Zukunftswerkstatt Kleve 2012

rd | 15. Juli 2007, 01:19 | 3 Kommentare
Die Klever Methode, sich seiner gewesenen Baudenkmäler mit einer schlichten Bodenplatte inkl. eingraviertem Text zu erinnern, stößt nicht überall auf ungeteilte Zustimmung. Kavarinertor
Hagschetor Aber will man wirklich, so wie es die Berliner machen, alle nur erdenklichen historischen Gebäude wiederaufbauen? Ich meine, dieses Vorgehen zeigt wahre Geschichtslosigkeit. Was weg ist, ist weg.
Heidebergertor Man muss auch mal loslassen können, gerade bei irgendwelchen windschiefen Ansammlungen von Ziegelsteinen, die heute vermutlich vor allem große Verkehrsproblemen verursachen würden.
Doch wie mag es weitergehen? Hoffentlich nicht so:

Nicht auszudenken, wenn plötzlich die Sparkasse einfach weg wäre! Mit dem ganzen schönen Geld, den vielen Prospekten und dem Direktanschluss ans Bäckereicafé Derks…

Sparkasse
Oder so:

Keine Routerstapel mehr im Schaufenster, keine kryptischen Kundengespräche, einfach nur freie Fläche. Vielleicht würde die Backfabrik ein paar Stühle nach draußen stellen.

T-Punkt
Kaufhof Auch ohne Personalverkauf und ohne diesen netten Geschäftsführer, der in gern Gutsherrenart die Regale seiner Filiale und die Fußgängerzone inspiziert und immer schöne Interviews zum Weihnachtsgeschäft gibt, würde der Stadt etwas fehlen.
Indes: Diese Inschrift könnte gerne schon ein paar Jährchen früher die Innenstadt verschönern.

Ideenbäcker! Allein das Wort sollte mit Mohnbrötchen nicht unter zwei Jahren bestraft werden.

Ideenbäcker

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  1. 3. Badetag | kleveblog

    […] Hier ersteht ganrantiert nichts mehr aus Ruinen auf: Eine verbeulte Badewanne vor von Bauschuttbergen, so sieht es aus, das traurige Ende von Mau-Mau, jenem Klever Stadtteil, der eine neue Form von Freizeitpark realisierte, die völlig ohne niederländische Großinvestoren und sonstige Attraktionen auskam. Fragt man die Passanten, die dem schweren Gerät beim Zermalmen der Häuser fasziniert zusehen, hört man: “Die Häuser mussten aber auch weg, die waren doch total heruntergekommen.” Bodenplatten sind übrigens nicht geplant. […]

     
  2. 2. Alles planieren! | kleveblog

    […] Eben noch hatte ich mit Hilfe von Photoshop einige weitere schöne Bodenplatten für die Klever Innenstadt entworfen (mehr hier) , da meldet die Lokalpresse schon, dass “im Bereich des historischen Stadtkerns unterirdisch zahlreiche Rückstände mittelalterlicher sowie frühneuzeitlicher Bauten zu finden (sind), die Rückschlüsse auf die Veränderung der Siedlungsstruktur in Kleve zulassen… Aus diesem Grunde hat das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege beantragt, den historischen Stadtkern von Kleve in die Liste der ortsfesten Bodendenkmale einzutragen.” Ein bisschen schade für die Eigentümer von Grundstücken, die beispielsweise mal einen Keller ausheben wollen: “Veränderungen im Bodenbereich (bedürfen) einer denkmalrechtlichen Erlaubnis.” Deshalb mein erweiterter Vorschlag: Alles planieren, das Gelände versiegeln und mit folgender Bodenplatte versehen: […]

     
  3. 1. mab

    Juchhuuuu, endlich mal ein vernünftiges Konzept für das Stadtmarketing! Super!
    Vielleicht könnte man dabei noch Kosten einsparen und für T-Punkt, E-Plus, Vodafone … eine gemeinsame Bodenplatte anfertigen. Das eingesparte Geld, weiter in die “Zukunftswerkstatt Kleve” stecken …