Finden Sie die 70.000 Euro!

rd | 23. September 2008, 13:55 | 12 Kommentare

Denkmal

Bauen und Renovieren, das sind nicht ganz meine Welten. Und so steht unsereins staunend in der Herbstsonne auf dem alten Friedhof in Kellen und sinniert darüber, wie so die 70.000 Euro zusammenkommen, die die Wiederherstellung des Kriegerdenkmals laut Stadt Kleve gekostet hat. Zugegeben, es sieht picobello aus, und es soll hier auch keinesfalls der Eindruck entstehen, irgendwer hier sei der Ansicht, derlei solle lieber verwahrlosen. Geschichte ist wichtig. Nur: 70.000 Euro, da muss es vorher wohl sehr kaputt gewesen sein.



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  1. 12. rote Gräfin

    Oh Herr Schneider zu Ihrer Lieblingsfrage 4.

    Vielleicht nur die Antwort ein Mensch. Braucht es mehr Qualifikation?

    Ja Herr Heuvens hoffentlich ewiger Friede, der auch erstritten sein will.

     
  2. 11. Stanislaw Petrow

    Auch der Krieger hat manchmal Anspruch auf ein Denkmal.

     
  3. 10. rainer

    Hallo, Einer redet von “Auftragsvergabe” der Andere von “Schmuckstück” und noch einer von “Ablasshandel”….ähh..Kriegsdenkmäler sind grundsätzlich fragwürdig…

     
  4. 9. Jürgen Schneider

    @Willi 2.0: Grundsätzlich will ich Dir nicht widersprechen und habe das Gefühl mich nun auf sehr glattes Terrain zuzubewegen aber was bedeutet “…ein Vielfaches der 70000…” als Zahl ausgedrückt ? Wie groß ist der Multiplikant ?

    Außerdem kann ich dieser Form des Ablasshandels nichts abgewinnen: “Nicht kleckern sondern klotzen; schön dick Farbe drauf; Fototermin mit grinsenden oder betroffenen Gesichtern; fertig- Thema nachhaltig eingekleistert”

     
  5. 8. willi 2.0

    Ein Stadtrat- der letztendlich die Mittelbereitstellung wohl beschlossen hat- vertritt grundsätzlich alle Bürger einer Stadt. Er sollte mithin auch Respekt vor Lebens- und Gedenkbedürfnissen aller Bürger haben.

    Ich halte Gedenkstätten und Mahnmale grundsätzlich für wichtige Orte, wo- zu verschiedenen Anlässen- auch der “dunkelen Seiten” unseres Gemeinwesens gedacht, erinnert und gemahnt wird.

    Diese Gedenkstätten sollten- damit sie Ihren Zweck auch erfüllen können- entsprechend würdig sein. Ich finde es in diesen Zusammenhängen z.B. wichtig, dass die Stadt Kleve ein Vielfaches der 70.000,-€ aufgebracht hat, um den ehemaligen Synagogenplatz entsprechend als “Gedenkstätte” einzurichten. Wie dieser Synagogenplatz- in den vergangenen Jahrzehnten missbraucht wurde ( Parkplatz, Schotter-abladeplatz) war schlichtweg unwürdig.

    Ich bedanke mich ausdrücklich bei den (Entscheidungs-)Verantwortlichen, dass sie dieser gesellschaftlichen Verpflichtung nachkommen.

     
  6. 7. Willi Heuvens

    Trotzdem ist es jetzt ein Schmuckstück, ich denke, viele Hinterbliebene der Gefallenen und Gestorbenen sehen es positiv. Es ist auch ein Mahnmal gegen den Krieg.

     
  7. 6. Jürgen Schneider

    @rainer: Prinzipiell sehe ich Investitionen in die “Kultur” als sehr sinnvoll an. Die Ritter sind für mich sehr problematisch weil man dieses Projekt für einen Bruchteil der Kosten hätte realisieren können.

    Es wäre interessant zu wissen was hier letztendlich an dem oben abgebildeten Gemäuer getan wurde.

    Mir gehen immer die gleichen Fragen im Kopf herum:

    1) Wer hat den Auftrag erteilt ?
    2) Welche Motive beflügelten den Auftraggeber tatsächlich ?
    3) Woher kommt das Geld ?
    4) Wer profitiert davon ?
    4) Welche Qualifikation hatte der Entscheidungsträger (meine Lieblingsfrage)?

     
  8. 5. KlePeter

    Nein, Kellen ist im Stadtrat und bei der Verwaltungsspitze vollkommen unbekannt…

     
  9. 4. Flügelstürmer

    Schon wieder Kellen? Wo wohnt eigentlich der tolle Bürgermeister?

     
  10. 3. rainer

    Hallo, öffentliche Investitionen sind nicht börsentauglich. Bestenfalls hat man es mit Verwaltungsangestellten zu tun, die den Weitblick haben, öffentliche Gelder in nicht vordergründig, gewinnbringende Infrastrukturen zu investieren, eine Straße von X nach Y, Schule, Kindergarten, Bolzplatz, usw usw. Ein “Kriegerdenkmal” (ist das die offizelle Bezeichnung?) gehört nicht dazu, ein Citytrain, Powerpoints von 30 Planungsgruppen für ein Fleckchen Erde und eine Draisine ebensowenig. Mit 185.000 in hiesigen Kulturtourismus, hab ich weniger Probleme.

     
  11. 2. LoveBoat

    Und wieder ist es Kellen. Man könnte meinen in der Stadtverwaltung hätte jemand einen besonderen Draht nach Kellen. Ich darf nur mal an den Schießstand erinnern…

     
  12. 1. Jürgen Schneider

    Was sind schon 70.000 ? Wenn ich bedenke, dass diese neuen Ritter für das Schloß Moyland 185.000 kosten ist das ein Schnäppchen !