Freibadkritik

rd | 13. Mai 2008, 21:00 | 3 Kommentare

Schwimmbad

Im Freitzeitbad Sternbusch nehmen viele Klever für immer Abschied (von ihren Fahrrädern) und unterziehen sich rituellen Absturzexperimenten (10-Meter-Turm) – und, auch wenn es unvorstellbar ist, dass so ein Teil selbst in goldenen Sommern Verluste schreibt, sei hier angemerkt, dass (zumindest) ich es für eine öffentliche Aufgabe ersten Ranges halte, Schwimmbäder zu betreiben. Doch wie präsentiert sich das Juwel des Wassersports in diesem Sommer? Hier der Überblick:

Wasserqualität bis 14 Uhr ++ Abends schafft die Anlage die menschlichen Beimischungen leider nicht mehr so ganz
Wassermenge ++ 4674 Kubikmeter, das ist sehr viel
Schwimmen ++ Bis 12 Uhr ziehen Senioren diszipliniert ihre Bahnen, danach Erschwernisse durch Pubertätsanarchie
Rutschen + Wer’s braucht
Friteusenbereich + Gegen Pommes & Preise ist nichts zu sagen, allerdings bei schönem Wetter verschaffen 50-Meter-Schlangen DDR-Gefühle
Café Ohne Latte macchiato lässt sich heute kein Café mehr betreiben
Bademeister ++ Schick in Rot, tolle Mischung aus Sex Appeal & Autorität, bester Spruch: “Bitte nach links rausschwimmen! Nach LINKS!!!”
Preis ++ Einzelkarte 2,80 Euro für Erwachsene, 1,40 Euro ermäßigt – unschlagbar

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3 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 3. ralf.daute

    Den Gong gibt’s noch. Die Durchsagen sind bis zur Klever Innenstadt zu hören.

     
  2. 2. cook

    Ich war schon lange nicht mehr da:
    Gibt es denn immer noch die top-moderne Sprechanlage, aus der nach einem Drei-Stufen-Gong eine im gesamten Freibadbereich unverständliche, krächzende Stimme dröhnt: “Der Fahrer des Wagens 35-YZ-GZ wird gebeten, SOFORT zu seinem Auto zu kommen!”?

     
  3. 1. rainer

    Hallo,
    da muss ich wiedersprechen. Ertrunkene Tote sind meist Schwimmer. Bei Fahrensleuten zur See, galt schwimmfähigkeit, jahrhunderte als Herausforderung des Schiksals. Aber da gabs auch noch keine Bademeister