt 45 Wohngebäude mit 118 WE gibt, wurde gestern in dem Ausschuss für Umwelt und Verkehr erklärt, man habe sich nicht richtig ausgedrückt und Wohngebäude gemeint. Und überhaupt gälte die Stellplatzsatzung, die Herr Rauer noch vor 10 Tagen bemüht habe, gar nicht für die alte Bebauung vor Ort.

    Wir haben aber in der Straße außerdem noch verschiedene öffentliche Einrichtungen mit PKW Verkehr:
    die Gaststätte Zum Kronprinzen mit Gästezimmern,
    den Kindergarten,
    den Malteser Hilfsdienst,
    das Franziskushaus und
    den Hundetreff direkt hinter der Bahnlinie.
    Je nach Veranstaltung an diesen Orten, Tageszeit und Wetter ist die Straße zugeparkt. Nach der Stellplatzsatzung, die mal und dann wieder nicht von der Verwaltung herangeholt wird, ist der Stellplatzbedarf daher zeitweise noch viel größer.

    Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass wir einen neuen Schmutz-und Abwasserkanal brauchen. Alle Versorgungsleitungen sind erneuert. Auf der Straßenseite mit ungeraden Zahlen in diesem Jahr eine neue Starkstromleitung, auf der Seite mit geraden Zahlen vor wenigen Jahren, Wasser, Gas und Glasfaserkabel, alles mit neuen Hausanschlüssen und im Zuge der Maßnahmen mit neuen Gehwegen. Ich beziehe mich auf die Anfrage von Herrn Gietemann SPD im gestrigen Ausschuss.
    Mein normaler Verstand sagt mir, wenn die Gehwege neu gemacht sind, die Allee der Spyckstraße durch § 41 geschützt ist, soll das Tiefbauamt sich auf einen notwendigen, neuen Kanal, u.U. eine erneuerte Straßendecke besinnen.

    Bitte, verehrte Bürgervertreter, stoppen Sie diese unsinnige Gestaltungswut!

     
  17. 31. Meiner Einer

    nicht zu vergessen, dass das Gelände auch rückseitig, also von der Grabenstrasse aus, erschlossen wird, m. W. dreigeschossig + Dach.

    Was ich aber grundsätzlich nicht schlecht finde, da dann die alten Kaschemmen auch abgerissen werden.

     
  18. 30. rd

    @pd http://m.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/bald-fuenf-stockwerke-fuer-bahnhofstrasse-aid-1.6444508

     
  19. 29. pd

    @ 24 jean baptise

    in welcher Zeitung stand denn etwas bezüglich der Bahnhofsbebauung?

     
  20. 28. otto

    @26 fietser,

    einverstanden, ich widerspreche nicht🚴

     
  21. 27. otto

    Lohengräm & Jean Baptiste,

    bitte hört auf mit diesem furchtbaren Ansinnen des Zuschüttens. Regt euch lieber darüber auf, dass das
    Südstadtflair mit seinen Skandalbauten nun auf die Bahnhofstraße umgesiedelt wird.

     
  22. 26. fietser

    @9. R K H
    „Eine Individualisierung jedweder Anpassungen von Infrastrukturen ist aus meiner Sicht schwer machbar“
    @10. otto
    „was für ein geschnörkelter Satz, … Jedwede Anpassung von Infrastruktur, darum geht es hier nicht“

    Doch! Genau darum geht es!
    Beim Zitieren haben Sie nämlich das Wort „Individualisierung“ vergessen.
    Der Satz mag zwar „geschnörkelt“ erscheinen, er trifft aber genau den Kern dieses Problems (und vieler anderer). Ersetzen Sie das Wort „Infrastrukturen“ einfach mal durch andere Wörter, z.B. „Schulpolitik“.

    Vielleicht könnte man den Inhalt des „geschnörkelten“ Satzes auch so ausdrücken:
    „Es allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“

     
  23. 25. Lohengräm

    @22

    Sorry. Also ich hatte die Idee in der Tat aus eigenem Antrieb und nicht abgelesen, aber kann sein dass Du das Patent darauf früher als ich hattest. 🙂

     
  24. 24. jean baptiste

    @23. Dietmar Shields
    fiel mir heute auch in der Zeitung auf .
    Scheint ja eine bereits weit fortgeschrittene Planung zu sein, ohne dass die Öffentlichkeit da bisher ihren Senf zu geben konnte.
    „fünf große Wohnblöcke mit fünf Etagen“ na, das kann Kleve ja, ob man nun Voba,Hotel,neues Rathaus betrachtet, Alles irgendwie Blöcke.

    Übrigens, auch off topic, aber irgendwie doch passend zur (fehlenden) klever (Informations-) Kultur , die NRZ hat schon Tage ihre Beiträge zu netvibes kleve nicht mehr erneuert.
    Verabschieden die sich klammheimlich aus der Informationsbeschaffung in Kleve oder weshalb ist denen die Reklamewirkung für ihre Gazette nicht mehr wichtig?

     
  25. 23. Dietmar Shields

    Das gehört zwar nicht direkt hier her, aber auch in einer anderen Straße „der Bahnhofstraße“ in Kleve sollen massive Veränderungen vorgenommen werden.
    Die alten Häuser an der Bahnhofstraße auf der linken Seite, also ab der Sparkasse über die alte Schreinerei Michels bis zu den Mehrfamlienhäusern wenn man vom Kreisverkehr Richtung Bahnhof dann fährt, sollen abgerissen und durch ein Band von fünf Mehrfamlienhäusern schließlich ersetzt werden.
    Diese neuen Bauten sind mit fünf Stockwerken etwa so hoch, wie die Bauten gegenüber dem Bahnhof und höher als auf der linken Seite.
    Über das neue Gesicht der Bahnhofstraße wurde in einem nichtöffentlichen Teil des Bauausschusses der Stadt Kleve nun ausgiebig diskutiert.
    Ein erster Bauantrag liegt schon vor, geplant sind dort fünf große Wohnblöcke mit fünf Etagen und begrüntem Satteldach.

     
  26. 22. jean baptiste

    @20. Peter Wanders

    mit Verlaub, der Vorschlag vom Zuschütten kommt von mir, und nicht von Lohengräm.

    Bereits im Februar 2015 http://www.kleveblog.de/schleuse-zu-hafen-tot/ Post 24
    habe ich einen ausführlichen Vorschlag zur Segmentierung und Nutzung des Kermisdahls in die Runde gegeben,
    nur leider kommt da ja von zuständiger Stelle keine Reaktion.

     
  27. 21. jean baptiste

    @19 Peter Wanders
    ach Herr Wanders, wir wissen doch beide (und mit uns viele Andere) wie das in Kleve läuft.
    Planungen aufgrund belastbarer Fakten sind hier einfach verpönt, Grundlagen hiesiger Planung werden von Interessenträgern von langer Hand subtil vorbereitet und stiekum eingeführt um danach als längst bekannte Tatsachen für Planung und Entscheidung herangezogen zu werden.
    Schauen wir uns mal das Horrormärchen über die maroden Brücken an, die nötigst abgerissen werden müssen.
    Online findet man dann 2 Jahre alt einen Artikel
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/bund-die-spyck-bruecke-ist-verzichtbar-aid-1.4048729
    mit Behauptungen, die dem BUND und in Person Herrn Burmeister damals gerade in den Kram passten.
    Über die Brücken lässt sich Herr Rauer damals aus :
    „Auch sei bis jetzt nicht eindeutig geklärt, wie marode die Brücken wirklich sind. Kleves Technischer Beigeordneter Rauer sprach von vorgespannten Betonteilen, die in Mitleidenschaft gezogen worden seien… “
    Inzwischen ist gar nicht so viel Wasser den Kermisdahl heruntergeflossen, vom Vorliegen ernsthafter Gutachten habe ich seitdem nichts vernommen, aber nach 2 Jahen behaupten wir jetzt einfach, die Brücken sind unwiederbringbar verloren.
    Und daß wir die überhaupt nicht mehr benötigen ist ja auch lange bekannt …. siehe o.g. Artikel BUND.

    Es wird höchste Zeit, daß sich bei den Planungen (und den Planenden) einmal grundsätzlich etwas ändert …
    nur, die Perspektive, daß sich was ändert, sehe ich nicht.

    Im Post 19 schreiben Sie die Verwaltung hat insbesondere am Ende der Kavariner Straße schon viel zu viel Parkplätze wegfallen lassen“
    Kann einem so vorkommen, nur in Wirklichkeit ist das nicht die Verwaltung, sondern sind das die Herde Ja-knicker im Rat, die das auf Vorschlag der Verwaltung Alles stets kritiklos abnickt.

     
  28. 20. Peter Wanders

    @17 Lohengräm
    Der Spoykanal ist ein noch sehr langsam fließendes Gewässer. Wenn du dich auf die Worcesterbrücke stellst, kannst du diesen langsamen Wasserfluss sehen. Neben der Schleuse wird regelmäßig Wasser abgelassen.
    Da durch diesen Kanal aber tatsächlich keine Schifffahrt mehr stattfindet und auch nicht mehr stattfinden wird, ist dein Vorschlag den Spoykanal zuzuschütten sehr sinnvoll. Für den Wasserabfluss reicht eine Verrohrung aus.

     
  29. 19. Peter Wanders

    Das Problem der Parkplätze kann man von 2 Seiten betrachten.
    Die Gesetzgebung sieht heute vor, dass bei jedem Neubau zu jeder Wohnung eine bestimmte Zahl von Parkplätzen auf dem eigenen Grundstück vorhanden sein muss.
    In den alten Gebieten wird in Kleve hierauf überhaupt nicht geachtet. Man nimmt selbstverständlich an, dass man im öffentlichen Straßenbereich parken kann. Eigentlich existiert die Pflicht auf eigenem Grundstück ausreichend Parkplätze vorzuhalten. Nur bei geschlossener Bebauung, wie sie teilweise an der Spyckstraße vorhanden ist, geht dies nicht. Ansonsten sollte zwischen den Häusern ausreichend Platz sein.
    Nur, wer stellt sein Auto heute noch in die Garage und das zweite Auto davor?
    In Kleve werden immer mehr Straßen abends durch die Anwohner völlig zugeparkt. Es gibt Sackgassen, wo im Brandfall die Feuerwehr gar nicht mehr hinein kommt.
    Wenn man die Verwaltung darauf hinweist, weil sich Mieter beschweren, ist die Antwort der Stadtverwaltung: In diese Straßen schauen wir lieber gar nicht erst rein.
    Wer haftet nun, wenn am Ende der Straße ein Haus abbrennt und Menschen zu schaden kommen? Nur die Falschparker, oder auch die Verwaltung die von diesen Zuständen in Kenntnis gesetzt wurde?
    Die Verwaltung weiß ebenfalls, dass die Anwohner des Wendehammers der Müllabfuhr die Mülltonnen entgegen bringen, weil auch die Müllabfuhr nicht mehr bis in den Wendehammer kommt.
    Ich finde diese durch die Stadt tolerierten Zustände bizarr. Hier müssen dringend Knöllchen verteilt und ggfs. Autos abgeschleppt werden, weil diese die Sicherheit gefährden. Aber wie gesagt, man schaut in diese Straßen lieber gar nicht erst rein.
    Das vorgenannte Problem gilt für die Spyckstraße nur begrenzt.
    Es ist aber nicht Aufgabe der Stadt für alle Anwohner im öffentlichen Raum ausreichend Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

    Ein anderer Gesichtspunkt ist die Nähe der Spyckstraße zum Zentrum. Ich parke selbst regelmäßig in der Spyckstraße, wenn ich in die Kavariner Straße will. Insofern haben die Parkplätze der Spyckstraße auch eine Funktion für die Geschäfte der Innenstadt. Diese Geschäfte zahlen Abgaben für die Parkplätze, welche die Stadt Kleve um das Zentrum vorhalten muss.
    Und liebe Mitarbeiter der Verwaltung, die ihr so eifrig Parkplätze zählt und so gerne den Bedarf für den öffentlichen Bereich herunter rechnet: Ihr dürft mit Blick auf das Zentrum die Parkplatzzahl nicht reduzieren. Ihr müsst diese im Interesse der Klever Geschäfte maximalisieren. Darauf haben nicht die Anwohner der Spyckstraße einen Anspruch, sondern die Geschäfte der Unterstadt. Diese zahlen hierfür Abgaben an die Stadt.
    Ich fordere also für die Spyckstraße einen völlig anderen Entwurf. Die Zahl der Parkplätz darf nicht verringert werden, sondern muss maximalisiert werden.
    Und für diese Umgestaltung müssen nicht die Anwohner zahlen. Hierfür haben die Geschäfte längst Abgaben gezahlt
    .
    Die Verwaltung hat insbesondere am Ende der Kavariner Straße schon viel zu viel Parkplätze wegfallen lassen.
    Die bisher veröffentlichten Entwürfe für den Minoritenplatz sehen weitere drastische Reduzierungen vor.

    Zu diesem Ansatz sollten auch das KCN, Citymarketing und die Wirtschaftsförderung befragt werden.

     
  30. 18. Max Knippert

    @16
    Ihre Zweifel sind vermutlich nicht unberechtigt.
    Die Kanalunterhaltung erwirtschaftet jedes Jahr mit gut 1,5 Mio.€ den Löwenanteil auf der Habenseite.

    Seite11.
    https://www.kleve.de/c1257aca004d4d01/files/20_wirtschaftsplan_umweltbetriebe_der_stadt_kleve_2016.pdf/$file/20_wirtschaftsplan_umweltbetriebe_der_stadt_kleve_2016.pdf?openelement

    Man könnte sagen; sobald gebuddelt wird (ob nötig oder nicht), werden durch die UmsatzErlöse (immer) deutliche Gewinne erzielt. Das ist ja alles Andrere als eine Schande, aber wie damit umgegangen wird könnte natürlich diskutiert werden (?). Die Gebühren reduzieren wären das Eine, das zielgerichtete Investieren das Andere. Wie das Stadtgestalterisch aussehen soll wieder so eine Frage. Ökologische Nachhaltigkeit und vergleichbarer Mist, alles so nervige Fragen & Themen…

    Das kritische Interesse der Bürger sollte mit Jubelschreien belohnt werden, denn für wenn ist es wohl von Interesse, wenn noch nicht mal die Hälfte der Stimmberechtigten sich alle paar Jahre zur Wahl schleppen – wie zuletzt 42,32% in Kleve? Die CDU als Mehrheitspartei hat zum Beispiel 39,52% der Stimmen erhalten, aber eigentlich sind es blos 16,72% aller möglichen Stimmen, wenn ich mich nicht verrechnet habe. So hat die ganze Politik & Verwaltung, nicht nur in Kleve, ein unübersehbares & gravierendes Glaubwürdigkeits- und Legitimationsproblem.

    Es geht um Teilhabe um Teilhabe und um Teilhabe. Bürgerhaushalt und Ähnliches traut man sich in Kleve ja noch nicht einmal auszusprechen…

    @8 Ich kenne die Daten nur aus der Zeitung, aber der Einwand von jean baptiste, das täglich Schwerlaster drüber donnern, ist irgendwie plausibel.

     
  31. 17. Lohengräm

    @14 Benno

    Da der Spoykanal ja seiner ursprünglichen Nutzung ja entzogen ist und kein Fliessgewässer ist, spräche meines Erachtens nichts dagegen ihn im Bereich der Ringbrücke zuzuschütten. Dann könnte man auf einen teuren Brückenneubau verzichten.

     
  32. 16. jean baptiste

    @12 Husky
    Daß die Strasse in dem Umfang gemacht werden muss, bezweifele ich sehr.
    Der Kanal muss saniert werden. Das geht, wenn man das will, auch anders, als alles grossflächig aufzureissen und dann steril neu einzurichten.

    @14 Benno (in Antwort auf 12)
    Auch da habe ich ernste Zweifel, daß die Brücke abgerissen werden muss.
    Überall im Lande werden die Brücken saniert, hier in Kleve werden in 2014 Schäden festgestellt und behauptet, eine Sanierung sei nicht möglich.
    Hat man die Brücke deshalb gesperrt (auf jeden Fall für Schwerlastverkehr, da sie ja s o marode ist ?)
    Nein ! täglich donnern die Laster mit 50km/h über das Bauwerk.
    Und das ist so marode, daß es abgerissen werden muss ?

    Unsere Planer im Rathaus haben schon oft genug bewiesen, daß sie keine Übersicht über ein Gesamtkonzept Kleve haben, kein bisschen Gefühl für Ästhetik besitzen, und das , was der Krieg nicht geschafft hat, jetzt mit ihren Planungen vollenden.

    Kleve als das zu erhalten, was es immer war, das sollte die Aufgabe von Planern sein.
    Fortentwicklung ist eine Sache, den typischen Klever Charme dabei zu erhalten, sollte aber immer Hauptzielt allen Handelns sein.

     
  33. 15. Elvira Rohra

    @14. Benno

    Zum Thema: Stadtgeschichte und Baudenkmal in Kleve

    Das denkmalgeschützte, unbewohnte „Wohngebäude“, Stechbahn 55 in Kleve (um 1900) und der dazugehörende, öffentliche Gehweg, bietet sich seit Jahren der Verwahrlosung und als tatsächliche Unfall- und Gefahrenstelle, dar.

    Nach mehrmaligen Hinweisen an die Stadt Kleve, hat es mittlerweile den Anschein, dass der Eigentümer geschützt wird, aber nicht die Menschen und das Gebäude selbst.

    Es sieht augenmerklich danach aus, dass das Gebäude bewusst dem Verfall ausgesetzt ist! Warum lässt man so etwas zu?

     
  34. 14. Benno

    @ 11: Ich glaube, dass keiner der Anwohner damit ein Problem hätten, 500m von zu Hause zu parken. Die Frage ist nur wo. Meines Wissens sind alle Parkplätze in der Umgebung ab spätestens 9:00 Uhr kostenpflichtig.

    @ 12: Die Brücke muss nach Abriss erneuert werden, sonst wäre das Konzept Klever Ring für die Tonne. Zudem steht hier zur Debatte, dass das Flair der Straße komplett geändert werden soll. So weit ich mich daran erinnern kann, war die Hinterspyck, die Autosperre am Bahnübergang wollte und nicht die Anwohner, die sich nun zu Recht über dieses geistige Bäuerchen eines „Verschönerungsplanes“, welches mit einem 6-Jährigen zu vergleichen ist, aus dem Bereich der „Bürgervertretung“ (?) begehren.

    Gehen wir doch mal in andere Städte. Die Städte, die ich besuche, erhalten immer etwas aus der Stadtgeschichte, etwas Unverwechselbares, ein Alleinstellungsmerkmal.

    Was passiert in Kleve? Abriss traditionreiches Hotel Bollinger, Abriss altes Schützenhaus, Abriss Steiger-Villa, Abriss Ehrenmal (nun größtes Hundeklo von Kleve), Bausünde am Spoykanal mit Hotel 130 und Voba-Bau, Spoycenter etc.
    Die Liste kann bestimmt noch erweitert werden. Hier fehlt eine Persönlichkeit, die ein architektonisches Auge sowie Fingerspitzengefühl für die Gestaltung hat.

    Wer kann hier denn mir mal nennen, was die gewählte Bürgervertretung in den letzten 20 Jahren Positives für unsere Heimatstadt geplant hat?

    Mir fällt nichts dazu ein, leider….

    Benno

     
  35. 13. Lohengräm

    @11 Stefan Schuster
    „..dass mit dem Kauf eines PKW automatisch das Anrecht auf einen kostenlosen und öffentlich bereitgestellten Parkplatz in Wohnungsnähe verbunden ist – das ist sowas von vergangenem Jahrtausend…“

    Sehr, sehr richtig !

    Die meisten Autokäufer und-fahrer verkennen nämlich völlig, dass sie mit dem Kauf eines Autos im Prinzip auch mindestens ca. 6qm deutschen Grund und Boden erwerben. Denn irgendwo muss das Auto ja stehen, es kann ja nicht vom Boden verschwinden.

    Und da es nicht immer an derselben Stelle steht, muss man statistisch auf die Fläche die ein Auto einnimmt noch einen Faktor >1 dazumultiplizieren.

    Das ist ja auch einer der Gründe für den enormen Flächenverbrauch im Allgemeinen, sehr schön auch zu beobachten in Kleve (eigentlich schon seit Jahrzehnten) :
    Die Menschen wohnen im Schnitt in immer grösseren und luxuriöseren Häusern, es stehen pro Person viel mehr qm zur Verfügung (als eigentlich nötig wäre), und dann kommt ja auch noch das Auto dazu, und das pro Haushalt im Schnitt inzwischen auch mehr als eins.

    Ähnliches gilt auch für Gewerbe und Industrie.

    Solange man wie in Kleve die Felder und Wiesen bis zum Altrhein zubauen und zuteeren kann, fällt das den wenigsten auf oder es ist ihnen egal. Erst wenns eng wird, dann kommen die Probleme.

    Aber viele Menschen verschliessen vor diesen Tatsachen einfach die Augen, ist mein Eindruck.

     
  36. 12. Husky

    Fakt ist halt das die Straße gemacht werden muss.

    Wie reagieren wohl die Anwohner wenn demnächst© die Spyckbrücke abgerissen wird, und der Verkehr eben durch die Spyckstraße geleitet wird. (Da wird keine neue Brücke kommen, dass kann die Stadt gar nicht bezahlen…) sprich da wird wohl eine Ampelkreuzung hinkommen (jedenfalls würde ich da eine machen (eventuell nen Kreis, müsste man schauen)

    Der Verkehr in die Innenstadt geht dann wohl zu größeren Teilen durch die Spyckstraße (würde auch die Tiergartenstraße entlasten)

    Anwohner sein ist jetzt kein Wuschkonzert.

    Ob man jetzt die günstige oder die teure Lösung macht kann man sicher diskutieren, dass da gebaut werden muss definitiv nicht.

     
  37. 11. Stefan Schuster

    Zum optischen Bild Königsgarten-ähnlicher Straßen ist hier von etlichen Schreibern schon viel Richtiges gesagt worden, da will ich mich nicht auch noch einmischen und Ansichten wiederholen. Aber EIN Argument der Anwohner gegen eine Umgestaltung der Sypckstraße verdient genauere Betrachtung: Das Verschwinden einiger Parkplätze.

    Als ehemaliger Anwohner der Herderstraße kenne ich die Parkplatzsituation in dieser Gegend recht genau. Nach jahrzehntelanger Erfahrung mit der Parkplatzsuche in Berlin Schöneberg/Kreuzberg/Charlottenburg fand ich dort geradezu paradiesische Zustände vor (Stand: 2014/15), und daran wird auch der Wegfall einiger Stellplätze nichts ändern. Eine Parkplatzsuche von mehr als 5 Minuten mit anschließendem Fußmarsch von 400-500 m zum Hauseingang ist für Millionen von Autofahrern Normalität.

    Wie wollen wir je den ungebremsten Indiviualverkehr zugunsten sinnvollerer Verkehrskonzepte einschränken, wenn wir nicht in kleinen Schritten das Autofahren unbequemer machen und so ein Umdenken anstoßen? Die Auffassung, dass mit dem Kauf eines PKW automatisch das Anrecht auf einen kostenlosen und öffentlich bereitgestellten Parkplatz in Wohnungsnähe verbunden ist – das ist sowas von vergangenem Jahrtausend, da fehlen mir tröstende Worte. Es gibt im Umfeld der Spyckstraße genügend Parkraum, auch wenn mehrere Dutzend Plätze wegfallen (*) und man zusätzlich die Plätze direkt unter der Brücke subtrahiert. Wer diese Parkplätze noch nicht entdeckt hat, der kennt seinen Kiez nicht.

    Aus verkehrsplanerischer Sicht ist das Vorhaben der Stadtverwaltung sinnvoll, Ehre wem Ehre gebührt. Über Ästhetik kann anschließend geredet werden. Ja ich weiß, ich vertrete hier eine Minderheitenmeinung.

    (*) Die Zahlen dazu in der Lokalpresse schwanken zwischen 30 und 55 wegfallenden bzw. fehlenden Stellplätzen nach Neugestaltung. Die einzig korrekte Berechnungsgrundlage jedoch wäre die Zahl der von den direkten Anwohnern momentan angemeldeten Fahrzeuge. Benötigter Parkraum für die Mitarbeiter von Seniorenheim/Schule fällt kaum ins Gewicht, das dieser nach Feierabend wieder den Anwohnern zur Verfügung steht. Wenn Statistik, dann bitte auf relevanter Datenbasis!

     
  38. 10. otto

    @9 R K H,

    was für ein geschnörkelter Satz, der seine Wirkung völlig verfehlt. Jedwede Anpassung von Infrastruktur, darum
    geht es hier nicht. Reißbettplanung umzusetzen nach durch Computer erstellten Beispielen, ersetzt in Kleve
    die geistige und individuell nach städtischen Gegebenheiten erforderliche Gestaltungsplanung.

    Mit einem Brett vor dem Kopf kann man nun einmal keine sinnvolle Lösung erarbeiten. Das was Leben ausmacht,
    wird aus dumpfer Gleichmacherei im Rahmen der allseits bekannten Unfähigkeit -vorsätzlich- getötet.

     
  39. 9. R K H

    Ich schließ mich an. Eine Individualisierung jedweder Anpassungen von Infrastrukturen ist aus meiner Sicht schwer machbar

     
  40. 8. Husky

    @7

    Und wie lange soll man mit dem Abriss warten? 10 Jahre? So wie ich das Verstanden habe ist das Ding akut baufällig (kommt eben davon wenn man Klevelike nie saniert sondern lieber wartet bis es verrottet (Konrad Adenauer Schule ist auch so ein Beispiel, dass ding rottete schon 1999 vor sich hin…) ).

    Da muss jetzt mal reagiert werden. Sonst haben wir hier irgendwann eine Katastrophe wenn da irgendwann mal ein LKW drüber fährt und es rumms macht…

     
  41. 7. Max Knippert

    @All

    Ich teile die Meinung, das die Reduktion von Stadtplanung auf Bedarfszahlen jeder und auch unserer Stadt masslos schaden.
    Warum sehen heute auch alle Neubauten nahezu gleich aus? Diese Würfelhusten Architektur geht immer an die maximale Baugrenze und einige Fassadenteile dürfen dann noch zusätzlich 1,5 Meter überstehen. Diese Maximallösung wird von Allen ausgeNutzt. Damit Häuser oder Strassenführungen eine anmutende und ein attraktives Ansehen bekommen braucht es den Willen und das Können dazu. Können kann man nicht wollen, aber mit Willen kann man Könner in die Stadt holen. Der Kulturausschuss wurde zum `Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung´. Aber die Mitglieder sind gleich geblieben (!) und Alles blieb beim alten. Kleve kommt an einem Gestaltungsbeirat nicht vorbei, wenn die Stadtgestalt ansehnlich werden soll. Und dafür braucht es eine Mehrheit. Hier sollten sich alle Architekten und die Baubrache ganz allgemein engagieren.

    „Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain lässt sich künftig von einer Gestaltungskommission beraten.“ Ein Blick nach Dresden kann nicht schaden…

    Aber noch ein Gedanke zur Spyckstraße.

    „Die Klever Spyckbrücke muss definitiv abgerissen werden.“ wurde im April 2014 festgestellt. Und Dietmar Shields Gedanke geht, glaube ich, in diese Richtung. Wie soll der Verkehr von der Tiergartenstr./Gruft zur Landwehr? Es bleibt letztlich nur die Spyckstraße oder das erste Stück noch über die Herderst. und dann 90Grad auf die Spyckstraße? Querspange hin oder her, den die wird sowieso frühestens 10 Jahre nach dem Abriss der Brücke fertig. Die Frage nach der (anstehenden) Klever Ring Umgehung bzw. Alternative sollte geklärt werden, noch bevor eine Schaufel in die Hand genommen wird.

     
  42. 6. Marion Dörper

    Die Strasse In den Galleien ist durch die Sanierung auch nicht wirklich schöner geworden. Die Parkbuchten sind ständig verschmutzt weil die Kehrmaschine nicht bis in die Ecken kommt. Ich frage mich ständig wo die uns versprochenen Männer mit den Besen sind die vor der Kehrmaschine hergehen sollten. Die Strasse sieht insgesamt viel ungepflegter aus und teuer war es auch noch.

     
  43. 5. Marion Dörper

    Frau Paatz-Rürup sie haben vollkommen recht.

     
  44. 4. Elvira Rohra

    Es ist wirklich sehr zu bedauern, welche kalten, unmenschlichen und unnatürlichen Vorstellungen man für Kleve, die Stadtentwicklung und das Stadtbild, plant.

    Bleiben die Menschen und die „echte“ Natur unberücksichtigt?

    Niemand schreibt, wie groß der tatsächliche Notstand an bezahlbarem Wohnraum für Menschen in Kleve ist……… warum nicht?

    Niemand……absolut niemand versteht, dass die vollkommen intakten, bezahlbaren und fehlenden, stadteigenen Wohnräume für Menschen an der Lohstätte, abgerissen werden sollen…….für eine unnötige „Straßenregulierung“!

    Warum sollen auch die natürlich gewachsenen Bäume auf dem Stadthallenparkplatz, gefällt werden? Sie bieten einen natürlichen Schutz……… man könnte noch Vieles aufzählen……….

     
  45. 3. otto

    @2 K.Brückenbauer,

    du hast das Niveau der in Kleve ihrer Reissbrettarbeit nachgehenden Gestaltungs-Gurus
    detailliert beschrieben.

    Ihr gestalterisches Unvermögen treibt einer schon in Ewigkeit
    anmutender Zeit in Kleve ihr zerstörerisches Unwesen.

     
  46. 2. K. Brückenbauer

    *

    Es ist schon verrückt welchen Einfluß eine Veränderung des Straßenbereichs auf das menschliche Wohlbefinden hat. Dies wird meiner Meinung nach in keinster Weise beachtet und auch nicht angesprochen. Es geht immer nur um Fackten und um Zahlen. z.B. Anzahl Stellplätze.

    Dies ist ein Fehler. Das diese Betrachtungsweise falsch ist, kann man am eigenen Leib erfahren, wenn man von der Kalkarer Straße auf den Königsgarten abbiegt.

    Die Athmosphäre der Straße ist kalt. Man fühlt sich nackt und verloren. Die Straße wirkt wie ein riesiger Klotz, der nachträglich zwischen die Häuser gepresst wurde.

    Vor der Sanierung des Königsgartens war dies anders. Die Straße hatte eine einladende Stimmung und auch einen Bezung zum Namen (Hallo! KönigsGARTEN!).
    Dies kommt meines Erachtens von dem falsch gewählten Betonsteinen (grau/unschönes Format), von der falsch gewählten Strucktur der Parkbuchten, mit den mächtigen Randsteinen und Höhenunerschieden, die alles andere als barriere frei sind.

    Das Ergebnis der Sanierung des „Königsgartens“ ist einfach nur lieblos!

    Die für die Bäume gewählten Pflanzbuchten sehen gerade zu lächerlich aus. Wie winzige Pünktchen wurden sie nachträglich eingetupft. Wie soll hier ein Baum entstehen, der einen schutzwirkenden Charrakter hat? Das ist dann vom KönigsGARTEN übergeblieben.

    Leider machen uns die Niederländer hier wieder so einiges vor. Einfach mal über die Grenze schauen. Hier zeigen unsere Nachbarn barrierefreie und ästhetisch anspruchsvollere Lösungen.

    ***

     
  47. 1. Dietmar Shields

    Wenn man schon dabei ist die Straße zu modernisieren, dann kann man ja die Straße auch direkt von der Straße „Landwehr“ her kommend durchgängig öffnen und den Verkehr auf die Tiergartenstraße / Kavariner Straße leiten.
    Das würde zur Entlastung der Kreuzung Landwehr/Klever Ring dann führen 😉