Peter Huth: Berlin Requiem

Peter Huth, einst ein Kollege von mir bei der Grenzland Post und nun einer der verantwortlichen Redakteure der Bild-Zeitung, hat neben seinem aufreibenden Job auch noch Zeit, Bücher zu schreiben – eines, welches ich sehr schätze, »Infarkt«, liefert mit bemerkenswerter Offenheit eine Innensicht aus dem Journalismus, das aktuelle nun, »Berlin Requiem«, erzählt einen Thriller, der – da muss man kein Prophet sein – auch die Grundlage eines Films werden könnte. Peter Huth schreibt mir dazu: »Das Buch habe ich grösstenteils 2012 geschrieben, der Arbeitsgedanke war ganz grob „die Integrationsdebatte als Horrorfilm“. Der Plot ist (stark verkürzt): Virus bricht in Kreuzberg/Neukölln aus, Rechtspopulisten nutzen das zu Propaganda, indem sie behaupten, die Erkrankung trete nur bei Menschen mit Migrationshintergrund auf („Mohammed-Gen“), ist natürlich nicht so, eine Mauer wird gebaut, Journalist (TV) will eigentlich raus aus der Stadt, weil er den Job satt hat, wird dann aber durch sein love-interest (Sarah, Libanesin) gezwungen zu bleiben und deckt den Schwindel auf. Da ist es natürlich schon zu spät, die Massen hüben (der aktivierte Mob) und drüben (die Untoten) sind unterwegs und fallen übereinander her. Apokalypse für alle.« Erschgeinungstermin des Buches ist der 14. April, am 28. April gibt es eine Buchpremiere in Berlin.

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