Kurhaus: Die nach obene offene Deckelung

rd | 29. März 2011, 12:52 | 5 Kommentare

(Aktualisiert, jetzt auch mit Bezirksregierung) Die 4 muss stehen! Und zwar an siebter Stelle vor dem Komma, wenn es um die Kosten für den Um-/Erweiterungsbau des Museums Kurhauses geht. Gestern Abend erfuhren die Mitglieder des Kulturausschusses bei einer Sitzung im Museum das, was vor einigen Wochen bereits im kleveblog gestanden hatte: Der Rat hat die Kosten zwar auf 3,365 Millionen Euro gedeckelt, allerdings steigen sie nach Angaben von Kämmerer Willibrord Haas nun doch auf rund 4.100.000 Euro. Es handelt sich also praktisch um eine nach oben offene Deckelung.

Die Kostenexplosion ist nach Meinung der Verantwortlichen nicht so schlimm, da das Land entsprechend der Steigerung seinen Zuschussanteil erhöht. Allerdings hat sich die NRZ die Mühe gemacht, einmal nachzufragen. Ergebnis:

Stefanie Paul, Sprecherin der Bezirksregierung: „Wir sind gesprächsbereit. Aber die Sinnhaftigkeit dieses Termins steht im Raum: Es muss von unserer Seite noch die baufachliche Prüfung erfolgen. Und da fehlen uns Unterlagen. Die Baupläne sind nicht detailliert genug!“ Bereits Anfang März hatte die Bezirksregierung dazu aufgefordert die Pläne einzureichen (die NRZ berichtete).

Das wiederum erinnert fatal an einen Ausspruch des Kämmerers in einem uns wohlbekannten Zusammenhang (1. FC Kleve): »Der Verein hat seine Hausaufgaben noch nicht gemacht.«

Einen Baustopp am Museum wird es nun doch nicht geben (der wäre vermutlich noch teurer gekommen), sodass trotz der Kostenexplosion nach wie vor davon ausgegangen wird, dass der Neubau Ende des Jahres bezogen werden kann. Aller Voraussicht nach ist bei den vier Millionen Euro aber auch noch nicht Schluss, da Dinge wie der Neuanstrich des gesamten Gebäudeensembles ebenfalls erfolgen müssen. Die Kosten für diese instandhalterischen Maßnahmen sollen nochmals 500.000 Euro betragen.

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  1. 5. Hanz Mijer

    Wenn man das alles beobachtet, was hier in Kleve ab geht, dann hat dieses vorgehen Methode.
    Jedes Unternehmen würde versuchen aus seinen Fehlern zu lernen. Aber die Stadt Kleve scheint dies nicht zu können oder zu wollen. Ich bin gespannt was in der Zukunft noch alles passieren wird, ohne das in der Elite Kleves die Köpfe rollen. Ich habe das Gefühl, dass der gemeine Klever ziemlich Schmerz- und Leidenserprobt ist. Gespannt bin ich, was alles uns bei der Rathausgeschichte aufgetischt wird.

     
  2. 4. KlePeter

    @JUH eine Regelung mit Rübogas lässt sich auch später finden. Das ist in Kleve so ouzus: Schulte-Spechtel, Zevens, FC-Kleve …

    Und wenn das nicht klappt? Dann greift Theo eben noch mal in die Stadtkasse und entschädigt die Betroffenen.

     
  3. 3. Jens-Uwe Habedank

    Das müßte meiner Meinung nach die Stadt Kleve sein, die ja großzügig im Auftrag des Kreises geplant hat? So war’s doch auch bei der Rübo-G(r)as Geschichte.
    Was ist denn daraus geworden, weiß jemand etwas?

     
  4. 2. Messerjocke

    Wer ist denn für die Erstellung der Pläne verantwortlich?

     
  5. 1. Rainer Hoymann

    Wenn ein Mensch ein Loch sieht, hat er das Bestreben, es auszufüllen. Dabei fällt er meistens hinein.

    Zitat von Kurt Tucholsky