Landesklinik-Verkauf: Politik macht den Weg frei!

rd | 11. September 2019, 16:15 | 52 Kommentare
Private Investoren werden auf dem nicht mehr benötigten Teil der LVR-Klinik zum Zuge kommen – wenn es nach dem Willen der Politik geht

Da werden wohl die ersten Champagner-Korken knallen – und Dr. Oliver Locker-Grütjen, der neue Chef der Hochschule Rhein-Waal, darf sich schon mal Gedanken darüber machen, wie es ihm gelingen könnte, seine beiden geschäftstüchtigen Professoren auch weiterhin für die im Vergleich zu den bevorstehenden Aufgaben doch eher schnöde Lehrtätigkeit an der HSRW zu begeistern. In nicht öffentlicher Sitzung empfahl der Krankenhausausschuss 4 des Landschaftsverbands Rheinland, der am Mittwoch Vormittag im Gesellschaftshaus der LVR-Klinik Bedburg-Hau tagte, den Verkauf des halben (nördlichen) Klinikgeländes wie von der Verwaltung geplant zu verwirklichen.

Als Kaufinteressenten aufgetreten sind die beiden Professoren Dr. Thorsten Brandt und Dr. Dirk Untiedt, die schon seit Jahren auf dem Areal Gebäude für ihr Unternehmen Scientific Freshers nutzen. LVR-Sprecherin Silke Hallmann zu kleveblog: „Die Politik hat in der heutigen Sitzung des Krankenhausausschusses 4 dem Landschaftsausschuss (LA) empfohlen, den von der Verwaltung vorgeschlagenen Beschluss zur Veräußerung zu treffen. Der LA wird in dieser Angelegenheit final am 11.10.2019 entscheiden.“

Die bisher vorgelegten Planungen sehen vor, dass zwischen Bahngleisen und Uedemer Straße im Prinzip ein neuer Ortsteil von Bedburg-Hau entstehen könnte. Dazu dürfte neues Bauland ausgewiesen werden, auch ein so genanntes Waldumbau-Verfahren soll eingeleitet werden. Weitere Informationen hier: Zwei Hochschul-Professoren wollen halbe Landesklinik kaufen

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52 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 52. ???

    @47. Seebär

    Nach meinen Beobachtungen versucht u.a. die zweibeinige Jugend unbeschwert die Schuld auf andere zu lenken.

    Nehmen wir das Thema Smartphones. Welcher zweibeiniger Jugendliche möchte darauf verzichten? Im Gegenteil, diese Geräte sind in den meisten Fällen immer einsatzbereit und die Daten werden um die Welt versandt.

    “Umweltschutz
    Energieintensive Herstellung: Smartphones 2040 die größten Klimakiller”
    von Elisabeth Schmidt

    “Das Smartphone braucht in der Herstellung fünf bis zehn Mal so viel Energie und CO2 wie in der Nutzung.”
    Ralph Hintermann, Borderstep Institut

     
  2. 51. Niederrheinstier

    @50 rd
    Mmuuuh, mmuuuuh, mmuuuh! Und für meine Vorlage für tF, mmuuuh? Gibt es da kein Lob für, mmuuuubuuuh?
    Das finde ich ungerecht, mmuuuubuuuh.

     
  3. 50. rd

    @total Freedom Der war gut!

     
  4. 49. total Freedom

    @46 Niederrheinstier Da würden die FFF aber nur einen von beiden antreffen.

     
  5. 48. Chewgum

    Es ist fünf vor zwölf. Wir brauchen diese besondere Kraft der FFF-Bewegung, der sich die Scientist for Future und viele Andere angeschlossen haben.

    Wegen Leuten, die immer noch nicht begreifen, kommen wir nicht so voran wie es nötig wäre.

     
  6. 47. Seebär

    @???
    Nur die wenigsten kennen die wahre Bedeutung von FFF (Fresh Fish Fryday). Die Youngster haben schlechte oder sagen wir ungeeignete Vorbilder. SUV-fahrende Eltern. Statt zu Fuß zur Schule zu gehen, Eltern-Taxi, mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen, etc. Woher sollen sie den wissen, dass man Wasser nicht verseuchen sollte, wenn man es trinken will? Das Wasser kommt doch aus dem Wasserhahn! Und so weiter und so fort. Es gibt die allseits bekannte Regel „der Fisch stinkt vom Kopf her“. Analog dazu gibt es bei Seebären die Weisheit „wenn die Alten stinken, stinken auch die Jüngeren. Ich glaube, die zweibeinige Jugend versucht gerade diese Regel auszuhebeln, indem sie sich mehr Gedanken zum Klimaschutz macht als viele Ältere. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Vielleicht würden die FFFs von Ihren Erfahrungen profitieren.

     
  7. 46. Niederrheinstier

    @???
    Mmuuuh, ???, mmuuuuh! Ihren Vorschlag für einen Ortswechsel der FFF-Demo verstehe ich nicht ganz, mmuuuuh.
    Wenn die FFFs in Kleve direkt vor der Hochschule ihre Start- und ihre Abschlussdemo abhalten, demonstrieren sie doch genau an der richtigen Stelle, mmuuuuh. Vor den beiden Professorenbüros, mmuuubuuuh, den Schaltzentralen der Scientology Fressers-Macht, mmuuubuuuh. Und auch vor den Büros ihrer Schergen, mmuubuuuuh.

     
  8. 45. ???

    @ 43. Chewgum

    Viele Menschen sehen die Situation, so wie ich, und haben kein Verständnis dafür, dass man während der entgeltfreien Schulzeit, nicht die Chance nutzt, um für die eigene Zukunft zu lernen!

    Vielleicht sollte man Schulgeld einführen?

     
  9. 44. ???

    @43. Chewgum

    Es haben sich für mich, länderübergreifend sehr viele Möglichkeiten ergeben, mich über FFF richtig zu informieren. Ansonsten würde ich es mir nicht anmaßen, mich kritisch, speziell zu dieser finanzierten Organisation zu äußern.
    Natürlich habe ich auch das dahinter agierende Netzwerk “studiert”.

    Diese junge Generation, mit wenigen Ausnahmen, hat überhaupt keine Ahnung, wie es bei den einfachen Menschen auf der Welt aussieht.

    Für mich persönlich braucht niemand mit den, stark gehörschädigenden Trillerpfeifen, zu demonstrieren. Ich weiß und richte mich aktiv danach, im Gegensatz zu den meisten Demonstrierenden, wie man umweltfreundlich zu leben hat!

    Wer setzt sich von FFF für dieses eigentliche Thema, Erhalt der LVR-Anlage mit wichtigem Waldbestand, ein???

     
  10. 43. Chewgum

    @??? FFF macht den nötigen Druck auf die Politik. FFF agiert länderübergreifend. Wer sonst soll das tun, wenn nicht diese jungen Menschen? Sie machen es auch für Sie, für mich, für alle.

    Wenn sie brav samstags nach der Schule demonstriert hätten, hätten sie nicht genug Aufmerksamkeit bekommen.

    Machen Sie sich wirklich Sorgen, wo die Trillerpfeifen nach den Demos landen? Würde mal sagen, nach der Demo ist vor der Demo, also warum wegwerfen?

    Glauben Sie tatsächlich, dass ein Kind weniger verhungert, wenn die FFF-Demos nicht stattfinden. Überhaupt diesen Zusammenhang herzustellen …

    Die junge Generation hat die Dinge, die sie anführen, auch nicht verbockt.

     
  11. 42. ???

    @40. Chewgum

    Natürlich ist Klima überall und schon lange! Nur in Deutschland wird es als Hype politisch topfinanziert und verkauft.

    Es gibt Menschen, die haben sich schon früher unpolitisch für Umweltschutz und Frieden, in ihrer freien Zeit eingesetzt.
    Freitag ist ja nicht nur während der eigentlichen Schulzeit. Wie wäre es nach der Schule, oder hat man da keine Zeit für Umwelt und Klima?

    Wo landen die vielen tausend Trillerpfeifen nach den Demos? Ich möchte nicht wissen, wie viele bei den Demos mitziehen, weil es angesagt ist. Ihren eigenen Müll lassen sie dabei überall liegen.
    Ach ja, da war doch die Umwelt und das Klima ………

    Es wird mir bei den Gedanken schlecht, dass man hier großartig in diese Demos und Hierarchien finanziert und in anderen Ländern können die Kinder nicht zur Schule gehen, obwohl sie gerne möchten. Viele Kinder verhungern auf den Straßen!

    Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass Afrika mit Schrott und Abfall aus der ganzen Welt zugemüllt wird. Diese Scheinheiligkeit ist nicht zu ertragen.

     
  12. 41. Altes Haus

    Als Altbau möchte ich mich bei diesem Thema auch mal zu Wort melden. Wenn ich sehe, wie die „Jugend“ von heute aussieht, stehen mir die Dachpfannen zu Berge. Die modernen Gebäude sind verwechselbar. Der Betrachter vermag anhand der äußeren Gestaltung eines Hauses nicht mehr zu sagen in welcher Region sich dieses befindet. Auch der persönliche Stil des Architekten ist oftmals – von Prestige-Bauten abgesehen – kaum zu erkennen. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der alten Gemäuer drastisch zurückgegangen. Wenn das so weiter geht, bleibt nichts mehr von der typischen Architektur des nördlichen Niederrheins übrig. Alte Gebäude: teures Ärgernis oder Zeugnis einer regionalen Identität? Nun sind auf dem LVR-Gelände ja nicht nur alte Gebäude betroffen, sondern auch auch alte Bäume. Ich glaube es ist nicht übertrieben, zu behaupten, dass ein Gebäude nicht nur das bisschen Erde, auf dem es steht, benötigt, um seinen Charakter entfalten zu können. Vielmehr spielt die Umgebung eine wichtige Rolle. Das glauben Sie nicht? Stellen Sie sich ein Jugendstilgebäude in einer Betonwüste vor. Und zum Vergleich stellen Sie sich einen Betonklotz in einem Wald vor. Wo würden Sie lieber wohnen? Im Jugendstilgebäude oder dem Betonklotz? Um es kurz zu machen: Bitte erhaltet die alten Gebäude und den alten Wald.

    https://klinik-bedburg-hau.lvr.de/de/nav_main/unsere_klinik___ueber_uns/museum/historische_aufnahmen/historische_aufnahme.html#

     
  13. 40. Chewgum

    @??? Klima ist überall.

     
  14. 39. ???

    @37. Chewgum

    Aus meiner Sicht ist „vor Ort“ immer dort, worum es geht, um auf etwas öffentlich aufmerksam zu machen!

    @38. Justin
    Ja, gute Idee! Mal sehen, wieviel FußgängerInnen übrig bleiben? 🙂

     
  15. 38. Justin

    @36., ???

    Gute Idee! Eine Demo auf dem LVR-Gelände und von dort aus zum Rathaus; möglichst freitags während des Feierabendverkehrs.🙂

     
  16. 37. Chewgum

    @36 ??? Wo wäre denn aus Ihrer Sicht “vor Ort”?

     
  17. 36. ???

    Ich hinterfrage die ganze Zeit, warum man Freitag in Kleve demonstriert und nicht dort vor Ort, wo es nötig ist?

    Irgendetwas läuft da schief! Hauptsache Demo?

    Gegen Atomkraft wurde auch vor Ort demonstriert und nicht irgendwo …………

     
  18. 35. Niederrheinstier

    Mmuuuh, das sieht hier alles nicht wirklich gut aus, mmuubuuuuh.
    Da wird vermmuuuuuhtlich eine große Chance vertan, mmuuubuuuh!
    Der Laie Nr. 30, der mir sonst gerne mit dem Tod droht und dennoch hier noch ungehindert mitbloggen darf, mmuuuubuuuh, stellt völlig zu Recht die schizophrene Haltung der öffentlichen Hand in dieser Angelenheit fest, mmuuuuh (Ein Fall für die Anstalt, mmuuuuh?).
    Aber wenn schon der schöne Grünstreifen entlang der Bahnstrasse weichen muss, mmuuubuuuh, dann, öffentliche Hand, aber bitte so, mmuuuuh:
    Also, mmuuuh, das pfiffigste Bauprojekt entlang Eisenbahnlinien weit und breit, ist das an der Straße Kollermolen (Parallelweg zum Brabantweg) in Gennep/NL, mmuuuhh. Da haben unsere cleveren Nachbarn im Westen alle Häuser wie kleine (Klever) Bahnhöfe gebaut, mmuuujuuhh, und dann all die kleinen Bahnhöfe untereinander mit bahnsteigdachähnlichen, durchgehenden Carports verbunden, unter denen außer Autos auch Fahrräder, Mülltonnen, Gartenmöbel, Brennholz und Gartengrills und so abgestellt werden können, mmuuuuh. Sieht echt toll aus, mmuuujuhhh, und passt super zu der dort verlaufenden (ehemaligen) Boxteler Bahn, mmuuuhh! So möchte ich das auch an der Bahnstraße sehen, mmuuuh! Zumindest wenn dort nicht doch noch irgendwie die schönen, grünen Wiesen unter den schönen, großen, schattenspendenden Bäumen erhalten werden können, mmuuuuh. Macht mal alle am nächsten Wochenende mit Euren Fietsen einen Ausflug nach Gennep/NL und schaut Euch das dort an, mmuuuuh!!!

     
  19. 34. rd

    @Seebär Das einzige Risiko, das für die beiden HSRW-Professoren besteht, ist, dass sie das Geld, das sie in einer normalen Welt niemals hätten kriegen dürfen, wieder verlieren. Aber dann sind sie immer noch in einem Beamtenverhältnis.

     
  20. 33. Seebär

    @29. Chewgum
    Stimmt, aber er hat die Wahl. Die Gemeinde Bedburg-Hau kann noch vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Wenn er das täte, wäre er ein Held: Der Bürgermeister, der dafür sorgt, dass die Gemeinde das Heft in der Hand behält und bei den hohen Preisen für Immobilien und Bauland die Gemeinde profitiert und nicht noch Geld für die Infrastruktur dazu geben muss, damit für den privaten Investor die Gewinne hoch genug sind.

    Siehe Rheinische Post:

    „… Über die Höhe ihres Angebots für Gelände und Gebäude wollen die beiden potenziellen Käufer nichts verraten. Nur so viel: „Es ist klar, dass ein solcher Kauf mit einem hohen Risiko verbunden ist. Sonst hätte es in den letzten 15 Jahren schon längst viele andere Interessenten gegeben“, sagt Brandt. Insbesondere für den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur wolle man mit dem LVR und der Gemeinde Bedburg-Hau nach Lösungen suchen.“

    Wäre interessant zu erfahren, wer die Lösungen zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur bezahlen soll. Der letzte Satz des oben genannten Zitats lässt Böses ahnen.

     
  21. 32. rd

    Chewgum Verkaufspreise fallen mit Sicherheit nicht darunter. Da ist man schon auf die berühmten gut unterrichteten Kreise angewiesen.

     
  22. 31. Chewgum

    @29 Der Laie Nach dem Informationsfreiheitsgesetz NRW § 4 müsste das zu ermitteln sein. Genaueres weiß sicher rd.

     
  23. 30. Der Laie

    @26 Seebär
    Kurios ist das ganze schon,hatte doch die KKB erst kürzlich beklagt,das zu wenig Baugrundstücke auf dem Markt wären um gezielt Wohnraum zu schaffen.
    Hinzu kommt, das der LVR ja schon seit einigen Jahren versucht das Areal zu verkaufen,leider werden wir nie erfahren zu welchen Konditionen das gesamte Gelände den Eigentümer wechselt.

     
  24. 29. Chewgum

    Ein Argument für Peter Driessen als Landrat ist das irgendwie nicht.

     
  25. 28. ???

    Wo bleibt das SOS der Bürgerschaft???

     
  26. 27. Niederrheinstier

    Ein kleiner Nachtrag zu 25, mmuuuh:
    Die Landesentwicklungsgesellschaft wurde wohl schon vor längerem privatisiert (und ist inzwischen im M-DAX notiert), mmuuh. Manche kämpfen aber noch immer manche dagegen, weil sie die Privatisierung nach wie vor für Schmmuuuuh halten, mmuuuh. Stattdessen erfolgt der Verkauf öffentlicher Liegenschaften wohl inzwischen nun meist so, mmuuuuh:
    https://www.blb.nrw.de/BLB_Hauptauftritt/Immobilienangebote/index.php

     
  27. 26. Seebär

    @25. Niederrheinstier
    Du hast so was von recht, es ist zum Kotzen. Da hat sich die Gemeinde mal schön über den Tisch ziehen lassen.

    Ein Gedankenexperiment:

    Variante A:

    Damit ein Investor das nördliche LVR-Grundstück kauft, wird ihm zugesichert, dass der Wald zukünftig kein Wald mehr sein wird, so dass eine Bebauung möglich ist. Von Seiten des Denkmalschutzes wird ebenfalls zugesichert, dass einer neuen Bebauung nichts im Wege steht. D.h. der Denkmalschutz des gesamten Ensembles (Wald mit Originalgebäuden von 1912) ist aufgehoben worden. Inwieweit die Gebäude noch unter Denkmalschutz stehen, ist nicht bekannt.

    Variante B:

    Damit die Gemeinde das (fast) ungenutzte nördliche LVR-Grundstück als zukünftigen Stadtteil entwickeln kann, wird der Gemeinde zugesichert, dass der Wald zukünftig kein Wald mehr sein wird, so dass eine Bebauung möglich ist. Von Seiten des Denkmalschutzes wird ebenfalls zugesichert, dass einer neuen Bebauung nichts im Wege steht. D.h. der Denkmalschutz des gesamten Ensembles (Wald mit Originalgebäuden von 1912) ist aufgehoben worden. Inwieweit die Gebäude noch unter Denkmalschutz stehen, ist nicht bekannt.

    Ergebnisse:

    Ergebnis Variante A:
    Es entsteht neuer Wohnraum wobei es sich vorwiegend um Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser handelt. Die regionalen Bauunternehmen und Handwerksbetriebe profitieren von der Bebauung des LVR-Grundstücks (Wirtschaftsförderung). Die Gemeinde nimmt mehr Einkommenssteuer bzw. Lohnsteuer ein. Der Investor macht Gewinne, da der Kaufpreis sehr gering war und die Grundstücksverkäufe bei weitem die eventuell notwendigen Investitionen in die Infrastruktur übersteigen, denn die Gemeinde hat die Infrastruktur bezuschusst. Ggf. werden für den Bau der Infrastruktur auch Gelder aus Förderprogrammen genutzt.

    Ergebnis Variante B:
    Es entsteht neuer Wohnraum wobei es sich vorwiegend um Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser handelt. Die regionalen Bauunternehmen und Handwerksbetriebe profitieren von der Bebauung des LVR-Grundstücks (Wirtschaftsförderung). Die Gemeinde nimmt mehr Einkommenssteuer bzw. Lohnsteuer ein. Die Gemeinde macht Gewinne, da der Kaufpreis sehr gering war und die Grundstücksverkäufe bei weitem die eventuell notwendigen Investitionen in die Infrastruktur übersteigen. Es werden für den Bau der Infrastruktur auch Gelder aus Förderprogrammen genutzt.

    Fazit:
    Bei beiden Varianten hat das nördliche LVR-Grundstück sein ursprüngliches Erscheinungsbild weitestgehend eingebüßt. Bei Variante A profitiert von einem Grundstück, dass ursprünglich der Allgemeinheit diente, hauptsächlich ein privater Investor. Bei Variante B profitiert vor allem die Gemeinde und somit die Bürger der Gemeinde.

    Schön wäre es gewesen, wenn es einen oder mehrere Investoren (vorzugsweise gemeinnützige) gegeben hätte , die auch weitestgehend den Charakter des Original-Ensembles (Wald und alle historischen Gebäude) erhalten hätten.

    Aber warum lassen sich Gemeinden immer wieder verarschen?

    Vetternwirtschaft? Unfähigkeit? Null Bock? Phantasielosigkeit? Eine Mischung aus allem?

     
  28. 25. Niederrheinstier

    @19 (Seebär)
    Mmuuuh, 22 ha Bauland in sehr guter Lage, mmuuuuh! Aber was ist dieses Bauland wert, mmuuuuh?
    Muss es dafür nicht ein Wertgutachten geben, auf dessen Grundlage der Landesrechnungshof (und andere) dann beurteilen können, dass diese 22 ha nicht unter Preis verkauft werden (und so irgendjemanden mal wieder ein ganz gehöriger Vorteil verschafft wird), mmuuuuh?

    Normal gibt es einen ersten Anhalt für Grundstückswerte hier, mmuuuh:
    https://www.boris.nrw.de/borisplus/?lang=de

    Und das ist interessant, mmuuuh:
    Nordhälfte der Landesklinik: Forstwirtschaftliche Nutzung, Preis EUR 1,50 /m², also
    22 ha x 10000 m²/ha x EUR 1,50 /m² = EUR 330.000.-
    Hallo Forstwirte, möchte bei diesem Preis keiner von Euch zugreifen, mmuuuuh?
    Aber (ehemalige) Bedienstetensiedlung an der Horionstrasse (mit Doppelhäusern ebenfalls von 1912, die auch unter Denkmalschutz stehen), mmuuuuh: Baureifes Land, Preis EUR 125.-/m², also
    22 ha x 10000 m²/ha x EUR 125.-/m² = EUR 27.500.000.- (27,5 Mio)
    Mmuuuuh, jetzt mag es ja manche Einreden gegen diesen Multimillionenpreis geben, mmuuuuh. Aber nach der Umwidmung der Waldnutzung spricht vieles dafür, mmuuuuh! Eventuellen Einreden ist zum Beispiel die viel bessere (und fridays-for-futur-sichere) verkehrstechnische Erschließung der Anstaltsnordhäfte im Vergleich zu der Siedlung an der Horionstrasse entgegenzuhalten, mmuuujuhhh. Denn in der Nordhälfte der Landesklinik gibt kaum Stellen mit einer Entfernung von mehr als 1 km zum Bahnhof Bedburg-Hau als Regionalexpresshaltestelle (und Bushaltestelle der Linien 56 und 70), mmuuuuh.
    Aber selbst wenn die (Markt-) Wahrheit aus noch vorzutragenden Gründen in der Mitte liegen sollte, wären noch immer (EUR 330.000.- + EUR 27.500.000.-) / 2 = EUR 13.915.000.- für die Anstaltsnordhälfte zu berappen, mmuujuuuh!

    Also passt gut auf, dass hier kein Schmmuuuuuuhh läuft und etwas zu Lasten der Allgemeinheit unter Wert veräußert wird, mmuuuuh!!!

    Nachmmuuuuhtum, mmuuuuh:
    Eigentlich wäre die Entwicklung eines solchen Areals doch etwas für die NRW-Landesentwicklungsgesellschaft, mmuuuuh! Oder wäre sie nicht, mmuuuuh?

     
  29. 24. Chewgum

    @22 GvM Ersatzaufforstung, wenn ich so was schon höre … klar, die Investoren werden auf den (dann) wertvollen Flächen Haine anpflanzen.

    Und ja, wo bleibt die Unterrichtung der Einwohner nach §23 GO NRW? Würde wahrscheinlich auch nicht viel bringen, weil es niemandes Grundstück tangiert etc.

    Danke für die Infos.

     
  30. 23. Günter van Meegen

    @21. Chewgum: Nein, “Wir kriegen das schon hin”, ist Schnee von gestern. Geklärt bedeutet, dass mit allen Behörden vorab geklärt wurde, wie das Gelände von den Investoren genutzt werden kann. So habe ich auch erfahren, dass seitens des Denkmalschutzes keine Bedenken bestehen und auch der Forst einer Waldumwandlung zustimmen wird. Ebenfalls die untere/obere Landschaftsbehörde keine Einwände hat. Alle Beteiligten seien begeistert. Ist ja auch klar, sonst hätten die Investoren auch nicht zugegriffen. Mir wurde auch gesagt, es wäre alles nicht so schlimm, es würden nur einige Waldteile für die Bebauung frei gemacht. Zudem könne nach dem Waldumwandlungsverfahren der Ausgleich, also die Ersatzaufforstung auf dem Gelände selbst durchgeführt werden? Wer solche Aussagen trifft, ist sehr genau darüber informiert, was die Planung betrifft. Bei der letzten Aussage muss man schon stutzig werden. Wie soll das gehen? Erst abholzen und dann an gleicher Stelle wieder aufforsten!? Was wurde da alles unter der Hand vereinbart, gemauschelt? Darüber werden wir weiter nichts erfahren.
    Der Titel von Ralf „Politik macht den Weg frei!“ trifft den Nagel auf den Kopf. Die Politik entscheidet, die Bevölkerung bleibt außen vor.
    Dabei ist die Gemeinde/der Rat in der Pflicht, die Einwohner laut §23 Gemeindeordnung NRW, über die allgemein bedeutsamen Angelegenheiten der Gemeinde zu unterrichten. Und weiter: Bei wichtigen Planungen und Vorhaben der Gemeinde, die unmittelbar raum- oder entwicklungsbedeutsam sind oder das wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Wohl ihrer Einwohner nachhaltig berühren, sollen die Einwohner möglichst frühzeitig über die Grundlagen sowie Ziele, Zwecke und Auswirkungen unterrichtet werden. Die Unterrichtung ist in der Regel so vorzunehmen, daß Gelegenheit zur Äußerung und zur Erörterung besteht. Zu diesem Zweck kann der Rat Versammlungen der Einwohner anberaumen…

     
  31. 22. ???

    zum Nebengleis: Immer diese Vorurteile, eventuell ohne Kenntnis der alltäglichen Realität.

    Die meisten arabischen Moscheen, wie z.B. Kleve, finanzieren sich selbst.

    Augen und Ohren sollten sich zu anderen Richtungen aus Erdoganien, wenden. Unser kleines Nachbarland ist da anscheinend besser informiert!

     
  32. 21. Chewgum

    @19 Seebär Wenn in auf dem Gelände ein neuer Ortsteil von Bedburg-Hau entstehen soll, wird das kaum mit hohen Denkmalschutz-Auflagen und Naturschutzauflagen (weil – noch zumindest – Wald) gehen.

    GvM, was heißt ‘geklärt’? Muss man sich das so vorstellen, dass da unisono ein “Wir kriegen das schon hin” propagiert wurde und Entsprechendes auf den Weg gebracht wurde?

     
  33. 20. Chewgum

    Zum Nebengleis hier: Wenn einer ‚piep‘ sagt …

    Zum Verb ‚wollen‘: Manchmal will, wer muss. (Beispiel: Sie wollten nur noch weg.)

    Klar sind von Saudi-Arabien finanzierte Moscheen ein Problem (seit letztem Jahr hat die Bundesregierung aber offenbar mal auf dem Schirm, das näher zu prüfen). https://www.sueddeutsche.de/politik/moscheen-golfstaaten-saudi-arabien-islam-1.4267755

    Aber wie gesagt, Nebengleis.

     
  34. 19. Seebär

    @16. Günter van Meegen, 18. Chewgum
    Das bedeutet, dass das von den Investoren vorgebrachte Argument der Erwerb des Grundstücks sei wegen des Waldes, des Denkmalschutzes etc. mit einem hohen Risiko behaftet unzutreffend ist. Der Verkehrswert des Grundstücks entspricht mindestens 22ha Bauland in sehr guter Lage.

     
  35. 18. Chewgum

    @13 Justin Privaten Investoren sollte man nur glauben, was man schriftlich hat.

    Interessant wird jetzt der Kaufpreis.

     
  36. 17. otto

    @9.B.R.

    denke doch einmal an das Buch -im Herzen der Spiritualität- von Anselm Grün und Ahmad Milad Karimi.
    Ein Raum (Saal etc.) für beide Religionen informiert und zeichnet Gemeinsamkeiten auf.

    Hier können im Wechsel beide Religionen ihre Andachten vornehmen, Begegnungen und Gespräche führen,
    gemeinsame Wege entdecken und sich in ihrer Spiritualität akzeptieren.

     
  37. 16. Günter van Meegen

    @11. Der Laie: „…sind jetzt die Behörden gefordert“ Vor einer Stunde habe ich aus 1. Hand erfahren, dass alles bereits mit den Behörden (Denkmalschutz, Forst, Landschaftsbehörde usw.) bereits abgesprochen und geklärt ist.

     
  38. 15. ???

    @13. Seebär

    So sehe ich das auch. Dieser Ort könnte als Begegnungsstätte für alle Menschen dienen.

     
  39. 14. Seebär

    @9. B.R.
    Bin der Meinung, dass die Anstaltskirche als Konzertsaal oder Versammlungsraum für alle möglichen Zwecke gute Dienste leisten würde.

     
  40. 13. Justin

    Grenzland Post, Zitat aus dem Artikel „Politik stimmt Klinik-Verkauf zu“:

    „Stellungnahme Bürgermeister Peter Driessen freut sich riesig über den Beschluss. „Das ist ein Segen für die Gemeinde“, sagt er. Nun könne ein Verfahren beendet werden, das ein Vierteljahrhundert gedauert habe. Das Gelände müsse nun behutsam umgebaut werden, so Driessen. Durch den Verkauf könne es gelingen, „viele Menschen und viel Kreativität“ dorthin zu holen.“

    Damit genau das passiert, muss – wie Der Laie schon geschrieben hat – die Verwaltung mit Argusaugen die künftige Entwicklung des LVR-Grundstücks beobachten. Eine Garantie, dass die von Herrn Driessen geäusserte Hoffnung in Erfüllung geht, gibt es nicht. Denn selbst wenn der zukünftige Eigentümer tatsächlich eine behutsame Umgestaltung des LVR-Geländes im Sinn hat, müssen die nötigen finanziellen Mittel für die Sanierung der denkmalgeschützten Häuser (immerhin 24 Gebäude insgesamt; wie viele davon historisch sind, weiß ich nicht) und die Pflege der Alleen und zumindest eines Teils des Baumbestandes vorhanden sein. Die Gefahr besteht, dass absichtlich oder unabsichtlich denkmalgeschützte Häuser verfallen und dann für immer verloren sind.
    Bei dem Kommentar des Bürgermeisters von Bedburg-Hau wird ein weit verbreiteter Irrtum deutlich: Der Glaube private Investoren könnten politische Probleme der Kommunen und Probleme der kommunalen Verwaltung lösen. Das ist nicht die Aufgabe privater Investoren und das weiß Herr Driessen auch.

     
  41. 12. Der Laie

    Wenn das gesamte Gelände unter Denkmalschutz steht, sind jetzt die Behörden gefordert, das Veränderungen
    behutsam und im Einklang mit dem Denkmalschutz erfolgen.
    Der LVR ist jetzt am Ziel und wird in einem Schlag ganze Liegenschaften los.
    Da es mit dem Kauf des Geländes und der Immobilien ja nicht getan ist, bleibt zu hoffen das den Investoren nicht auf halber Strecke die Luft aus geht,wenn plötzlich die fragilen Einnahmequellen ausfallen.
    Interessant dürfte auch die Vorgehenweise bei der Nutzungs Umwidmung sein, wenn plötzlich aus einem Klinikgelände mit Waldbestand ein Wohn und Gewerbegebiet wird.
    Der Finanzminister des Landes NRW dürfte sich auf jeden Fall über die Grunderwerbssteuer freuen.

     
  42. 11. rd

    B.R. Woher diese Verbitterung, wovor haben Sie Angst?

     
  43. 10. B.R.

    Die Anstaltskirche könnte man doch in eine Moschee umbauen. Für den Moscheenbau in Deutschland über weist Saudi Arabien gerne das nötige Kleingeld.

     
  44. 9. ???

    @6. Günter van Meegen

    Auch wenn Sie meinen, am Thema vorbei, kann und darf man Kommentar 2. nicht einfach so negieren, es handelt sich um Menschen!

    Man kann dankbar und froh sein, wenn man kein schlimmes Schicksal tragen muss.

     
  45. 8. Bob der Baumeister

    Thema verfehlt!
    Wollen-wollen viele, die es brauchen/möchten/müssen/wünschen-nicht so negativ sehen.
    Jetzt scheint der Deckel drauf zu sein und ich hoffe, dass es vor lauter Bausünden keine optische Katastrophe wird. Den Wald, wird man wahrscheinlich abschreiben können.

    Klima Thema gehört hier jetzt auch nicht hin. Was mit den tollen Häusern passiert ist mit wichtiger.

     
  46. 7. ???

    @4. B.R.

    Es sind absolut keine Klimaflüchtlinge. Welche Menschen meinen Sie genau?

    Haben Sie schon nachgedacht, was unsere Vorfahren in anderen Ländern “vollbracht” haben?

     
  47. 6. Günter van Meegen

    5 Kommentare, davon 5 am Thema vorbei!
    @1. Ichfassesnicht: Ich auch nicht!

     
  48. 5. rd

    @B.R. Das Verstörende an dem Kommentar war die Verwendung des Verbs „wollen“. Insbesondere die von Ihnen als Klimaflüchtlinge titulierten Menschen würden vermutlich lieber zu Hause bleiben wollen, wenn man dort überleben könnte.

     
  49. 4. B.R.

    100 Millionen klimaflüchtlinge sind in den nächsten Jahren auf dem weg nach europa, genauer gesagt nach Deutschland. Die Nachfrage ist also da.

     
  50. 3. ???

    @2. B.R.

    Wie muss man diese abwertende Bemerkung verstehen?

    Sind bei Ihnen diese Menschen, welcher Klasse?

    Einfach unverschämt!!!

     
  51. 2. B.R.

    Ich wüsste niemanden, der dort wohnen will, ausser Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge.

     
  52. 1. Ichfassesnicht

    Vorher: 🌳🌲🌿🍀🌴🌾🌵☘️🏡🌾🌲🌳🌿🌴🏡

    Nachher: 🌾🏢🏢🏢🏢🌴🏢🏢🏢🏢🌳🏢🏢🏢🏢

    Warum etwas erhalten, wenn man es auch zerstören kann?