Was für Väter

rd | 16. Februar 2013, 10:30 | 4 Kommentare

OK, Männer müssen heute nicht mehr immer die „Starken“ sein, sie nehmen auch immer häufiger Elternzeiten für sich in Anspruch, und auch sonst sind die Rollenklischees in angenehmer Auflösung begriffen. Doch ein Klever Heilpädagoge, der zunächst ungenannt bleiben möchte, hat die Erfahrung gemacht, dass er im Laufe seines Berufslebens eher an gescheiterte Männer als eingeschaltete Frauen geraten ist. „Vielleicht liegt es daran, dass Männer insgesamt weniger für sich tun und Frauen ihr Leben eher im Blick haben“, so seine Vermutung. Während einer Fortbildungsveranstaltung in Berlin hat er eine Einrichtung kennen gelernt, die sich der Förderung von Männerbelangen verschrieben hat – eine Anlaufstelle für junge Erwachsene mit Schul bzw. Ausbildungsproblemen, für Männer, die zum ersten Mal Vater werden, für junge gefährdete Väter, für Männer in Trennungssituationen, für Gesundheitsprobleme und für ältere Männer, die sich mit ihren Kompetenzen einsetzen wollen und diese weitergeben möchten. Dies sind nur einige Beispiele. Ein ähnliches Angebot möchte der Mann für Kleve ins Leben rufen, und, was soll ich sagen?, mir scheint es eine gute Idee zu sein. Wenn also Leser daran Interesse haben, mögen Sie bitte eine Mail an die folgende Adresse senden: vaeter@kleveblog.de. Von dort wird die Mail automatisch an den (mir namentlich bekannten) Initiator weitergeleitet, der ausdrücklich darauf hinweist, dass er damit kein kommerzielles Interesse verfolgt.

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  1. 4. blutsvente

    Den Beitrag von Messerjocke kann ich so unterschreiben.. die leidtragenden des Rosenkrieges sind immer die Kinder und oft geht es nur ums liebe Geld. Da sollte der Mann, der so großzügig mit seinem Erbgut umgeht, schon die Verantwortung übernehmen.

     
  2. 3. Jens-Uwe Habedank

    In der Tat ein begrüßenswertes Ansinnen!
    Aus eigener Erfahrung, Thema Scheidung, habe ich erfahren und erleben müssen wie vorschnell, vorverurteilt und verfraulicht das Thema “Kinder” seitens der Verwaltung – natürlich Frauen – gehandhabt wird:
    1) Nur Mütter wissen und dürfen wissen was für Kids okay ist…
    2) Mütter dürfen Kids den Vater entziehen, macht der Vater “Stress” (…). Meine besten Wünsche für den Initiator und sein Vorhaben!

     
  3. 2. Bernd Derksen

    Ich halte es auch für eine sinnvolle Idee.

    Es gibt ja einige Bereiche, in denen Männer (bislang) systematisch benachteiligt werden. Z.B. Hilfen und Unterstützungen nur dem weiblichen Geschlecht gewährt werden.

    Es gibt ein weitreichendes Versagen der oft nur angeblichen “Gleichstellungsbeauftragten”. Und eine immense Feigheit in sämtlichen Parteien und Behörden, dies anzusprechen. Mir scheint vor allem, weil man Angst vor medial sehr einflussreichen LobbyistInnen hat. Wie diverse Fälle zeigen, wohl zu recht …

    Deshalb bin ich z.B. seit ein paar Jahren Mitglied bei MANNdat. (www.manndat.de)
    ___
    Auch beim Klever “Gender”-Studiengang taucht ja nur die “Frauenförderung” auf. Interessant, wie viele Gender-Bewegten den eigenen praktizierten Sexismus erfolgreich verdrängen können.
    Frau Prof. Dr. phil. Bauschke-Urban könnte mir durch die Unterstützung des Projekts ja meinen Irrtum klarmachen … 😉

     
  4. 1. Messerjocke

    Achtung, ein Satz folgt, in dem nicht das Rathaus, Karnevals- bzw. Fußballvereine, Verwaltung, Politik oder ein Landrat erwähnt werden; ein Frauenfreier Satz ist es sozusagen:

    Bei Männern sind es fehlende Kompromiss- bzw. Anpassungsfähigkeit, Egoismus, Eitelkeit, Selbstüberschätzung und vor allem Dummheit, die zu einem häufigeren Scheitern führen.

    Um dem einleitenden Satz treu zu bleiben, werde ich diese Regel nicht herleiten.