Größte Demo in der Geschichte Kleves: 10.000 Menschen gingen gegen rechts auf die Straße

Menschen en masse an der Burg (Fotos: Christin Becker, Helga Diekhöfer)
Wortwitz unterwegs
Abschluss am Koekkoekpkatz
Für die Demokratie einstehen
Über allem wacht der große Kurfürst
Politik in Reihe 1
Ansprachen und Musik am Ende

Zwei hatten gerufen (Falko Mesch und Jannik Berbalk), und 10.000, so schätzten es die Veranstalter, kamen, darunter Bürgermeister Wolfgang Gebing, Stefan Rouenhoff (CDU-MdB), Christian Nitsch (SPD-Fraktionschef) und Dr. Heide Naderer (Landesvorsitzende des NABU), um nur einige wenige zu nennen. Zuletzt hatte Franz-Josef Strauß so viele Menschen in Kleve versammelt, als er 1982 einen Wahlkampfauftritt im Gustav-Hoffmann-Stadion absolvierte. Damals ging es nach Überzeugung der CDU um „Freiheit statt Sozialismus“, diesmal marschierten die meisten Parteien vereint, um für die Demokratie selbst mit Werten wie Freiheit und Toleranz einzustehen – in der Überzeugung, dass die Alternative für Deutschland diese Werte verrät.

Allerdings war die Sache ursprünglich als ein Protest der Zivilgesellschaft geplant worden, was vielleicht auch besser so geblieben wäre, denn dass die Parteien von CDU über SPD und Grüne bis hin zur FDP die AfD als Bedrohung sehen, versteht sich von selbst. Ein solcher von Parteien dominierter Aufmarsch könnte somit die Hardcore-Anhänger der AfD eher in ihrer Wagenburgmentalität bestärken, sich als das Häuflein der letzten Aufrechten in diesem Land zu sehen. Insgesamt eine schwierige Abwägung – nicht Farbe zu bekennen, wäre natürlich auch keine Option gewesen.

Eine interessante (und unbeantwortbare) Frage ist, wie viele Teilnehmer der Demonstration auch an den vergangenen Wahlen teilgenommen haben oder an zukünftigen teilnehmen werden. Der Erfolg der AfD ist ja in Teilen auch in der Saturiertheit und Lethargie des Wahlvolks zu suchen. Die Vermutung aber ist: Die, die da waren, sind auch die, die wählen gehen (tendenziell waren die Teilnehmer „in den besten Jahren“), und die, die nicht da waren, sind auch die, die nach wie vor nicht erreicht werden. Nur eine Vermutung, wie gesagt.

Gleichwohl dürfen die Teilnehmer zu recht stolz darauf sein, Flagge gezeigt zu haben – und die Organisatoren darauf, so viele Menschen mobilisiert zu haben. Mit rund hundert Teilnehmern hatte Berbalk gerechnet, nun hat er die größte Kundgebung in der Geschichte Kleves auf die Beine gestellt. Als die ersten Menschen auf ihrem Weg stadtaufwärts am Zwischenhalt an der Schwanenburg ankamen (dort sprach Ron Manheim auf einer improvisierten Bühne aus drei Paletten), hatte sich die letzten Teilnehmer am Startpunkt Bahnhofsvorplatz noch nicht in Bewegung gesetzt. Der Zug endete am Koekkoekpkatz mit Musik und weiteren Ansprachen – und mit dem erhebenden Gefühl für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, an einem für die Stadt historischen Ereignis mitgewirkt zu haben.

Die Europawahl (6.-9. Juni) dürfte der erste Realitätscheck dafür werden, ob die landesweiten Kundgebungen auch wirklich dazu beigetragen haben werden, der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen. 

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132 Kommentare

  1. 131

    @125.

    Wenn Sie unser offenes Weltbild in solch stürmische Ängste und Schrecken versetzt, warum verziehen Sie und Ihre Weggefährten sich nicht auf eine einsame Insel?
    Dort könnte dann die Neue Rechte Denkgemeinschaft u.a. ihren „Ethnopluralismus“ ungestört ausleben.

     
  2. 129

    @125
    Apropos Denkbetreuung: Herr Plorin stützt sich hier auf die Geistesleistung eines Professors, der im August 2018 im Selbstverlag das Buch „Deutschlands unsichere Grenze“ veröffentlichte: Plädoyer für einen neuen Schutzwall und eine 4 Meter hohe Mauer um Deutschland forderte. Danach wurde er achtkantig rausgeworfen.

    Der hier zitierte, unbelegte Unsinn dokumentiert, aus welchen extremistischen Quellen sich die AfD speist, bzw. denkbetreuen lässt.

     
  3. 127

    @125 G. P.

    Ich verstehe nicht so wirklich, was Sie uns mit Ihrem Beitrag sagen wollen. Insbesondere finde ich den Einstiegssatz unpassend (der Rest ist wohl zitiert?). Bleiben Sie doch einfach auf der Sachebene und verschrecken die Leser nicht schon durch Ihren Stil.

    Freundliche Grüße und Helau!

     
  4. 126

    Zu #125:

    , „Sie“ muss natürlich „sie“ heißen – nicht, dass sich da noch jemand angesprochen fühlt?

    Freud’sche Fehlleistung?

    Nein; die Tücken von Dragon. Und danach übersehen.

     
  5. 125

    Die denkbetreuten nützlichen I …, äh, Erfüllungsgehilfen, ja, wo waren Sie denn am 21. Januar 2024 in Kleve?

    Prof. Dr. Martin Wagener:

    „Die aktuellen Massenproteste im „Kampf gegen rechts“ erfüllen vier Funktionen:

    (1) Sie lenken ab. Die Bauernproteste haben eine Welle der Solidarisierung in der breiten Bevölkerung ausgelöst. Zuvor war infolge der islamistischen Demonstrationen deutlich geworden, dass Deutschland ein massives Antisemitismus-Problem hat – nicht nur im rechtsextremen Lager. Das alles passte nicht in die Welt der „Ampel“. Die öffentliche Aufmerksamkeit musste dringend umgelenkt werden.

    (2) Dazu bedurfte es jedoch eines Anlasses mit Knalleffekt. Die übliche Kritik an der AfD hat nicht mehr gegriffen. In der Vergangenheit sind deshalb Anschläge von Neonazis genutzt worden, um daraus sehr weitreichende Schlüsse zu ziehen. Da diese seit einiger Zeit ausbleiben, war absehbar, dass Ersatz gefunden werden musste. Diesen sah man im Correctiv-Bericht. Nicht, weil er Spektakuläres enthüllte, sondern weil sich Machart und Melodie nutzen ließen.

    (3) So dienen die Massenproteste natürlich auch der breiten Mobilisierung jener, die man noch zu erreichen glaubt. Das zersplitterte linke Lager ist sich zumindest bei seinem Lieblingsthema einig. Die derzeit 22% AfD-Sympathisanten im Bund hat man längst abgeschrieben, was ja auch die jüngste Rede des Bundespräsidenten gezeigt hat.

    (4) Desgleichen wird an die Bundestagswahl gedacht. In der Beschwörung eines für möglich gehaltenen „faschistischen Umsturzes“ dürften einige Entscheidungsträger eine einigende Schnittstelle für künftige Koalitionen sehen. Im Bund benötigen Rote und Grüne eine stabile Brücke Richtung Union, um weiter regieren zu können. Wer „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon gelesen hat, wird ein Déjà-vu nach dem anderen haben.“

     
  6. 124

    @ 122 (andere sollen’s machen; ich nicht)

    Der einzige „Zusammenhang“, der hier glasklar deutlich wurde, ist doch der, dass Sie über den Beitrag von „Auditor“ in Jubel und Bravo-Rufe ausgebrochen sind, und sich einen Alias-Namen zugelegt haben, mit denen sie die von „Auditor“ vorgemachte Bezeichnung der Demonstranten als „dumm“ noch zusätzlich unterstreichen wollten!
    Der Rest Ihrer spärlichen Einlassungen: bullshit and cowardice.

     
  7. 123

    Wow, wir haben hier eine rotzfrechen AfD Troll auf dem Blog oder? Ich möchte den Troll darauf hinweisen, dass sollte er auf diesen Bericht mit Beleidigungen oder anderen Anschuldigungen reagiert, er nur meinen Punkt unterstützt. Bitte Herr Troll, probieren Sie doch mal ein echtes nettes Wort über die Grünen zu verlieren. Hier, ein nettes Wort von einem Grün-Wähler über die AfD: Die AfD hat sich eine schicke Parteifarbe ausgewählt!

     
  8. 122

    @120:
    nee, Sie interpretieren mir zu komisch.
    Wenn Sie noch ein bisschen schlauer wären als Sie vorgeben, dann würden Sie wissen, wem man meinen Nick als Spruch im Original zurechnet und hätten diesen Zusammenhang hergestellt. Aber nun gut.

     
  9. 121

    @Auditor Sie können dem Bundespräsidenten vor die Füße kotzen, wüste Behauptungen öffentlich von sich geben (auch in einem Blog, der linksliberal und privat ist), Sie dürfen praktisch alles. Solange Sie keine Straftat begehen, können Sie sich wie die Axt im Wald benehmen.

    Falls jemals der Staat auf deutschem Boden entstehen sollte, der Ihnen und Ihren Mitstreitern vorschwebt. Dann brauchen Sie keine „Remigration“ mehr. Denn dann möchte niemand mehr hier leben. Es wäre schade, ich liebe meine Heimat, aber wenn Ihre Leute an der Macht wären, würde das Leben in Deutschland keinen Sinn mehr haben. Dann hätten Sie es geschafft, denn dann haben Sie 35,8 Millionen Hektar für sich alleine. Aber dann müssen Sie wohl oder übel Ihre Senioren in den Heimen und Patienten in den Kliniken selber pflegen und viele andere Dinge selber machen. Oder schlachtet sich das Vieh von alleine? Reinigen sich die Gebäude alleine? All diese Drecksarbeit macht dann niemand mehr zum Mindestlohn, der in Wahrheit ein Hungerlohn ist. Wünschen Sie sich das wirklich oder siegt dann doch die Bequemlichkeit und es werden Menschen ins Land gelassen, die nur dazu da sind den weißen Ariern hinterherzuputzen? Ach ja, die Einfamilienhäuser, die angeblich die meisten der Demonstranten besitzen, können Sie ja dann unter sich aufteilen.

     
  10. 120

    @ 119 (wartet immer noch auf Gaben von oben)

    „… das nur am Rande“…. Aha, da kommt also noch was?!

    „(Ludwig) Ballhorn“ – tatsächlich, Verbal-Hornung wäre aber auch schön (gewesen)….

    Schon einen Punkt gewonnen! – Sehen Sie: Sie können es doch! Nur Mut, da kann doch noch mehr kommen. Lassen Sie sich durch grün-linke Polemik nicht einschüchtern…. Bestimmt finden sich in Ihrem Innern (noch mehr) Argumente, die endlich nach draußen wollen. („Und immer an das Vaterland denken!“ Also an die Leser hier, denen endlich die Augen aufgehen sollen.)

     
  11. 119

    @118:
    erfreuen Sie sich weiterhin an Ihren eigenen Interpretationen und Auslegungen, die durchaus schon sehr amüsant sind.
    Es heißt übrigens Verballhornung, aber das nur am Rande.

     
  12. 118

    @ 117 (auf göttlichen Beistand Hoffender)

    War dem Herrn nicht klar, dass mein Alias-Name nur die Verbalhornung einer durch Namen dokumentierten Selbst-Aufblähung ist, die ich woanders verorte?

    „Auditor“ = Jemand, der im Gegensatz zum „Fußvolk“ mehr Ahnung hat, und am Schluss in einem „Audit“ ein deutliches Urteil abgibt, das das „Fußvolk“ demütig und dankbar anzunehmen hat. (Geeignet eventuell für die Monothematik einer Unternehmung, wo es um die Simplizität von Gewinnerwartungen geht.) Seit über zwei Jahrtausenden ist man in der zivilisierten Welt der Meinung, dass die Behauptung überlegenen Wissens für die politischen Dinge bloß eine Anmaßung ist, und den „Behaupter“ eher disqualifiziert!

    „Herr, lass Hirn regnen“ = Dieses Hirn scheint den anderen zu fehlen, die nur unwissend, manipulierbar und verführbar sind. Vulgo: „Ihr seid doch alle so dumm und wisst es noch nicht einmal“!

    „Es ist schon sehr erstaunlich und verstörend, wie Sie anderen Kommentatoren Worte in den Mund legen ….“ – Da ich offenbar ebenfalls zu den Hirnlosen gehöre, wäre ich zutiefst dankbar für sehr konkrete Hinweise, wo und was ich „gelegt“ habe. Das könnte dann ein bedeutsamer und köstlicher Beitrag zur Rekonstruktion meiner Intelligenz werden. Es könnte aber sein, dass in typisch neofaschistischer Manier neuen Elite-Bewusstseins man niemanden aus dem Pöbel an erhabenen Weisheiten teilhaben lassen möchte?! (Unter satisfikationsfähigen Ehrenmännern: „Den Mund nicht nur spitzen, sondern auch pfeifen!“)

     
  13. 117

    @116 (zertifizierter Wichtigtuer)
    Es ist schon sehr erstaunlich und verstörend, wie Sie anderen Kommentatoren Worte in den Mund legen ….

     
  14. 116

    @ 114 Auditor (selbsternannt, unzertifiziert) @ 115 (Claqueur)

    „Die beißen nicht, die wollen nur bellen!“ – Wie soll man diese Beruhigungstablette verstehen, im Potsdamer Luxusdomizil sei es nur gegangen, um „eine private Veranstaltung … In dieser ging es um die Umsetzung der Abschiebung von, nach geltendem Recht, ausreisepflichtigen Personen.“

    Und deswegen entlässt Frau Weidel ihren persönlichen Referenten?! Übertreibt sie da nicht etwa, knickt sie gar vor den Mainstreammedien ein?!

    Immerhin wird durch seine (pseudo?)naive Einlassung deutlich, dass „Auditor“ nicht zu den betuchten Persönlichkeiten gehörte – zu wenig solvent, um der Bitte um eine Mindestspende von 5000 € nachzukommen – , die die exklusive Einladung bekamen, über einen „Masterplan“ zur „Remigration“ zu sprechen, und ihre Ideen dazu beizutragen. Einer der (bestimmt gut bezahlten) Referenten war ein bekannter „Identitäter“ aus Österreich, also ein Vertreter der in der AfD auch stark vertretenen (Höcke und Co.) völkischen Ideologie, in der von einem „großen Bevölkerungsaustausch“ fantasiert wird, der die europäische weiße Rasse ausgesetzt sei.
    Wohl beseelt durch den luxuriösen Rahmen sprudelten die Fantasien der Beteiligten (nicht nur AfD – auch Mitglieder der „Werteunion“, rechtsextreme Unternehmerpersönlichkeiten): Wer soll Ziel des „Masterplans“ sein: all die „Fremden“, die qua Kultur, Religion, Kleidung als „nicht-assimiliert“, „nicht-assimilierbar“ einzuordnen sind. Wie kann man ihnen gegebenenfalls die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen. Wie kann man ihnen das Leben „hier“ unbequem, zur Hölle machen?! Dazu bräuchte man eine Kampagne, Propaganda, eigens bestallte Medienmacher (nur Nuhr ist zu wenig?)…. dazu noch mehr Spenden… Ein eigens zu gründender Staat in Nordafrika für die aus Deutschland Abgeschobenen?! (Der antifaschistisch Gebildete erinnert sich, dass die Nazis zwischenzeitlich bezüglich der Juden ähnliche Ideen hatten.)

    „Auditor“ glaubt, dass die Demonstrationen irgendwie nur das Ziel haben/hatten, weiteren „Aufschwung“ und „Erfolge“ der AfD zu verhindern – Aber könnte es nicht umgekehrt sein, dass die Zusagewerte für die AfD einigen Ewig-Gestrigen und jüngeren Neofaschisten das Gefühl gaben, jetzt sei die Zeit, „endlich“ das sagen zu können, was sie so offen noch nicht sagten, und dazu konkrete Pläne zu entwickeln?! Die Demonstranten sind für „Auditor“ auch nur ein „links-grün-versiffter“ manipulierter Massenauflauf; viele Verantwortliche dafür seien von Regierung, Ministerien etc. finanziert oder beauftragt, die – vielfältigen, zahlreichen – Organisatoren seien allesamt „parteinah“?! (Dieser Begriff lässt vermuten, dass er die „anderen“ Parteien mit dem Begriff „Altparteien“ in eins zusammenfasst.)

    Nur von der AfD erhofft „Auditor“ sich Antworten auf Notlagen, für die er die „üblichen“ Schuldigen ausmacht. Wann wird er merken, dass die AfD bezüglich des skandalösen Unterschieds zwischen reich und arm nicht zur geringsten Lösung gewillt ist?! An der Regierung wird sie im Gegenteil den Sozialstaat, insbesondere die Renten, weiter abbauen. Aber sie braucht willige Gefolgsleute für den geplanten Autoritarismus und das Verbreiten von Hetze und Ängsten: Der „kleine Mann“ und seine Not ist für die AfD nur eine billig zu habende Propagandafloskel.

     
  15. 114

    So, einige Zeit ist ins Land gegangen, nachdem die größte Demonstration in Kleve in der Nachkriegszeit, gegen „rechts“, stattgefunden hat. Was ist geblieben, vom Anlass für die Mobilisierung der Massen, dem „Geheimtreffen“ der AfD zur „Deportation von Ausländern“?

    Die regierungsfinanzierte Organisation Correctiv hat, mithilfe des dem Innenministerium untergeordneten Verfassungsschutz, illegal eine private Veranstaltung abgehört. In dieser ging es um die Umsetzung der Abschiebung von, nach geltendem Recht, ausreisepflichtigen Personen. Mit Unterstützung staatlicher und parteinaher Medien wurden daraus, Monate später ,“Deportationsplaene“. Zufällig zu dem Zeitpunkt, als Proteste der Landwirte zum Flächenbrand werden zu drohten und die Umfragewerte des politischen Gegners AfD durch die Decke gingen. Mithilfe von Medien und Politik wurde eine Massenpsychose vom bevorstehenden 4. Reich unter der „rechtsradikalen“ AfD befeuert. Parteinahe Organisationen, wie z.B. FFF, organisierten Demonstrationen und brachten die Massen auf die Straße. Gegen „rechts“.
    Derweil ruiniert die Regierung die Wirtschaft, die Energieversorgung, die innere Sicherheit, das Gesundheitswesen. Rentner gehen Pfandflaschen sammeln. Aber unser größtes Problem ist „rechts“.
    Wo eine Regierung den politischen Gegner diskreditiert, die Meinungsfreiheit einschränkt und jeder andersdenkende um Ruf, Arbeitsplatz, vielleicht auch um Gesundheit fürchten muss, funktioniert dann noch die Demokratie? Woher kennen wir Regierungen, denen das Wasser bis zum Hals steht, und die dann einen Feind definieren und das Volk gegen diesen demonstrieren lassen? DDR, Nordkorea….
    Ich will gar nicht abstreiten dass die meisten es gut meinen, aus ihren Einfamilienhäusern in guter Wohnlage. Mit sicheren, üppigen Bezügen und Pensionen. Aber ihr merkt nicht wie ihr missbraucht und betrogen werdet. Ihr erkennt den Faschismus nicht einmal, wenn er vor eurer Nase mit Antifa- und Palästinaflagge wedelt. Ihr seid nicht im Widerstand, sondern Mitläufer!

     
  16. 113

    @ 112 Winfried Gockel

    Da liefen die Klever hin: Strauß-Anhänger, Strauß-Gegner, Neugierige, Interessierte,…. A „Demonstration“ is totally different…

     
  17. 111

    @109. Freiheit…

    Es muss natürlich 99% statt 90% heißen 🤨🤣

     
  18. 110

    @ 10 Gerd Plorin (lokaler Vertreter der AfD)

    Man kennt diese Szene aus Wildwest- oder Kriminalfilmen: Der Verfolgte schmeißt ein explosives Teil in eine Richtung, in der es einen lauten Knall erzeugt, wohin sich die Verfolger stürzen, so dass dem ausgeguckten Opfer doch noch die Flucht seitwärts in die Büsche gelingt.

    Der Knall ist dem Herrn Plorin die Zahl der Teilnehmer an der Demonstration.
    Bekannterweise beruhen diese Zahlen bei großen Demonstrationen auf Schätzungen. Die Polizei hat eine gewisse Routine mit diversen, regelmäßig eingesetzten, Methoden entwickelt. Zwar wohl ohne Willkür, haben Demonstrationsteilnehmer bundesweit aber den Eindruck, dass deren Schätzungen oft zu niedrig liegen. Wie die Organisatoren der Klever Demonstration auf ihre Zahl kamen, hat Jannik Berbalk hier nachvollziehbar dargelegt. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung in dieser Woche „220 000 Menschen Unterschied“ hat die Zählmethoden zum Thema: Klar ist, – und wohl für den „gemeinen Menschenverstand“ nachvollziehbar – Schätzungen sind immer ungenau, können nur mit hohem technischen und organisatorischen Aufwand verbessert werden.

    Für Herrn Plorin sind diese Zahlen aber eine Frage von Krieg und Frieden, von wahr oder falsch, und Zahlen, die ihm nicht passen, können nur von Dummheit oder Lüge her stammen. Eine „Falschaussage“ empöre ihn, und dazu noch eine „krasse“! Hinter diesem Zorn könnte die Enttäuschung stehen, dass die Behauptung, die AfD vertrete „Volkes Stimme“ eine deutliche Relativierung durch unzählige – schwer zählbare – Füße erfahren hat (bundesweit). Wie kommt er persönlich auf „seine“ Zahl? – Na: Er war „vor Ort“ und hat „ermittelt“! Möglicherweise hat er gezählt und ist darüber eingeduselt?

    Dabei ist eine andere Frage wesentlich wichtiger: Selbst wenn „seine Ermittlung“ richtig oder „besser“ sein sollte, ist doch davon auszugehen, dass höchstens 10 der Teilnehmer durch einen persönlichen Anruf des Bundeskanzlers auf die Straße geschickt wurden. Welche Motive(!!) hatten die restlichen Teilnehmer der Demonstration, die Hunderte, Tausende, gar Zehntausende?
    Vor dieser Frage und möglichen Antworten verdrückt sich Gerd Plorin seitwärts – nach rechts – in die Büsche.

    Er kann sich nicht oder mag sich nicht vorstellen, dass es das Entsetzen über die Menschenverachtung ist, die hinter den Plänen für Massendeportationen hervorschaut. Er kann sich nicht vorstellen, dass man sich fürchtet und ekelt vor der immer wieder angefachten Hetze gegen „Andere“, die rechte Demagogen zu „Schuldigen“ für vorhandene Missstände ausspähen.

    Eventuell konnte sich Plorin eine Zeit lang im Gefühl suhlen, eine Mehrheitsmeinung vorausschauend vertreten zu haben, dass „Fremde“ und „Asylanten“ eine Gefahr darstellen, denn Ampel und CDU/CSU meinten ja, in das gleiche Horn stoßen zu müssen. Ich glaube, dass nur seelenlose Bürokraten in der Lage sind, den sprachlichen Unterschied zwischen „Remigration“ und „Rückführungsverbesserung“ (Gesetz der Bundesregierung) herauszuarbeiten; beide Begriffe sind mir gleich widerwärtig. Am Sonntag hielten Fans des FC Bayern ein Plakat in die Höhe: „Wenn die Parteien der Mitte der AfD nach dem Mund reden, rückt das Land nach rechts – wer hätte es gedacht?! Rechtsruck stoppen – AfD bekämpfen!“ – Auch Außen-, Sozial- und Wirtschaftspolitik wären diesbezüglich ein Thema…..

    Die AfD wurde als marktradikale und EU-feindliche Partei gegründet; jeder Marktradikalismus („Markt vor Staat“) hat aber seine „massenwirksame“ Grenze durch die Erfahrung, dass „Sieger“ und „Verlierer“ produziert werden. Im gewissen Sinne ist es also logisch, den Marktradikalismus durch „völkische“ und rassistische Ideologien und Parolen zu ergänzen, in der Hoffnung, dass die durch den Markt und den arm gesparten Staat benachteiligten und vernachlässigten Menschen gegen Personen- und Menschengruppen gehetzt werden können, die noch weniger privilegiert sind. (Von „Wirtschaftsfreundlichen“ Akademiker und rechten, „identitären“ Ideologen…. Das erinnert stark an das, was Hannah Arendt als kennzeichnend für den Faschismus bemerkte: das Bündnis von „Elite“ und „Pöbel“.)

    Auch „Ehrlichkeit“ spielt eine Rolle: Die AfD mischt sich unter die protestierenden Bauern, und stellt gar als Forderung auf, die Subvention für Agrardiesel zu verdoppeln. Wie ehrlich ist diese Forderung aber gegenüber diesen Bauern, deren Einkommen im Durchschnitt zur Hälfte aus Subventionen besteht? Wie ehrlich von einer Partei, in deren Grundsatzprogramm der Austritt aus der EU und die Abschaffung der Subventionen als Ziele genannt werden? Es war daher nur konsequent, dass die Vertreter der AfD im zuständigen Ausschuss des Bundestages die Abschaffung der Subvention für den Agrardiesel (anfangs?) mit befürwortete. Es ist deutlich, dass Populismus und Hetze gegen Andere eigentlich nur eins zum Ziel haben: „Bauernfängerei“!

     
  19. 109

    @108. pd

    „Der Teil der Steuerzahler den ich so überblicke hat jedenfalls das Gefühl, den Karren eher mit zu ziehen und das an der Schmerzgrenze. So an der Schmerzgrenze, dass sich das Gefühl breit macht, sollen doch andere nach vorne und (Unternehmen) führen, Verantwortung tragen. Schließlich wissen sie es eh alle besser und eigentlich ist die Couch ja auch ganz gemütlich…”

    Da liegt offenbar ein Missverständnis vor und dieses ist weit verbreitet. Es geht nicht darum Unternehmern das Leben schwer zu machen. Sowohl hinsichtlich des Umsatzes als auch der Anzahl der Beschäftigten, sind kleine Unternehmen mit erheblichen Abstand die größte Gruppe innerhalb der Unternehmen in Deutschland. Besonders viele davon sind z.B. in der Gastronomie und der Bauwirtschaft zu finden. Diese Unternehmen haben kaum eine Möglichkeit Steuern zu vermeiden und sind in den allermeisten Fällen regional gebunden. Inhabergeführte Unternehmen dieser Art sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Es ist mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden als Inhaber solche Unternehmen zu führen. Die Inhaber gehören i.R. auch nicht zu dem einen Prozent, welches durch die Steuer- und Wirtschaftspolitik bevorzugt wird. Im Gegenteil sie werden gegenüber Menschen, die ein riesiges Vermögen geerbt haben welches oftmals in Unternehmen steckt für das sie nicht tätig sind, benachteiligt.

    Es bringt herzlich wenig, wenn die 90% ob sie nun Arbeitnehmer oder Unternehmer, Rentner oder sonst was sind sich darum streiten wie ein kleines Stück Kuchen so in Häppchen aufgeteilt wird, das sich niemand benachteiligt fühlt. Es gibt sicherlich welche, die ein größeres Häppchen abbekommen als andere, was teilweise nicht gerechtfertigt ist. Aber darum geht es nicht. Wir können uns bis aufs Blut bekriegen im Verteilungskampf. Und während wir das tun fliegen uns Probleme um die Ohren deren Lösung keinen Aufschub duldet. Es geht um nichts weniger als die Zukunft und dafür brauchen wir die Mithilfe von allen. Hier das eine Prozent und dort die übrigen 90% funktioniert nicht mehr. Das haben einige derjenigen, die zum reichsten einen Prozent gehören auch erkannt.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239418/umfrage/unternehmen-in-deutschland-nach-umsatzgroessenklassen/

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1929/umfrage/unternehmen-nach-beschaeftigtengroessenklassen/

     
  20. 108

    @107

    Ein kleiner Hinweis, der Sie freuen wird:

    Es gibt die Reichensteuer zumindest bei Einkommen ab 250.000 schon.

    Der Spitzensteuersatz ist dann nicht 42% sondern ab da werden von jedem verdienten Euro sogar 45Cent abgeschöpft.

    Und noch ein Hinweis, man zahlt nochmal knapp 27% Steuer auf das bereits mit 30% versteuerte erwirtschaftete Unternehmens Vermögen wenn man aus seiner GmbH wieder Geld hinaus nimmt…. auch die 1% Superreichen müssen ja von irgendwas die Butter auf dem Brot kaufen 😉

    Es ist komplizierter als man auf den ersten Blick vermutet. Der Teil der Steuerzahler den ich so überblicke hat jedenfalls das Gefühl, den Karren eher mit zu ziehen und das an der Schmerzgrenze. So an der Schmerzgrenze, dass sich das Gefühl breit macht, sollen doch andere nach vorne und (Unternehmen) führen, Verantwortung tragen. Schließlich wissen sie es eh alle besser und eigentlich ist die Couch ja auch ganz gemütlich…

    Was gar nicht geht ist die Kapitalflucht in Steueroasen. Da bin ich bei Ihnen. War das CDU Mann Linsen seinerzeit in den Panama Papers?

     
  21. 107

    @104. pd

    „ Also ja. Soziale Gerechtigkeit. Verteilungskampf. Es ist Zeit für die starken Schultern, für meine von mir aus aber dann auch jede so ab A13 und ja, auch die superreichen aber die sind wieder so eine einfache und bequeme Lösung, ähnlich wie die Aufhebung der Schuldenbremse bzw. klarer formuliert: ähnlich wie Schulden. einfach und bequem”

    Warum sollte eine gerechte Besteuerung von Superreichen eine einfache Lösung sein? Das politisch umzusetzen ist eine besondere Herausforderung, weil der Widerstand gegen Änderungen in dem Bereich unglaublich groß ist und mächtig ist. Bisher hat sich noch keine Partei dazu im Stande gesehen einen Weg zu finden um die Erpressbarkeit (nennen wir das Kind doch ruhig beim Namen) zu reduzieren. Entweder bleiben die Bedingungen für Superreiche in Deutschland so günstig wie sie es in den letzten Jahrzenten waren und bis zum heutigen Tag sind, oder Deutschland wird als Standort für zu teuer erklärt. Es gibt Ausweichmöglichkeiten. Verlagerungen in andere Länder könnten einen Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland nach sich ziehen usw.
    Diese Drohung steht ständig im Raum und damit insbesondere kein Politiker, der mit Wirtschaftspolitik zu tun hat, das vergisst, sind die Lobbyisten stets ganz nah an der Politik dran.

    Gerade jetzt wäre ein guter Zeitpunkt einen Vorstoß für mehr Gerechtigkeit zu wagen. Die Erinnerungen an nicht mehr funktionierende Lieferketten und daraus resultierende Lieferengpässe, die sich in manchen Bereichen bis heute noch nicht vollständig normalisiert haben, sind noch frisch genug und die Erkenntnis, dass die Werkbank der Welt (China) auch mal streiken kann, hat dazu geführt, dass Halbleiterprodukte und ähnliches, die für alle Technikprodukte wie z.B. Autos unverzichtbar sind, zukünftig auch in Europa produziert werden sollen.
    Es hat sich nach dem Desaster mit China während der Pandemie gezeigt, dass Europa wichtige Produkte auch selbst herstellen muss. Auf Teufel komm raus die Produktion nach Asien und insbesondere nach China auszulagern, war keine gute Idee und das haben viele Unternehmen auch begriffen.

    Und bequem ist dieses Lösung auch für uns nicht. Denn es gibt einen gewissen Widerwillen über das Thema soziale Ungerechtigkeit zu reden und vor allem eine ihrer Hauptursachen nämlich die systematische Bevorzugung von Superreichen durch Möglichkeiten der Steuervermeidung.
    Über Geld redet man nicht, man hat es (oder auch nicht) und schnell wird der Neid ins Spiel gebracht, der angeblich von denen, die weniger haben, empfunden wird. Ich glaube, dass das Argument Neid nicht nur wegen der Ungerechtigkeit fehl am Platz ist, sondern auch aus folgendem Grund vollkommen absurd ist: Wenn jemand zur Gruppe der Superreichen gehört, würde sich an seinen Lebensumständen nichts ändern, weil er sich finanziell gar nicht einschränken müsste. Es hätte für ihn keine spürbare Konsequenz außer das er sich wahrscheinlich darüber ärgert mehr Steuern zahlen zu müssen. D.h. wer es sich leisten kann, kann nach wie vor ein luxuriöses Leben, das weit von der Lebensrealität der Bevölkerung entfernt ist, ohne Einschränkungen leben. Damit habe ich gar kein Problem. Es sei ihm gegönnt.

    Sie haben mit „bequeme Lösung” etwas anderes gemeint, das ist mir auch klar, weil das so etwas wie ein Joker in einem Kartenspiel wäre, den man unverhofft bekommt und nichts dafür tun musste.

    Artikel im „Business Insider:
    „Millionäre sparen auf diese Weise legal zigtausende Euro: Das sind die drei Steuertricks der Reichen

    Im globalen Vergleich ist Deutschland Vizeweltmeister, wenn es um Steuer- und Abgabenlast geht. Nur in Belgien zahlen Arbeitnehmer mehr.

    Initiativen für Steuergerechtigkeit beklagen, dass Deutschland Einkommen ungerecht und Vermögen zu niedrig besteuert.

    Superreiche lenken ihr Einkommen über Steueroasen und lassen es nicht auszahlen, um es vor Steuern zu bewahren.

    Fast in keinem anderen Land der Welt zahlt ein Mensch so hohe Steuern und Sozialabgaben wie in Deutschland: Wir sind laut Auswertungen der OECD Vizeweltmeister, was die durchschnittliche Kluft zwischen Brutto- und Nettoeinkommen angeht. Nur in Belgien (53 Prozent) müssen Arbeitnehmer mit einer höheren Abgabenlast als in Deutschland (47,8 Prozent) rechnen.

    Doch verschiedene Studien zeigen: Vor allem Personen mit hohem Einkommen zahlen oft weniger Steuern als der durchschnittliche Arbeitnehmer. Deutschland ist laut einer Rechnung des Netzwerks Steuergerechtigkeit ein „Niedrigsteuerland“ für sehr hohe Einkommen. Deutschland besteuere Arbeit zu hoch und Kapital zu niedrig, so eine Erklärung.

    Wie viel Steuern und Abgaben zahlen Millionäre im Vergleich zu normalen Arbeitnehmer?

    Eine Modellrechnung des Netzwerks zeigt, dass ein „Muster-Millionär“ mit einem Vermögen von 23 Millionen Euro und einem Einkommen von 1,6 Millionen Euro mit nur 24 Prozent Steuern und Abgaben rechnen müsse, während ein Ehepaar mit einem gemeinsamen Einkommen von 110.000 Euro an eine Belastung von 43 Prozent komme.

    Zu der obersten Ein-Prozent zählt jeder in Deutschland, der ein Nettovermögen von über 1,3 Millionen Euro besitzt. Etwa 840.000 Menschen, die knapp 28 Prozent des Gesamtvermögens in Deutschland haben.

    Trick Nummer 1: Vermögen liegt in eigener Firma

    Um Steuern zu sparen, liegt das Vermögen von Superreichen oft in einer Firma oder einer Stiftung: Das Grundstück des eigenen Hauses? In einer Grundstücksverwaltungs GmbH. Das Vermögen? In einer vermögensverwaltenden Firma oder einer Stiftung, wie etwa bei den Nachfahren des Aldi-Gründers. Weil die Gründung einer GmbH aber Geld kostet (25.000 Euro) kann sich das aber nicht jeder leisten. Zudem ist der Bürokratieaufwand in einer Firma höher als im Privaten.

    Wer sein Geld in einer vermögensverwaltenden Firma anlegt, spart viel Geld, weshalb diese FIrmen gern auch als „Spardosen-GmbH“ bezeichnet werden. Im Privaten zahlt man nämlich Steuern und Abgaben auf die Einkünfte, bei Unternehmen nur auf Gewinne. Da sich diese aber durch Ausgaben, die mit der Gewinnerzielungsabsicht zu tun haben (z.B. Handyverträge, Reisen, Computerkauf), mindern lassen, ist die Steuerlast am Ende deutlich niedriger als im Privaten.

    Trick Nummer 2: Einkünfte werden über Unternehmen verteuert

    Wer beispielsweise Aktien gewinnbringend verkauft, kann bis zu 1000 Euro steuerfrei behalten. Alles darüber hinaus wird mit fast 30 Prozent versteuert. Wer in einer vermögensverwaltenden Firma Einkünfte aus Aktienverkäufen hat, zahlt zwar auf den ersten Euro Steuern – aber insgesamt nur 1,54 Prozent. Das kann sich gerade bei Einkünften um die 100.000 Euro schnell lohnen.

    Gewinne eines Unternehmens werden grundsätzlich mit etwa 30 Prozent versteuert, im Privaten geht es aufgrund der progressiven Einkommenssteuer schnell nach oben. Diese funktioniert nach folgendem Prinzip: Je höher das Einkommen, desto mehr Steuern muss man zahlen – aber nur bis zu einer gewissen Grenze: Der sogenannte Spitzensteuersatz liegt bei 42 Prozent und wird 2023 ab einem Gehalt von 61.972 Euro fällig. Heißt: Wer 100.000 Euro Einkommen hat, zahlt genauso 42 Prozent Steuer wie derjenige, der eine Million verdient.

    So entsteht der Anreiz zur Reinvestition, den eine Studie des Instituts für Wirtschaft im Jahr 2021 bestätigte. Die Studie, die in Kooperation mit der Stiftung Familienunternehmen geführt wurde, kam zum Schluss: Die reichste Einprozent der Deutschen habe 56 bis 65 seines Vermögens an Betriebe gebunden.

    Trick Nummer 3: Vermögensverwaltende Firmen in Steueroasen

    Viele Superreiche haben ihr Geld also nicht nur in eigenen Firmen, sondern lenken die Gewinne über Irland oder Luxemburg in Gewerbesteueroasen, wo Unternehmensgewinne noch niedriger als in Deutschland oder gar nicht besteuert werden. Diese müssen übrigens nicht unbedingt im Ausland liegen. Deutsche Städte wie Zossen, Grünwald, Walldorf oder Maiz erheben deutlich niedrigere Gewerbesteuerhebesätze als im Bundesdurchschnitt.

    Doch angesichts der Einführung einer globalen Mindestbesteuerung könnte es bald für die Superreichen schwierig werden, ihr Einkommen steuerfrei zu bewahren.

    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/legal-und-einfach-sparen-das-sind-die-steuertricks-der-millionaere/#:~:text=Hei%C3%9Ft%3A%20Wer%20100.000%20Euro%20Einkommen,derjenige%2C%20der%20eine%20Million%20verdient.&text=So%20entsteht%20der%20Anreiz%20zur,Wirtschaft%20im%20Jahr%202021%20best%C3%A4tigte.

    Ist das überhaupt konform mit dem Grundgesetz Einkommen durch Arbeit höher zu besteuern als Einkommen aus anderen Quellen?

    Und abgesehen davon: Eigentum verpflichtet.

     
  22. 106

    @102: boah, Ich bin schwer beeindruckt! Die arme arme Bloggerin! Aber gut, dass Sie Bescheid wissen….

     
  23. 105

    @99 Messer usw.

    Also, Papperlapapp ist vermutlich irgendeine Respektlosigkeit. Verstehe ich. Aber „Altbaby“ sagt mir nichts. Wollen Sie mich auf ein Alt einladen? Danke, ich bevorzuge Pils, noch mehr einen ordentlichen Wein. Und nennen Sie mich bitte nicht Baby :).

    Und Sie hauen ja schlimme Dinge über diese Partei raus. Ist da auch Substanz hinter, oder dient das nur zum Dampf ablassen? Oder hat der Fernseher gesagt, dass echter Hass hier endlich angebracht ist?

    Einen netten Abend wünscht

    Ihr Auditor

     
  24. 104

    @86 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit ?

    Danke für die Antwort. Sie bringen mich auf den Punkt, haben mich ganz genau verstanden. Erlebe ich selten.

    Glauben Sie mir, wir stehen auf der selben Seite, ich bewerte vieles genau so wie Sie. DAS Thema ist nicht Asyl oder Migration sondern DAS Thema ist soziale Gerechtigkeit.

    Am Beispiel Krankenversicherung und dem Kommentar 76 von Smartdrisser

    Also wenn ich jetzt durchschnittlich verdienender Afd Wähler wäre sähe meine Argumentation zu dem Thema wohl ungefähr wie folgt aus: da kommt jemand ins Land der noch nie einen Euro in unsere Sozialsysteme eingezahlt hat und genießt sofort den Schutz dieses Systems.

    Die „empfohlene“ Erklärung bzw. die Antwort von Smartdrisser: keine Sorge, derjenige wird gar nicht von deinen Beiträgen aus dem Solidarsystem Krankenkasse bedient sondern das zahlt doch der Staat mit Steuern

    (“ Wer in Deutschland Asyl beantragt, ist in den ersten 18 Monaten seines Aufenthalts zunächst nicht krankenversichert. Die Gesundheitsversorgung erfolgt in dieser Zeit nach den §§4 und 6 des Asylbewerberleistungsgesetzes .“ Also aus Steuergeldern.)

    Also wieder aus der Sicht des AfD Wählers: soll mich jetzt die Erklärung befriedigen, dass nicht von meinen Beiträgen sondern von meinen Steuergeldern gezahlt wird? Fakt bleibt doch dass ich bezahle. Halten die mich für blöd?

    Warum nicht 2 Dinge

    A: Ehrlich sein und den Solidarbegriff klar erklären. „Ja, er hat noch nie eingezahlt aber er benötigt Hilfe so wie es Dir auch passieren könnte“ Sprich: nicht Bürgergeld sondern Sozialhilfe.

    B: Erklären warum es Ihm, dem Wähler, dadurch nicht schlechter geht.

    A ist Instinkt, urmenschlich, versteht jeder Mensch, kriegt man gut hin aber bei B liegt die Krux. Es gibt ein youtube Video von Gregor Gysi wo er das währdne einer Bürgerfragestunde wunderbar macht, 6 Minuten oder so, wirklich sehenswert.

    B = DAS Thema = Soziale Gerechtigkeit.

    In meinen Augen wird das Ungleichgewicht zwischen dem Staat und seinen Bediensteten auf der einen und der „freien Wirtschaft“ auf der anderen Seite immer größer.

    Und ich lasse das Beamtengebashe jetzt ausnahmsweise mal halbwegs weg, trägt nicht zur Lösung bei und würde ein weiteres Problem zementieren welches ich sehe: das wechselseitig nicht vorhandene Verständnis füreinander.

    Thema Signalwirkung. Einfach mal vorstellen der Chef gönnt sich und seiner bei ihm angestellten Familie 10% mehr und erklärt dir als Mitarbeiter dass Du auf 3% verzichten musst.

    Chef=Staat
    Familie = Beamte und Pensionäre und öffentlicher Dienst sowie auch der Bundestag selber
    Mitarbeiter = Landwirt

    Wenn der Landwirt jetzt mein AfD Wähler wäre…

    Sie ahnen worauf ich hinaus will? Entweder alle 3% weniger oder alle 10% mehr würden viele sicher gerechter empfinden. Die Erklärung warum es ihm, dem Wähler, nicht schlechter geht wenn wir Zuwanderung haben darf nicht nur aus Worten bestehen sondern ihm muss es auch im Portemonnaie besser gehen, wenigstens perspektivisch. Sonst stellt er vielleicht Bezüge her, die niemand wünscht und die nur Gysi wieder hinbiegen kann.

    Also ja. Soziale Gerechtigkeit. Verteilungskampf. Es ist Zeit für die starken Schultern, für meine von mir aus aber dann auch jede so ab A13 und ja, auch die superreichen aber die sind wieder so eine einfache und bequeme Lösung, ähnlich wie die Aufhebung der Schuldenbremse bzw. klarer formuliert: ähnlich wie Schulden. einfach und bequem … schöööön… kriminelle Ausländer abschieben … soooo einfach… schööön… links / rechts .. so ähnlich.

    @89 MvomA

    „Es bringt was…“

    Erklärung zur Umfrage und übrigens auch meine Prognose für anstehende Landtags- und Europawahlen:

    Sahra Wagenknecht konnte mit ihrem BSW seit dem 20.01. bei Insa benannt werden und gräbt der AfD Protestwähler ab.

    Wussten Sie, weiß ich. Ihr Wort in Gottes Ohr.. für den guten Zweck.

    @97
    ein zentrales Detail einer Richtigstellung bedürfen.. um ganz genau zu sein. Es gibt aber weitere Details die nicht stimmen und für die es einfache Erklärungen gibt. Teile ich Dir wenn gewünscht bei Gelegenheit mal persönlich mit, auch welche Unannehmlichkeiten solch ein falsches Detail bedeutet und noch bedeuten kann. Im Gegenzug würde ich mir dann gerne erklären lassen wie „Zeitung“ eigentlich arbeitet/tickt. Es ist in kurzer Zeit die zweite Geschichte die mich betrifft, wo etwas behauptet wird, das schlicht nicht stimmt, was auch relativ leicht nachprüfbar gewesen wäre aber trotzdem veröffentlich wurde. Wobei Du wenigstens noch einige der direkt Betroffenen angefragt hast, nichtmal das hielten NRZ und RP bei meiner anderen story für nötig. Frage mich was sowas bringen soll bis auf gekündigte Abos ^^

     
  25. 103

    @98 Anmerkung

    Anmerkung von mir: Ich hatte auch zu keiner Zeit die Absicht, eine Falschmeldung auf den Weg zu bringen. Ich hatte lediglich einen veralteten Kenntnisstand, der mir in einem Gespräch mit einem Betroffenen mitgeteilt wurde.

    Aber auch hier: Keiner von uns hat es in der Hand, was sich jeder einzelne Teilnehmer implizieren lässt. Ich und niemand anders kann vorgeben, was andere Denken über das Wahrgenommene.

     
  26. 101

    @100: zu Corona gab es gefühlt nur schwarz oder weiß. Bei diesem Thema sind die Grauschattierungen schon etwas breiter.
    Warum bei den Funktionsjacken entschuldigen? Passte wie die Faust aufs Auge!

     
  27. 100

    @94
    Vielen Dank für die Blumen. Ich weiß gar nicht ob ich mit einer positiven Rückmeldung hier umgehen kann. Während der Diskussionen zu den Corona-Maßnahmen hatte ich den Eindruck, das gesamte Forum wolle mich am liebsten brennen sehen. Das aktuelle Thema scheint weniger emotional aufgeladen zu sein, die Meinungen vielfältiger.

    Kleine Entschuldigung an die Funktionsjackenbesitzer. Mir war am Sonntag aufgefallen, dass diese Bekleidungsform stark überrepräsentiert war. Das Wetter war ja auch danach. Und ich habe selber welche.

     
  28. 99

    @80, Auditor, papperlapapp, Altbaby!

    Nehmen wir nur ein Beispiel, den Stellenabbau:

    Stellenabbau Bosch: Der Markt für elektronische Steuergeräte ist stark preis getrieben, zudem veränderte sich die bisherige Werstschöpfungskette: Autohersteller entwickeln elektronische Architekturen nun selbst, lassen die Teile von Auftragsfertigern produzieren.

    Stellenabbau ZF: Hoch verschuldet, Transformation zur Elektromobilität schwierig, ZF will durch Entlassungen Rendite steigern.

    Stellenabbau Miele: Preisaggressive Konkurrenz aus Asien, die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen treibt.

    Stellenabbau Conti: Zu geringe Marktkapitalisierung, Sparte Automitive nicht profitabel, Kosten sparen.

    Kurzum, es wurden im Managetment Fehler gemacht, im Speziellen hinsichtlich der sich schnell fortschreitenden Digitalisierung, Fehleinschätzungen, wohin uns die rasant fortschreitende technologische Entwicklung hinführt.

    Insbesondere im Bereich Mobilität wurde, und hier kommt die Politik als Bremse mit ins Spiel, die Elektromobilität und das autonome Fahren sträflich verschlafen.

    Währenddessen:

    Tesla investiert Milliarden in Detschland
    beschleunigt Apple Investitionen in Deutschland mit zusätzlich einer Milliarde Euro für den Ausbau seines Europäischen Zentrums für Chip-Design
    US-Pharmariese Lilly investiert Milliarden in Deutschland
    Northvolt investiert Milliarden in Schleswieg-Holstein, um Batterien für Elektroautos zu bauen.

    usw…

    Der „Kinderbuchautor“, damit ist vermutlich unser Wirtschaftsminister Robert Habeck gemeint, hat das schon richtig formuliert, die Arbeitsplätze wandern woanders hin. Nach Deinem Verständnis hätten wir in jedem Dorf immer noch Kutscher, Sattler und Hufschmiede, oder– Müller?

    Fazit: Wäre die AfD am Ruder, als die m.E. aktuell ohnehin technologiefeindlichste Partei überhaupt, würde es bedeutend düsterer aussehen, im Besonderen die mittelfristigen Aussichten wären für uns Unternehmer katastrophal (sofern wir nicht Kutscher oder Hufschmiede sind, oder vl. Lieferant von Brennstäben für AKW oder Gas, auf einem einsamen Planeten lebend, wo es nur Pferde, Kutschen und Atomkraftwerke gibt).

    All dies unterstreicht oder lenkt sogar vom eigentlichen Kern der Sache wieder ab! Die AfD ist eine spalterische, populistische, menschenfeindliche und rechtsradikale Partei, die unser Land und die Werte unseres Landes zu zerstören versucht. Ein ordentlicher, patriotischer Deutscher oder Europäer mit demokratischer Gesinnung hat bei der AfD nichts zu suchen.

     
  29. 98

    @95 Kirsten Zi

    Der Begriff Falschinformation impliziert, dass absichtlich falsch informiert wurde.

    Das ist nicht der Fall und würde bezüglich der Baustelle auch keinen Sinn ergeben.

     
  30. 95

    #92 rd: Halten wir dann auch fest. Solange die Klärung noch aussteht könnte der Artikel eine Falschinformation sein.

     
  31. 94

    @80 Auditor: bester Kommentar der Welt, Du sprichst mir sowas von aus dem Herzen. Als kleinen privaten Lesespass empfehle ich das neue Buch von Monika Gruber. Aber kommt bei den Funktionsjacken sicher auch nicht gut an.

     
  32. 93

    @88 Benno
    Wenn es mir auch manchmal schwer fällt, sachlich zu bleiben, versuche ich es. Es gelingt mal mehr, mal weniger. Andererseits freue ich mich, jemanden helfen zu können. Was mich auf die Palme bringt, sind Falschinformationen, Hass und Hetze gegen bestimmte Personengruppen. Sie vergiften das gesellschaftliche Klima. Was mich an der „Ampel“ stört, sie müßte sich proaktiv positiv darstellen. Was gab es für Herausforderungen in der Vergangenheit? Die Corona Krise, plötzlich kein billiges Gas aus Russland, Hilfe wir erfrieren, wer erinnert sich noch an die Energiepauschale, die Hilfen für die Ukraine, Pistorius scheint doch einen guten Job zu machen, Özdemir wendet eine Millionenstrafe durch die EU ab, wg. der zu hohen Nitratbelastung des Grundwassers durch die Gülle. Und das nachdem die Vorgängerregierungen in 10 Jahren dazu kein Konzept entwickelten. Die marode Infrastruktur, auch ein Erbe der Sparpolitik. Jetzt die Schuldenbremse, die Investitionen verhindert.
    Heute gab es einen guten Artikel in der Zeit mit Timothy Snyder, Historiker und Osteuropaexperte. U.a. sagt er: „Es reicht nicht aus, die AfD nicht zu wollen. Wir müssen aktiv zeigen, das wir eine starke Zivilgesellschaft wollen, dass wir die Demokratie mögen.“

     
  33. 92

    Vielleicht halten wir mal fest: Die Baustelle ist stillgelegt worden. Es gibt bei dem Gebäude Abweichungen gegenüber den Plänen, nach meinen Informationen in der Höhe und Breite. Die in der Breite wird von einem Kommentator bestritten. Eine endgültige Klärung steht noch aus, weil sich Stadt und Bauherr nicht äußern.

     
  34. 91

    @88 Benno

    Ich kann Ihre Ausführungen durchaus nachvollziehen. Und dennoch teile ich sie nicht. Es geht hier nicht um Streuung von Desinformationen, sondern um ein Diskussionsforum, in dem Meinungen, Kenntnisstände, Thesen, Hypothesen etc. eingestellt werden, darüber diskutiert, Richtigstellungen oder Korrekturen geposten usw. Wer dieses Forum zur Beschaffung von Fakten nutzt, der hat offenbar den Sinn des Diskussionstools nicht verstanden. Es liegt nicht an mir, was jeder Einzelne in meine oder die Kommentare anderer hineininterpretiert. Ich kann es auch im realen Leben nicht beeinflussen, was Menschen über und von mir denken, wenn ich dieses oder jenes Kleidungsstück tragen.

    Insofern liegen wir hier weit auseinander. In einem anderen recht aktuellen Thread über die Baugrenzenüberschreitung eines Neubauprojektes am Kermisdahl hat selbst der Betreiber dieses Forums Kleveblog möglicherweise eine Falschinformation in seinem Artikel platziert, jedenfalls wurde die Message in Teilen durch einen Blogger sachlich bestritten.

    Wir sollten uns hier alle ein- und zugestehen, auch mal Dinge einstelle zu dürfen, die in einem Gespräch ohne Weiteres korrigiert werden können. Deshalb ist es hier ein Meinungsforum. Und währe ich hier schreibe, sehe ich über dem EIngabefenster das Folgende zu lesen: „Deine Meinung zählt:“, was eindeutig ein Indiz dafür ist, dass es hier um Meinungen geht und nicht um ein Pool von Fakten. Selbst im journalistischenTV gibt es hier und da einen sogenannten „Faktencheck“, der dafür da ist, vermeintliche Informationen, die im Rahmen einer Meinungsäußerung kommuniziert wurden, faktiv überprüfbar und erforderlichenfalls widerleg- und korrigierbar machen.

    Nicht zu dünnhäutig werden….

     
  35. 90

    @84 Krbg

    „Auditor hat also nie gepostet oder mitgelesen, außer zu den Abendspaziergängen bzgl. der Corona Maßnahmen..“

    Das ist korrekt. Daher schrieb ich auch weiter unten, dass ich bis zu diesem Artikel seit Jahren nicht mehr mitgelesen und – geschrieben habe. Von nie war nicht die Rede.

     
  36. 88

    @ H.P Lecker:
    „…„Worauf ich hinaus will ist – Sie nicht persönlich anzugreifen sondern – dass es eine Verantwortung für das gibt, was man schreibt.“

    Da haben sie Recht. . …“

    @ Smartdrisser: Ihre Aussage“… Worauf ich hinaus will usw. …“ 100% Zustimmung meinerseits.
    Wir sollten uns vor Augen führen und mal darüber nachdenken:
    Wenn es um das Thema AfD geht oder andere Themen, aber bei der AfD besonders, sollten wir genau und belegbar unsere Argumente vorbringen, damit diese nicht dieser Partei nutzen.

    Es wurde bezüglich der Krankenversicherung eine Falschaussage getroffen. So unterstützen wir indirekt und u.U. ungewollt die Desinformationskampagnen der AfD. Smartdrisser hat einem Beleg in Form von Links diese Aussage widerlegt. Das ist gut so.
    Nur, derjenige, der den Post 62 gelesen hat, dachte sich wahrscheinlich sofort, „Schweinerei, wir malochen und andere bekommen alles in den A… geblasen.“ Das bleibt hängen, die Richtigstellung wird vielleicht kaum noch gelesen, geschweige denn, dass der Leser selbst den Kommentar hinterfragt.

    Benno

     
  37. 87

    @pd Sie haben einen hohen moralischen Anspruch. An sich selbst und an andere. Ich habe keinen solchen moralischen Anspruch. Ich versuche alles, was um mich herum geschieht, genau zu erfassen und mich damit auseinanderzusetzen und dann vertrete ich eine Meinung, die möglichst alle Aspekte berücksichtigt und in sich (hoffentlich) logisch ist. Und um Ehrlichkeit bemühe ich mich. Ich klopfe mir nicht selbst auf die Schulter. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht mal an der Demo teilgenommen habe. Ich hatte daran gedacht es zu tun, aber mich aus den gleichen Gründen weswegen ich nicht am Karneval teilnehme oder auf die Kirmes gehe dagegen entschieden. Wenn man so will aus einem ganz egoistischen Grund: Zu viele Menschen auf einem Haufen.

    In früheren Kommentaren (unter einem anderen Pseudonym) habe ich zum Thema Migration nicht in Frage gestellt, dass Migration auch Probleme hervorruft. Allerdings werde ich hellhörig, wenn versucht wird einseitig eine Gruppe von Menschen für etwas verantwortlich zu machen, dass sehr komplex ist und tiefer reicht und das ist die soziale Ungerechtigkeit. Dass Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer. Die AfD tut das meiner Ansicht nach und das macht es schwierig sachlich über dieses Thema zu diskutieren. Dabei gäbe es so vieles, weil die Gesellschaft sich verändert.

     
  38. 86

    @67. pd

    „Es ist doch total logisch, dass bei einer Nettozuwanderung von 1,5 Millionen Menschen im Jahr 2022 zusätzlicher Druck auf den Wohnungsmarkt entsteht und dass gute Sprachkenntnisse Grundvoraussetzung für Bildung sind. Bitte kein Hinweis auf weitere Gründe für Wohnungsnot und Bildungsmisere, mich interessiert ganz nüchtern, ob Sie die konkret angesprochenen Zusammenhänge sehen oder nicht?”

    Ja, Sie nennen für beides einen plausiblen Grund, ich widerspreche Ihnen also nicht. Ich werde wie von Ihnen gewünscht nicht auf weitere Gründe eingehen, sondern auf die Gewissensfrage, die Sie im Grunde genommen stellen, antworten.

    Kurz und knapp zusammengefasst lautet die von Ihnen gestellte Frage „Sind Sie bereit persönlich auf Ressourcen zu verzichten damit Deutschland Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, aufnehmen kann. Ich hoffe, dass ich Ihre Frage korrekt wiedergegeben habe.

    Die Antwort fällt voraussichtlich etwas länger aus, weil ich versuchen werde genau und ehrlich zu antworten.

    Vorweg gesagt bin ich ein Beführworter der europäischen Sichtweise, die bisher vor allem in der Bundesrepublik Deutschland verbreitet ist (oder war?), und darin zum Ausdruck kommt, dass Menschen, die in ihren Heimatländern verfolgt werden, Asyl gewährt wird. Das ergibt m.E. Sinn, da während der NS-Diktatur Deutsche aus ihrer Heimat fliehen mussten, weil sie wegen ihrer Religion, ihrer Zugehörigkeit zu den Sinti und Roma oder einer anderen Minderheit oder aufgrund ihrer politischen Meinung / Parteizugehörigkeit / politischen Tätigkeit verfolgt worden sind und ihnen die Vernichtung drohte. Ich halte Asyl nach wie vor für richtig.

    Die erste Bewährungsprobe für das Prinzip des Asyls gab es durch die Jugoslawienkriege von 1990 bis 2001. Seit bald dreizehn Jahren herrscht Krieg in Syrien. Dazu kommen diverse andere Krisenherde auf der Welt. Selbst ohne Verfolgung sind Hunger und das fehlen jeglicher Zukunftsperspektiven ein guter Grund lebensgefährliche Fluchtwege zu nutzen.

    Auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen. Ich fand und finde die Aufnahme von Geflüchteten in den Jahren 2015 und 2016 richtig. Ich lebe aber nicht im Elfenbeinturm oder wie viele jetzt wahrscheinlich vermuten in einer Wohlfühlblase fern der Realität. Ich sehe, dass in Anbetracht der vielen Menschen, die aus der Not heraus nach Europa d.h. EU und nach Deutschland flüchten, und der Tatsache, dass diese Ströme von geflüchteten Menschen auch in Zukunft wohl nicht weniger werden, die Notwendigkeit über Lösungen nachzudenken, die Humanität und Machbarkeit vereinen. Nein, eine Patentlösung habe ich nicht. Es wäre ein eigenes Thema und wichtig darüber zu diskutieren. Aber das ist nicht das, was Sie möchten. Sie wollen konkret von mir wissen, ob ich bereit bin zu verzichten, um mir meine Haltung moralisch leisten zu können. Ja, ich bin bereit etwas von dem abzugeben, was ich habe. Wie viel das wäre, ist schwer zu beziffern. Urlaubsreisen wegzulassen, wären eine Möglichkeit Geld zu sparen. In den Urlaub gefahren bin ich das letzte mal 2018 (nach Baden-Württemberg) Aber dennoch bin ich nicht arm, aber eben auch nicht reich. Nach eigener Einschätzung würde ich sagen, dass ich zu den Menschen in Deutschland gehöre, die es noch nicht hart trifft. Ich bin mir bewusst, dass das als Argument gegen mich verwendet werden kann mit dem Hinweis bzw. der Frage was ich denn tun würde, wenn ich keinen finanziellen Spielraum mehr hätte.

    „Utopisch? Nein. Wir haben beschlossen morgen zig Milliarden zusätzlich für Staatsbedienstete, Pensionäre und Bürgergeldempfänger auszugeben. Wir könnten übermorgen die Prioritäten auch wieder ändern. Wollen wir das? Achso, Sie sind nicht bereit, sich an einer Neiddebatte zu beteiligen… na dann.”

    Wo Sie gerade die Neiddebatte erwähnen. Ich würde diese Neiddebatte auf der Ebene eher nicht führen wollen. Warum nicht? Weil ich zu feige bin? Oder zu unehrlich? Oder …? Suchen Sie sich aus, was Sie wollen.

    Der Grund ist folgender. Wir zahlen. D.h. Sie zahlen Steuern und Sozialabgaben so wie hier vermutlich die meisten und genauso tue ich es auch. Sie haben die Zuwendungen für bestimmte Gruppen ins Spiel gebracht. Meines Wissen gehöre ich zu keiner Gruppe, die bevorzugt wird, sondern zahle u.a. dafür. Allerdings muss ich zugeben, dass ich in gewisser Weise natürlich priviligiert bin: Ich bin in einem reichen Land geboren und ich lebe im Endeffekt auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Ich möchte das nicht, aber ich tue es.
    Nun zurück zum Thema dem Verteilungskampf oder wie auch immer wir es nennen wollen. Ich habe in meinen früheren Kommentaren auch von sozialer Gerechtigkeit und von Armut gesprochen. Ich bin nicht arm, sehe aber die Armut um mich herum und denke jedesmal es ist reiner Zufall und irgendwie auch unverdientes Glück, das ich zur Mittelschicht gehöre. Ich versuche durch Mitgliedschaften bei Vereinen, die sich sozial betätigen, einen Beitrag zu leisten für eine lebenswertere Gesellschaft. Aber ganz ehrlich, was diese Vereine tun ist für viele Menschen wichtig zum Überleben, aber es ist ein Tropfen Wasser auf den heißen Stein. Und das ist der Punkt an dem ich wütend werde: Kinderarmut, Altersarmut, fast ein Viertel aller Beschäftigten arbeitet im Niedriglohnsektor usw. Deutschland ist das viertreichste Land der Erde und ungefähr jedes fünfte Kind ist von Kinderarmut betroffen!

    Nein, ich möchte keine Neiddebatte (und damit meine ich nicht die Neiddebatte, die Sie meinten, sondern eine andere „Neiddebatte”) denn das wäre zynisch über etwas Legitimes und Notwendiges wie die Gleichbehandlung von Einkommen aus abhängiger Beschäftigung und Einkommen aus anderen Quellen nicht zu sprechen um nicht in den Verdacht ein Neidhammel zu sein zu geraten. Es ist absolut nicht neidisch von allen ein Beitrag zur Finanzierung des Staates zu fordern. Das sehen einige der Betroffenen (extrem Reichen) auch so und fordern mehr Steuern zu zahlen. Hier der Link zum Artikel:

    https://amp.dw.com/de/davos-superreiche-wollen-mehr-steuern-zahlen/a-68021329

    Es wird denjenigen, die sich dagegen aussprechen in allem was in diesem Staat falsch läuft die Ursache ausschließlich in der Migration zu sehen, vieles vorgeworfen. Dummheit und Realitätsferne sind wahrscheinlich noch einer der „freundlicheren” Vorwürfe. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass wir die Realität auch ausblenden, wenn die gesellschaftliche Mitte sich mit dem Thema soziale Gerechtigkeit insbesondere dem Thema Zunahme von Armut und Zunahme von extremen Reichtum und den Problemen, die daraus resultieren, nicht auseinandersetzt. Das hat nichts mit Neid zu tun.

     
  39. 85

    @76 Smartdrisser

    „Ein Zuwanderer hingegen bekommt mit Einreise ins Land automatisch Versicherungsschutz, ohne zuvor ins System eingebunden gewesen zu sein.“
    …. Sie meinen – vermute ich – Asylbewerber mit oder ohne Aufenthaltsstatus
    Das „System“ wird auch nicht weiter beschrieben. Wahrscheinlich sind die gesetzlichen Krankenkassen gemeint.. “

    Also ich greife jetzt mal HP.Lecker auf, der ja nach Argumenten fragt, Afdler zu überzeugen.

    Sie meinen also die Argumentation, die Finanzierung der Asylbewerber erfolge nicht aus Topf A sondern aus Topf B ist eine gute Argumentation wenn beide Töpfe aus dem selben Brunnen gespeist werden?

    @81 Neu

    Niemand der Demo Teilnehmer muss sich für irgend etwas rechtfertigen. Sie meinten es gut und es war Ihnen ein Anliegen und auch wenn es in meinen Augen wenig verändert und hilft, ist wenig immer noch mehr als nichts.

    Ich bleibe trotzdem bei meiner Skepsis und Verwunderung aber diskreditierend ist dies nicht gemeint. Kleinreden im Sinne von in der Wirkung sehr begrenzt, den Schuh ziehe ich mir an. Falls die Teilnehmerzahl gemeint war, diese zweifel ich nicht an.

     
  40. 84

    Puuh, hab jetzt viel vernünftiges/ sachliches gelesen, aber auch viel Stuss aus der: nicht mit mir Blase…

    Daher nachfolgend nur einige Gedanken dazu ohne konkret auf andere Posts zu reagieren:

    Auditor hat also nie gepostet oder mitgelesen, außer zu den Abendspaziergängen bzgl. der Corona Maßnahmen..

    Mitgeschleppte Kinder,
    wenn ein Großteil der Klever auf der Demo ist ( inkl. Oma/Opa und oder der Nachbarstochter/ potentiellen Babysitterin) wo sollte man seine Kinder auch sonst lassen?
    Immerhin wurden den Kindern nicht Protestplakate umgegangen, welche nicht der Kindesmeinung entspricht, so wie zu hauf bei den Abendspaziergängen geschehen.

    Bestellte Massen, jo stimmt, gab ne Bratwurst wie fürs Impfen..
    Mal davon ab das nach dieser Logik die Teilnehmer, an einer Demonstration zu der aufgerufen wird, immer bestellte Massen sind.

    Dass die Aufnahmen der Demo in Hamburg NICHT ge-fotoshoped sind, ist mittlerweile auch mehrfach bestätigt & erklärt worden.
    Ferner gibt es dabei auch keine Umkehr der Beweislast, sprich wer die steile These aufstellt das die Bilder gefaked
    sind sollte es auch beweisen oder nicht solche Unwahrheiten verbreiten ( nicht anders herum)

    Der häufig, auch hier erwähnte Fahrradweg in Peru/ Bolivien…
    Wenn wir den mit 1 Millionen € finanziert haben sind jedem Bürger ca 1,25 Cent entgangen..
    Vielleicht ist die Motivation dazu auch eben diese Länder , deren Bürger so besser zu stellen, um z.B.
    a) Migrationsgründe zu minimieren
    b) Weil Deutschland an Interesse daran hat mit den Ländern gute Beziehungen zu pflegen.
    Schließlich besitzen diese Länder riesige Lithiumvorkommen ( sind benötigt für jeglicher Art von Batterien wie z.B. für E-Autos ) , ganz pragmatisch gedacht..

    An alle die der Meinung sind jeder „Zuwanderer, Dauer- Empfänger von Transferleistungen“ macht den besseren Schnitt.
    Sie sind nur einen Antrag von diesem vermeintlichen Paradies entfernt..

    Ich bin auch längst nicht immer glücklich über das agieren der aktuellen sowie Vorgänger-Regierung, dennoch käme es mir nie in den Sinn durch Wahl der afd,
    die Rahmenbedingungen für mich und alle anderen Bürger, deutlich zu verschlechtern.
    Wer sich, ohne Empörtheits Schaum vorm Mund, etwas mit dem Wahlprogramm der afd und den daraus resultierenden mittelfristigen Konsequenzen beschäftigt wird feststellen dass die Umsetzung eines solchen Wahlprogramm für jeden von uns negative Folgen hätte, besonders für die potentiellen Wähler der afd.

    Scheinbar entspricht ein übertriebenes Anspruchsdenken dem heutigen Zeitgeist.

    Jeder will über Alles am besten per Bürgerendscheit mitbestimmen, ohne es wirklich genau beurteilen zu können ( der Teil gilt auch für mich!! ),
    aber gleichzeitig muss man denselben Leuten die Bedeutung eines MHD erklären..
    Falls man dann doch daneben lag, hat gefälligst der Staat einzuspringen…

    Eigenverantwortung im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten wäre schonmal ein guter Ansatz um die eigene Situation zu verbessern.
    Auch die Einordnung der eigenen Situation, habe ich alles mögliche dafür getan es zu verbessern?
    Muss ich mich daran orientieren wie sehr es bei anderen „läuft“ ( YouTube, Instagram, Tik Tok usw ) um festzustellen das mein Leben nicht so glamourös, spannend und easy ist?
    ( verdiene keine 800€/Std nebenbei, erlebe keine Abenteuer auf Reisen in ferne Länder und hab auch noch keine Currywurst / Steak mit Blattgold verspeist)

    Ganz am Schluss zum Thema Krankenversicherung. Um nicht den Schutz der GKV zu genießen bedarf es schon einiges ( ich weis es aus persönlicher Erfahrung, Jugendsünde oder riesen Dummheit…
    Arbeitsverhältnis selbst gekündigt, nicht arbeitssuchend gemeldet und ca 6 Monate Post der KV ignoriert.
    Wurde in der Zeit trotzdem nach Rücksprache ärztlich Behandelt.
    Bei Beiträge habe ich in Raten nachzahlen müssen.
    Fazit, wie dumm von mir, wird mir garantiert nie wieder passieren..)

    Die Höhe der Beiträge zur GKV , Effizienz unseres Gesundheitssystem sind durchaus verbesserungswürdig, aber meine zu vor beschriebene Situation hatte nur mich persönlich als Ursache..

    Ursache und Wirkung oder,
    handeln/nicht handeln und Konsequenzen

     
  41. 81

    Es ist sehr entlarvend wie sich eine bestimmte Szene abmüht, die Klever Demo gegen Rechtsextremismus kleinzureden oder zu diskreditieren.

    Die Mitte der Gesellschaft hat sich entschlossen, jetzt aufzustehen. Es ist unerheblich, ob man gegen den Hamas-Terror, den Ukrainekrieg, für den Agrardiesel oder mehr Wohnraum protestiert hat. Müssen die Menschen, die am Sonntag mitgelaufen sind, erst einen Gesinnungsnachweis erbringen, dass sie sich auch so vehement gegen die Hamas gewandt oder für das Klima protestiert haben?

    Die Politik muss liefern und die Performance der Regierung lässt große Zweifel zu, dass sie es schafft, Lösungen für alle drängenden Probleme zu finden. Die vermeintlich einfachen Wahrheiten der AfD durch Ab- und Ausgrenzung unseren Wohlstand zu wahren, sind aber keine Lösungen. Hetzer und Spalter wie Höcke oder Brandner wollen keine Lösungen, sondern Brände.

     
  42. 80

    @66 Messerjocke

    Weil Sie sich soviel Mühe gemacht haben und Ihr Kommentar hier so begeistert aufgenommen wird, will ich auch noch etwas zum Lesespaß beitragen. Auch wenn Ihre Ausführungen für mich vielleicht zu viel Text enthalten, wie ein anderer Kommentator vermutet.

    Der Begriff „Altparteien“ suggeriert lediglich, dass diese lang etabliert sind. Eine Abwertung ist der Begrifflichkeit nicht zu entnehmen und zeugt von einer phantasievollen Interpretation.
    Die AfD, welche nach Ihrer Aussage nicht „an einem demokratischen System interessiert ist“, tritt für Volksentscheide nach schweizer Vorbild ein. Steht im Grundsatzprogramm. Kann man aber schon mal überlesen, ist halt viel Text.
    Ich stimme Ihnen zu, dass Deutschland für ausländische Fachkräfte unattraktiv ist. Das liegt aber wohl eher an horrenden Steuern und schikanöser Bürokratie. Außerdem, welche wirkliche Fachkraft will in ein Land einwandern, in dem neben der Steuereintreibung nur noch wenig funktioniert und man ständig dem Risiko ausgesetzt ist, Opfer von Messermännern zu werden?
    Sie behaupten, dass es falsch und blanker Populismus sei, auszuführen, dass zurzeit tausende in die Arbeitslosigkeit rutschen. Spontan fallen mir aus den letzten Wochen dazu folgende Nachrichten zum Stellenabbau in Deutschland ein: Bosch 1.500, Miele 1.500, ZF bis 18.000, Continental 5.500. Das ist nur aus der Erinnerung, es gibt sicher noch mehr. Ganz zu schweigen von den Unternehmen, die mit betroffen sind. Vom Zulieferer bis zum Bäcker vor Ort. Aber ein Kinderbuchautor würde vielleicht sagen: Die Arbeitsplätze sind nicht weg, die sind nur woanders. Und die Menschen sind nicht arbeitslos, sie gehen nur nicht mehr ihren Berufen nach. Von daher haben Sie vielleicht doch recht.
    Richtigerweise führen Sie an, dass der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland zurzeit Schaden nimmt. Aber das liegt doch wohl kaum an der AfD? Denn die regiert ja gar nicht, hat also eher wenig zu melden. Versuchen Sie es mal mit explodierten Energiepreisen, überbordender Bürokratie, irrsinnigen Vorschriften, fehlender Investitionssicherheit. Dazu kommt der woke Zeitgeist. Wer ist verantwortlich?
    Die Entwicklung der britischen Wirtschaftsleistung seit dem Brexit ist ähnlich der deutschen und dem EU-Schnitt zu sehen. Einbruch durch die Coronamaßnahmen, im Moment besser als in D. Dürfte auf Destatis leicht nachzuvollziehen sein. Dass der Brexit geschadet hat ist möglich, aber schwer zu verifizieren. Für Deutschland dürfte aber eher gelten, dass die EU kein Problem löst, aber selbst eines darstellt.

    So, genug Text, sonst bin ich nachher noch selbst verwirrt. Jetzt darf der Funktionsjackenchor wieder „Rechtsextrem“ brüllen. Und Ihnen, werter Herr Messerjocke, wünsche ich viel Spaß bei der Fehlersuche. Ab dem 10. gibt`s in meinem Merchandise-Shop eine preisreduzierte Sammelmappe.

    Herzlichst

    Ihr Auditor

     
  43. 79

    Nochmal @76 Smartdrisser

    Sie erklären:

    „Wer in Deutschland Asyl beantragt, ist in den ersten 18 Monaten seines Aufenthalts zunächst nicht krankenversichert. Die Gesundheitsversorgung erfolgt in dieser Zeit nach den §§4 und 6 des Asylbewerberleistungsgesetzes .“ Also aus Steuergeldern.“

    Hierzu meine Frage:

    Das Auffangnetz für die Gesundheitsversorgung für Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen ist gesetzlich geregelt.
    Gibt es denn ein Auffangnetz für Menschen, die in Deutschland aus der privaten KV gekündigt werden? Und wenn ja, welche gesetzliche Regelungen wird in diesem Fall angewendet? Und wird dieses Auffangnetz steuerfinanziert?

     
  44. 78

    @76 Smartdrisser

    „Worauf ich hinaus will ist – Sie nicht persönlich anzugreifen sondern – dass es eine Verantwortung für das gibt, was man schreibt.“

    Da haben sie Recht. Ich halte hier allerdings keinen Lehrvortrag, sondern beteilige mich mit meiner Meinung und meinem Wissens-Background an einem Dialog, an einer Diskussion. Und wenn ich hier irrtümlich falsches Wissen kommunizieren, steht es jedem offen, mich zu korrigieren bzw. nachzufragen, wenn etwas konkretisiert werden soll. Sie haben gesehen, dass ich bei ihrer letzten Richtigstellung in der Weise reagiert habe und Ihnen Recht mit der Korrektur gab. Das ist mein Verständnis von Dialog. Es geht hier um Wissens-Background. Meinung hingegen ist etwas ganz anderes. Ich lerne gerne dazu.

    Und genau die Tatsache, dass es in diesem Dickicht von Fachwissen auch schnell zu Halbwissen oder gar veralteten Wissen führt, zeigt doch, wie schnell Meinungen in die verkehrte Richtung gehen können.

    Bei der KV-Sache konnten wir im Dialog die Sache klären. Es bleibt allerdings dabei, dass die zwei weiteren Beispiele, die ich beschrieben hatte, keiner Korrektur oder Richtigstellung bedurften und mithin meine Meinung sich dadurch nicht ändert.

    Danke an der Stelle für die sachlichen Darlegungen zum KV-Schutz.

     
  45. 77

    @74 Neu

    „…ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Das Ungeichgewicht, von dem ich schrieb, bezog sich nun wahrlich nicht auf den jeweiligen prozentualen Bevölkerungsanteil. Das Ungleichgewicht bezieht sich auf die Anwendung des Rechts auf Zugang zu KV-Schutz und zwar so, wie ich es darlegte.

    Nach meiner Erwartung sollte jeder den gleichen Mindestschutz in unserem Land bekommen, ob Ukrainer, Deutscher oder welcher Herkunft auch Immer.

    Ich bleibe dabei, 60.000 Menschen ohne KV-Schutz ist eine große Zahl, auch wenn sie prozentual auf die Gesamtbevölkerung sich als klein herunterbrechen lässt.

    Ich hoffe, dass Einigkeit auch darüber besteht, dass diese Menschen nicht als Minderheit zur Bedeutungslosigkeit degradiert werden.

    Die anderen beiden exemplarisch genannten Ungerechtigkeiten in meinem vorausgegangenen Kommentar scheinen keinen Widerspruch auszulösen.

    Ich bleibe bei der Frage: Was soll ich den Menschen denn erzählen, die sich der AfD zuwenden oder die das Interesse an der Demokratie verloren zu haben scheinen, bei den vielen Ungerechtigkeiten, die seitens der Regierenden veranstaltet werden? Ich kann diese Dinge doch nicht leugnen….

     
  46. 76

    @69 HP.Lecker
    Ignorieren werde ich diese Themen sicherlich nicht. Es geht mir um die Falschinformationen. Die erzeugen eine Atmosphäre, die u.a. zu Politikverdrossenheit führt. So fahren Sie in ihrem Text z.B. fort:
    „Ein Zuwanderer hingegen bekommt mit Einreise ins Land automatisch Versicherungsschutz, ohne zuvor ins System eingebunden gewesen zu sein.“
    Nun ist mir nicht ganz klar, wen Sie mit „Zuwanderer“ meinen. Sind das Kriegsflüchtlinge, Asylbewerber oder Freizeitsportler. Sie meinen – vermute ich – Asylbewerber mit oder ohne Aufenthaltsstatus
    Das „System“ wird auch nicht weiter beschrieben. Wahrscheinlich sind die gesetzlichen Krankenkassen gemeint.
    Hier kann ich Sie beruhigen. „Wer in Deutschland Asyl beantragt, ist in den ersten 18 Monaten seines Aufenthalts zunächst nicht krankenversichert. Die Gesundheitsversorgung erfolgt in dieser Zeit nach den §§4 und 6 des Asylbewerberleistungsgesetzes .“ Also aus Steuergeldern. Ansprechpartner ist das Jobcenter. Der Anspruch ist im Grundgesetz Artikel 16a geregelt.
    Worauf ich hinaus will ist – Sie nicht persönlich anzugreifen sondern – dass es eine Verantwortung für das gibt, was man schreibt.

     
  47. 74

    @HP

    0,07% der Deutschen sind nicht krankenversichert. Hier von einem Ungleichgewicht zu sprechen, ist eine steile These.

    Jemand, dessen GKV-Schutz ruht, bekommt trotzdem notwendige Behandlungen, wie bspw. Schmerzbehandlungen oder medizinische Hilfe in der Schwangerschaft. Dass eine ukrainische Schwangere bei uns gut medizinisch versorgt werden sollte, darüber besteht doch hoffentlich Einigkeit!?

     
  48. 73

    Zur Arztsituation:
    Wenn es, z.B. hier, überhaupt eine Arztpraxis gab oder gibt, die noch neue Patienten*innen aufnahm oder nimmt!
    Wer schon Kontakt mit schutzsuchenden Menschen hatte oder hat, weiß auch bestimmt, dass sich viele gar nicht trauen, aus Scham krank zu sein, einen Arzt aufzusuchen.

     
  49. 72

    @66 Messerjocke

    Schließe mich an, super Beitrag. Und das sachlich in einem gut zu lesenden Stil.

    AfD, Dexit … würde die EU in Frage stellen. Wer freut sich dann besonders? Putin. Und China, aus anderen Gründen.

    Dann menge man noch einen Trump in den Teig. Und der Kuchen würde über den Rand quillen und schließlich den Backofen sprengen. Buff.

    (Diese Bildsprache, weil ich gerade im Café sitze, mit Blick auf ein schönes Backwaren-Angebot.)

     
  50. 69

    @65 Smartdrisser

    Sie haben Recht und ich habe mit dem Beispiel der Krankenkasse Unrecht, da ich irrtümlich eine inzwischen veraltete Vorgehensweise beschrieben habe. Früher war es in der Tat so, dass wer aus der privaten KV herausgeflogen war, also von der Gesellschaft gekündigt wurde, keinen Weg zurück in die gesetzliche KV finden konnte. Man stand ohne Schutz da.

    Und auch heute gibt es immer noch viele Menschen, die keinen KV-Schutz haben. Wie ich bereits schrieb, stehen für diese Menschen ehrenamtliche Initiativen zur Verfügung, so wie dieses Beispiel:
    https://www.malteser.de/menschen-ohne-krankenversicherung.html

    Laut Statistischem Bundesamt haben hierzulande rund 60.000 Menschen keine Krankenversicherung. Das sind die offiziellen Zahlen. Damit darf durchaus ein Ungleichgewicht gerechtfertigt gelten.

    Auch wenn es Ihnen auf den Sack geht, wie Sie schreiben, dass eben genau solche Themen kommuniziert werden, sie sind nunmal da und führen zur Politikverdrussenheit. Ignorieren Sie diesen Teil der Diskussion gerne , wenn er Ihnen auf den Sack geht. Dadurch wird es hierzulande nicht besser.

     
  51. 68

    @66 Messerjocke

    Chapeau Chapeau Chapeau – wahrscheinlich zu viel Text für Auditor, Plorin, Görtz, Helmus usw.

     
  52. 67

    @51 und @63 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit ?

    Sie schreiben, die wesentlichen Ursachen für die Spaltung der Gesellschaft würden hier von Konfuzius a. D. bzw von Frau Kreutzmann nicht benannt.

    Das sehe ich anders. @58 sagt doch sehr deutlich wo er die Ursachen sieht. Wo sehen Sie die denn?

    Oder anders, stellen Sie in Abrede dass Wohnungsnot und Migration unmittelbar miteinander zu tun haben?
    oder dass ein Teil der Bildungsmisere mit mangelnden Sprachkenntnissen zu tun hat?

    Es ist doch total logisch, dass bei einer Nettozuwanderung von 1,5 Millionen Menschen im Jahr 2022 zusätzlicher Druck auf den Wohnungsmarkt entsteht und dass gute Sprachkenntnisse Grundvoraussetzung für Bildung sind. Bitte kein Hinweis auf weitere Gründe für Wohnungsnot und Bildungsmisere, mich interessiert ganz nüchtern, ob Sie die konkret angesprochenen Zusammenhänge sehen oder nicht?

    Wenn noch nicht einmal Einigkeit darüber herrscht, dass 1,5Millionen Menschen wohnen müssen ist es natürlich schwer, eine weitere Diskussion zu führen und wen auch immer zu überzeugen.

    Wenn aber Einigkeit über den Bedarf (Wohnungen) herrscht würde mich Ihr Lösungsvorschlag interessieren. Da gibt es zunächst, wieder ganz nüchtern, 2 naheliegende Lösungsmöglichkeiten:

    A Mehr Wohnraum
    B Weniger Menschen

    Jetzt würde ich mal unterstellen, mehrheitsfähig ist Lösung A.

    Dann die Frage, wie kommen wir dahin? Mit Geld. Geld kann man nur einmal ausgeben. Wer verzichtet also zugunsten der Lösung A. Die Beamten? Die Bauern? Du? Ich? Wir alle?

    Utopisch? Nein. Wir haben beschlossen morgen zig Milliarden zusätzlich für Staatsbedienstete, Pensionäre und Bürgergeldempfänger auszugeben. Wir könnten übermorgen die Prioritäten auch wieder ändern. Wollen wir das? Achso, Sie sind nicht bereit, sich an einer Neiddebatte zu beteiligen… na dann. Aber dann wird Variante A vielleicht irgendwann nicht mehr mehrheitsfähig sein also würde ich mich im Dienste der Sache doch lieber erklären, oder?

    Mit klarer Kante diskutiert und formuliert, WENN –> DANN. So stelle ich mir vernünftige Politik und daraus folgend ausdiskutiertes, vernünftiges und dann auch mehrheitsfähiges Handeln vor.

    Was ich gefühlt aber derzeit bekomme ist Flickwerk und Verarsche. Schulden nennen wir Vermögen, wir suggerieren einfache Lösungen (Aufhebung der Schuldenbremse) wo es keine einfachen Lösungen gibt und und und

    DAS ist meiner Meinung nach was uns die nächsten Jahre beschäftigen sollte. Das 15 Spinner hunderttausende auf die Straße bringen wundert mich, in meinen Augen ein Feigenblatt, Gratismut wie es wer anderes formulierte aber es schadet ja nicht. In dem Zusammenhang trägt es zur Verwunderung bei dass der Aufschrei aus blieb, als vor wenigen Monaten hunderte Juden ermordet, ja abgeschlachtet wurden und in Deutschland tausende auf die Straße gingen um diesen Überfall zu feiern. Wo waren wir alle um gegen diese menschenverachtenden, antisemitischen Demonstrationen Flagge zu zeigen? Achja, machte ja das Rathaus für uns. Aber die Zivilgesellschaft? Wo warst Du, wo war ich? Vielleicht hatten ja viele der Menschen, die jetzt auf der Straße waren, ein schlechtes Gewissen, sich vor einigen Monaten weggeduckt zu haben? Ich mag dieses gegenseitige Schulterklopfen jedenfalls gerade nicht. Ich glaube, wenn es wirklich darauf ankommen sollte und im Wortsinne weh tun könnte, stände Ron Manheim mit sehr sehr wenigen. Ich bilde mir ein dann einer davon zu sein. Der Einblick in meine Seels soll hier aber nicht Thema sein. Deshalb, ihre Anmerkungen zur Wohnungsnot? 😉

     
  53. 66

    @44, Auditor, ein gutes Beispiel!

    Fangen wir mit dem Begriff „Altparteien“ an.

    Dieser Begriff suggeriert eine Abwertung der etablierten Parteien und vernachlässigt die Vielfalt und unterschiedlichen Positionen innerhalb der etablierten Parteien. Er ignoriert, dass sich diese Parteien im Laufe der Zeit weiterentwickeln und auf neue Herausforderungen reagieren. Der Begriff beeinflusst den politischen Diskurs negativ, indem er zu einer polarisierten Rhetorik beiträgt und die Zusammenarbeit sowie den konstruktiven Austausch zwischen den politischen Lagern erschwert. Zudem erweckt der Begriff den Eindruck, dass das bestehende demokratische System in Deutschland nicht mehr funktionsfähig ist, untergräbt das Vertrauen in demokratische Institutionen und verstärkt populistische Tendenzen. Die Verwendung von „Altparteien“ trägt eine negative Konnotation, schafft somit eine feindselige Atmosphäre im politischen Diskurs.

    All dies trägt dazu bei, die Spaltung der Gesellschaft zu vertiefen, anstatt den Fokus auf gemeinsame Herausforderungen zu legen, was jedoch eine wesentliche Grundlage für ein demokratisches System ist.

    Kurzfazit: Die AfD ist an einem demokratischen System nicht interessiert, will es vielmehr angreifen. Wahre Patrioten und Demokraten haben in dieser Partei nichts zu suchen.

    Noch einer? Hier:

    Treiben in die Arbeitslosigkeit, Abwracken des Wirtschaftsstandortes Deutschland:

    Wir leiden schon länger unter einem Arbeitskräftemangel, einem Hauptfaktor, unter dem die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes leidet. Zu suggerieren, dass tausende in die Arbeitslosigkeit rutschen, ist falsch, ist blanker Populismus. Deutschland wird schon lange nicht mehr als Wunschziel unter Fachkräften im Ausland angesehen, die wir dringend benötigen. Dies ist auch einer fremdenfeindlichen Rhetorik zu verdanken, die insbesondere die AfD betreibt.

    Die wirtschaftliche Entwicklung hängt vornehmlich in Deutschland als Exportnation von Europa und einem internationalen Handel ab. Nationalistische Politik mit extrem vereinfachter Rhetorik schadet dem Wirtschafts- und auch Wissenschaftsstandort Deutschland erheblich.

    Neben wirtschaftlichen Themen ist auch Flucht und Vertreibung nur auf europäischer Ebene gemeinsam lösbar. Populisten nehmen die Unzufriedenheit von Menschen auf, machen Kompromisse schlecht, ohne die Demokratie aber nicht funktioniert. Zudem fordern sie Dinge, die kaum erreichbar sind oder besser klingen, als sie dann ausfallen. Frau Weidl hat dies nun getan und den „Dexit“, den Austritt Deutschlands aus der EU als guten Weg beschrieben. Die AfD bedient das Unwohlsein einiger Menschen, dass diese Brüsseler wenig transparente und teure Politik machen. Dabei wären wir von Binnenmärkten, Freizügigkeit und gemeinsamer Währung abgeschnitten, von Forschungskooperationen und Bildungsmöglichkeiten abgenabelt. Auch die Verteidigung würde für den militärischen Zwerg Deutschland viel schwerer.

    Übrigens, eine Studie des Instituts Cambridge Econometrics bezifferte, dass der EU-Ausstieg Großbritanniens das Land 163 Milliarden Euro im Jahr kostet. Die Wirtschaftsleistung sei im Vergleich zum Verbleib etwa sechs Prozent niedriger. Britinnen und Briten hätten 2023 im Schnitt pro Kopf etwa 2000 Pfund (2330 Euro) weniger gehabt, die Bewohnerinnen und Bewohner Londons sogar knapp 3400 Pfund (3970 Euro). 1,8 Millionen Arbeitsplätze seien verschwunden. Zudem, bei der ungesteuerten Zuwanderung hat der Brexit an sich erst mal nichts verändert.

    Für Deutschland, noch stärker vom Handel mit den Nachbarn abhängig, wären die Folgen noch drastischer.

    Kurzfazit: Die Politik der AfD schadet dem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland, gefährdet unseren Wohlstand. Wahre Patrioten haben in dieser Partei nichts zu suchen.

    Anzustrebendes Ziel, wenn es tatsächlich um eine geordnete Migration, mehr Wohlstand, Bildung und Demokratie gehen soll: Ein vereintes Europa mit einer föderalen Demokratie!

    Wem ernsthaft Themen wie Flüchtlingspolitik und Wohlstand der Menschen am Herzen liegt, der engagiert sich nicht in einer populistischen, rechtsradikalen Partei, sondern z.B. in der Partei wie Volt, die praktikable Lösungsansätze bietet, statt nur zweidimensionalen Populismus, dieses Geschwurbel.

    Zum Thema Energiepreise könnten wir fortfahren… dies führt hier aber zu weit, weil die Zusammenhänge nicht mal eben so in wenigen Sätzen zu erklären sind. Hier kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass gerade eine AfD-Energiepolitik (eigentlich kann man diese gar nicht als solche bezeichnen) zu massiven Preissteigerungen und Problemen in naher Zukunft führen würde. Wer AfD wählt, dem sind Energiepreise wurst. Gerade weil diese Themen so komplex sind, fällt es Populisten besonders leicht, ihre Halbwahrheiten oder gar Lügen unter das Volk zu streuen.

    Zuletzt, das ist der Kern der Angelegenheit: Die AfD ist eine rechtsradikale, populistische Partei, in der sich ein wahrer Patriot nicht eine Sekunde engagiert, weil diese Partei Europa, Deutschland schwächt, Demokratie und Wohlstand nachhaltig untergräbt.

    Es gibt genügend andere Möglichkeiten, sich politisch zu engagieren, einem Herzensthema Anschub zu geben, statt in einem solchen Scheißverein Typen wie Höcke und Weidl die Steigbügel zu halten.

     
  54. 65

    62 HP Lecker
    Wenn jemand seine Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen kann, verliert er nicht seinen Versicherungsschutz. Es wird erst dann problematisch, wenn derjenige sich nicht rührt und keinen Kontakt zu seiner Krankenkasse aufnimmt.
    „Was passiert, wenn ich nichts mache?
    Ihre gesetzliche Krankenkasse kann Sie nicht rauswerfen, aber Sie verlieren Ihren Anspruch auf uneinge­schränkte Leistungen. Im Fachjargon heißt das: Die Kranken­versicherung verhängt das Ruhen des Anspruchs.“
    Es gibt das Internet mit wirklich hilfreichen Tips, wie der zuvor zitierte von der Verbraucherzentrale NRW. Wenn es keinen Zugang zum Internet gibt, muß man sich halt auf die Socken machen und sich beraten lassen.
    Mir geht dieses Aufhetzen über angebliche Ungleichbehandlungen dermaaßen auf den S…

     
  55. 64

    @55. Steve Bay 2024
    „Waren alle Verfasser bei der Demo?“

    „Schlaue“ Frage nach dem Motto, „Wer ist Wer?“ ? 😉

    Kurze Antwort, für mich schreibend: JA

     
  56. 63

    @58. Konfuzius a.D.

    Interessant, dass Sie hinsichtlich der Spaltung der Gesellschaft wesentliche Ursachen und deren Folgen nicht nennen.

     
  57. 62

    „Wir MÜSSEN den Kontakt suchen zu Menschen, die zur AfD neigen, aber auch vor allem zu den vielen, die inzwischen das Interesse für DEMOKRATIE verloren zu haben scheinen.“

    Das ist ein zitierter Auszug aus dem Manuskript der Rede, die Ron Manheim am vergangenen Sonntag anlässlich der Demonstration gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus in Kleve gehalten hat. Mich beeindruckten seine Worte und ich teile sie – aufrichtig und gerne und komme seinem Aufruf auch gerne weiter nach. Das Zitat wirft bei mir allerdings auch Fragen auf. Ich nutze dieses Forum nun dazu, eine dieser Fragen hier zu stellen:

    Einleitung: Ich hatte in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Berührungen mit Menschen, die sich der AfD zuwenden, also keine echten AfD-Getreuen. In den Gesprächen mit ihnen zeichnete sich mehrfach als Grund oder Ursache dafür oft eine Resignation ab, die sich darauf abgestellt hat, sich von den Regierenden benachteiligt zu fühlen. Dabei ist das Thema Zuwanderung maßgeblich. Es fehlt die Einsicht, warum Zuwanderer monitär besser gestellt zu sein scheinen als jener Bundesbürger, der getreu in alle Systeme eingezahlt hat. Dieses vermeintliche Ungleichgewicht führt dazu, dass diese Menschen sich der AfD zuwenden. Die geschilderten Eindrücke mögen richtig oder unrichtig sein, sie sind da und sie können und sollten nicht wegdiskutiert oder gar ignoriert werden. Insofern ist der Appell von Ron Manheim in seiner Rede richtig. Es darf und muss in unserem Land jedoch erlaubt sein, diese Wahrnehmung kritisch zu äußern, ohne gleich in die rechtsradikale oder antisemitische Ecke gedrängt zu werden. Und genau dies scheint offenbar nicht der Fall zu sein. Die Diskreditierung jener, die sich so äußern, hat Überhand genommen. Vielmehr sollten eben genau die Äußerungen solcher Empfindungen zu Dialogen führen und nicht zu Beschimpfungen bzw Diskreditierungen. Wo ist die gute Diskussionskultur geblieben?

    Nun zu meiner Frage: Mit welchen nachhaltigen Argumenten soll ich diesen Menschen begegnen um sie davon abzubringen, sich von der AfD abzuwenden?

    Ich selbst rege mich auch über folgende Tatsache auf: Gerät ein Mensch in finanzielle Schieflage, ganz gleich warum, und zahlt drei Monate lang seine Krankenkassenbeiträge nicht, fliegt er aus der Versicherung heraus. Und, und das ist das Wesentliche an diesemBeispiel: das für immer. Er kommt nicht wieder zurück ins System, selbst wenn er nachweislich wieder in der Lage ist, die Beiträge wieder zahlen zu können. Er steht ohne Versicherungsschutz da und muss damit rechnen, dass ihm ärztliche Zuwendungen versagt werden. Er kann lediglich darauf hoffen, dass er Hilfe durch mildtätige selbstlose Ärzteinitiativen erhält oder niederschwellige Akuthilfe von Ärzten.
    Ein Zuwanderer hingegen bekommt mit Einreise ins Land automatisch Versicherungsschutz, ohne zuvor ins System eingebunden gewesen zu sein.

    Das ist nicht vermittelbar und löst Unverständnis und den Eindruck der Ungleichbehandlung durch das, was in unserem Land qua Gesetzgebung bestimmt ist, aus. Bei mir führt es zwar nicht dazu, dass ich mich der AfD zuwende, denn ich genieße ja Krankenversicherungsschutz, aber die Kenntnis dieser beschriebenen Tatsache sorgt auch bei mir für Unverständnis und Unbehagen. Ich mache den Zuwanderern da überhaupt keinen Vorwurf, denn sie können für all das nichts. Vielmehr gilt meine Kritik den Regierenden, nämlich dafür, dass sie hierzu keine Lösungen schaffen, die demjenigen, der aus dem System „geflogen“ ist, die Möglichkeit einräumen, wieder zurück ins System zu gelangen.

    Und wenn dann noch der Bundeskanzler – zweites Beispiel der scheinbaren Ungerechtigkeit – debil in die Kamera grinst und dabei ein Geschenk präsentiert, das er zuvor von der Deutsche Bahn AG anlässlich der Eröffnung des Ausbesserungswerkes in Cottbus kürzlich erhalten hat und ihn mit irgendwelchen Privilegien ausstattet, während bspw ein Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr keine gut gemeinte Zuwendungen aus Dankbarkeit von Bürgern entgegen nehmen darf ohne dadurch sanktioniert zu werden, dann ist das alles nicht mehr vermittelbar und löst dann in einigen Fällen leider auch solche Abwanderungen zu radikalen Parteien aus.

    Ich bin fasziniert von den Worten von Ron Manheim, aber ich bin der Meinung, dass in der Regierungsebene die Dinge falsch gemacht bzw falsch kommuniziert werden und dadurch die nicht gewollten Ströme befeuert. Der Appell in diese Richtung fehlt. Denn solange dort Dinge beschlossen w werden, die Ungleichbehandlung vermuten oder gar entstehen lassen, darf sich keiner darüber wundern, dass es derartige Strömungen gibt, wie sie bei der Demo bemängeln wurden. Es braucht einen Dialog und zwar bevor solche Ungleichbehandlungen zu wuchern beginnen.

     
  58. 61

    Am Sonntag bimmelte das Handy, WhatsApp Nachricht vom Bundeskanzler, dass ich mich gefälligst nach Kleve auf die Anti-AfD Demo begeben soll.
    So ein Mist, wollte mir eigentlich den ganzen Tag das Gehirn von Tagesschau24 waschen lassen, mache ich sonntags immer.
    Kurz überlegt, ein paar Fotos von meiner Frau und mir an die Lügenpresse geschickt, damit die mich mit reinretuschieren können und zack, war mein Sonntag gerettet!
    Eifrig haben die Systemlinge der Staatsmedien meine eingesandten Fotos mit denen von ganz vielen anderen vermischt und über die menschenleeren Straßen und Plätze von Kleve gekleistert und fabulieren nun von 10.000 Teilnehmern.
    Hat mal wieder geklappt, AfD-Anhänger verarschen ist so einfach!

    😀

     
  59. 60

    Habe mal Gerd Plorins Link geklickt.. Der letzte Satz sagt alles und zeigt, warum die AfD MINDESTENS als Verdachtsfall einzustufen ist:

    „Und weil Deutschland die AfD dringend braucht, ist jede Werbung und jede Stimme für die AfD willkommen. Auch wenn sowohl das eine wie auch das andere von Faschisten kommt.
    Ihr
    AfD Stadtverband Kleve“

     
  60. 59

    @52 Nachfrage

    „44. Auditor Sie haben hier weder geschrieben noch gelesen?

    Haben Sie einen Doppelgänger? Einer, der zufällig auch die gleiche Meinung wie Sie vertritt?“

    Kann ich leider nicht beantworten. Habe ja nicht mitgelesen.

     
  61. 58

    @ 46 Fragen Sie bitte Bürgermeister:innen, wie die einst von Politik und von Bürger:innen zunächst bejubelte Zuwanderung heute funktioniert. Standen damals nicht Menschen mit Blumen an den Bahnhöfen? Und jetzt? INTEGRATION mangelhaft, Aktuell vielerorts gar keine Integration. Aber sehr viel an Bürokratie – die darf ja nie fehlen. Das ist schon eine Ursache für die Spaltung. Das Versagen bei der Integration, gesteuert von „Politik“. Keine Integration bedeutet bleibende Fremde. Das ist nie gut! Clan Kriminalität (meist in Ballungsgebieten) und andererseits Rassismus sind nur zwei Folgen.

    Ich schließe das Thema an dieser Stelle für mich ab. Bleibt zu hoffen, das Braune nichts gewinnen.

     
  62. 57

    @42. G.H.
    “Das kleine Kinder politisch indoktriniert ,missbraucht werden gehört auch heute wieder offensichtlich zum besonders linken „Guten Ton“”

    Dass Eltern ihren Kindern Werte vermitteln, die ihnen wichtig sind, ist per se weder verwerflich noch eine Seltenheit. Was mir da schon viel eher Sorgen bereitet ist das:
    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/rechtsextremismus-experte-warnt-vor-indoktrinierung-junger-menschen-100.html

     
  63. 56

    Hallo allerseits. Weiß jemand ob oder wo ein Folgeprotestzug geplant ist/wird? Möchte gerne meiner empfunden Bürgerpflicht nachkommen und wieder erscheinen!

     
  64. 55

    Waren alle Verfasser bei der Demo ? Oder nur Zaungäste ? Hat es etwas gebracht ? Ist jetzt alles besser dadurch ? Ich kann das nicht beurteilen. Die Zukunft wird es zeigen. Meine Meinung.

     
  65. 54

    „ Illegale Einwanderung als Waffe“

    Auf der Pressekonferenz in Stockholm sagte der estländische Verteidigungsminister Pevkur: „Was den Migrantenstrom angeht, ist dieser vollständig staatlich organisiert. In Russland gibt es eine Grenzzone, die Sie ohne Erlaubnis des FSB nicht betreten dürfen. Also sind all diese Hunderte von Migranten im Winter zufällig mit Fahrrädern an einem Grenzübergang in Finnland gelandet? Komm schon, im Ernst.“

    Er fügte hinzu: „Sie kommen aus dem Jemen, sie kommen aus Syrien, sie kommen aus Somalia und am Ende des Tages landen sie irgendwo im hohen Norden am Grenzübergang zu Finnland… Das ist nicht sehr plausibel.“”

    https://www.merkur.de/politik/migrationswelle-putin-ukraine-krieg-nato-bollwerk-plant-destabilisierung-europas-mit-zr-92694443.html

    „ Provoziert Putin eine Massenflucht Richtung EU?

    Zwar hat niemand im Kreml es geäußert, doch die Vermutung liegt auf der Hand: Putin könnte den Stopp der Hilfslieferungen auch als Mittel sehen, zumindest die EU-Staaten sowie die Türkei unter Druck zu setzen. Denn was machen Menschen, wenn sie dem möglichen Hungertod ausgesetzt sind? Sie fliehen, und zwar dahin, wo sie Hilfe erwarten können. Und die leistet nach Lage der Dinge vielleicht die Türkei, vor allem aber die EU-Staaten.

    Millionen zusätzliche Flüchtlinge: für die unter hoher Inflation leidende Türkei sowie für die durch den Ukraine-Krieg in vielerlei Hinsicht bedrängten und in der Flüchtlingsfrage eher mühsam zusammenarbeitenden EU-Staaten wäre das ein Horrorszenario. Die Aufnahme der Flüchtlinge der Jahre 2015ff mag gerade so funktioniert haben – ein weiterer Schub dürfte politisch verheerende Konsequenzen haben, vor allem durch das zu erwartende Wiedererstarken der bislang noch halbwegs eingehegten rechtspopulistischen Parteien. Deren Zuwachs wäre das Beste, was Putin in Europa passieren könnte. Denn deren Führungspersonal verspürt eine eigenartige Faszination für die Politik der kalten Macht, ablesbar an teils nur leicht verklausulierten Verständnisbekundungen Richtung Moskau.”

    https://amp.dw.com/de/meinung-wladimir-putin-nutzt-fl%C3%BCchtlinge-in-syrien-als-waffe/a-62431975

    „Die AfD ist mit wachsendem Erfolg der deutsche Verstärker von Putins perfider Propagandaerzählung vom friedliebenden Russland und dem Aggressor NATO. Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hat mit dieser Feststellung ausgesprochen, was seit Monaten offenkundig ist.”

    https://m.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-ist-putins-wichtigster-propaganda-lautsprecher-in-deutschland-18911351.html

    Dafür gibt es nur ein Wort: Perfide.

     
  66. 52

    @44. Auditor Sie haben hier weder geschrieben noch gelesen?

    Haben Sie einen Doppelgänger? Einer, der zufällig auch die gleiche Meinung wie Sie vertritt?

     
  67. 51

    @45. Konfuzius a.D.

    Susann Kreutzmann, Autorin des von Ihnen verlinkten Artikels, hat folgende Analyse dargeboten:

    „Dabei drängt sich der Verdacht auf, dass die Proteste für die Bundesregierung willkommen sind, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Denn Wohnungsnot, Bildungsmisere, fehlgeleitete Migrationspolitik und wirtschaftliche Rezession sind traurige Realität in Deutschland.”

    Frau Kreutzmann zählt Symptome auf, nennt aber keine Ursachen und sie erwähnt einige „Symptome” gar nicht. Auch die Tatsache, dass die Ursachen wie z.B. bei der Bildungsmisere und der Wohnungsnot schon lange wirken, ist ihr keine Erwähnung wert. Es sind keine neuen Probleme mit denen wir es zu tun haben. Nun gibt es natürlich verschiedene Vorstellungen wie die Probleme gelöst werden sollen. Einige Parteien glänzen durch Ideenlosigkeit und andere mit Ideen, die Deutschland in kürzester Zeit wirtschaftlich und gesellschaftlich ins Chaos stürzen würden. Auf erstere bin ich wütend und letztere machen mir Angst. So wie wahrscheinlich auch den meisten der Demonstrationsteilnehmer.

     
  68. 50

    @42: Echt gruselig Ihre Zeilen zu lesen. Das sagt viel über sie aus.
    Ist das Copy-Paste aus´m Telegram oder sind sie beim Bauernprotest vor´n Trecker gelaufen?
    Dann hätte ich Mitleid.

    Ich finde gut, wenn Eltern ihre Kinder mit auf die Demo nehmen.
    Ich finde gut, dass die Kinder erfahren, wogegen demonstriert wird.
    Ich finde gut, wenn in den Schulen aus Gründen der Aktualität dieses Thema umso intensiver behandelt wird.
    Denn das Wissen darüber, was passiert ist -und wieder passieren kann- entzieht einer Partei wie der AfD in der Zukunft den Nährboden.

     
  69. 48

    Ihr alle seid echt süß.
    Schön das ihr mir alle mal erklärt warum ich Gestern da war, und was ich bewirke möchte und warum das nicht klappt usw. usw.
    Die Ampel, die Opposition und gar der Verkehrsminister 🙄🤦‍♂️hatten mal so gar nichts damit zu tun.

    Ich finde diese rechte Hetze einfach zum kotzen!

    Darum war ich da. Das war’s auch schon

    Liebe Grüße

     
  70. 47

    Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen. 10.000 Menschen ist schon eine beeindruckende Zahl für Kleve.

    Ich bin mit dem NRW-Ministerpräsidenten einer Meinung, wenn er sagt, dass diese Partei eine Nazi-Partei ist. Allein, dass die zentrale Figur dieser Partei ein ausgewiesener Faschist ist, der Gewaltfantasien gegenüber unschuldigen Menschen ausüben möchte und sich niemand davon distanziert und zudem Mitglied bleibt, zeigt wie schnell die Verrohung dieser Menschenfeinde voranschreitet.

    Das diese Rechtsradikalen sich hier und überall als die eigentlichen Opfer sehen, ist hinlänglich bekannt. Das Jammern gehört zum Rechtsradikalismus dazu. Es sollte nur niemand darauf reinfallen. Genauso gehört es dazu, dass die Rechten stets neue Feindbilder brauchen um eine Legitimation zu haben. Das setzt eine Spirale in Gang, die nicht mehr aufzuhalten ist, da ständig neue Feindbilder herangekarrt/erfunden werden müssen. So ein Denken endet stets in Kriegen und unendlichem Leid.

    Zudem sorgt diese Partei dafür, dass ihre Wähler*innen in Ihrer Bubble bleiben und keinen Informationen außerhalb dieser glauben. So wird jede Fakenews, egal ob logisch oder nicht, ob wahr oder gelogen, geglaubt. Sauber recherchierte Berichte wie der von Correctiv werden verächtlich gemacht.

    Außerhalb von Demonstrationen ist es nun die Aufgabe jedes anständigen Menschen diesen Leuten stets zu widersprechen. Egal ob privat, in der Öffentlichkeit oder beruflich. Damit sich diese nicht bestätigt fühlen, wenn kein Widerspruch stattfindet. Auch andere Menschen sollen nicht davon ausgehen, dass das die einzige Meinung ist.

     
  71. 46

    @39. Konfuzius a.D.

    „Fangt doch mal damit an, Ursachen für die offensichtliche Spaltung der Gesellschaft beim Namen zu nennen und Lösungen, nicht weniger gut besucht, friedlich einzufordern.”

    Was sind denn aus Ihrer Sicht die Ursachen für die Spaltung der Gesellschaft?

     
  72. 44

    @34 Schneidewerkzeuggedöns

    Erstmal herzlichen Dank für den Hinweis auf ein fehlendes Komma! Was heißt denn bitte „an den Haaren herbeigezogener Quatsch“? Begründung, Beleg? Und mit seit Jahren andauernder mangelnder Diskussionsbereitschaft können Sie mich nicht meinen, denn ich habe bis gestern seit Jahren hier weder geschrieben noch gelesen.

    Ich freue mich auf Ihre Konkreten Ausführungen, wie man der AfD „sehr leicht politisch das Handwerk legen kann“. Es hatte doch schon unser geschätzter Bundeskanzler angekündigt, die Ergebnisse der AfD halbieren zu wollen. Ich weiß nicht ob das funktioniert hat. Zumindest aber sicher nicht mit dummen Diffamierungskampagnen. Man könnte es natürlich mit vernünftiger Politik für die Bürger probieren, aber die ist ja voll Nazi.

    Ich beantworte noch gerne eine Ihrer Fragen, hoffentlich fehlt kein Satzzeichen: Würde eine der Altparteien, z. B. die CDU, sich dafür einsetzen dass Energie für Unternehmen und Verbraucher, erschwinglich wird, somit den Standort Deutschland nicht weiter absichtlich abwracken und tausende in die Arbeitslosigkeit treiben, die Menschen von sinnlosen und existenzbedrohenden Regelungen zu befreien, Steuergelder mit Bedacht zu verwenden, Migration auf ein verträgliches Maß zu beschränken, was wäre dann? Kaum jemand käme auf die Idee die AfD zu wählen, wenn eine CDU ein ähnliches Wahlprogramm bieten würde, wie es noch Anfang des Jahrtausends selbstverständlich und bürgerlich akzeptiert war.

    Und wo doch alle so besorgt um die Demokratie sind: Wann gibt es denn die Demonstrationen gegen die Vorgaben der nicht gewählten EU-Kommission? Wann die Proteste gegen den great reset, oder die große Transformation, wie sich die Kanzlerin der Herzen damals ausgedrückt hat? Oder ist dieses demokratisch legitimiert?

     
  73. 43

    @33pd:
    ich weiß nicht, warum Sie Recht haben sollten.
    Fakt war, daß eine handvoll Verrückter ganz Europa in den Abgrund gerissen haben. Daher meine ich, daß ein Höcke und seine Kumpels, es wieder schaffen können. Wir haben es an dem Film,“die Welle“ gesehen, der auf einer Tatsache aus Amerika basiert. Zu Anfang war es nur der Lehrer sowie ein Schüler. Später war es die ganze Schule. Also Augen auf und Denken beim Wahlkreuz machen.

    Benno

     
  74. 42

    Das kleine Kinder politisch indoktriniert ,missbraucht werden gehört auch heute wieder offensichtlich zum besonders linken „Guten Ton“ 😠 Ich erinnere da gerne an den 🔴WDR der mit dem Kinder Chor „MEINE OMA IST EINE UMWELTSAU“ Furore machte 😁 Ich denke 🤔 HITLERS REICHSJUGEND
    FÜHRER ARTUR AXMANN wäre von der Qualität seiner, für mich ( hohlen ) 🤫 Nachfolger sicher sehr berührt. 😳 👍🏼 😂

     
  75. 41

    @30 „Fangt doch mal damit an, Ursachen für die offensichtliche Spaltung der Gesellschaft beim Namen zu nennen..“
    OK, mach ich: AfD!

    Reicht das?

     
  76. 40

    Nichtt dem Mainstram geschuldete Kommentare werden einfach nicht veröffentlicht…?

     
  77. 39

    Welcher Geist regiert denn? Da ist der Verkehrsminister, der laut Presse null Verständnis für die Form der Tarifauseinandersetzung hat – und meint damit die GDL. . Doch der Minister geht noch weiter. Er kritisiert nicht nur die Form von Recht, die der GDL ausführt und auch vor Gericht nicht erst einmal gegen die Bahn durchgesetzt hat. Der Minister, drohte auch noch damit, dass sich der Gewerkschaftsboss nebst Gewerkschaft keinen Gefallen damit tut? Laut Presse hat sich wohl so ausgedrückt. Hofft der Mann auf die Wählerschicht, die wegen der Streiks umplanen und Umwege in Kauf nehmen muss? Ist das ein Parteiprogramm? Dann lieber bitte gar kein Parteiprogramm mehr.

    Der Kanzler hat immerhin Antworten geliefert. Eine lautete: Mayo! Kein Wort zum Rassismus in dem Beitrag? Ich habe allerdings abgeschaltet als er mitteilte, den Klimawandel zu stoppen und mir dann doch lieber angesehen, was ein amerikanischer Automobilhersteller mit 6 Liter Hubraum vorstellte.

    15 Vollpfosten treffen sich im November 2023 in einem Hotel und wir erfahren wann davon? Was für ein Zufall. Vielleicht wollte man uns das vor Weihnachten nicht auf den Christstollen schmieren, hm?

    Doch zu den 15 Vollpfosten. Da haben mir 2 Mörder und eine Frau Zschäpe mehr Sorgen bereitet. Da haben mich diverse Brandanschläge und der Tod oder die schweren Verletzungen einiger Menschen, meist Ausländer, deutlich schwerer mitgenommen. Und ja, damals war ich mehrfach auf der Straße. Und ihr da in Kleve? Echt? 5, 100 oder gar 500 Klever:innen? Hr. Daute hat dazu vielleicht noch Bilder? Nein, ihr seid vermutlich mit den RE10 in Richtung Großstadt, aber auch deshalb nicht angekommen?

    Jetzt aber ist die Angst erkennbar. Kinder dürfen vor die Kamera und teilen mit, dass sie nicht wollen das ihre Schulfreunde abgeschoben werden. So geht Empörung? „Bravo, liebe Medienanstalten!“

    Solche Kinder werden bestimmt und ganz in Sinne der Macht zu den Bittsteller:innen, die ihre Eltern vielleicht längst sind, richtig? Fangt doch mal damit an, Ursachen für die offensichtliche Spaltung der Gesellschaft beim Namen zu nennen und Lösungen, nicht weniger gut besucht, friedlich einzufordern. Aber da halten es vielleicht viele Leute wie meine Nachbarn, die ich gestern fragte: „Und, wie war die Demo?“ Antwort der 2 Schwarzwähler: „Ach, wie soll es gewesen sein. Wir waren ja nur mal gucken. Das Gequasel von den Politikern kannste ja nicht ertragen, Wir sind dann noch zum Spazieren in den Wald.“ Der Gratismut, den Auditor formulierte, führte bei den 2 Christlichen jedenfalls nicht zu Mut. Stattdessen ist man schon beim Nachbarn bedacht, bloß nichts Falsches zu sagen. Diese Bittsteller!

     
  78. 38

    Ich mache mir große Sorgen darum, dass mein Kind das Leben meiner Großeltern in Nazideutschland leben muss. Daher kann man sich nicht oft genug gegen dieses braune Gesocks stellen. Danke an allen die da waren. Egal ob 10, 100 oder 10.000!

     
  79. 37

    @pd Die Demo lenkt von nichts ab, sondern richtet sich gegen eines der wichtigsten Themen in diesem Land, gegen Rechtsextremismus.

    Dass es in Deutschland noch andere Probleme gibt, stellt keiner in Frage.

    Aber wenn gegen Rechtsextremismus kein Zeichen gesetzt wird, dann haben wir eines Tages noch ganz andere Probleme.

     
  80. 36

    Ich sehe es so wie 15. ANMERKUNG. Man muss nicht Kompliziertes ins Thema reininterpretieren. Die Aussagen der Demoteilnehmer waren allesamt klar ausgedrückt.
    Zu Herrn Plorin sei gesagt: ich wähle schon deshalb die AfD nicht, weil ich als Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft weiter auf Mallorca Urlaub machen möchte und nicht bei ihren Freunden in Russland oder Nordkorea.

     
  81. 35

    Vorsicht vor dem „Wolf im Schafspelz“!
    Es sind gefährliche Menschen unter uns!

    Heute habe ich erfahren, dass man Menschen mit ausländischen Wurzeln, die sich gestern über die Demonstration informieren wollten, bewusst gesagt hat, dass man
    GEGEN AUSLÄNDER DEMONSTRIERT!

    Es besteht dringender Informations- und Gesprächsbedarf, dass die Demonstration gegen Rechtsradikales Gedankengut, gegen Fremdenfeindlichkeit war und ist!

     
  82. 34

    @Plorin, Auditor & Co., was sollen wir mit euren Beiträgen hier anfangen?

    Ihr stellt grundsätzlich immer irgendeinen an den Haaren herbeigezogenen Quatsch hier rein, und wenn man versucht, mit euch ernsthaft darüber zu diskutieren, kommt nix mehr. Das geht vielleicht ein oder zweimal, aber dies ist nun schon seit Jahren so zu beobachten, und irgendwann reicht’s.

    Was soll der Scheiß nun schon wieder? Wenn ihr wirklich an einem Diskurs interessiert wärt, könntet ihr erst einmal die guten, substantiellen Fragen, die so viele Kommentatoren hier mühsam stellten, beantworten.

    Was zudem extrem nervt, ist eure kognitive Verzerrung für das Selbstverständnis eures Wissens und Könnens, das ihr völlig überschätzt; vornehmlich, sorry, bei inkompetenten Menschen zu beobachten.

    Ich weiß gar nicht, welchen Punkt aus euren neusten Beiträgen wir nicht schon 1000x ergebnislos diskutiert haben, weil, sobald euer Weltbild in Bedrängnis gerät, Funkstille herrscht, und später alles wieder von vorne beginnt. Kopf in den Sand, um beim nächsten Mal wieder den gleichen Unsinn abzusondern?

    Auditor: „Proteste im Auftrag der Regierung gegen andere Meinungen.“

    -Beleg, Begründung?

    Auditor: „Protest gegen eine Partei (hier fehlt ein Komma!), die nur Erfolg hat, weil Regierung und CDU geschlossen gegen die Bedürfnisse der Menschen handeln.

    Begründung?

    Plorin mit Link auf die m.E. übrigens sehr aufschlussreiche Webseite der AfD-Kleve: „Der örtlichen Lügenpresse ist zu entnehmen…“

    Und nein, die Demonstration fand nicht statt, was ihr hier wieder fälschlicherweise suggeriert, dass die AfD „verboten“ werden soll. Wenn überhaupt, gibt es hier und da Bestrebungen, prüfen zu lassen, ob die AfD verboten werden muss. Ich persönlich bin übrigens dagegen, denn es ist eigentlich sehr leicht, der AfD politisch das Handwerk zu legen…

     
  83. 33

    @21 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit ?

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    „Aber was sollen uns dieses Statement sagen?
    „…ob wir in einer Demokratie leben sei mal dahingestellt” von @Fee (8.)“

    Wenn ich es freundlich interpretiere, würde ich es so verstehen wollen, dass die Regierung sich entfernt hat von den Nöten der Mehrheitsgesellschaft und somit die Mehrheit nicht mehr repräsentiert. Was aber selbstverständlich gutes demokratisches Recht ist innerhalb der Legislaturperiode.

    Was den Post von Auditor angeht. Er ist überspitzt. Ich teile aber seine Einschätzung, dass die Demo von Problemen eher ablenkt. Zumal ich auch die Meinung die rd im Beitrag durchblicken lässt teile, nämlich dass die Menschen, die ich jetzt mal unter der Überschrift „Protestwähler“ zusammen fasse, von dieser Demonstration nicht erreicht werden.

    Eine andere Politik, ein anderer Politikstil, würde helfen. Claus Ruhe Madsen würde ich als Positivbeispiel nennen wollen.

    @24 Benno

    Ich denke Sie hoffen genau wie ich, dass ich recht habe und Sie unrecht.

    Um es klar zu sagen, ich habe null Problem mit den Demonstranten. Allerdings hilft die Demonstration in meinen Augen nur wenig und meine Befürchtung ist sogar, dass sie ablenkt und damit mittelfristig ihrem Ansinnen sogar schadet. Hoffentlich irre ich mich.

     
  84. 32

    Aber Humor habt ihr schon. Hinter dem Plakat „Nie wieder ist jetzt“ herlaufen und für eine bunte Gesellschaft demonstrieren, und gleichzeitig überhaupt kein Problem damit haben, dass kurz nach dem größten Massenmord an Juden nach der echten Naziherrschaft auf der Demo fröhlich die Flagge Palästinas geschwenkt wird. Wo ist der Protest gegen echte Faschisten? Wo war Eure Stimme als vor wenigen Jahren Menschen aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden und zwangsgeimpft werden sollten. Das war alles mit der Demokratie vereinbar?

     
  85. 31

    @15.
    In Ihrer zusammenhanglosen Aufzählung von Demonstrationen, haben Sie, die schon zu damaligen Zeiten, wichtigen Demonstrationen für Frauenrechte, Gleichstellungsprinzipien usw., vergessen.

    Zu Nazizeiten hatten Frauen, in der Praxis, keine Anrechte auf eigene Bedürfnisse!

     
  86. 30

    @29 Rheintopf 😉

    Und ich wurde von Kevin Kühnert angerufen, privat natürlich, aus seiner WG heraus. Da ich nicht teilnehmen konnte, habe ich ihm als Ersatz die Telefonnummer einer Bekannten gegeben. Die ist dann hingefahren. Moment mal, war sie dann in meinem oder Kevins Auftrag oder gar im eigenen Auftrag da?

     
  87. 29

    @1 Hallo Nachdenker, ich war gestern da, hatte aber gar keine Forderung wollte durch mein erscheinen nur zeigen das ich Faschismus doof finde.

    @ 4 Hallo Auditor, als Olaf Scholz mich am Samstag angerufen hat und mich bat an der Demo teilzunehmen hat er dies ja als Privatmann getan, somit kann wohl kaum von einem Regierungsauftrag sprechen.

    @10 Hallo Herr Plorin, Zahlen scheinen wohl nicht Ihre Stärke zu sein.

    @ 18 Hallo Hans, spätestens mit Ihrem dritten Absatz haben Sie alle verloren. Gegen legale denkunwillige haben Sie wahrscheinlich nichts einzuwenden oder?

     
  88. 28

    Mit Fake News kennt die AfD sich immerhin aus, die waren schon zu Lügenluckes zeiten ganz groß diese zu verbreiten.

     
  89. 27

    Ich find es schon amüsant, wenn Gerd Plorin als Unterstützer von Faschisten und faschistischen Ansichten anderen Leuten Faschismus vorwirft. Aber Herr Plorin, ich bin immer für Sie da um Sie fortzubilden, deshalb heute die Antwort:

    Wie kommen wir auf 10.000 Teilnehmerinnen?

    Ganz einfach: Durch mathematische Schätzung!
    Und wie machen wir das?
    Wir haben ein Foto von Oben von der großen Straße gemacht vom ganzen Demo-Zug, haben dann die Personen die pro Reihe stehen gezählt und einen Durchschnitt daraus errechnet, dann die Reihen gezählt und dies mit der Zuglänge verrechnet. Ergebnis: 8600 Personen. Wohlgemerkt, dass einige noch am Bahnhof standen. Vom Bahnhof bis zum Wagen an der Schwanenburg waren es 930m Fußweg. Bei 16 bis 17 Personen pro Reihe und 40cm Abstand zu Vorder und Hintermann ergibt das die o.g. Schätzung als unteren Mittelwert. Es könnten also noch deutlich mehr gewesen sein 🙂

    Ja Herr Plorin, Sie und die AfD versuchen gerade wieder massenhaft Fake News und Unsicherheit zu streuen! Aber damit ist hier Schluss. Bin gespannt wie Sie die Demonstranten gezählt haben, wobei ich das eher stark anzweifeln darf, dass Sie das überhaupt getan haben 🙂

    Danke an alle die dabei waren und lasst euch nicht beirren. Die Zahl von 10.000 ist keine unseriöse aus der Luft gegriffene Zahl – die AfD will nur nicht glauben, dass so viele Menschen NEIN sagen zu dieser Partei.

     
  90. 25

    @Schwurbel-Gerd von der Verdachtspartei in Nr. 10:
    Auf Ihre ekelhAfDe Täter-Opfer-Umkehr-Masche fallen nur noch wenige rein. Bringt also nur was unter Ihren tumben Kameraden…
    Und zum Zitat: „Ich war vor Ort und habe etwa 3.500 Teilnehmer (einschließlich der mitgeschleppten Kinder) ermittelt,…“ Wenn man auf dem rechten Auge blind ist, sieht man auch nur die Hälfte. Also ist von ca. 7000 Menschen auszugehen…

     
  91. 24

    @ 17 pd:
    „…Nicht 20 Verrückte bedrohen den Frieden. …“
    Das hatte man auch gedacht, als 1920 sich die NSDAP gründete. Es waren auch nur eine handvoll Irrer, die ganz Europa in den Abgrund gestürzt haben. Im Film „die Welle“ wird es gut dargestellt, wie so etwas gehen kann.

    @ 10 Gerd Plorin:
    „…Oder man kennt die Wahrheit, dann liegt sicher Verlogenheit vor. “
    Genau, Verlogenheit – das ist das Stichwort. Als ich die Mitteilung bezüglich der Bannmeile um das Hamburger Rathaus im folgenden verlinkten Bericht gelesen haben, ist mir sofort die Verlogenheit der AfD aufgefallen.
    https://www.tagesschau.de/multimedia/video/schnell_informiert/video-1296504.html
    Ab 3:32 Min. können Sie die Mitteilung lesen.

    @ 4 Auditor:
    „Proteste im Auftrag der Regierung gegen andere Meinungen. Eher kein Zeichen von Demokratie. …“
    Wie kommen Sie darauf, dass die Proteste im Auftrag der Regierung stattgefunden haben? Was sind denn in Ihren Augen Zeichen der Demokratie?

    Benno

     
  92. 23

    @18. Hans
    Offenbar waren Sie beim Lachen so abgelenkt, dass Ihnen der Sinn meines Posts entgangen ist. Noch mehr Abgaben und höhere Steuern nicht für große Teile der Bevölkerung, sondern Beteiligung von extrem Reichen und internationalen Unternehmen an der Finanzierung des Staates in angemessener Weise. Kaum Steuern im Vergleich zum Großteil der Bevölkerung (und hiesigen Betrieben) zu zahlen, ist eine Ungerechtigkeit, die die Demokratie bedroht.

     
  93. 22

    @Plorin wieso hast du dich denn nicht gezeigt und unter euer Volk gemischt wie Weidel bei den Bauernprotesten in Berlin .War doch ne Veranstaltung gegen Rechtsextremismus , den müsst doch gerade ihr als einzig wahre demokratische Partei erst Recht ablehnen. Ich warte bis heute darauf das jemand aus eurer Gruppierung dieses Treffen mal kritisiert , nach dem Motto: wehret den Anfängen

     
  94. 21

    @17. pd
    „Für mich persönlich interessant, dass sich die Zivilgesellschaft deutlich schwerer getan hat, dieses Zeichen zu setzen, als Juden sich hier nicht mehr frei bewegen durften. Nicht vor 70 Jahren sondern nach den hundertfachen Morden am 07.10. des letzten Jahres und den darauf folgenden Israel-feindlichen Demonstrationen hier im Land. Tausende feierten die Mörder auf offener Straße. Sich als Jude erkennen zu geben ist übrigens auch jetzt noch keine gute Idee wenn einem die eigenen Gesundheit etwas wert ist. Auch in Deutschland.”

    Das ist tatsächlich ein wunder Punkt und gibt mir ebenfalls zu denken.

    „Was Zusammenhalt und Frieden bedrohen, ist die wachsende Ungerechtigkeit in diesem Land.”

    Da bin ich genau Ihrer Meinung und „Birgit”und andere haben es in ihrem Post auch geschrieben.

    Aber was sollen uns dieses Statement sagen?

    „…ob wir in einer Demokratie leben sei mal dahingestellt” von @Fee (8.)

    Die AfD suggeriert immer wieder, dass die Demokratie in Deutschland keine echte Demokratie sei und dass alle Parteien außer der AfD im Grunde genommen nicht wirklich demokratisch sind.

    @Fee bedient das Narrativ der AfD. Demokratie ist eindeutig definiert. Der Demokratieindex gibt einen internationalen Vergleich:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex_(The_Economist)#:~:text=Vollst%C3%A4ndige%20Demokratie%3A%208%2C01%20bis,00%20bis%204%2C00%20Punkte

    Seit vielen Jahren ärgere ich mich über die Regierungen, die kamen und gingen und alle eins gemeinsam haben: Die soziale Ungerechtigkeit und die daraus resultierende soziale Spaltung wurde in Kauf genommen und lieber im vorauseilendem Gehorsam neoliberale Wirtschaftspolitik und die steuerliche Entlastung der extrem Reichen vorangetrieben. Die AfD tut so als wäre sie die Anwältin der ärmeren Hälfte der Bevölkerung. Ja klar, eine Partei, deren Kern auch die neoliberale Wirtschaftspolitik ist, setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein?

    Der Kommentar von „Auditor” hinterlässt zumindest bei mir einen üblen Nachgeschmack. Viele Menschen kritisieren die soziale Ungerechtigkeit. Es sind Menschen die seit vielen Jahren und teilweise seit Jahrzehnten die Gefahr, die von sozialer Ungerechtigkeit ausgeht, benennen und weder dem linksextremen noch dem rechtsextremen politischen Spektrum angehören. Sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Teilweise arbeiten sie ehrenamtlich im sozialen Bereich. Ein Teil von ihnen wird vermutlich auch auf der Demo gestern gewesen sein. Und diesen Menschen unterstellt „Auditor” „im Auftrag der Regierung” zu demonstrieren und wirft Ihnen vor „Ihr demonstriert nicht gegen rechts, sondern gegen alles was nicht stramm auf Linie ist! Ihr aalt Euch im Gratismut während andere ihre Arbeitsplätze verlieren und die Rechnungen nicht mehr bezahlen können.”

    „Auditor” hat sich selbst in die Ecke gestellt. Wenn er da nicht hingehören möchte, kann er sich aus dieser Ecke herausbewegen.

     
  95. 20

    Das eigentlich Ironische ist.

    Wer aus Protest gegen Sozialpolitik und „Bauern“ die Neonazipartei AfD wählt. bekommt:

    Streichung aller Subventionen
    Streichung von Arbeitslosengeld, Streichung des Sozialstaats
    Rente? Weg damit!
    Menschliche Arbeitszeiten? Weg damit
    Gewerkschaften? Weg damit

    steht alles im Wahlprogramm, einfach so, kann jeder nachlesen.

    Die AfD versteckt ihre faschistoiden Neigungen zudem nicht mal mehr, die gehen öffentlich damit hausieren, diese Wannsee 2.0 Konferenz da, die AfD kommt damit sehr gut klar. Denen kommt das als Werbung gerade recht das man jetzt scheinbar wieder öffentlich von Deportationen reden kann.

    Taten diverse Mitglieder der AfD schon vorher, da wurd das aber gerne mit „Einzelmeinung“ abgetan, jedem der mitdenkt war klar das die AfD nicht ein paar einzelne Rechtsextreme und Neonazis als Mitglieder hat, sie ist durch und durch Rechtsextrem und Neonazionalistisch, da ist kein großer unterschied zur NSDAP und mit faschist Höcke steht da auch schon ein „Großer Führer“ in den Startlöchern, und der AfD kommt das gerade recht.

    Und jedes(!) Mitglied muss nunmal damit leben als rechtsradikal und Nazi bezeichnet zu werden. Das die AfD genau das ist, ist ein faktum, und wer Mitglied einer Nazipartei ist, ist damit automatisch auch einer…

     
  96. 19

    Die Entwicklungshilfe für Indien 2023 betrug 987 Millionen Euro. Ausgaben für den Sozialstaat: 200 Milliarden Euro.

     
  97. 18

    @3 Freiheit….

    Sie fordern alles ernstes mehr Steuern und Abgaben einzuziehen weil der Staat kein Geld hat damit Gerechtigkeit hergestelltwerden kann?

    Ich kann mich nicht mehr halten vor Lachen. Es ist egal ob der Staat 1 Billion oder 100 Milliarden hat, er hat immer zu wenig, so ist das System (siehe USA). Es ist mehr als genug Geld da um soziale Gerechtigkeit, Altersarmut, Neubau der Infrastruktur etc. zu finanzieren. Es gibt ja auch gute Beispiele dafür wie es laufen kann, siehe Japan, Süd-Korea oder die Dänemark.

    Solange wir priorisieren unser Geld für Radwege in Peru, für Entwicklungshilfe in Indien (eine Nation mit Mond-Programm) und für die Alimentierung von Illegalen und Arbeitsunwilligen auszugeben können andere wichtige Ausgaben eben nicht geleistet werden.

    Jeder ist derzeit gut beraten sich um sich selbst zu kümmern und sich nicht auf den Staat zu verlassen.

     
  98. 17

    Auditor, Fee und Birgit haben recht. Auditor wird von einigen gar nicht verstanden und in eine Ecke gestellt, in die er nicht gehört.

    Nicht 20 Verrückte bedrohen den Frieden, das zeigen die deutschlandweiten Demonstrationen doch ganz anschaulich.

    Was Zusammenhalt und Frieden bedrohen, ist die wachsende Ungerechtigkeit in diesem Land. Die Bauernproteste hatten, vielleicht haben, das Potential hier etwas zu verändern.

    Die Correctiv Recherche lenkt davon ab. Die Vergleiche die hier gezogen werden (Wannsee Konferenz u. a. ) sind eine Verharmlosung der Nazizeit.

    Das diese Veröffentlichung gelenkt geschieht, glaube ich nicht. Allerdings wird diese Ablenkung vielen gerade ganz gelegen kommen.

    Trotzdem hat rd natürlich ebenfalls recht denn Farbe bekennen sollte natürlich immer eine Option sein.

    Für mich persönlich interessant, dass sich die Zivilgesellschaft deutlich schwerer getan hat, dieses Zeichen zu setzen, als Juden sich hier nicht mehr frei bewegen durften. Nicht vor 70 Jahren sondern nach den hundertfachen Morden am 07.10. des letzten Jahres und den darauf folgenden Israel-feindlichen Demonstrationen hier im Land. Tausende feierten die Mörder auf offener Straße. Sich als Jude erkennen zu geben ist übrigens auch jetzt noch keine gute Idee wenn einem die eigenen Gesundheit etwas wert ist. Auch in Deutschland.

    Aber es schadet natürlich nicht, auf eine handvoll Spinner zu schauen. Klopfen wir uns gegenseitig weiter auf die Schulter, wir sind schon tolle Demokraten. Ach shit, Ironie klappt nicht im Internet oder wie war das ?

     
  99. 16

    Hoffentlich gibt es demnächst noch mehr Demonstrationen gegen Rechts. Je mehr Demonstrationen es gegen Rechts gibt, desto mehr begibt sich die SPD nämlich in Richtung 5% Hürde. Im November
    lag die SPD bundesweit in Umfragewerten noch bei 15%, mittlerweile sind es nur noch 13%.

     
  100. 15

    Eine Demostration kann auch einfach mal die Aussage haben: Es kotzt uns an, was eine Gruppe sich da ausgedacht hat, es reicht, so nicht.

    Es tut gut zu sehen, wie viele Leute in Deutschland finden, das Maß ist voll. Die Babyboomer, die in den 1970/80er Jahren schon viel demonstriert haben, gegen Atomkraft und atomare Mittelstreckenraketen, waren auch wieder auf der Straße…

    Und wenn schon Gerd Plorin an einem Sonntag nach Kleve kommt, um die Teilnehmenden zu zählen, kann man sich vorstellen, für wie viel Unruhe die Demos in AfD-Kreisen sorgen.

     
  101. 14

    Fast 30jahre in Deutschland und wir sind selbstständig.Wir zahlen auch Steuern, wir haben hier viel gebaut.Kinder sind alle hier aufgewachsen, wir geben AFD keine Chance.
    Das ist hier unsere Zuhause.

     
  102. 13

    Kleve war heute eindeutig ‚ in Bewegung ‚ und viele Plakate zeigten das, worum es vielen geht. KEIN Fremdenhass, KEIN Rassismus, MEHR Miteinander, wehret den Anfängen, etc. Großartig! Und damit ist in erster Linie die AfD gemeint.
    All dies darf aber nicht über die vielen Probleme, welche hier von einigen bereits deutlich beschrieben worden sind, hinwegtäuschen. Es gibt etliche Gründe, warum der Bürger mit der aktuellen Politik hadert und hilflos wirkt, sollte man morgen sein Kreuzchen setzen müssen. Die Regierung muss handeln, den Bürger ernst nehmen und zuhören. Eins jedoch sollte klar sein…und hier übernehme ich den Text auf einem Plakat:
    Aus Protest AfD wählen, weil die aktuelle Politik nicht gefällt, ist wie im Wirtshaus aus dem Klo saufen, weil das Bier nicht schmeckt!

     
  103. 12

    Besonders gut war der Aufruf zum Miteinander reden und friedlichem Streiten von Ron Mannheim! Raus aus der Komfortzone! Reden auch mit denen, die eher nicht zu eigenen „Blase“ gehören. Lieber Bürgermeister, organisieren Sie mit den Bürgern einen jour fix für die Demokratie. Reden hilft! Hoffentlich

     
  104. 11

    @4.
    Ihr Kommentar besteht nur aus hasserfüllten, erbarmungswürdigen Worten. Können Sie sich selber noch leiden?
    Gut, dass es noch viele, hier lebende, direkte „Nachkriegskinder“ gibt. Denn sie können noch berichten, was und wie es nach der Naziherrschaft war? Was die Großeltern und Eltern er- und durchleben mussten.
    Die Erinnerung hält wach ……… NIE WIEDER!

     
  105. 10

    Ich war vor Ort und habe etwa 3.500 Teilnehmer (einschließlich der mitgeschleppten Kinder) ermittelt, die da für die AfD Reklame gelaufen sind. Die polizeiseitige Schätzung von „mindestens“ 5.000 Teinehmern ist also zu hoch ausgefallen.

    Zur Angabe der 10. 000 Teilnehmer durch die Organisatoren:

    Diese krasse Falschaussage kann auf zweierlei Gründen beruhen:
    Entweder man kennt die (auch nur die ungefähre) Wahrheit nicht, dann ist wohl kaum was anderes als Dummheit anzunehmen.
    Oder man kennt die Wahrheit, dann liegt sicher Verlogenheit vor.

    https://afd-kleve.de/2024/01/nach-knapp-drei-generationen-erstmals-wieder-faschistischer-aufmarsch-in-kleve-sind-sie-dabei/

     
  106. 9

    „Im Auftrag der Regierung“…!?
    Muss man das noch kommentieren? Wie verblendet muss man sein!?

     
  107. 8

    …ob wir in einer Demokratie leben sei mal dahingestellt, was sich hier aber mal wieder abzeichnet ist eine Spaltung der Gesellschaft, bitte um Obacht,
    …lassen wir uns nicht benutzten, bleiben wir umsichtig selbst denkend und ganzheitlich informiert, please…wir wollen doch Frieden

     
  108. 7

    Ralf – deine rhetorische Frage nach dem ‚Realitätscheck‘ finde ich unangebracht.
    Selbstverständlich werden ‚die landesweiten Kundgebungen‘ (leider) keinen oder kaum einen Einfluss auf die Europawahl bzw. die AfD Zahlen bei selbiger haben.

    Politisch, kollektive Meinungsbildungen sind Prozesse die Zeit brauchen. Um diese Prozesse anzustoßen sind Veranstaltungen wie die Heute in Kleve hoch motivierend und ausnahmslos positiv. Durch die nicht wichtig genug einzuschätzende Recherche von Correctiv werden wohl einige Einzelne davon abgebracht werden die afd zu wählen – aber in der Summe wohl kaum.

    Um eine Gesellschaft zusammen zu halten braucht es unmittelbare persönliche Kontakte genau wie es Ron Manheim heute am Synagogen-Platz gesagt hat.
    Aufeinander zuzugehen gilt insbesondere für alle Parteien und das sowohl untereinander als auch in alle Klever Stadtteile und somit in die Bürgerschaft hinein.
    Und es erscheint mir folgerichtig dort zu beginnen wo die AfD die meisten Stimmen in Kleve hat.

    Ich kann mich „@2 Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit ?“ nur anschließen. Das aufeinander zugehen ist die Methode aber was erreicht werden soll sind ja Missstände zu beheben oder zumindest zu lindern. Und das Thema Armut ist dabei zentral. Wenn sich jetzt alle Parteien in Kleve dazu zusammenschließen, so wie es heute gezeigt wurde, zusammen Armut in Kleve zu begegnen, dann wächst der soziale Zusammenhalt und Solidarität wird lebendig.
    Hieran wird sich in Kleve (und anderswo) messen lassen können – wie ersthaft es die Parteien mit Demokratie meinen!

     
  109. 6

    @4. Auditor “Unfassbar, dass sich so viele, eigentlich intelligente Menschen, derart von Politik und Medien manipulieren lassen.”

    Der Satz müsste eigenlich heißen “Unfassbar, dass sich so viele, eigentlich intelligente Menschen, derart von einer Partei manipulieren lassen.”

    Eine Partei, die sich selbst demokratisch nennt, aber nichts anderes im Sinn hat als die Demokratie zu untergraben. Das ist keine Alternative für dieses Land.

     
  110. 5

    @4. Auditor

    Wäre die AfD an der Macht, würde sich genau eine Sache ändern. Das Wort ist in den letzten Tagen immer wieder zitiert worden.
    Bekämpfen der sozialen Probleme? Fehlanzeige!
    Ach ja, noch eine Sache würde sich ändern. Das würde die Landwirte betreffen.

    Btw die Demonstranten sind gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Nicht für die Regierung.

     
  111. 4

    Proteste im Auftrag der Regierung gegen andere Meinungen. Eher kein Zeichen von Demokratie. Merkt Ihr nicht dass Ihr dazu dient, die Aufmerksamkeit von den Bauernprotesten abzulenken und der Regierung die Macht zu sichern? Protest gegen eine Partei die nur Erfolg hat, weil Regierung und CDU geschlossen gegen die Bedürfnisse der Menschen handeln. Ihr demonstriert nicht gegen rechts, sondern gegen alles was nicht stramm auf Linie ist! Ihr aalt Euch im Gratismut während andere ihre Arbeitsplätze verlieren und die Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Unfassbar, dass sich so viele, eigentlich intelligente Menschen, derart von Politik und Medien manipulieren lassen.

     
  112. 3

    @1. Nachdenker

    „Demonstrieren beinhaltet ja immer Forderungen. Nur was wird gefordert? Das Menschen (beim wählen) nicht dumm sein sollen? Kann man fordern, aber bringt so nicht viel.”

    Das ist der entscheidende Punkt. Was können wir fordern? Vielleicht mal ganz banal bessere Lebensbedingungen für die Menschen fordern? Elementare menschliche Bedürfnisse befriedigen? Kinderarmut bekämpfen, Altersarmut bekämpfen, Einsamkeit bekämpfen und vieles mehr.
    Ja, genau, um das alles zu bekämpfen und allen Bevölkerungsschichten bessere Zukunftsaussichten bieten zu können, braucht es Geld. Das Geld hat der Staat derzeit nicht, das wissen wir alle. Aber der Staat könnte das Geld beschaffen und gemeint ist damit keine Neuverschuldung. Es müssen nur endlich mal alle zur Finanzierung des Staates und gesellschaftlicher Aufgaben angemessen herangezogen werden.

     
  113. 2

    Liebe Protestwähler,

    hohe Lebenshaltungskosten, ungerechte Besteuerung, Verarmung einerseits und enormer Zuwachs von Reichtum andererseits, zu wenig Geburten, zu wenig Lehrkräfte usw.
    Es läuft nicht “rund” könnte man sagen oder um deutlicher zu werden:
    Die Politik hat es bei nicht wenigen Problem verpasst eine Lösung herbeizuführen oder zumindest die Entwicklung positiv zu beeinflussen. Dagegen kann man protestieren. Protest gehört schließlich auch zur Demokratie.

    Die Auswahl auf dem Stimmzettel ist mal mehr, mal weniger groß. Und nicht alle finden etwas nach ihrem Geschmack.

    Aber aus Protest eine Partei wählen, die definitiv mit Extremisten, die die Demokratie abschaffen wollen, zusammenarbeitet?

    Das soll eine Lösung sein?

     
  114. 1

    Es ist ein schönes Zeichen für Toleranz und menschliches Miteinander.

    Ansonsten macht es aber wenig Sinn gegen eine Partei zu demonstrieren. Entscheidend ist ja wie viele Stimmen die Partei bei den Wahlen bekommt.

    Demonstrieren beinhaltet ja immer Forderungen. Nur was wird gefordert? Das Menschen (beim wählen) nicht dumm sein sollen? Kann man fordern, aber bringt so nicht viel.