Kaskadenfiasko: Ein Pflaster aus Beton, das keine Wunden heilt

rd | 24. April 2019, 14:31 | 44 Kommentare
Spundwände mit zusätzlicher Betonsicherung: Kaskade am Kermisdahl (Tolles Drohnenfoto: Torsten Barthel)

(Gastbeitrag von Wiltrud Schnütgen, erschienen in der aktuellen Ausgabe des Magazins Der KLEVER)

Was für ein trostloser Anblick in der idyllischen Kermisdahllandschaft! Wo einst das Regenwasser der Oberstadt mal mehr oder weniger brausend die Kaskade runterrauschte und sich von dort unter dem Weg, bei Starkregen auch mal darüber, in den Kermisdahl ergoss, brach sich im Mai 2017 das Wasser rechts und links vom Kaskadenbauwerk Bahn und ließ den Hang abrutschen. Die Ursache ist nicht ganz klar. Die Stadtverwaltung spricht von zunehmenden Regenfällen aufgrund der Klimaveränderung und von der eiszeitlichen Endmoräne als „einkörnigem“ und damit rutschigem, instabilen Untergrund. Hört sich an, als müsse man sich auch Sorgen um die Burg machen! Andere meinen, dass man die Regenabwasserkanäle vielleicht länger nicht gründlich überprüft habe. Allerdings prüft die Stadt regelmäßig ihren Kanalbestand und lässt sich das mehrere Millionen Euro im Jahr kosten.

Im Jahre 1900 begann man in Kleve mit dem Bau einer Kanalisation, damit stinkende Abwässer nicht mehr offen abgeleitet werden mussten. Seitdem werden Regenwässer und Abwässer der Oberstadt Richtung Kermisdahl abgeführt, letztere landen natürlich nicht im Fluss, sondern werden darunter her Richtung Salmorther Klärwerk geleitet. Zwischen 1911 und 1913 erhielt die Nassauer Allee zwischen Krohnestraße und Kolpingstraße ihren Kanal, außerdem wurden ein „Absturzbauwerk“ und Kanaltunnel bis zum Kermisdahl gebaut. Im Krieg haben zwischen Maywald und Bellevue zehn Jugendliche in solchen Schächten den Angriff am 7.2.1945 überstanden. 1952 war die 20 Meter Höhenunterschied überwindende Kaskade fertig sowie ein 76 Meter langer unterirdischer Gang Richtung Nassauer Allee, in den so mancher Klever in jugendlichem Leichtsinn reingeklettert ist.

Der Erdrutsch 2017 war nicht der erste, schon 1763 rutschte nach starken Regenfällen der Hang ab und verschmälerte den Kermisdahl um die Hälfte. Der „enge Hals“ entstand, heute führt hier die Luisenbrücke auf die andere Uferseite. So idyllisch wie hier sieht es an der Kaskade leider nicht aus. Im Januar gab es eine Begehung des Klevischen Vereins mit der Stadtverwaltung und interessierten Lokalpolitikern. Der Klevische Verein setzt sich mit seinem Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering seit langem dafür ein, soweit wie möglich wieder Elemente des Alten Parks wiederherzustellen, immerhin von Johann Moritz von Nassau im 17. Jahrhundert angelegt. Dazu passt die brachiale Vorgehensweise, die vormals idyllische Kaskadenumgebung mit Betonmassen und offen sichtbaren Spundwänden zu verunzieren, natürlich überhaupt nicht. Dazu kommt eine quietschgelbe Treppe, die aus „Sicherheitsgründen unumgänglich“ sei, aber wohl manche Jugendliche eher dazu verleiten wird, ins Auslaufbecken einzusteigen statt sich daraus zu retten. Riesige Schilder mit Warnhinweisen vor gelegentlich überquellenden Wassermassen passen natürlich auch nicht in einen Park, der kurz vor der Eintragung als Denkmal steht. Der technische Beigeordnete Rauer sowie der Leiter des Tiefbauamtes Klockhaus standen vor geschockten Klever Bürgern und fragten: „Hätten Sie die Verantwortung übernommen?“ Vorsichtige Fragen, ob das denn nun Endzustand sein solle, wurden beantwortet: „Das rutscht hier ja so runter, da bildet sich bald wieder eine Humusschicht, dann sieht man das gar nicht mehr so.“ Verein und Politik wollten sich damit aber nicht zufrieden geben und so soll in einem ersten Schritt der Beton dort, wo man geht, geglättet werden und dort, wo er an die Spundwände geworfen wurde, mit einer Humusspritzschicht versehen werden. Das reicht natürlich auch nicht, die Politik muss nun Dampf machen, dass das Betonmassaker – übrigens ein städtischer Auftrag, den die ausführende Baufirma nur mit Bauchschmerzen ausgeführt haben soll – geheilt wird. Ideen gibt es schon: Überpflasterung der Betonteile (wobei man sich besser nicht am neuen Bahnhofspflaster orientieren sollte), Verdeckung der Spundwände mit organischem Material, z.B. Rietmatten. Ohne Begleitung durch den LVR – Amt für Denkmalpflege im Rheinland wird es nicht gehen.

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44 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 44. rd

    Das klingt spannend, da machen wir doch gleich mal ein Foto!

     
  2. 43. Stefan Schuster

    Es gibt Neuigkeiten.

    Gestern und vorgestern wurde das Provisorium am Fusse der Kaskade überarbeitet und durch ein anderes Provisorium ersetzt. Dieses neue Provisorium 2.0 wurde nötig, weil im Laufe der letzten Monate eine für Leib und Leben gefährliche Situation entstanden war. Was war passiert?

    Der zur Durchführung der Hangstablilisierung und der folgenden Baumassnahmen aufgeschüttete Damm quer durch den Kermisdahl war mit großen Stahlplatten belegt um Standsicherheit für die Baumaschinen zu gewähren, Gewicht der Stahlplatten (geschätzt) jeweils über 1/2 Tonne. In Kermisdahlmitte erodierte der Damm und die Stahlplatten wurden teilweise entfernt, blieben jedoch auf den verbliebenen Damm-Teilstücken an beiden Ufern liegen. So war die Sachlage bis Mai 2019, wie auch oben im Bild über diesem Artikel zu sehen.

    Am 6. Juni unterspülte ein mittlerer Regenfall die Stahlplatten direkt vor der Spundwand am Kaskadenfuss derart, dass eine Stahlplatte abzurutschen drohte in den direkt am Ufer entstandenen Erosionsgraben. Das Tiefbauamt war informiert. Eine Woche später war es dann soweit: Am 12. Juni unterspülte ein weiterer Regenfall den Dammrest so stark, dass die erste der Stahlplatten abrutschte.

    Es war klar, dass weitere Regenfälle auch weitere Stahlplatten ins Rutschen bringen würden. Trotzdem war der Bereich jederzeit für Jedermann zugänglich. Wenn man mutig und sportlich war, konnte man noch mit einem weiten Sprung und einer gewagten Balanceübung den Kermisdahl trocken überqueren. Kleinere Regenfälle erodierten Dammrest immer weiter. Am 07. Juli durfte ich eine haarsträubende Kermisdahlüberquerung beobachten, eine zweite Stahlplatte kippelte dabei bedenklich.

    Nun endlich wurde in dieser Woche die Gefahrenstelle beseitigt. Die neue Situation:
    https://www.youtube.com/watch?v=Qqc8wr2IGrM

    1) Der Dammrest direkt vor der unteren Spundbohlenwand an Kaskadenfuss wurde komplett abgebaggert, damit sind auch die gefährlichen Stahlplatten verschwunden. Direkt vor der Spundbohlenwand gibt es jetzt einen mehrere Meter breiten Durchlass für den Kermisdahl.
    2) Das abgeknickte Plastikrohr für den Unterlauf des alten Tosbeckens wurde gekürzt und teilweise rückgebaut, es ragt jetzt gerade aus den Spundbohlen heraus.
    3) Durch die Abbaggerung des Dammrestes entstanden Lücken zwischen alter Spritzbetondecke und den unteren Spundwandbohlen, diese Lücken wurden mit neuem Beton geschlossen.
    4) Rechts des Überlaufbeckens wurde die schräge Schotterschüttung vor der oberen Spundwand dünn mit Erde abgedeckt und Grassamen ausgesät – der Fussweg mit seiner Spritzbetondecke ist unverändert.
    5) Auch links des Überlaufbeckens wurde Mutterboden aufgeschüttet und Gras gesät, das während der letzten Monate entstandene Erosionsloch ist erstmal abgedeckt.

    Die unmittelbare Gefahr ist jetzt beseitigt, die grundlegenden Probleme existieren jedoch weiterhin. Ich zähle sie hier noch einmal auf:

    1) Bei stärkeren Regenfällen wird es immer wieder zu seitlichem Überschwappen grosser Wassermengen aus dem Auslaufbauwerk auf den Fussweg kommen.
    2) Ebenso wird immer wieder Wasser vom fest betonierten Teil des Fusswegs seitlich auf die mit Spritzbeton abgedeckten Bereiche des Fußwegs laufen und dort Probleme verursachen.
    3) Das Problem der Auskolkung vor der unteren Spundbohlenwand hat mit dem neuen Provisorium noch zugenommen, der entstandene Spültrog im Kermisdahl ist schon jetzt deutlich größer und tiefer als noch vor wenigen Monaten.
    4) Die Schäden an der gemauerten Stufenrinne oberhalb des Tosbeckens müssen beseitigt werden.
    5) Cirka 20% der überflüssigen und hässlichen Spritzbetondecke ist jetzt unter einer dünnen Erdschicht verschwunden. Das reicht nicht.

    Soviel zum Provisorium 2.0. Überlegungen für eine durchgreifende Lösung der Probleme seitens Stadtverwaltung/Tiefbauamt sind öffentlich nicht bekannt. Es ist zwar jetzt Zeit gewonnen, aber die Befürchtung bestätigt sich, dass auch in Zukunft immer weiter nachgeflickt werden muss, dass die Kaskade eine Dauerbaustelle wird und durch ständig neue Provisorien immer wieder überflüssige Kosten verursacht werden.

     
  3. 42. Seebär

    Versickerung von Regenwasser in Gärten:

    http://www.emscher-regen.de/fileadmin/web/files/downloads/publikationen/EG_PraxisratgeberRegen.pdf

    Vielleicht eine zukunftsweisende Mode: Gartenteich mit Versickerungsmulde im Vorgarten Hier einige mögliche Bewohner: 🐸 🐢 🦆 🐟 🦎 🐍 🐊

    Die Kaskade könnte sich dann wieder ihrer Show widmen: Wasser in moderaten Mengen plätschern lassen ⛲️

     
  4. 41. Stefan Schuster

    @ Günter Verfers, #40
    Da bin ich ganz Ihrer Meinung.

    Die ungezügelte Bodenversiegelung während der letzten Jahrzehnte ist ursächlich dafür, dass heute schon mittlere Regenfälle zum Problem für die Kaskade werden. Dafür ist sie nicht ausgelegt.

    Der Stadtverwaltung ist das Problem offensichtlich bekannt, denn bei der Klimaschutzsiedlung an der Merowingerstraße unterhalb des Stadions wurden Sickerbecken angelegt, zusätzlich ist die gesamte Oberflächengestaltung des Hangs zwischen den Hausern derart gestaltet, dass möglichst wenig Niederschlagswasser die Kanalisation erreicht. Da hat sich jemand Gedanken gemacht.

    Aber das ist nur EIN Leuchtturmprojekt auf einer relativ engen Fläche. Ohne flankierende Massnahmen ein Tropfen auf den heissen Stein. Solange nicht in städtischen Bebauungsplänen und bei einzelnen Baugenehmigungen verlangt wird, dass Regenwasser von Dächern und Zufahrten auch auf dem betreffenden Grundstück versickert, solange nicht die Gebühren für private Regenwassereinleitungen drastisch erhöht werden, solange bleiben die Bemühungen bei einzelnen Vorzeigeprojekten unzureichend.

    Zurück zur Kaskade.

    Auf der nächsten Sitzung des Stadtrats am kommenden Mittwoch (26.6.) wird als einer von insgesamt 37 Tagesordnungspunkten das Abwasserbeseitigunskonzept 2020-2025 zur Abstimmung gestellt. Ich gehe davon aus, dass dieses Konzept ohne inhaltliche Diskussion innerhalb von maximal 5 Minuten durchgewunken wird. Die schlechte Nachricht: Kaskadensanierung und Entsiegelungsmaßnahmen sind im Konzept nicht enthalten.

    Lediglich im Nachtragshaushalt 2019 findet sich auf Seite 181 die Bemerkung: ” Aufgrund aktueller Kostenschätzungen vom Fachbereich 66 werden zusätzliche Mittel für die Baumaßnahme Kaskade 155.000 € …. benötigt und entsprechend zur Verfügung gestellt”.

    Wir können festhalten: Mehr als 2 Jahre nach der Böschungsrutschung existieren immer noch keine Entscheidungen über die Art der mittel/langfristigen Sicherung der Oberstadtentwässerung per Kaskade. Jedenfalls keine offiziellen Entscheidungen inclusive Bezifferung der voraussichtlichen Kosten. Bei dieser Zeitdauer kann sich niemand mehr herausreden, dass erst noch Sachverständige und Gutachter gehört werden müssten.

    In der Zwischenzeit ist nach jedem (nur) mittleren Regenfall eine Verschlechterung der Lage am Kaskadenfuss sichtbar. Das Provisorium – und dazu zähle ich auch das neue Überlaufbauwerk – erweist sich immer deutlicher als untauglich. Es kann gut sein, dass das Provisorium noch in diesem Jahr provisorisch nachgeflickt werden muss.

     
  5. 40. Günter Ververs

    Es müßte doch möglich sein, die anfallende Wassermenge im Einzugsbereich der Kaskade zu ermitteln. Das Ergebnis könnte eine Entscheidungshilfe sein, wie weiter verfahren wird. Als die Kaskade errichtet wurde, waren die versiegelten Flächen auf denen das Oberflächenwasser gesammelt wurde, mit Sicherheit deutlich geringer als heute. Man betrachte sich nur mal die Bautätigkeit in der Südstadt, in Materborn, in der Oberstadt. Auch durch die neuerdings durchgeführte Verdichtung der Innenstädte und die Errichtung von Einkaufzentren werden Flächen in erheblichem Umfang versiegelt. Auch die Versiegelung von Vorgärten trägt dazu bei, das Problem zu vergrößern. Kleinvieh macht auch Mist. Ob Maßnahmen getroffen wurden, die anfallenden Regenmassen zumindest teilweise aufzufangen oder deren Ablauf zu verzögern, ist mir nicht bekannt. Ich vermute mal, das dies nicht oder nur unzureichend der Fall war. Es sind nicht nur die Starkregenereignisse und wahrscheinlich die überlastete Kaskade, die zu dem Fiasko geführt haben. Mit Verschönerungsarbeiten oder der Hoffnung, die Natur ist so gnädig das Problem zu beseitigen, wird es wohl nicht getan sein. Wenn sie ein Problem lösen wollen, müssen sie zu dessen Wurzeln gehen.

     
  6. 39. Niederrheinstier

    Mmuuuh, mmuuuh, die im Wasser gefangenen Ratten empfehlen diese Seite der Stadt Hameln, mmuuuh:

    https://www.stadtwerke-hameln.de/umwelt/wasserkraft/turbinentypen.html

    Vielleicht kann da (oder hier:
    https://www.landeskraftwerke.bayern/turbinenarten.htm
    )ein USK-le(r) mal die bestgeeignete Bauart auswählen und irgendwo so eine (gebrauchte?) Turbine (oder betont bienenfreundlich: Turbiene, mmuuuh) günstig auftreiben und den Einbau samt eines 50 m langen, im Hang verstecktem und diesen stabilisierenden Fallrohrs anstelle des Tosbeckens und der Kaskade veranlassen, mmuuuh. Zum weitgehenden Umwandlung der kinetischen Energie des herabströmenden Wassers, mmuuuuh. Gibt nach jedem Regen (oder Wasserlassen) etwas regenerativ erzeugten Strom, mmuujuuh. Zum Beispiel, um den im Wasser gefangenen Ratten (oder irgendwelchen Wildpinklern in der Oberstadt) damit eins auszuwischen und deren Fell zum Aufbauschen zu bringen, mmuuuh!

     
  7. 38. otto

    Aus meiner Sicht wäre es an der Zeit, Stefan Schuster in ein Beratungsgremium i.S. Kaskadensanierung
    und Kaskadenerhalt einzubinden, denn dass bei der Stadtverwaltung ein anerkannter Fachmann fehlt ist
    nicht zu übersehen.

     
  8. 37. Stefan Schuster

    Erfreulich, dass aus den Reihen der Leser hier noch weitere Alternativen für die Zukunft des Kaskadenbauwerks aufgezeigt werden. Es geht darum, mit den vorhanden finanziellen Mitteln ein Optimum an Funktionssicherheit für die nächsten Jahrzehnte und gleichzeitig möglichst harmonischer Einfügung in die Umgebung zu erreichen.

    Zur Beurteilung der Zukunftssicherheit ist aber auch eine Betrachtung der steilen gestuften Rinne oberhalb des alten Tosbeckens wichtig. Nach über 60 Jahren sind erste Schäden nicht zu übersehen.

    Hinzu kommt, dass bei den jüngsten Baumaßnahmen ein kleiner, aber wichtiger Bypass ersatzlos entfernt wurde, wie MF in Beitrag #34 erwähnt hat: Der Trockenauslass. Die Folge ist, dass nun (durch Sickerwasser im Einzugsgebiet und auch schon nach winzigsten Regenfällen) tagelang ein kleines Rinnsal in der Mitte der Rinne über die gemauerten Klinker läuft, statt vorher abgefangen und abgeleitet zu werden. Teile der Kaskadenrinne haben neuerdings eine deutlich geringere Chance, während aufeinfolgender Schönwettertage durchzutrocken, so wie das früher der Fall war. Wie sich diese Dauerfeuchtigkeit auf die Haltbarkeit der Klinker auwirkt, werden erst die kommenden Jahre zeigen.

    Schwerwiegender ist aber eine sichtbare Erosion neben den Aussenmauern der Stufenrinne.
    Wenn man sich das Video des Lokalkompasses ab Sekunde 0:26 genau ansieht und per stop-and-go langsam vorlaufen lässt, dann ist zu sehen, dass im unteren Verlauf der Rinne, ungefähr ab halber Höhe, mehrmals einzelne Wellen oben auf der Mauerkante aufschlagen. Diesen Effekt habe ich auch schon bei dem noch relativ kleinen Gewitter am 19.Mai gesehen, damals allerdings nur in Form einzelner kleiner Spritzer. Ein Teil des Spritzwasser läuft dann an den Aussenwänden der Stufenrinne hinunter in den Hang und verursacht Erosion. Dieser Effekt ist nur schwach, problematisch ist aber die Wirksamkeit über viele Jahre hinweg.

    Schon jetzt, 2 Jahre nach den Baumassnahmen, ist am linken Kaskadenfuss, direkt neben dem alten Tosbecken, ein ausgespültes Loch von etwa 20 cm Tiefe zu sehen. Siehe folgendes Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=wQ8r7tIC2G0

    Weiterer Spritzbeton an dieser Stelle würde nur unterspült, wäre also mittelfristig wirkungslos. Zudem zerbröselt zur Zeit die Oberkante der Stufenrinne. Die hellen Stellen auf der Mauerkrone oberhalb des Tosbecken zeigen die bereits jetzt entstandenen Schäden, darüber ist an einem langen Riss erkennbar, wo demnächst weitere Mauerteile herunterfallen werden.

    Video: Problembereiche der Mauerkrone, ab Minute 0:15 https://www.youtube.com/watch?v=BDgxHRbXprs

    Erkenntnis: Die Seitenwände der Stufenrinne müssen saniert und erhöht werden. Mindestens auf der unteren Hälfte der Strecke zwischen Kanalmundloch und unterem Tosbecken. Das wird nicht billig. Und ausserdem wird sich frischer heller Beton nicht so unauffällig in die Umgebung einfügen wie die jetztigen nachgedunkelten, mit Moos und Flechten bewachsenen alten Kronen der Seitenwände.

    Die Stadtverwaltung hat bereits angekündigt, den gesamten Bereich der Kaskade künftig in kürzeren Intervallen messtechnisch zu überwachen. Ob das alleine reicht? Ich glaube nicht. Eigentlich sollte ereignisbezogen nach jedem starken Regenfall ein Trupp der USK bei der Kaskade vorbeifahren, den angeschwemmten Schutt aus dem Tosbecken entfernen, das Sieb vor der Öffnung des Unterlaufrohrs wieder freimachen, und den Gesamtzustand des Bauwerks auf Veränderungen absuchen.

    Zusammenfassung erforderlicher Massnahmen:
    1) Erweiterung des Ausflussquerschnitts des neuen Überlaufbauwerks.
    2) Änderungen am betonierten Fussweg zur Beherrschung des höheren Wasserfalls.
    3) Brückenkonstruktion für Fussgänger.
    4) Neues Unterlaufrohr für das alte Tosbecken.
    5) Grossflächige Entfernung des Spritzbetons.
    6) Sanierung der Seitenwände der Stufenrinne.
    7) Regelmäßige Kontrolle durch USK Mitarbeiter nach starken Regenfällen.

    Vorschläge dazu existieren. Im Idealfall würde eine Situation hergestellt, die für etliche Jahrzehnte Sicherheit gewährleistet.

    Wasserbautechnisch optimal wäre ein Grosser Rundumschlag: Eine komplett neue Sturzrinne neben der alten Kaskade, und dann sowohl die Stufenrinne mit Tosbecken und auch das neue Überlaufwerk entfernen, falls die Stadt das finanzieren kann und will. Der Stadtrat kann nur aufgrund sauber durchgerechneter Alternativen entscheiden.

    Nachteile in der optischen Anmutung der Endmoräne rechts und links davon sind in jedem Fall unvermeidlich, egal ob die oben aufgezählten Einzelmaßnahmen realisiert werden, oder der Grosse Rundumschlag durchgeführt wird. Jedenfalls wird dabei der das Auge beleidigende Spritzbeton entfernt.

     
  9. 36. Martin Fingerhut

    @ 35. Seebär :
    ### Ich habe als Laie gedacht, dass das Tosbecken irgendeinen technischen Zweck hat und notwendig wäre. Dann ist das wohl nicht der Fall, so dass das Wasser auch direkt ohne ein Tosbecken in den Kermisdahl geleitet werden könnte. ###

    Ein wenig zu wikipedieren hat meine Vermutung bestätigt :
    ( https://de.wikipedia.org/wiki/Tosbecken )

    ### ### ###
    Es dient zur mechanischen Verzögerung der Strömung, […]
    Das Tosbecken […] wird auch Energieumwandlungsanlage genannt,
    weil die kinetische Energie des strömenden Wassers in Wärme- und Schallenergie umgewandelt werden muss.
    Ziel der Energieumwandlung ist in der Regel ein Wechselsprung,
    das heißt der Übergang von schießendem zum strömenden Abfluss. […]
    Im Tosbecken kann sich das Wasser beruhigen, bevor es weiter flussabwärts fließt.
    ### ### ###

    Würde die Kaskade direkt in den Kermisdahl münden,
    käme das Wasser mit der ganzen Wucht an,
    die es beim etappenWeisen Sturz um 20m in die Tiefe aufgesammelt hat.

    Ein großer Teil dieser Energie wird im TosBecken umgewandelt
    und damit dem Wasser entzogen.
    So strömt es nur noch um einiges gebremst weiter hinab.
    Früher war die letzte Stufe – von der alten PlattForm in den KermisDahl – nur vielleicht 50cm tief,
    was kaum schadete.
    Heute sind es von der neuen PlattForm aus fast 2m
    und das Wasser hat noch so viel Energie,
    daß es selbst in den groben Schotter eine tiefe Kuhle spült.
    ( s. Foto )

     
  10. 35. Seebär

    @34. Martin Fingerhut
    „Hätte hingegen das vorhandene Becken mehrere große “SpundLöcher”,
    soDaß auch bei maximalem ZuFluß von oben
    das Wasser genauSo schnell nach vorne ablaufen könnte,
    würde das Becken niemals voll.“

    Deswegen hatte ich auch nicht nur von einer Vergrößerung des Tosbeckens geschrieben, sondern auch erwähnt, dass es zu dem vorhanden Abfluss (Spundloch) noch ein bis zwei weitere Abflüsse im Tosbecken geben muss.

    „Das maximale SchauSpiel bot ( und bietet ) sich nur,
    wenn mehr Wasser hinabStürzt als durch das “SpundLoch” ganz unten gleichZeitig ablaufen kann.
    Dann füllt sich das TosBecken und läuft spektakulär über.
    Die BetonFläche wird dabei massiv überschwemmt.“

    Ich habe als Laie gedacht, dass das Tosbecken irgendeinen technischen Zweck hat und notwendig wäre. Dann ist das wohl nicht der Fall, so dass das Wasser auch direkt ohne ein Tosbecken in den Kermisdahl geleitet werden könnte.

     
  11. 34. Martin Fingerhut

    @ 33. Seebär :
    ### Das Tosbecken ist offenbar zu klein. ###
    Sorry, das glaube ich nicht.
    Ein größeres Becken würde nur ein wenig länger brauchen, bis es überLäuft.
    Hätte hingegen das vorhandene Becken mehrere große “SpundLöcher”,
    soDaß auch bei maximalem ZuFluß von oben
    das Wasser genauSo schnell nach vorne ablaufen könnte,
    würde das Becken niemals voll.

    Meines Erachtens ist die ganze Kaskade auf show ausgelegt.
    Wie ich erst kürzlich erfahren habe
    geht sie auf eine Initiative Dr. Will’s zurück.
    ( Dr. Heinz Will ist es ja auch zu verdanken,
    daß der weitgehend eingestürzte SchwanenTurm wieder aufgebaut wurde.
    Um ihn dafür zu ehren, ist der Platz vor dem MarStall nach Dr. Will benannt. )
    Die Kaskade sollte demnach wieder ein Stück Johann-Moritz’scher GartenKunst in den “alten Park” bringen.
    Dazu gehört sicherlich spektakulär tosendes ÜberLaufen.

    Offenbar war in die Kaskade ein 3stufiges Konzept eingeplant :

    Wenn nur sehr wenig Wasser ankam,
    dann plumpste es noch oben im Tunnel, kurz vor dem Ausgang in eine Grube,
    aus der es durch eine RohrLeitung ( “TrockenAuslaß” ) unterIrdisch den Hang hinab geführt wurde
    und vor der unteren BetonPlattForm, knapp unterhalb des WasserSpiegels des Kermisdahls meist unbemerkt ausStrömte.

    Kam etwas mehr Wasser als der TrockenAuslaß abführen konnte,
    füllte sich die Grube allmählich bis sie überLief.
    Dann plätscherte ein Bächlein die Kaskaden hinab.
    Jede der Stufen hat in der Mitte eine Rinne,
    welche solch geringe WasserMengen auf die MittelAkse der Kaskade konzentrierte.
    Weshalb selbst nicht gar zu großer WasserAndrang
    zumindest in der Mitte der Stufen ein munteres SturzBächlein ergab.
    Das war aber immer noch schwach genug,
    um durch das “SpundLoch” des untersten Beckens gemütlich über die BetonFläche in den KermisDahl rinnen zu können.

    Das maximale SchauSpiel bot ( und bietet ) sich nur,
    wenn mehr Wasser hinabStürzt als durch das “SpundLoch” ganz unten gleichZeitig ablaufen kann.
    Dann füllt sich das TosBecken und läuft spektakulär über.
    Die BetonFläche wird dabei massiv überschwemmt.
    Auch schon in der alten Situation, wie das KleBlattFoto beweist.

    Genau DAS war m.E. Sinn und Zweck der ganzen Konstruktion.

    Wie in #30. beschrieben
    war die BetonFläche wohl kaum als belebter WanderWeg gedacht.
    Der steile SepentinenWeg vom Eisernen Mann hinunter bis zum KermisDahl
    war vermutlich in erster Linie angelegt worden,
    um die Kaskaden kontrollieren und reinigen zu können.

    Zum WanderHighWay wurde der UferWeg erst ca. 1980
    als er an den vorderen Abschnitt bis zur WorcesterBrücke angeschlossen wurde.

    Vorher waren SturzFluten, welche über die BetonPlattForm spülen,
    sicher gar kein Problem.

     
  12. 33. Seebär

    Das Tosbecken ist offenbar zu klein (das ist hier, glaube ich, auch schon erwähnt worden). Hier ein Foto vor dem Erdrutsch bei großem Wasserandrang in der Kaskade:

    https://www.kle-blatt.de/blog/aus-dem-privatalbum/die-wilden-wasser-von-kleve.html

    Wäre es bei den Sanierungsarbeiten nach dem Erdrutsch auch möglich und sinnvoll gewesen, dass vorhandene Tosbecken zu vergrößern? Die Mauer des Tosbeckens, über die bei starkem Regen (siehe Foto bzw. Link) das Wasser Richtung Kermisdahl fließt, hätte abgetragen, die seitlichen Mauern verlägert und eine neue Mauer vor Kopf gebaut werden können. Mit einem soliden Fundament und Verankerung im Untergrund und ein oder zwei zusätzlichen Abflüssen am Boden des Tosbeckens hätte das vergrößerte Tosbecken das neugebaute Überlaufbauwerk überflüssig gemacht. Man hätte einen Weg, der mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei Starkregen nicht überspült worden wäre, vor dem Tosbecken in geringer Höhe über dem Wasserspiegel des Kermisdahls bauen können (so wie es vorher war nur mit größerem Tosbecken).

     
  13. 32. Niederrheinstier

    Mmuuuh, nachdem ich hier den Blog Nr. 31 gelesen hatte, mmuuuh, hatte ich beim so Dahindösen eine ganz üble Vision für den weiteren Gang der Dinge, mmuuuuuh:
    29.02.20: Die lang erwartete Veröffentlichung des neuen Rankings der größten Betonsünden, mmuubuuuh:
    1. Der Sarkophag von Tschernobyl
    (obwohl hier der kaskadstrophale Fehler schon vorher gemacht und dann quasi statt mit in Notdurft
    hinterlassenen Fladen mit Beton äusserst notdürftig zu gekleistert wurde); mmuuubuuuhh!
    2. Der schnelle Brüter von Kalkar – mehr als 1 Mrd. DM (der insgesamt 10 Mrd. DM) Forschungsgeld für simplen
    Beton, mmuuubuhhh!
    3. Die kaskadstrophale Kaskade nach Abschluss der kaskadstrophlane Kaskadenreparatur, mmuuuubbbuu!

     
  14. 31. Stefan Schuster

    Teil 2

    Nach dem Überlaufbauwerk wird jetzt der Bereich des Beton-Fussgängerwegs Thema sein.
    Zunächst ein Video der Situation.

    https://www.youtube.com/watch?v=zGeQPCq4UFU

    [ SORRY wegen der wackeligen Videos. Sowas passiert, wenn ein Renter ohne Stativ und ohne Bildstabilierungssoftware eine winzige Kamera bedient. ]

    In der Nacht und morgens hatte es geregnet, kein Gewitter, sonst wäre ich aufgewacht.

    https://www.youtube.com/watch?v=lnPXK4P1NjM

    https://www.youtube.com/watch?v=836b6xusKtU

    An dem “Dreck” auf dem Betonweg und seitlich des Bauwerks, also an den Ablagerungen von Biomasse kann man gut sehen, wie sich nachts das Wasser rund um das Bauwerk verteilt hat. Ersten ist es schon wieder seitlich übergeschwappt, und das bei einem normalen Regen. Erstaunlich. Zweitens sieht man, wie weit das Wasser, nachdem es die mittlere Öffnung passierte, seitlich auf dem Fussweg auseinandergelaufen ist. Es hat schon beim letzten relativ kleinen Gewitter nicht mehr viel gefehlt, und es wäre seitlich über die Kante heruntergelaufen.
    Dass beim großen Sturmregen 2018 dabei große Wassermassen, aufgrund der Seitenströmung, rechts und links des Fusswegs tiefe Kolkrinnen hinterlassen haben, ist nur logisch. Selbst habe ich die Kolke leider nicht gesehen, ein Gesprächsparter sagte mir aber, darüber zu springen sei fast unmöglich gewesen.

    Nun verhält es sich so, dass der neue Betonweg nicht völlig flach verläuft, sondern zur Mitte hin leicht nach unten gewölbt ist (siehe erstes Video). Der Weg ist genau 8 m lang. In der Mitte, direkt vor dem rechteckigen Teil der Auslauföffnung, liegt er etwa 5-6 cm unter der Höhe der seitlichen Kanten. Das entspricht natürlichem Gefälle, um Pfützen zu verhindern, welche bei Regen direkt auf den paar Quadratmetern des Wegs entstehen könnten. Wasser aus dem Überlaufbauwerk ist in der Konstruktion nicht berücksichtigt.

    Ich würde gerne einmal die Möglichkeit haben, die der Planung zugrunde liegenden Berechnungen einzusehen, die müssen ja irgendwo dokumentiert sein. Welche Randbedingungen wurden da mit einrechnet, und welche nicht? Als ob Wasser die Eigenschaft hätte, immer nur streng geradeaus zu fliessen, ohne dabei seitlich auszuweichen! Die neue Klever Wasserbautechnik, wir machen Kanalwände überflüssig, unser Wasser gehorcht anderen physikalischen Gesetzen. Vorsicht, Ironie.

    Es ist zu befürchten, dass in der Stadtverwaltung darüber nachgedacht wird, den Fussweg zu beiden Seiten noch viele Meter weit auszubauen, damit des Wasser mehr ‘Auslauf’ hat. Mit dickem Stahlbeton. Eine entsprechende öffentliche Äusserung in diese Richtung gab es ja bereits. Selbstverständlich müssten in diesem Fall die beiden neuen Betonplatten um das komplette Auslaufbauwerk herumgezogen werden, damit auch auch das seitlich über die Wände des Beckens schwappende Wasser abfliessen kann.

    Das Betonmassaker würde also abgelöst durch eine… hmm… ich nenne es mal “Grosse Betonlösung”. Optisch keinen Deut schöner als der Spritzbeton und auch genauso grossflächig. Dafür aber wenigstens mit fussgängerfreundlich glatter Oberfläche, wenn dat ma nix is…

    Dabei geht es auch anders: Links und rechts auf die seitlichen Kanten des betonierten Fusswegs eine niedrige Wand aufbetoniert, eine Höhe von minimal 20 cm bis maximal 50 cm sollte ausreichen, aber das möge bitte ein Wasserbauingenieur genauer beurteilen.

    Dadurch wäre eine Situation hergestellt, in der kein Wasser seitlich aus dem Becken ausschwappt (siehe Teil 1), und auch nicht am Weg unkontrolliert seitlich wegfliesst. Der komplette Spritzbeton kann dann entfernt werden.

    Dabei gibt es ein offensichliches Problem. Der jetztige Betonweg wird zu einer 8 m breiten Abflussplattform mit Seitenwänden. Wie kommen Fussgänger, Jogger, Kinderwagen darüber hinweg? Mit einer Holzbrücke! Ähnlich der Luisenbrücke, nur nicht bogenförmig, sondern flach, das ist deutlich billiger. Länge ca. 12-13 Meter. Wenn die Brücke dabei auf den beiden neuen Mäuerchen aufliegt, brauchen die Balken nur 7,5 Meter freitragend zu überspannen, soviel hält Holz aus. Die Brücke kostet natürlich was, aber eine seitliche großflächige Betonierung ebenfalls. Nullsummenspiel.

    Und was machen wir mit der kermisdahlseitigen Vorderkante der Abflussplattform (ehemaliger neuer Fussweg), die ja dann von einer Brücke überspannt wird? Tja, das ist ein hausgemachtes Riesenproblem, aber das wäre auch bei der Grossen Betonlösung nicht anders. Egal ob Betonplatten oder Brücke, hier darf einfach kein weiterer Fehler passieren. Die entstehenden Zusatzkosten sind bei beiden Varianten exakt gleich.

    Wie sah es bis vor 2 Jahren aus? Direkt vor dem alten Tosbecken lief der Fußweg, schon damals betoniert. Der alte Weg befand sich nur einen halben Meter über Kermisdahlniveau. Auf Bodenhöhe des Tosbeckens war ein Loch in der Vorderwand von ca. 30 cm Durchmesser, damit wurden die Rinnsale leichter Regenfälle abgeleitet.

    Das neue Überlaufbauwerk nimmt jetzt den Platz des alten Fusswegs ein und ragt noch darüber hinaus. Davor ein neuer Fußweg, mit dem Ergebnis, dass die gesamte Konstruktion jetzt etwa 4 Meter weiter in den Kermisdahl hineinragt. Das ist vertretbar und ok. Fatale Folgen hat aber, dass der Bereich aufgefüllt wurde. Der neue Fussweg liegt fast anderthalb Meter höher. Der Wasserfall vom Fußweg in den Kermisdahl ist in der Höhe von einem halben Meter auf 1,8 Meter angewachsen. Hier wird im Lauf der Zeit ein großer Spültrog vor der kermisdahlseitigen Spundwand entstehen. Tja, mit dem höheren Wasserfall müssen wir jetzt leben, ist passiert, kann man nicht mehr ändern.

    Mögliche Lösung: Den Bereich vor der Überlaufkante (Oberkante der vorderen Spundwand) im Kermisdahl mit grobem Schotter auffüllen, Grösse der Blöcke entsprechend den Blöcken an der Emmericher Rheinpromenade oder dem Griether Fähranleger. Sorry liebe Landschaftsschützer, eine kleine Kröte müsst auch ihr schlucken, ich sehe keinen anderen Weg.

    Und schon haben wir das nächste Problem: Das Loch im alten Tosbecken zur Ableitung kleiner Rinnsale wurde nicht geschlossen, sondern durch ein dickes Plastikrohr verlängert. Das ist sinnvoll. Das Rohr läuft unterhalb des Fusswegs, ist durch die Spundwand hindurchgeführt, und läuft in Rechtem Winkel dann seitlich in den Kermisdahl. Das ist *nicht* mehr sinnvoll. Solange das Rohr vor der Spundwand verläuft kann kein Grobschotter verbaut werden, es würde unweigerlich zerstört. Es ist ja jetzt schon kaputt, ein Längsriss von etwa 40 cm Länge ist zu sehen. Noch ist der Riss nicht offen, und die Stelle ist momentan nicht kritisch, es besteht also kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Dazu das nächste Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=NW2Og5gwV3E

    Ich kann nicht anders, jetzt muss ich schimpfen. Wer, bitteschön, hast sich denn DAS einfallen lassen? Die Festigkeit einer Spundwand zu schwächen indem man ein Loch von 40 cm reinschneidet? Es wäre sooo einfach gewesen – unter dem Fussweg und *vor* der Spundwand das Rohr abwinkeln, statt es erstmal gerade weiterlaufen zu lassen. Dor kom ek met den Kopp nit bej.

    Jetzt haben wir den Salat. Das Rohr muss anders verlegt werden, sonst ist keine Schotterung möglich, und das Problem des Spültrogs vor der Spundwand kann nicht gelöst werden. Bedingung: Der kleine Ablauf des alten Tosbeckens muß erhalten bleiben, er ist unverzichtbar für die Funktion des Gesamtsystems. Hier soll sich bitte ein Wasserbauingenieur einen eleganten Weg einfallen lassen.

    Mein Vorschlag: Das jetztige Ablauflaufloch schliessen, das Plastikrohr stillegen und soweit es geht rückbauen. Als Ersatz ein neues Loch in die Seitenwand des alten Tosbeckens schlagen/bohren, von außen ein neues Rohr unterirdisch schräg bis in den Kermisdahl führen, dort wo jetzt der Spritzbeton noch liegt. Bitte kein Plastikrohr. Es ist sicherzustellen, dass die neue Entwässerung das Tosbecken vollständig entleeren kann und keine Dauerpfütze darin übrigbleibt. Nicht vergessen, die Festigkeit der Spundwand durch aufschweissen einer dicken Platte wiederherzustellen. Danach kann vorne gefahrlos grobgeschottert werden.

    Das ist die Billigvariante. Alternative wäre die bergmännische Hauruck-Lösung: Einen 4 Meter langen Zugangstunnel unter den Fussweg graben, das Plastikrohr durchsägen, abwinkeln, und dann im Tunnel weiterführen. Wenns gar nicht anders geht, dann den Fussweg aufkloppen bis man rankommt.

    Werden die hier und in Teil 1 aufgeführten Vorschläge durchgeführt, ist der Flächenverbrauch minimiert und die Umgebung nur geringstmöglich verschandelt. Sicherheit wäre gewährleistet solange wie die gestufte Kaskadenrinne selbst sicher ist – das leistet die Große Betonlösung nicht, da diese nur Symptome bekämpft.

    Soweit der zweite Teil, ein dritter Teil kommt in wenigen Tagen. Da werde ich zusätzlich eine weitere Maßnahme vorschlagen, die aber weder Stadtverwaltung noch Landschaftsschützer begeistern wird.

     
  15. 30. Martin Fingerhut

    So, wie ich mich daran erinnere, war die AuslaufFläche am Fuß der Kaskaden nicht für einen beliebten WanderWeg gedacht gewesen.
    Von der WorcesterBrücke aus endete der Weg ursprünglich am engen Hals.
    Das weitere Gelände war privates Eigentum und gehörte zu den diversen GrundStücken an der Nassauer Allee.
    Noch heute zeugt die lange Reihe der Zäune vom engen Hals bis fast zur Kaskade davon.
    Erst um 1980 herum wurde ein UferStreifen öffentlich zugänglich gemacht.
    Damit wurden die Wege ab der Kasade bis zum Klever Ring an die WandelPfade unterhalb des MoritzParks angeschlossen.
    Daß zuvor an der Kaskade nennensWert FußGänger unterwegs gewesen wären, glaube ich nicht.
    Folglich war es ursprünglich kein Problem,
    wenn die Fläche am Fuß der WasserFälle komplett überspült wurde.
    Sie lag deutlich tiefer als die heutige.
    Das SpundLoch im unteresten Becken lag direkt auf dem Niveau der BetonFläche
    und vor ihm war die Fläche eingekerbt,
    um kleinere WasserMengen zu fassen und direkt in den KermisDahl zu leiten.
    Erst bei stärkerem DurchFluß verteilte sich der Strom aus dem SpundLoch weiter nach links und rechts über die Fläche.
    Ich schätze, diese Verbreiterung war beabsichtigt,
    damit das Wasser über einen längeren UferStreifen verteilt in den KermisDahl stürzte
    und sich so seine Wirkung abschwächte.

    Aber auch damals schon kam es vor, daß das unterste Becken vollLief
    und das Wasser über die vordere AbschlußMauer schoß.
    Dazu allerdings mußte es schon sehr stark regnen,
    denn auch wenn das SpundLoch selber nur relativ eng war,
    stellte es m.E. weit weniger WiderStand dar als die heutige Lösung.
    Damals brauchte der Auslaß allein die Mauer zu durchStoßen
    und sofort danach konnte der WasserStrom sich wieder ausbreiten.

    Heute liegt das SpundLoch tief unter Beton
    und an es ist ein ca. 10m Meter langes Rohr angeschlossen
    ( im obigen Foto stellenweise zu erkennen : verläuft von der Mitte des BetonSockels aus nach rechts durch den rechten SandDamm ),
    das dann auch noch nach 6m im rechten Winkel abknickt.
    Genau genommen sogar in einem noch spitzeren Winkel als 90°,
    denn der 2 Abschnitt verläuft zu allem Überfluß ein wenig wieder zurück Richtung Hang.
    Schon allein deshalb dürfte das Wasser wohl nicht mehr so gut dadurch fließen wie einst durch den einfachen DurchLaß in der Mauer.

    Damit das Rohr nicht durch Blätter und anderes verstopft wird,
    das vom Wasser aus der OberStadt herbeiGespült kommt,
    ist nun im untersten Becken, vor dem SpundLoch des Ausflusses
    ein Gitter angebracht worden.
    Dieses war gestern Abend durch Laub, PlastikFetzen, Zweige etc. komplett verstopft.
    SinnVollerWeise hat das Gitter etwas Abstand von der Mauer und dem AuslaufLoch,
    soDaß selbst dann noch einiges Wasser seinen Weg um das Gitter herum in das AuslaufRohr finden kann,
    wenn das Gitter verstopft ist.
    Jedoch war das Material, das sich vor dem Gitter gesammelt hatte,
    durch den enormen Druck des herabStürzenden Wassers so sehr auch zwischen den GitterStäben hindurch gepreßt worden,
    daß selbst jener WasserFluß um das Gitter herum behindert wurde.

    Gestern Abend habe ich das Gitter freiGeräumt.
    Es waren nur 2 Portionen Blätter u.s.w. gewesen,
    die sich zwar bequem mit jeweils beiden Händen packen ließen,
    die aber ausgereicht hatten, das Gitter komplett abzudecken.

    Vorige Nacht, als der Regen einsetzte, muß das Gitter frei gewesen sein.
    Heute MitTag, rund 1h nach dem Ende des Regens,
    kam immer noch so viel Wasser aus der OberStadt
    und toste die Kaskaden herunter,
    daß das unterste Becken ca. 30cm hoch heftig wallend gefüllt war.
    Vom Gitter war nur der oberste Streifen zu sehen.
    SoWeit zumindest war es sauber.
    Die unteren ca. 2/3 des Gitters waren im schäumenden Wasser nicht zu erkennen.
    Doch muß das Wasser im Laufe in der Nacht auch seitlich übergelaufen sein,
    wie SchwemmSpuren berichten.

     
  16. 29. Stefan Schuster

    Das hier wird eine Fortsetzungsgeschichte, meine kompletten Überlegungen sind zu umfangreich für einen einzigen Beitrag. Deshalb hier erstmal Teil 1, weitere Teile werden im Abstand von 2-3 Tagen folgen.

    Thema dieser Betrachtung ist nur das neue Überlaufbauwerk am Fuss der Kaskade und die unmittelbare Umgebung, nicht der Endmoränenhang und die Massnahmen zu seiner Stabilisierung.

    In einem früheren Blogbeitrag hatte ich die These aufgestellt, dass der Materialschwund neben den Seitenwänden des Bauwerks auf Setzungsbewegungen im weichen Kermisdahlufer zurückzuführen sei, und es sich nicht um Erosion handele. Diese Aussage nehme ich zurück, da lag ich falsch.

    Auf die richtige Spur gebracht hat mich Beitrag #16 hier in diesem Thread. Leser Günter Ververs hat da ein Video vom Gewitterregen am 29.05.2018 geposted, vielen Dank dafür. Ab Minute 0:26 ist zu sehen, dass große Mengen Wasser über die Seitenwände schwappen. Logisch, dass dabei auch seitliches Material weggespült wird. Im technischen Sprachgebrauch würde ich trotzdem nicht von Erosion sprechen – es sind Auskolkungen.

    Hier nochmals der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=aOk2RyJRaJo

    Der seitliche Überlauf kann nicht geplant worden sein, aber diese Schwäche und die dadurch entstandenen Kolke gaben der Stadtverwaltung den Anlass für das danach folgende ‘Betonmassaker’.

    Nun habe ich versucht, die Verhältnisse ohne und mit Wasserzufluss am Auslaufbauwerk zu berechnen. Ohne Wasser geht das einfach, es ist eine rein statische Betrachtung, ohne dynamische Effekte. Dann fangen wir mal an:

    Der Ausflussquerschnitt des Bauwerks ist die gesamte offene Fläche der Vorderfront des Bauwerks, also der rechteckige Durchlass und die Flächen oberhalb der schrägen Vorderwände. Ich habe die Flächen ausgemessen, das Ergebnis ist ein für den Wasserablauf zur Verfügung stehender Querschnitt von 1,61 m².

    Als Jugendlicher war ich vor langer Zeit mal aus Abenteuerlust mit Taschenlampe in den zuführenden Kanal eingestiegen. In meiner Erinnerung beträgt der Querschnitt der zuführenden Kanalrohre etwa 1,5 m². der Flaschenhals liegt dabei hinter einer Y-förmigen Rohrkreuzung nahe der Sternbuschklinik. Der exakte Kanalquerschnitt muss in den Unterlagen der USK enthalten sein, welche mir leider nicht vorliegen.

    Trotzdem fällt auf: Die Querschnitte von zuführendem Kanal und Abflußöffnung des Auslaufbauwerks sind *ungefähr* gleich. Meine Vermutung: Bei der Planung des Bauwerks wurde die Situation nur statisch und nicht dynamisch betrachtet.

    Nun die dynamischen Betrachtung, es kommt fliessendes Wasser ins Spiel.

    Für eine exakte Berechnung helfen jetzt Querschnittsflächen nicht weiter, es kommt die Fliessgeschwindigkeit des Wassers hinzu. Im zuführenden Kanal ist die Fliessgeschwindigkeit des Wassers am Flaschenhals entscheidend. Wieviel m³/s kann der Kanal liefern? Hier einen exakten Messwert zu ermitteln ist fast unmöglich. Es handelt sich am Flaschenhals um ein hoch chaotisches System. Es existiert aber, theoretisch und praktisch, ein unbekanntes Maximum.

    Einflußgrößen: 1) Je höher der Pegel im Flaschenhals, desto höher die Fliessgeschwindigkeit. 2) Wann treffen einzelne Peaks auf andere Wasserströme, z.B. weiter entferntes Materborner Wasser auf Wasser aus der Gegend der Kreisverwaltung. 3) Wo liegen turbulente und wo liegen laminare Strömungen vor.

    Kein Wasserbauingenieur weltweit kann hier ernsthaft realistische Zahlen liefern, zumindest nicht bei vertretbarem Messaufwand. Es bleibt nur der Ausweg, konstruktiv in der Planungphase hohe Sicherheitsmargen einzurechnen.

    Am 19.05.2019, Samstag vor einer Woche, gab es ein kleineres Gewitter über Kleve. Eine knappe halbe Stunde mittlerer Regen über der Oberstadt. Weder die Intensität noch die Dauer waren vergleichbar mit dem Starkregen, den das oben verlinkte Video zeigt. Ich kam etwa 20 Minuten nach Beginn an der Kaskade an, der Regen ließ schon nach, eine Viertelstunde später nur noch leichtes tröpfeln.

    Hier ein kurzes Video: Situation an der Auslauföffnung, als nur noch leichte Regentropfen fielen.

    https://www.youtube.com/watch?v=VttPaRGos9s

    Der mittlere rechteckige Durchlass wird von normal strömendem Wasser komplett genutzt, in diesem Bereich spielen Wellen kaum eine Rolle. Direkt daneben aber werden Teile der schrägen Vorderwände immer wieder von Wellen überflutet.

    Für die nachfolgenden Rechnungen habe ich auch jenen Teil der Überlaufmauer berücksichtigt, der immer wieder von Wellen überschlagen wurde. Ein guter Indikator sind die Ablagerungen von Erde und Biomasse oben auf der schrägen Mauerkrone, den Schaum auf der Mauer habe ich nicht als Indikator einbezogen. Am mittleren Geländerpfosten (siehe Video) war für mich Schluss. Aus den gemessenen Längen habe ich eine Wellenhöhe von 11 cm über aktuellem Pegel errechnet.

    Der dabei real genutzte Auslaufquerschnitt, also aktueller Pegel + Wellenhöhe, zwischen den entsprechenden Geländerpfosten beträgt rechnerisch, (die Zahl ist gerundet), 0,37 m². Damit sind rund 23% der verfügbaren Auslauffläche genutzt. Das erscheint wenig. Aber vergessen wir nicht, die Verfügbarkeit haben wir für einen statischen Zustand berechnet. Auch im Video herrscht noch eine relativ stabile Situation im Becken, weit entfernt von einem chaotischen Zustand.

    Erhöhen wir jetzt im Rahmen einer Simulation die Zulaufmenge, kommt mehr und mehr Chaos ins Spiel, und berechnete Zahlen werden immer unzuverlässiger. Was passiert, wenn ich die Zulaufmenge verdopple , verdreifache, usw…? Nicht nur der aktuelle Pegel steigt, auch die Wellenhöhe. Welchen Zahlenwert kann ich für die Wellen ansetzen? Ich habe es probiert, traue mich aber aus Gründen wissenschaftlicher Seriosität nicht, hier aufgrund von Schätzungen vermeintlich sichere Zahlen zu nennen.

    Eine quantitative Aussage wäre also unseriös, dennoch ist eine qualitative Aussage möglich und gesichert:
    Der Zusammenhang zwischen Zulaufmenge und Inanspruchnahme des Auslaufquerschnitts ist nicht proportional. Steigert man die Zulaufmenge in kleineren gleichbleibenden Schritten, kommt das Bauwerk immer schneller an seine Grenze.

    Meine Schätzung ist, dass diese Grenze bei etwa drei- bis vierfachem Zulauf im Vergleich zum betrachteten kleinen Gewitter liegt, bevor es losgeht mit dem seitlichen Überschwappen. Jeder Leser kann jetzt für sich selbst überlegen, wie oft das der Fall sein mag. Im vergangenen Jahr ist es bereits einmal passiert.

    Das Wasser muss schneller aus dem Überlaufbauwerk ausfliessen können, dazu muss der Auslaufquerschnitt vergrößert werden, entweder per Betonsäge oder Preßlufthammer.

    Der seitliche Spritzbeton bekämpft nur Symptome, beseitigt aber nicht die Ursache. Er kann ersatzlos entfernt werden. Bleibt das so, dann hätte Kleve eine neue Dauerbaustelle. Ein weiteres Herumfummeln an den seitlichen Fächen, um sie irgendwie doch noch tauglich hinzubekommen, würde nur bedeuten, gutes Geld schlechtem Geld hinterher zu werfen.

    Mein Vorschlag ist, den größten Teil der schrägen Vorderwände am Bauwerk bis auf Bodenhöhe abzutragen, und nur rechts und links etwa einen Meter stehen zu lassen. Das ist die notwendige Kröte, welche die Stadtverwaltung schlucken muss, dadurch würde der Planungsfehler offensichtlich.

    Alternativ wäre noch denkbar, die Seitenwände des Bauwerks zu erhöhen, aber das ist keine gute Idee. Dadurch würde bei voller Überflutung der Vorderfront der entstehende Wasserfall gefährlich nahe an die seitlichen Kanten des betonierten Fusswegs heranrücken – und diese Bereiche sind schon jetzt problematisch und erfordern eine zweite Änderungsmaßnahme.

    Dazu jedoch mehr im zweiten Teil. Dann geht es um den Beton-Fussweg, seine seitlichen Kanten und seine Kermisdahlfront.

    Im dritten Teil wird es dann um eine dritte Schwachstelle gehen, die ich erst jetzt bemerkt habe, und die noch nie Thema in der Kaskadendebatte war.

    Stay tuned. In der Zwischenzeit bleibe ich weiter auf der Lauer und warte auf ein wirklich kräftiges und länger andauerndes Gewitter, um eindeutige Beweisphotos zu schiessen.

     
  17. 28. rd

    @Stefan Schuster kleveblog und die Leserschaft warten gespannt.

     
  18. 27. Stefan Schuster

    Danke @Seebär für in Link im letzen Beitrag.

    So, Sicherheit versus oder gemeinsam mit Ästhetik. Im Moment scheint es mir so zu sein. dass zugunsten vermeintlicher Sicherheit ein Auslaufbauwerk erstellt wurde, welches ohne hinreichende Berechnungsgrundlage erstellt wurde, welches sich als in der Vergangenheit als unzureichend erwies, und welches deshalb durch unästhetische Massnahmen ergänzt wurde.

    Vor 4 Tagen während des kleinen Abendgewitters habe ich die Situation dort fotografiert. Leider war der Regen nicht stark und langanhaltend genug, um endgültige Aussagen treffen zu können. Ausserdem muss ich nochmal mit einem Zollstock dort hingehen und das Bauwerk genauer vermessen mit dem Ziel, konkrete Massnahmen zur Verhinderung seitlichen Überlaufens vorzuschlagen.

    Ergebnisse und Schlussfolgerungen werde ich der kommenden Woche hier vorstellen.

     
  19. 26. Seebär

    Aus Sicht der Stadtverwaltung geht Sicherheit vor Ästhetik und es musste schnell gehandelt werden, es war Gefahr im Verzug; Das Argument „Sicherheit“ hat ein sehr großes Gewicht und das zu recht. Und wie steht es mit Gesundheit? Gibt es den begründeten Verdacht, die körperliche Unversehrtheit beispielsweise durch PAK-belastete Böden in Schulen stehe auf dem Spiel, ist es völlig in Ordnung 14 Jahre lang nichts zu unternehmen? Ich bitte um Verzeihung, aber um diese Logik zu verstehen ist es unbedingt notwendig den gesunden Menschenverstand und das Verantwortungsbewusstsein zu ignorieren.

    https://www.google.de/amp/s/rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-sachstandbericht-ueber-die-kaskade-im-alten-tiergarten_aid-38885363%3foutput=amp

    P.S. Sicherheit hat natürlich oberste Priorität. Es spricht aber nichts dagegen bei Sanierungs- und Baumaßnahmen auf Ästhetik zu achten sofern dadurch die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird.

     
  20. 25. Seebär

    Ergänzung zur Wiederherstellung der Kaskadenästhetik:
    Da der Betonsockel vor dem Überlaufbecken der Kaskade der höchste Bereich entlang der Wasserlinie ist, könnte – wie einige Kommentatoren bereits angemerkt haben – bei sehr starken Regenfällen das Wasser auch seitlich vom Betonsockel fließen, so dass eine Begrünung bis zur Wasserlinie hinunter links und rechts des Betonsockels möglicherweise nicht funktionieren würde. Vor dem Erdrutsch war meiner Erinnerung nach die tiefste Stelle in der Uferlinie direkt vor dem Überlaufbecken der Kaskade, so dass das überlaufende Wasser den Uferbereich nicht erodierte, sondern über die Betonkante direkt vor dem Überlaufbecken in den Kermisdahl floss. Ein Fußgänger-freundlicherer Weg zum Betonsockel auf beiden Seiten wäre auch nötig.

     
  21. 24. Seebär

    Vielleicht ließe sich die Ästhetik der Kaskade folgendermaßen zumindest zum Teil wiederherstellen:
    Den Damm vom gegenüberliegenden Ufer bis zur unten in der Mitte liegenden Spundwand, die direkt an das Wasser des Kermisdahls reicht, und sonstigen Kies, der im Flussbett des Kermisdahls vor der Kaskade herumliegt, entfernen. Die untere mittig liegende Spundwand passend zur Kaskade rot verklinkern; die Bereiche rechts und links dieser Spundwand, die derzeit bis zur Wasserlinie mit Spritzbeton bedeckt sind, renaturieren indem Mutterboden davor geschüttet, mit stützenden Gewebematten vor dem erodieren bewahrt werden und zur Wasserlinie hin dezent abgestützt und bepflanzt werden. Das äußere Geländer (an der wasserseitigen Kante) des Betonsockels durch ein filigranes Geländer (ähnlich dem Original) ersetzen; Den Spritzbeton vor der rechten Spundwand begrünen. Ob es sinnvoll wäre in dem zur Zeit mit Gräsern und Ähnlichem bewachsenen Hängen links und rechts der Kaskade Bäume zu pflanzen, hängt davon ab ob die Bäume mit ihrem Wurzelwerk den Hang eher stützen würden oder eher eine zusätzliche Belastung wären.

    Vorher:
    https://www.klevischer-verein.de/2019/01/05/kleve-hatte-eine-kaskade/

     
  22. 23. Seebär

    Also Frau Schnütgen, vorhin ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Die Kafkade ist ein Ort der Begegnung! Erst habe ich Franz getroffen, der hat mir von seinem neuen Bau im Hang erzählt. Dann kam eine Joggerin des Wegs und stakste vorsichtig über die Spritzbetondecke, um am Überlaufbecken Dehnübungen zu machen (die gelbe Leiter macht sich übrigens hervorragend als Turngerät) und schließlich habe ich noch einen Zweibeiner getroffen mit dem ich mich angeregt über die Kafkade unterhalten konnte. Und das alles innerhalb von fünf Minuten! Wenn das nicht ein Treffpunkt ist, der zum Verweilen einlädt. Sogar ein Vorratsbecken für Fische ist schon da! Da kann der Fisch-Kiosk direkt am Fuß der Kafkade aufgestellt werden. Und für die Zweibeiner gibt es soviel zu entdecken und zu überlegen: Wozu sind wohl die Schlitze in der rechten Spundwand (vom Wasser aus gesehen)? Soll da Wasser durchsickern? Sind die Spundwände wohl tief genug ins Erdreich gerammt worden? Warum sind Teile der rechtsseitigen Spundwand schief? Was machen die Kaninchen am Hang bzw. im Hang? Der Tiefbauingenieur, der den Hang an der Kafkade betreut, ist ganz begeistert von seinem neuen Arbeitsplatz und Wohnort. Er meint als Kaninchen kriegt man selten einen so interessanten Job. Also Frau Schnütgen, könnten Sie bitte dafür sorgen, dass die Kafkade so bleibt wie sie jetzt ist? Das wäre super! Viele Grüße vom Seebären

     
  23. 22. Stefan Schuster

    Wird gemacht. Kamera ist wasserdicht, jetzt muss es nur noch ordentlich plästern. Bin ja selbst gespannt was sich dann zeigt. Spätestens beim nächsten Sommergewitter wissen wir mehr.

     
  24. 21. Niederrheinstier

    @ 20
    Mmuuuuh, Herr Schuster, mmuuuh!
    Bitte nach dem Starkregen nicht vergessen, Ihre Kaskadenbilder an RD zu senden, damit der die hier einstellt und ich die auch sehen kann, mmuuuuh! Genau deshalb hatte ich ja in Blog 13 danach gemmmuuuuht, mmuuuuuh!

     
  25. 20. Stefan Schuster

    Auch von mir besten Dank an #16, Günter Ververs.

    Das Video hat mich stutzig gemacht. Es ist leider nur undeutlich zu sehen, aber ab 0:26 sieht es so aus, als ob aus dem neuen, vorderen Tosbecken das Wasser nicht nur durch den schräg betonierten Auslass geradeaus Richtung Kermisdahl läuft, sondern dass zusätzlich auch über die Seitenwände des neuen Beckens Wasser (ungewollt?) auf den neuen Fussweg stürzt.

    In diesem Fall müsste ich meine vorherigen Aussagen über Senkungsbewegungen unter der Schotterschüttung korrigieren, dann läge tatsächlich eine seitliche Auskolkung vor. Ich möchte an dieser Stelle keine vorzeitigen Schlüsse ziehen, aber dass an irgendeiner Stelle ungenau geplant wurde ist klar.

    Ich habe mir fest vorgenommen, beim nächsten Starkregen kamerabewaffnet die Kaskade zu besuchen. Stay tuned.

     
  26. 19. Niederrheinstier

    @16 (Herrn Ververs)
    Mmuuuuh, mmuuuh, Herr Ververs, mmuuuh und vielen Dank für den Link, mmuuuuh!
    Sie sind ein Niederrheinstierversteher, mmuuujuhhh!
    Jetzt habe ich einen Eindruck davon, welch gewaltigen, überbordenen Wasserkräfte da mitunter wirken, mmuuuuh. Viele Grüsse vom Niederrheinstier, mmuuuh!

    @14 und 15:
    Im Gegensatz zu Herrn Ververs haben Sie mich nicht ganz richtig verstanden, mmuuubuuuh.
    Die geologische und bauingenieurtechnische Analyse von Herrn Schuster ist völlig ok, mmuuuh!
    Da habe ich weder etwas Schlechtes drüber gemmuuuuht, noch zu irgendetwas darin Enthaltenem etwas hinzugemmuuuuht. Aber vor der kaskadstrophal reparierten Kaskade im Kermisdahl sieht es nun einmal so aus, als hätte sich da ein Gebirgssturzbach rein ergossen, mmuuuh. Und so einen Sturzbach wollte ich nur einfach mal im Bild sehen, mmuuuuuhhh. Deshalb wollte ich RD motivieren, da mal bei Starkregen hinzugehen und sich uneigennützig für alle Kleveblogger nassduschen zu lassen, mmuuuh. Aber Herr Ververs hat ihn nun gleich mit rausgehauen, mmuuuh. Sonst hätte sich der Kleveblog-Chef-Influenzer vermmuuuuhtlich noch eine Influenza gefangen, mmuuuh.

     
  27. 18. Chewgum

    Auch zu bedenken: https://www.klevischer-verein.de/2019/03/28/wie-stabil-ist-der-hang-auf-dem-die-schwanenburg-steht/

     
  28. 17. Martin Fingerhut

    @ 5., 15. Stefan Schuster :
    Habe ich das richtig verstanden ? :

    Es bildet sich eine Zone zwischen den obersten ErdSchichten und dem UnterGrund,
    entlang welcher der ZusammenHalt schwächer wird.
    IrgendWann wird der Boden oberhalb dieser Zone zu schwer
    und kann nicht gehalten werden
    sondern gleitet hinab.
    Diese GleitZone hat – im Profil gesehen – eine Form wie etwa ein SprungSchanze für SkiFlieger :
    Von oben aus verläuft sie erst steil herab.
    Sogar steiler als die HangOberFläche,
    weshalb die darauf liegende BodenSchicht
    im Profil immer breiter und breiter wird
    ( Wie ein Keil, dessen Spitze nach oben zeigt. )
    Unten jedoch kehrt sich die Linie um.
    Wie bei einer SkiSprungSchanze steigt sie wieder an.
    Bis sie schließlich irgendWo im Bett des KermisDahls endet.
    Der tiefste Punkt der Kurve liegt deutlich unter dem Niveau des KermisDahls.

    Wenn die obere, keilförmige Schicht den Halt verliert
    und nach unten rutscht,
    verdrängt sie die BodenMassen im unteren Bogen der Zone
    und schiebt sie vor sich her,
    soDaß diese – wie bei einer Wippe – aus dem UnterGrund des KermisDahls nach oben gedrückt werden.

    Damit SpundWände das verhindern können,
    müssen sie nicht nur durch die obere, potentiell rutschende Schicht hindurch getrieben werden,
    sondern darüber hinaus noch so weit tiefer gerammt,
    daß sie weit unterhalb der GleitZone im stabilen UnterGrund genug Halt finden,
    die rutschenWollenden obersten Massen aufzuhalten.

    InSoFern erscheinen mir auf den Hängen links und rechts der Kaskade
    die MaßNahmen bis auf den SpritzBeton sämtlich plausibel und angemessen.

    Die Kaskade selber halte ich jedoch für einen ganz anderen Fall.
    Sie bildet von oben bis unten durchGehend ein starres Element,
    das sich folglich deutlich anders verhalten dürfte als die lockeren ErdMassen.

    AußerDem muß sie viel intensiver stabilisiert werden.
    Wenn vom Hang die oberste Schicht Jahr für Jahr um 1cm abrutscht,
    dann richtet das lange Zeit keinen Schaden an.
    Wenn jedoch das untere Ende der Kaskade auch nur um 1cm absackt,
    dann bereits entsteht irgendWo ein Spalt von 1cm zum oberen Abschnitt der Kaskade.
    Einiges der WasserMassen,
    die bei starkem Regen die Kaskaden hinunterStürzen,
    wird durch diesen Spalt dringen
    und die Kaskaden unterspülen.
    Schon ist das gesamte BauWerk gefährdet.
    Darum halte ich es für wesentlich,
    die Kaskaden extrem stabil abzustützen.
    Deshalb bin ich überzeugt,
    daß der massive BetonKlotz am Ufer unbedingt erforderlich ist.
    häßlich aber notwendig.

    Der SpritzBeton auf dem Schotter könnte sicherlich nicht verhindern,
    wenn Schotter in den UnterGrund absackte.
    Doch darum geht es hier gar nicht.
    Bei richtig starkem Regen läuft ein ( großer ) Anteil des Wassers
    offen über die BetonEbene am Fuß der Kaskade.
    nicht nur direkt geradeAus in den KermisDahl,
    sondern auch seitlich über die Kanten der BetonFläche.
    Binnen weniger Monate waren dort tiefe Schluchten in den Schotter gewaschen worden.
    So breit, daß sich kaum noch darüber steigen ließ.
    DAGEGEN dürfte der SpritzBeton sicher helfen.
    Darüber muß allerdings noch ein vernünftiger Weg angelegt werden.
    Bisher läuft es sich dort wie auf zementenen EierKartons.

    Allerdings weiß ich nicht,
    warum der Beton bis hoch an die SpundWände gespritzt wurde.

     
  29. 16. Günter Ververs

    @13
    Starkregen über Kleve am 29.05.2018, ab Sekunde 26 Kaskade. Aufgenommen von Tim Tripp:
    https://youtu.be/aOk2RyJRaJo

     
  30. 15. Stefan Schuster

    @12, Hackebreit:
    I like your kind of humour. Ymmd 🙂

    @13, Stier:
    Was soll denn ein Photo zeigen, ausser dass da ne Menge Wasser runterkommt? Die wichtige Frage ist doch: Wo ist der Engpass bei einem Starkregen?

    Ich kenne die Kaskade sehr genau. Als ca. 12jährige Bengels sind wir da reingestiegen und (laut Schrittzählung) waren wir im Kanalrohr weit jenseits der Querallee, bis es uns zu langweilung und unbequem wurde und wir umkehrten. Wir haben die Kanäle nicht komplett erforscht. Auf unserem Weg gab es zwei Y-förmige Zuflüsse, an denen wir uns jeweils links gehalten hatten.

    Vom Mundloch der Kaskade aus führt ein geräumiger Kanal etwa 100m im rechten Winkel Richtung Nassauer Allee, rechts unten mit gemauerter Kante damit man sich keine nassen Füsse holt. Wir konnten aufrecht laufen. Dann verengt sich der Kanal zur ovalen Betonröhre, wir mussten gebückt laufen.

    Schlussfolgerung: Wegen der Querschnittserweiterung kann ein möglicher Flaschenhals nicht auf den letzten 100 Metern liegen.

    Falls also ein Starkregen das Fassungsvermögen des Gesamtkonstrukts Oberstadtentwässerung übersteigt und sich kleine Seen bilden, dann muss der Engpass in der Nähe der Sternbuschklinik oder weiter stadteinwärts liegen. An den Y-Einmündungen liegt dann mit Sicherheit keine laminare Strömung vor, und turbulente Strömungen bedeuten eine hohe Belastung der Kanalwände.

    Es ist für mich jetzt schwierig, nach Jahrzehnten aus der Erinnerung schätzen zu können, welchen Querschnitt das zuführende Rohr auf Höhe der Sternbuschklinik hat. Aber nehmen wir mal an, es seien 1,5 m². Der Querschnitt der gestuften Kaskadenrinne bis Oberkante Aufmauerung ist deutlich höher, da wäre also selbst bei maximalem Zufluss noch Reserve drin. Vorsicht, das ist nur eine Schätzung, hier fehlen mir noch Zahlenwerte zu den tatsächlichen Querschnitten.

    Tut mir leid, Herr Stier, dass ich Ihren Beitrag ernst genommen habe.

    @14, otto:
    Sehr feines Beispiel für die Nutzung des rhetorischen Floretts, es muss nicht immer der von mir bevorzugte Säbel sein…

     
  31. 14. otto

    @13 NdrH-Stier,

    Die Stellungnahme von Stefan Schuster ist in allen Punkten zutreffend und detailliert ausgearbeitet.

    Nur möchte ich doch eine kleine Lanze für den Planungschef brechen, denn wir dürfen nicht vergessen,
    dass er nach bestem Wissen, Gewissen und Verstand handelte.

    Er hat wesentlich zur Aufmerksamkeit und Verschönerung dieses Parkteils beigetragen, wir sollten
    dankbar sein.

    Vielleicht gelingt es ihm, seine Schönheitsvorstellungen mit der Minoritenplatz-Bebauung erneut
    einzubringen, ein Platz in der Klever Geschichtsschreibung wird ihm gewiss sicher sein.

     
  32. 13. Niederrheinstier

    @ RD
    Mmmuuuh, RD, nicht nur Herr Schuster, sondern auch andere Blogger haben hier jetzt schon mehrfach nach Bildern der Kaskade bei Starkregen gerufen, mmuuuuh. Dummerweise können Sie bei Starkregen jedoch nicht so richtig Fotos machen, auf denen etwas zu sehen ist, mmuuuubuuuh. Auch können viele Drohnen bei Starkregen nicht fliegen, mmuuuh. Im Moment haben wir jedoch die seltene Wetterlage mit Starkregenfällen, die genau aus Rchtung Süden kommen, mmuujuuh! Warum haben Sie sich noch nicht Ihre Kamera, Ihre Gummistiefel und Ihr Ölzeug geschnappt und sich vom Klever Ring aus über meine grüne Wiese zum Ufer gegenüber der Kaskade aufgemacht, um dort gegen Ende einer Schauer ein kontratsreches Bild mit der Sonne im Rücken von der Kaskade zu machen, entlang der dann noch das Wasser herunterschießt, das zuvor und noch während Ihres Fotos auf die Oberstadt herunterprasselt, mmuuuuh? Dann könnten alle sehen, wie voll die Kaskade bei so Starkregenfällen tatsächlich wird und wieviel zusätzliches Wasser eventuell rechts und links davon gen Kermisdahl schießt, mmuuuuh. Laut dem Foto scheinen da schon gewaltige Wasserkräfte zu wirken, ohne das ich hier den Hydrologen mit einem hydrologischem Gutachten mimen möchte, mmuuuuh. Aber ein solcher Wasserabgang hat ja wohl offensichtlich weiter unten einen großen Teil der für die Reparatur aufgeschütteten Furt weg und einen Sedimentkegel in den Kermisdahl gespült, mmuuuuh. Also, RD, nur zu, mmuuuuh! Einer muss sich leider für ein gutes Fotos für alle Klevebloggern duschen lassen, mmuuuuh. Ich gewähre Ihnen auch ausnahmsweise freies Geleit über meine grüne Wiese und lasse Sie in Ruhe fotografieren, mmuuuuh (bei dem Regen bleibe ich sowieso lieber im Stall und beobachte von dort das Grswachstum, mmuuuh)!

     
  33. 12. Hackebreit

    Hello from down under, Mr. Schuster!
    Don’t worry! The sheet pile walls at the cascade were deepened enough. I can confirm this because, since last year, a few sheet piles of the same width have suddenly jutted out of the ground, here.
    Kind regards drom down under!

     
  34. 11. Wacker

    @6 Joseph Johann
    Eine freihändige Vergabe der Arbeiten an ein bestimmtes Unternehmen dürfte aus nachvollziehbaren Gründen für einen öffentlichen Auftraggeber nicht möglich sein. Es steht vielmehr jedem Unternehmen frei, sich an entsprechende öffentliche Ausschreibungen zu beteiligen.
    Oder wurde beschränkt ausgeschrieben (möglich, weiß ich aber nicht)?

    Aber gibt es denn überhaupt irgendwelche Anzeichen dafür, dass der derzeitige Zustand dem ausführenden Unternehmen zuzuschreiben ist? Es ist wohl zunächst davon auszugehen, dass genau das gebaut wurde, was der Bauherr geplant und bestellt hat.
    Oder wurde die Planung mit ausgeschrieben (möglich, weiß ich aber nicht)?

    Im übrigen dürften die hier an Land ausgeführten Arbeiten auch eher dem Leistungbereich von Spezialtief- und Erdbauunternehmen entsprechen als einem Wasserbaunternehmen.

     
  35. 10. KLE-Master

    Noch eine Story:

    Manfred Palmen hat seinerzeit als junger Stadtdirektor Aktivitäten am Fuß des Burgberges (bei Wein Peters) stoppen lassen, weil seine Fantasie ihn befürchten ließ, die Burg könne abrutschen! (große Presse)

    Erhebliche Probleme mit Berg und Wasser gab es auch beim Anbau des Museum Kurhauses.

     
  36. 9. KLE-Master

    Merkwürdig auch, dass sich der Deichverband noch nicht ein geschaltet hat. Der ist als Wasserverband zuständig für die Ufergestaltung nach EU-Wasserrahmen-Richtlinie (WRRL) für den Spoykanal, Kermisdahl und Wetering und hat den Fach-verstand für Hanggestaltung und Wasserbau. Ein Mangel an Kommunikation?

     
  37. 8. KLE-Master

    Ich habe bisher nichts von einer Berücksichtigung gehört, dass nach dem Krieg der ganze Bauschutt sowie Trümmer über die Hangkante geschoben wurden und somit den Hang destabilisierten – insbesondere unter Schwemmwasser.

    Übrigens wird die Stadt auf Sicht das Gewässer “Kermisdahl” wieder in den ehemaligen Zustand versetzen müssen, wie es das “Verschlechterungsverbot” nach WHG fordert.

     
  38. 7. Klaus

    @5. Stefan Schuster

    Vielen Dank für den hervorragenden und lesbaren Kommentar. Dieser nährt meine laienhafte Befürchtung, dass die obere Spundwand auf der rechten Seite eventuell nicht tief genug ausgeführt wurde und das Widerlager durch Anschüttungen von Schotter keine Wirkung hat. Ich befürchte, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es zu einem weiteren Abrutschen des Hanges rechts von der unteren Spundwand kommen wird. Hoffentlich hält dann die obere rechte Spundwand.

     
  39. 6. Joseph Johann

    Der ganze Murks wäre unterblieben, hätte man sofort eine erfahrene Wasserbaufirma mit der Lösung des Problems beauftragt. Es ist nicht zu begreifen, dass der Klever Baubehörde unbekannt zu sein scheint, dass eine solche Firma in Wesel ansässig ist. Hat doch diese Firma sehr erfolgreich die Abwasserdruckleitung von Kellen nach Salmorth unter den Altrhein geführt.

     
  40. 5. Stefan Schuster

    Von der Ortsbegehung der Kaskade im Januar wusste ich nichts, sonst hätte ich als neugieriger Bürger teilgenommen und würde jetzt keinen langen Text schreiben.

    Als Dipl.Ing. der Fachrichtung Bergbau habe ich mich schon früh mit der Standfestigkeit von Böschungen beschäftigen müssen und diese auch berechnet, daher hier eine Betrachtung der Kaskadenrutschung aus bergmännischer Sicht.

    Das Problem bei Erdkörpern wie der Endmoräne: Die Eiszeitgletscher haben wie ein riesiger Caterpillar gigantische Erdmassen vor sich her geschoben, aber nicht völlig homogen durchmischt. Zwar kann die Bodenklasse als ‘überwiegend nicht-bindig’ bezeichnet werden, es ist aber immer zu berücksichtigen, dass in dieser nicht-bindigen Umgebung kleinräumig bindige Einlagerungen existieren werden – also potentielle Schwächezonen mit erhöhtem Gleitrisiko. Wird eine Bodenprobe im Labor untersucht, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Situation schon einen Meter neben dem Ort der Stichprobenentnahme anders darstellen kann.

    Für homogene Schüttungen wie z.B. Baugrund oder künstliche Böschungen, Deiche, usw, wird zur Berechnung von Tragfähigkeit und Rutschungsgefahr die DIN 4084 genutzt. Bei inhomogenen Schüttungen wie einer Endmoräne verlieren die Berechnungsverfahren stark an Aussagekraft. Gutachten können aufs Glatteis führen. Hier ist Vorsicht und Erfahrung wichtig.

    Nun zur Kaskade. Ursache der Rutschung: Ein zwar ungewollter, aber trotzdem gezielter Wassereintrag in die Böschung (undichtes Bypass-Abflussrohr neben der gemauerten Kaskade) als Primärursache, Einfluß von Oberflächenwasser nur gering und sekundär. Der entstehende Porenwasserdruck schiebt den Hang nach außen.

    Hangrutschungen besitzen in fast allen Fällen (Ausnahme: Hochgebirge) ein typisches vorher/nachher Geländeprofil. Vorher: Relativ gleichmäßiger natürlicher Böschungswinkel über die gesamte Hanghöhe. Nun erfolgt ein Böschungsbruch, in der Praxis fast immer entlang einer bogenförmigen, nach unten gekrümmten Gleitlinie. Nachher: Im oberen Teil des Gleitbogens ist der Böschungswinkel steiler geworden, im unteren Teil des Gleitbogens flacher als vorher. Dieser Effekt war auch neben der Kaskade zu sehen.

    Nun ist schnelles Handeln gefragt, durch den neuen steileren Böschungswinkel im oberen Teil des Bruchs ist die Gefahr weiterer Rutschungen hoch. In Kleve: Im oberen, steileren Teil des Bruchs wurde sandiges Material aufgefüllt, heute ist der Böschungswinkel wieder relativ gleichmäßig, so wie vorher. Anschließend wurde die neue Böschung mit Geotextil und aufliegendem Maschendraht abgedeckt und mit langen Erdnägeln befestigt. Das ist fachmännisch.

    Die entscheidende Maßnahme sind aber die beiden Spundwände im unteren Teil des Hangs und am Böschungsfuss. Diese KÖNNEN, wenn richtig ausgeführt, größere Rutschungen wirksam verhindern. Auch sind sie kräftig genug, langsames Hangkriechen über die Jahrzehnte aufzuhalten, und sie sind meßtechnisch hervorragend überwachbar, sie versagen nicht urplötzlich.

    Sicherheitsüberlegung: Vielleicht existiert ja eine weitere potentielle Gleitfläche noch etwas tiefer im Untergrund der Kaskade, es könnte erneut zu Rutschungen kommen. Diese bogenförmige Gleitfläche könnte oben an beliebiger Höhe des Hangs anfangen und am anderen Ende bis weit in den Kermisdahl reichen.

    WENN jetzt die Spundbohlen tief genug in den Untergrund gehämmert wurden, durchschneiden diese die hypothetische Gleitfläche und verhindern somit eine Scherbewegung, eine sprunghafte Änderung der inneren Reibung. Somit hätte man eine eventuelle Aktivierung dieser Gleitfläche wirksam unterbunden.

    Ich weiß jetzt nicht wie tief die Spundbohlen tatsächlich nach unten getrieben wurden, aber ich vermute hier einfach mal, dass in der Planungsabteilung der bauausführenden Firma fähige Bodenmechaniker arbeiten, denen diese Zusammenhänge bekannt sind.

    Soweit also alles ok. Das ist fachmännisch, das ist der aktuelle Stand der Technik.

    Nun zum neuen Vorbecken und dem neu betonierten Fussweg davor. Dahinter steht die Überlegung, dass ein neues künstliches Widerlager am Böschungsfuss geschaffen wird, welches durch sein Eigengewicht weitere Rutschungen behindert. Das ist nur eine Vermutung, und im Bergbau hat sich allzu oft gezeigt, dass solche Widerlager gerne versagen. Nutzen der Maßnahme bezüglich Standsicherheit der Gesamtböschung: Gering bis kaum der Rede wert.

    Falls sich eine potentielle Gleitfäche unterhalb des neuen Widerlagers durchzieht bis ins freie Gelände hinein, dann kann sich das Widerlager plötzlich im Zentrum einer erneuten Rutschung befinden und wird problemlos von den abgehenden Erdmassen unterspült, angehoben, und weggedrückt. Solche Widerlager sind daher im Bergbau nur eine Notmaßnahme (“vielleicht hilfts ja was”), wenn man nicht mehr an die Problemstellen im Hang herankommt, um dort geeignetere Maßnahmen zu ergreifen.

    Der Nutzen von Widerlagern hohen Eigengewichts am Böschungsfuss reicht bei Weitem nicht an die Wirksamkeit korrekt gesetzter Spundwände heran, und das bei relativ hohen Kosten. Aber nach dem Motto “…wenn wir schon mal mit schwerem Gerät vor Ort sind…” kann man diese Maßnahme gelten lassen. Jedenfalls ist jetzt ein geordneter Wasserablauf gegeben, und niemand holt sich bei Regen mehr nasse Füße vor der Kaskade.

    Ab jetzt wird es absurd.

    Klever Maßnahme: Die schrägen Schotter-Anschüttungen an Spundwand-Riegeln. Diese sind sachlich nicht erforderlich, sie sind überflüssig. Am oberen Riegel sowieso, am unteren Riegel wären sie sinnvoll falls hier Wellenschlag aufträte in Verbindung mit ständigen Veränderungen des Kermisdahlpegels – was nicht der Fall ist. Für mich eine reine Angstmaßnahme, weil man doch nicht so recht den Spundwänden vertraut. Das Geld dafür hätte man sich sparen können. Bodenmechanische Wirksamkeit nahe Null. Hier wurde mit Gürtel plus Hosenträgern geplant.

    Und in der letzten Maßnahme, der dünnen Spitzbetonlage auf dem Schotter, sehe ich sogar ein Gefahrenpotential.

    Zunächst: Ich erkenne keinen Grund für den Spritzbeton. „Die Kaskade wurde bei starkem Regen immer noch seitlich unterspült“, sagte Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer laut RP-Artikel vom 28.12.2018. Eine starke Behauptung. Wo? An welcher Stelle genau? Ist die Kaskade selbst gemeint als gestufte Betonrinne mit Aufmauerung durch Ziegelsteine? In diesem Fall würde eine Schotterversiegelung weit hangabwärts nichts bringen. Gibt es Detailfotos der Unterspülungen? Ich kenne bis jetzt keine.

    Oder ist vielmehr gemeint, dass an den Rändern der Schotteraufschüttungen Material ‘verschwunden’ ist, und wird wird dieser Schwund als Unterspülung interpretiert? Wahrscheinlich das. Eine Fehlinterpretation. Warum versiegelt z.B. die Deutsche Bundesbahn dann nicht tausende Kilometer Schotterbettungen unter ihren Gleiskörpern mit Spritzbeton, obwohl dort der Schotter direkt neben den Gleisen einen fast gleichen Böschungswinkel aufweist? Weil es nicht nötig ist, weil es sich nicht um Unterspülungen handelt.

    Hier verschwindet ganz einfach Material im weichen Kermisdahlschlamm, es handelt sich um eine Setzungsbewegung, das ist ein völlig anderer Mechanismus. Dagegen hilft keine dünne Betonkruste.

    Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Variante 1: Die Setzungsbewegung ist zum Stillstand gekommen, es sinkt kein weiterer Schotter mehr ein. In diesem Fall ist der Spritzbeton unnötig und es wurde Geld verplempert. Variante 2: Die Setzungsbewegung ist noch nicht abgeschlossen, es versinkt weiterhin Schotter im Schlamm. Die dünne Spritzbetonkruste hält erstmal. Aber darunter entstehen Bereiche ohne Schotter (der ist ja abgesackt), die jetzt nur mit Luft – und, falls unterhalb der Wasserlinie liegend, mit nicht tragfähigem hochgequollenen Schlamm – gefüllt sind. Mini-Kavernen, nur dünn überkrustet. Bei irgendeinem ahnungslosen Spaziergänger kann dann die dünne Kruste versagen und der Fuß des armen Menschen einbrechen.

    Die Spritzbetondecke MUSS daher entfernt werden, und zwar schnell – wegen der Unfallgefahr, wegen der Gefahr eines Oberflächenbruchs, nicht weil sie potthässlich ist. Auch wenn der Spritzbeton nochmals verstärkt werden sollte, selbst wenn die Zusatzschicht noch durch Moniereisen und Baustahlmatten verstärkt wird – solange die natürliche Setzungsbewegung nicht vollständig abgeklungen ist, werden unter der Kruste nicht tragfähige kleine Kavernen entstehen, nur sieht man sie dann nicht mehr.

    Es gibt bereits weiterführende Überlegungen seitens der Stadtverwaltung. Nächstes Zitat aus dem schon erwähnten RP-Artikel vom 28.12.2018: ‘So überlege die Verwaltung, ein Regenrückhaltebecken oben am Berg zu errichten und das Wasser unterirdisch kontrolliert abzulassen. „Vielleicht könnte man auch einen Bypass legen“, sagt Rauer.’

    Ich bin jetzt schon gespannt auf eine Volumenberechnung zum erforderlichen Fassungsvermögen eines Rückhaltebeckens. Starkregen auf viele Quadratkilometer Oberstadt? Und dann das Becken ‘oben am Berg’? Die zuführenden Kanalrohre liegen unterhalb des Niveaus der Nassauer Allee. Will man das Regenwasser etwa erst hochpumpen? Man sollte vorher berechnen, ob die Bausumme nicht besser angelegt wäre für Entsiegelungsmaßnahmen im Einzugsgebiet, zur Förderung der natürlichen Versickerung, um die Menge des in den Kermisdahl zu entsorgenden Sturzwassers zu reduzieren.

    Vielleicht ein Bypass? Der existiert doch schon, genau der ist ja vor 2 Jahren undicht geworden als er eine hohe Niederschlagsmenge bewältigen sollte, dadurch ist ja erst die Rutschung verursacht worden. Ist der etwa im Laufe der Hangsanierung nicht ertüchtigt worden? Oder wird hier über eine zweite ‘Zusatzkaskade’ nachgedacht? Sehr nebulös. Hier fehlen Zahlen, und zwar nicht bezüglich Standsicherheit der Endmoräne, sondern bezüglich belastbarer Prognosen zu künftigen Starkregen, und bezüglich potentieller Schwachstellen in der Oberstadtentwässerung – nicht nur eine isolierte Betrachtung der Kaskade.

    Meiner Ansicht nach ist die Kaskade ausreichend dimensioniert für Starkregenereignisse. Klar, das ist eine Schätzung. Aber auch die Behauptung des Gegenteils wäre ohne Zahlen und Messungen nur eine Schätzung – mit dem Unterschied, dass diese Schätzung erhebliche Investitionen begründen soll. Wieviel m³/s kann die Klever Kanalisation maximal ableiten ohne dass in der Oberstadt Seen entstehen? Ist die Kaskade der Engpass oder die davor liegende Kanalisation? Die Hänge links und rechts der Kaskade jedenfalls waren bei bisherigen Starkregen immer standfest, solange wie auch der Bypass dicht war.

    Das Problem ist nicht der Regen direkt von oben auf die Endmoräne, dieser führt lediglich zu einem sehr langsamen Hangkriechen über die Jahrzehnte, und das nicht nur im Bereich der Kaskade, sondern über gesamte Länge des Höhenzugs. Das letzte Großereignis (ohne Bypass-Bruch) war ja 1763 auf Höhe der Luisenbrücke laut Artikel hier im Blog. Unter der Voraussetzung, dass die zuführenden Kanalrohre und der Bypass sorgfältig und regelmäßig überwacht werden, ist ein weiteres Großereignis im Bereich der Kaskade sehr unwahrscheinlich, dafür sorgen die Spundwände.

    Außerdem ist der Kaskadenbereich der meßtechnisch am besten vorbereitete Bereich der gesamten Endmoräne zwischen Donsbrüggen und Kalkar. Ich habe rund um die Kaskade nach Vermessungspunkten gesucht und eine erstaunliche Anzahl davon gefunden, von Kermisdahlhöhe bis zur Oberkante der Böschung. Früherkennung von Hangkriechen und der Kriechgeschwindigkeit ist hervorragend möglich, wenn man sich Mühe gibt. (Fun Fact: Rund um die Schwanenburg habe ich nur einen einzigen Vermessungspunkt entdeckt, und den noch nicht mal Richtung Moränenhang, sondern Richtung Marstall).

    Zum Schluß noch eine Bemerkung zur Pflasterung des Fußwegs. Das ist nur sinnvoll für die paar Meter Betonplattform. Direkt über dem Schotter wäre das keine gute Idee, egal ob mit oder ohne Spritzbetonschicht. Falls die Setzungsbewegung des Schotters noch nicht zum Stillstand gekommen sein sollte, dann wird das schöne neue Pflaster in Mitleidenschaft gezogen und wellig werden. Geeigneter wäre eine Balken- und Bretterkonstruktion über dem Schotter mit einer trittsicheren Oberfläche wie auf der Luisenbrücke, nur konstruktiv viel einfacher und billiger. Vorteil: Entkoppelung von Fußweg und Schotter, man muss nicht gegen die Natur und ihre Setzungsbewegungen ankämpfen.

    Noch mehr Gelder zu versenken für eine Beherrschung von Wetterereignissen, gegen die man gerade eben erst frisch aufgerüstet hat, halte ich für unnötig, da hat die Kommune andere Sorgen. Noch ein bisschen Aufhübschung und Kosmetik rund um die Kaskade, dann kann Ruhe einkehren.

     
  41. 4. Klaus

    @rd+schnütgen

    “– übrigens ein städtischer Auftrag, den die ausführende Baufirma nur mit Bauchschmerzen ausgeführt haben soll –”

    Die Bauchschmerzen kann man gut verstehen. Sieht es doch so aus als ob die Baufirma nicht wußte was sie dort tut. Für mich hat das den Anschein als ob die Spundwand auf der rechten Seite nicht tief genug gespundet wurde und deswegen zur Absicherung einfach noch Beton davor gekippt wurde. Auf der linken Seite hat die Spundwand ja auch ohne diese “Betonplombe” gehalten, oder muss man sich da Sorgen für die Zukunft machen? Sind das Geröll und die Betonmengen im Kermisdahl denn jetzt endlich weggeräumt?

     
  42. 3. Dietmar Shields

    Von wann ist diese Luftaufnahme?
    Ist der Kermisdahl immer noch so abgeschnitten wie auf dem Foto oder wurde der Damm im Wasser schon wieder zurückgebaut?

     
  43. 2. Der Laie

    Die Schöpfer dieses “ästhetischen Bauwerks” sind die gleichen, die dem Privatmann vorschreiben wollen, ob er sein Grundstück mit einem Gitterzaun mit Kunststoffgeflecht als Sichtschutz ausstatten darf.
    Wie haben es die Baumeister des Mittelalters ohne Computer geschafft ansehnliche Gebäude und Viadukte zu errichten,wo die Statik kein Hinderungsgrund für eine schöne Optik war.
    Oder liegt es daran, das die Baumeister zu ihrer Zeit noch Meister ihres Faches waren.
    Vielleicht hilft ja auch ein Gespräch mit dem Planer einer Landesgartenschau,bis jetzt dient es nur als Muster für angehende Architekten wie man es nicht machen sollte.

     
  44. 1. Niederrheinstier

    Mmuuuuuh, da ist er ja, mmmuuuh! Der Bericht über die kaskadstrophale Kaskadenreparatur, nach dem ich schon zu Jahresanfang unter der Nummer 886 im Kleveblog-Kontaktportal lautstark gemmuuuuht hatte, mmuuuuh. Danke, Frau Schnütgen, mmuuuuh!