Klever Schulmonopoly: Das ist die Ereigniskarte

rd | 29. August 2014, 13:39 | 21 Kommentare
Langeweile und Verzweiflung, über Jahre eingekerbt in eine Schulbank. Wird es an den neuen Schulstandorten besser?

Langeweile und Verzweiflung, über Jahre eingekerbt in eine Schulbank. Wird es an den neuen Schulstandorten besser?

Staunend erfuhr die Klever Öffentlichkeit heute Morgen aus der NRZ, dass das voller Tatendrang gestartete Bündnis aus CDU und Grünen nun auch einen als Befreiungsschlag gedachten Masterplan für die Klever Schulen erarbeitet hat, der all die teure Arbeit zuvor engagierter Beratungsbüros, die komplizierte Schülerwanderungsbewegungen in zentnerschwere PowerPoint-Präsentationen gepackt hatten, über den Haufen wirft. Künftig soll es nur noch drei Schulstandorte geben, einen im Zentrum (Stein-Gymnasium, Gesamtschule Hoffmannallee), einen in Rindern und einen in Kellen am Standort der heutigen Karl-Kisters-Realschule, dem auch die Konrad-Adenauer-Schulen zugeschlagen und der deshalb beträchtlich erweitert werden soll.

Zweifelsohne ein spannender Versuch im Klever Schulmonopoly, für Klarheit und Nachhaltigkeit zu sorgen. Allerdings, wie dies bei diesem Spiel eben so ist, es gibt eine Ereigniskarte. Im Falle von Kellen lautet sie so:

„Versuchen Sie, das angrenzende Grundstück zu kaufen, ohne sich zu ruinieren!“

Das Gelände in der Nachbarschaft der Karl-Kisters-Realschule gehört nämlich nicht der Stadt Kleve, sondern ist im Besitz von Nachfahren der Klinkerwerk Küsters. Deren Neigung, Land abzugeben, war in der Vergangenheit recht gering, wie sich bei einer ersten Erweiterung zeigte. Womöglich hat sich das ja geändert, vielleicht aber auch nicht – und dann müsste ein teurer Grundstückskauf mit einkalkuliert werden. Ob dann der Neubau immer noch günstiger ist als die Sanierung?

Hier der Link zum Artikel in der NRZ: Drei nagelneue Schulzentren für Kleve

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21 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 21. Der Laie

    Betrachtet man die Ämter Häufung eines Herrn Bay,
    http://www.kleve.de/C125739F00302AF4/html/3EFB34355C5A55FAC1257442004F979B?opendocument
    daneben noch einer regulären Beschäftigung nachgehen und Bücher schreiben in der Freizeit,wer kann sich da mit Details befassen.Den Neubau einer kompletten Schule in die Welt posaunen ist natürlich werbewirksamer als zu verkünden,wir haben für entsprechende Lehrmittel oder für eine funktionstüchtige Heizung an einer Schule gesorgt.
    Betrachtet man den Altersdurchschnitt der Stadtverordneten,ist kaum ein Verordneter vertreten der privat von der desolaten Schulpolitik betroffen ist.Leider muss man dazu sagen, denn wenn der Frust sich in den eigenen Reihen Luft verschaffen würde,gäbe es vll. Lösungsvorschläge für die von VATER aufgeführten Mängel.
    Da können Millionen für ein Kurhaus verbraten werden,für sinnvolle Ausgaben im Schulbereich fehlen dann die Gelder.Arme Kreisstadt, die sich solche Stadtverordneten wählt.

     
  2. 20. willi winzig

    Herr Rütter von der FDP hat die Pläne von Kleves Schwarzgrünen vor kurzem ziemlich treffend kommentiert:

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/klever-fdp-spricht-sich-gegen-naechste-runde-schul-roulette-aus-aid-1.4501793

    Was CDU und Grüne hier in Kleve mit unseren Schulen abziehen ist katastrophal! Jedes Jahr wird von den obersten Schulplanern Cosar und Bay eine neue Sau durchs Dorf gejagt. Deren oberstes Leitmotiv lautet Schulschließung/fusion mit anschließender Grundstücksverwertung zugunsten des städtischen Haushalts.

     
  3. 19. Vater

    Da Herr Bay bzw. die Mitglieder des Schulausschusses hier ganz gewiss mitlesen, möchte ich hier fragen, ob schon Gespräche geführt wurden mit dem Grundstückseigentümer. Dieser hat in den vergangenen Jahrzehnten sich wiederholt geweigert, Grundstücke in Kellen zu verkaufen.
    Wenn man diese Gespräche nicht geführt hat, ist es eine Irreführung der Öffentlichkeit, wenn man das KAG an den Ring verlegen will. Das ist dann genauso realistisch, wie ein Schulneubau mitten im Reichswald.

    Bevor hier Schulausschussvorsitzende mit dem großen nicht realisierbaren Wurf winken, möchte ich sie bitten folgende Fragen zu beantworten:
    -Warum die Heizung an einer Schule nicht für den Winter ausreicht, als unser Ältester in die Sexta kam (Verantwortlich Stadt Kleve)
    -Warum die Heizung es immer noch nicht tut, wenn unser Ältester Abitur macht (Verantwortlich Stadt Kleve)
    -Warum für diese Schule 80 Prozent der beantragten Lehrmittel für die Fächer Mathematik und Physik nicht angeschafft wurden (Ich war in den Konferenzen der Schule, verantwortlich Stadt Kleve)
    -Warum man in Kleve landesweit vorgeschriebene Abiturprüfungen nicht formgerecht durchführen kann, weil die beantragten Geräte nicht angeschafft wurden (siehe Punkt hierüber)
    -Warum man bei unserem Zweitältesten 3 Klassen von im Schnitt 22 Schülern zu 2 Klassen von 33 (!!!) Schülern zusammenfasst, obwohl es zwei Jahre vorher die klare Zusage aus Düsseldorf gab, dass diese Klassen so gefahren werden dürfen? (Verantwortlich die Schule, Bezirksregierung und Ministerium).
    -Warum man dies den Eltern erst am letzten Tag vor den Ferien mitteilt? (Verantwortlich die Schule).
    -Warum man bei der Information der Eltern behauptet, dass die 3 Schüler aus dem Jahrgang darüber, die noch in die Nachprüfung müssen, diese selbstverständlich schaffen. Was diese dann nicht tuen.
    -Warum man den Amerikarückkehrer schlicht vergessen hat.
    Ergibt mit Ab- und Zugängen Klassengröße von 34 Schülern!!! Gleichzeitig dürfen wir als Eltern in der Presse Artikel lesen, dass Düsseldorf kleinere Klassen anstrebt. Welche Verarschung ist das denn???
    -Warum am KAG plötzlich eine zusätzliche polnische Integrationsklasse auftaucht? Dies bedeutet eine Klasse zusätzlich am KAG. (Verantwortlich??)
    -Warum für diese zusätzliche Klasse nicht mehr Lehrer eingestellt hat. (Verantwortlich Bezirksregierung/Ministerium).
    -Warum es am KAG mit Lehrerabgängen und -zugängen weniger Lehrer gibt als im vorigen Schuljahr, obwohl die Schule schon im vorigen Jahr zu wenig Lehrer hatte.
    -Ob die Schlussfolgerung der Eltern der 34-er-Klassen-Schüler, dass dies alles auf Kosten der Ausbildung ihrer Kinder organisiert wird, richtig ist.
    -Warum man einem Schüler, der sich mit viel (Zeit-)Einsatz anstrengt, ausreichende Noten zu schaffen, aber wünscht auf die Gesamtschule zu wechseln, hinterher sagt, er hätte sitzen bleiben müssen, wenn er auf die Gesamtschule wechseln will? Antrag abgelehnt.
    Sollen wir ihm als Eltern jetzt nahe legen, ein Jahr nichts zu tuen, damit er nächstes Jahr gemäß seinem und unserem Wunsch auf die Gesamtschule wechseln darf?
    Wir hatten ihn vor 2 Jahren dort angemeldet, aber er wurde dort nicht angenommen, da die Zahl der Gesamtschulklassen viel zu niedrig war.
    Wie war das mit freier Schulwahl?
    Wie ist dies in einer Stadt, die nur halb so viele Gesamtschulklassen schafft, wie die Elternumfrage als Bedarf ergeben hatte?

    Kann Herr Bay sich bitte erst um diese Probleme kümmern, bevor er Luftschlösser baut?

     
  4. 18. Martin Fingerhut

    Es stand schon in einem wahrlich meisterBürgerlichen NeuJahrsGruß 12/13 :
    http://www.kleveblog.de/2012/12/gruswort-des-burgermeisters-zum-jahreswechsel/#comment-36608
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    Wegen des großen Erfolgs der SchulEröffnungen, bei denen sich die VerwaltungsSpitze im Glanze ministerieller Aufmerksamkeit sonnen durfte, wird ab jetzt die SchulLandschaft von Jahr zu Jahr aufs neue umgemodelt, damit alle Schülerinnen und Schüler garantiert sämtliche SchulGebäude und BehelfsQuartiere im Laufe von höchstens 9 SchulJahren durchLaufen. Es ist ein elementarer Beitrag zur Gerechtigkeit, verschimmelte Wände, undichte Fenster und brüchigen Putz allen in gleichem Maße zuteil werden zu lassen. Außerdem lernen die Kinder so schon auf den diversen SchulWegen sämtliche StadtTeile und VorOrte kennen. Den Eltern bietet sich zudem die spannende Abwekslung, den Transport ihrer Kinder immer wieder völlig neu organisieren zu dürfen.
    ###

     
  5. 17. Andreas

    @16: Nein, jedes Kind muss beschult werden. Frau „J.R.“ hat sich darum zu kümmern, wie das „sitzengebliebene“ Mädel weiterbeschult wird – nicht die Eltern und auch nicht andere Schulen. Und NÖ, die Sekundarschule ist keine Hauptschule unter anderem Namen. Da könnten die Eltern gleichwohl die Weiterbeschulung an Realschule oder Gumminasium fordern.
    @15: Ich habe Sie für einen leicht weltfremden Zeitgenossen gehalten. Entschuldigung! Sie haben vollkommen Recht!

     
  6. 16. Der Laie

    Da stolzieren Landespolitiker mit dem Begriff Inklusion durch die Schullandschaft, überlassen es den Schulträgern
    aber diese in irgendeiner Art und Weise mehr recht als schlecht umzusetzen.
    Wie sich zeigt, sind diese bereits bei einfacheren Aufgabenstellungen überfordert.
    http://www.lokalkompass.de/kleve/politik/wer-sitzen-bleibt-muss-kleve-verlassen-d466304.html
    In Deutschland besteht Schulpflicht, Eltern haben für ihre Kinder eine Fürsorgepflicht,haben Schulträger keine Pflichten,oder womit werden noch mal die hohen Steuern und Abgabenlasten begründet,ach ja hoheitliche Aufgaben für die Allgemeinheit.
    Warum gewinnt man in Kleve immer mehr den Eindruck,erst wenn der Kopf drei Beulen hat,suchen die Ratsmitglieder eine Türe um weiterzukommen.Die Zeiten wo sich Kleve mit „Klever sind clever“ schmücken konnte,gehören nun wirklich der Vergangenheit an.Warum benehmen und entscheiden Kommunalpolitiker, wenn es um das Geld der Bürgerschaft geht,sich eigentlich immer anders als wenn sich die Entscheidungen direkt auf ihre persönliche Situation auswirken würde.
    Wie würde z.B. ein Herr Bay sich verhalten wenn der LVR ihm als Arbeitsplatz einem im Winter kalten und vermoderten Raum zur Verfügung stellen würde, gleichzeitig aber Spitzenleistungen abfordern würde,
    bei eingereichtem Widerspruch dann die Antwort bekäme, Verbesserungen sind im fünf Jahresplan aufgenommen?
    Wer keine Lust auf Politik hat, sollte es bleiben lassen,oder ermöglicht erst das Mandat, die lukrativen Nebenverdienste,auf die man nicht verzichten möchte.

     
  7. 15. Friedrich Foerster

    Da fallen mir ja fast die Augen aus dem Kopf!

    In aller Bescheidenheit möchte ich daran erinnern, dass ich bereits vor Jahren im Zusammenhang mit der Suche nach Standorten für die neu zu gründenden Schulen mit großem Nachdruck dafür geworben habe, das jetzige Konrad-Adenauer-Schulzentrum aufzugeben, weil die Kosten für das Sanieren nur wenig unter den Kosten für einen vollständigen Neubau liegen.
    Schon damals hatte ich gesagt und geschrieben, dass sich das Gelände neben der Karl-Kisters-Realschule für den Neubau geradezu anbietet, weil man dadurch ein modernes Schulzentrum mit sehr vielen Möglichkeiten für die weitere Zukunft hätte.
    Außerdem ist dieser Schulstandort vom Bahnhof noch zu Fuß erreichbar und spart damit Kosten für Schulbusse.
    Nicht zuletzt wäre dieser Standort jetzt erst recht eine sinnvollere Alternative als der Sternbusch für Kleves
    neues Hallenbad und Freibad.

    Dies alles hielten damals schon wichtige Menschen aus der CDU-Fraktion für mindestens bedenkenswert.
    Michael Bay allerdings hat meine Vorschläge von Anfang an nur für völlig abwegig erklärt und niedergemacht.

    Meines Erachtens haben mittel- und langfristig sogar nur zwei Standorte für weiterführende Schulen in Kleve neben dem Berufskolleg eine dauerhafte Zukunft vor sich.
    Die Wilhelm-Frede-Schule kann und sollte man noch einige Jahre als städtische Schule nutzen.
    Auf längere Sicht hat sie aber wohl eher als Nebenstandort der Heimvolkshochschule Rindern oder sogar der Hochschule Rhein-Waal eine Zukunft vor sich.

    Zum Klinkerwerk Küsters möchte ich anmerken, dass ich den etwas gehässig klingenden Unterton unangemessen finde. Der Geschäftszweck dieser Firma ist – wie der Name schon aussagt – das Herstellen von Klinkern und nicht das Spekulieren mit Grundstücken. Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen, dass man dieses für die Stadt Kleve so wichtige Grundstück im Tausch gegen ein anderes Grundstück von angemessener Größe, wo Ton zum Herstellen von Klinkern abgebaut werden kann, hergeben würde.
    Dass dieses große Grundstück am Klever Ring im Laufe der Zeit immer wertvoller werden und mit Sicherheit keine Grünfläche bleiben wird, war doch seit den Plänen für den Klever Ring offensichtlich.

     
  8. 14. Lohengräm

    @11:

    >“…eine Aula die vor 30 Jahren funktionierte, könnte den heutigen Sicherheitstandards nicht mehr entsprechen, in Bezug auf Materialien Fluchtwege USW…“

    Mit dem Argument könnte mal wohl den gesamten Altbau vom Stein abreissen.

    Und wie gesagt, energetisch düfte der NW-Trakt des Sebus wohl auf dem modernsten Stand aller Schulen sein.

     
  9. 13. Fraktion Die Linke / Piraten

    Man kann Herrn Habedank und vielen anderen in diesem Thread diesmal nur Recht geben. So ist es und nicht anders. Insbesondere Schwarz-Grün hat diesen unsäglichen Zustand herbeigeführt. Herr Bay sollte auf seinen hastigen Aktionismus verzichten, in Hinsicht auf die Schullandschaft glaubt ihm doch eh niemand mehr. Wir alle erinnern uns an die Verhinderungsstrategie in Sachen Gesamtschule als Mehrheitsbeschaffer der CDU. Traurig.

    Rainer Severin
    Fraktionsvorsitzender
    Fraktion Die Linke / Piraten im Kreistag des Kreises Kleve
    Nassaueralle 15-23
    47533 Kleve

     
  10. 12. Andreas

    Vollkommene Planungssicherheit für alle Eltern und SuS, prima!
    Wenigstens ist der Schulstandort Bedburg-Hau erstmal sicher (???).

     
  11. 11. Rainer Hermanns

    Hallo, hat nichts mit Schulstandorten zu tun: „Das Quartier „Hoffmannallee-Gutenbergstr.-Scholtenstr.-Merowingerstr.-Brahmsstr.“, wurde nach bestimmten Kriterien für das Pilotprojekt „Energetische Stadtsanierung„ in Kleve ausgewählt“. (Quelle : kleve.de, Im Rahmen des Euregio-Projektes KliKER „Klimakommunen in der Euregio Rhein-Waal“, an dem sich die Stadt Kleve beteiligt, wurde ein Klimaschutzkonzept für bla bla bla CO2 bla bla Weltuntergang bla bla usw.. Welcher marketingvollidiot lässt sich Abkürzungen wie KliKer einfallen?). Eine Veräußerung des sebusgeländes würde hier Sinn machen, die Aufwertung des „Quartiers“ würde eine Wertsteigerung mancher Immo nach sich ziehen, möglicherweise auch Wählerstimmen bringen. Mit der Instandhaltung von Schulgebäuden geh ich lieber vorsichtig um, eine Aula die vor 30 Jahren funktionierte, könnte den heutigen sicherheitstandards nicht mehr entsprechen, in Bezug auf Materialien Fluchtwege USW

     
  12. 10. willi winzig

    Das Ganze ist in der Tat skandalös!
    Man muss sich in Erinnerung rufen: Der Rat hat dieses Thema eigentlich abschließend bereits entschieden. Es gab den berühmten „Klever Schulfrieden“, getragen von allen Fraktionen des Rates! Darin war, neben der Neuordnung der Schulformen nach Auflösung der Hauptschulen, explizit aufgeführt wo welche Schule zukünftig untergebracht werden sollte.
    Dieser Beschluß wird nun, natürlich nach der Kommunalwahl, mal eben durch die Verwaltung und Schwarz-Grün in die Tonne getreten! Ein Schlag ins Gesicht von SPD, FDP, OK und vorallem unseren Schulen, denen nun eine erneute Volte zugemutet wird.

     
  13. 9. Lohengräm

    @8:
    Abgesehen von Deinen sonnstigen Statements, -die durchaus richtig sein mögen aber ich kann sie nicht beurteilen, – der war echt gut 🙂 :

    “wer (…) ohne Sünde sei, der werfe den ersten Klinker”

    Das passt wirklich auf Kleve! Chapeau!

    Was auch auf Kleve passt:
    “Den Schuh zieh ich mir nicht (mehr) an!

     
  14. 8. Jens-Uwe Habedank

    Die Situation ist unfassbar, einfach nur noch unfassbar.
    Seit spätestens 2009 gibt’s das Thema Schulen/ Schulgebäude, wenigstens heftig öffentlich. Davor wusste man (Eltern, Lehrer, Verwaltung, Rat) über den Zerfall und miesen Bau-Zustand Klever Schulen, mindestens jedoch bzgl. des KAG.

    Durch die Gesamtschuldiskussion kam sehr schnell die Gebäudefrage, damals strategisch von der Verwaltung und Schwarz-Grün um eben diese zu verhindern/ zu verzögern mit dem „Argument“ „kein Gebäude…“.
    Belastbare Zahlen für diese Aussage wurden seinerzeit von niemanden zur Verfügung gestellt, das mag seine zielgerichteten Gründe gehabt haben. Dagegen wurden sehr wohl Gutachten (Dr. Garbe und Co.) eingeholt und vermeintliche Argumente / Berechnungen gestreut, die eine Gesamtschule in Kleve als nicht rechenbar/ nicht nötig auswarfen…

    Wie wir alle mitbekommen haben, kamen Rat und Verwaltung spätestens 2011 nicht mehr um die Gesamtschule umhin; allerspätestens nun da war es Zeit für eine grundsätzliche Ausrichtung der Schulgebäude, d.h. man muss was tun! Zum Beispiel die sooo vielen Erkenntnisse, Zahlen, Daten, Fakten mal zusammenrechnen und schauen wie wo was geht; wie wo was gemacht werden muss um…
    Genau das aber, im Gegensatz zur Fähigkeit der Verneinung von etwas, schien bislang nicht möglich – denn noch immer schwirren halbsachliche Tagesaktionen durch die Schullandschaft

    In 3 Wochen bis 3 Monaten war es stets möglich, „zementierte“ Statements zur Ablehnung von etwas zu verfassen und wirksam werden zu lassen – Seit 2009, respektive seit 2011, ist es für Schulausschuss, Verwaltung, Rat etc. unmöglich die Gebäudefrage positiv zur Schulsituation zu bearbeiten? Das stinkt doch!
    Es sieht so aus, also ob da an für sich drängende Aufgaben schlichtweg liegen gelassen worden sind, mal wieder!

    Wenn nun so Spontan-Aktionen wie von Hr. Bay in die Zeitung kommen, frag’ ich mich: „Woher kommt die plötzliche Erkenntnis und warum so spät?“
    Ein Indiz wäre sicherlich die an für sich allgemein bekannte Absicht der Stadt Kleve ( und damit Schwarz-Grün) das Sebus-Gelände zu verhökern um Lücken im Geldsack zu füllen. Schon 2009 ist das Sebus-Gebäude ( als vermeintlicher Standort der GS) marode gerechnet worden und es gab –zig gegenteilige Aussagen von Handwerkern, Schülern, Lehrern.
    Die nun auftauchenden „Gutachten“ müssen sich beweisen. Wie mittlerweile der Letzte in Kleve wissen dürfte, verschwinden Informationen, Zahlen, Daten, Fakten wenn sie schwarz-grün nicht gefallen auf Jahre in abgeschlossene Schubladen und die Bemühungen gewünschter zielgerichteter „Gutachten“ enden nie.

    In Summe ist das alles sehr enttäuschend und man darf sich fragen, was Verwaltung, Rat, Ausschüsse und selbsternannte „Schulfachleute“ wie Bay, Janssen, Cosar etc. über Jahre machen – wenn sie auf Dauer nichts Konkretes und Effizientes auf die Kette kriegen!? Alle zwei Jahre mal zu säuseln „Es wird Zeit“ ist einfach zu wenig.
    Wenn eine Verwaltung nicht mal die von ihr verwalteten Zahlen zu einer Aufgabe hat und etliche Gutachten bestellen muss – ist das mehr als traurig!
    Wenn eine Verwaltung nicht auf vorliegende Daten zu einer von ihr verwalteten Aufgabe greift und handelt – dann ist das schon mindestens fahrlässig!

    So oder so: Hier werden SchülerInnen, Eltern und Bevölkerung massiv an der Nase herumgeführt – wer im Rat ohne Sünde sei, der werfe den ersten Klinker (das scheint ja ungemein wichtiger zu sein…)

     
  15. 7. KlePeter

    @5. Husky trifft auch meine Gedanken.
    Die irrsinnige Argumentation der Rathausneubauentscheidung wird also weiter verwendet: http://www.politikblog-kleve.de/2014/08/30/die-zerstoerische-politik-der-schwarz-gruenen/

     
  16. 6. Die zerstörische Politik der Schwarz-Grünen | Politikblog-Kleve

    […] Das Herr Bay (Grüne) mit seinem laienhaften Bausachverstand davon spricht, dass die Lebensdauer des KAG auf 30 Jahre ausgelegt sei, ignoriert die leicht feststelbare Masivbauweise der Gebäude. Wie bereits beschrieben, ist die Lebensdauer natürlich auch davon abhängig, wie pflegsam mit der Bausubstanz umgegangen wird. Darüber hinaus wird argumentiert, dass die freiwerdenden Flächen für Wohnbebauung genutzt werden könnten und durch den Grundstücksverkauf somit den finaziellen Aufwand der Stadt verringern. Ausgeblendet wird auch hier, dass die Grundstücke für den Schulneubau erst noch erwqorben werden müssen. Die Eigentümer werden den Beitrag in der NRZ Drei nagelneue Schulzentren für Kleve interessiert gelesen haben (Kleveblog: Klever Schulmonopoly: Das ist die Ereigniskarte). […]

     
  17. 5. Husky

    Soso, die „Zeit der alten Hütte“ ist um. Weil Sanieren ja so teuer ist.

    Das kommt verdammt noch mal davon das man die Gebäude über 30 Jahre lang hat vergammeln lassen. Ich war ja auf dem KAG/H komplex. Als ich damals im 5 Schuljahr dort Anfing, war das dach an einigen Stellen „Nicht ganz dicht“ als im nach der 10. dort abging war das Dach genau an den Stellen immer noch nicht dicht. Von kaputten Deckenlampen, undichten Fenstern, kaputten Jalousien und anderem „Kleinkram“ wie z.b. Lehrermangel reden wir da mal nicht.

    Ich war vor ~2 Jahren da noch mal drin, das dach ist immer noch Undicht. Kein Wunder das jetzt die Sanierungskosten so riesig sind. Wenn man nichts dran macht gibts halt Folgeschäden. Das hat sich die CDU bitteschön mal selbst zuzuschreiben… Schade das die verantwortlichen für sowas eh nie zur rechenschaft gezogen werden. Aber wenn ich solche Leute labern höre Platzt mir echt der kragen

     
  18. 4. Klever

    Weil Herr Bay es kann…

     
  19. 3. Fragender

    Warum wird eigentlich nicht über das Stein-Gymnasium diskutiert? Warum wurde dort in den letzten Jahren immer wieder investiert? Nutzt der Schulleiter und CDU Mitglied Claus Hösen seine Funktion als beratendes Mitglied im Schulauschuss der Stadt Kleve um „seiner“ Schule Vorteile zu verschaffen?
    Warum drückt Ratsmitglied Bay eigentlich so aufs Tempo? Jahrelang hat seine Partei rein gar nichts unternommen um die Schullandschaft weiter zu entwickeln. Und jetzt möchte er am liebsten noch heute einen Ratsbeschluss herbeiführen.
    Wann wird eigentlich die Grundschule „An den Linden“ an der Lindenallee erweitert? Wie lange noch werden die Schüler der dazugehörigen Zweigstelle an der Hagschen Poort in einem total heruntergekommenen Gebäude unterrichtet? Warum drückt Herr Bay hier nicht aufs Tempo?
    Fragen über Fragen…

     
  20. 2. Lohengräm

    Was passiert eigentlich mit dem Physik/Chemietrakt des JSG? Der dürfte doch immer noch zu den modernsten gehören.

    Und die Größe der Aula ist soviel ich weiss unübertroffen.

    Abgesehen davon, dass die JSG-Schulhöfe (Rasen) die unstreitig schönsten sind und die Steinwüsten der restlichen Schulen klar auf die Plätze verweisen.

     
  21. 1. Klever

    Es ist doch offensichtlich das der Standort der Johanna Sebus Schule aufgegeben werden soll um dort die städtischen Grundstücke zu veräußern.
    Die Besitzer des Grundstückes neben der KKR werden sich nach diesem Artikel wohl kräftig die Hände reiben.