Ein Interview und seine Bedeutung

rd | 19. August 2008, 12:10 | 1 Kommentar

Im Interview mit der Rheinischen Post versuchen Willibrordtheo Brauerhaas verzweifelt, jeden Eindruck von Peinlichkeit zu verwischen, der angesichts der Nachrichtenentwicklung am Wochenende entstanden sein könnte. Doch wie immer benutzen sie einen Geheimcode, der nur Eingeweihten verständlich ist. In bester volksaufklärerischer Tradition deshalb hier die Interpretation:

Brauerhaas Dekonstruktion
Der Ball liegt beim 1. FC Kleve! Wir standen und wir stehen auf der Seite des Vereins, aber jetzt müssen erst einmal einige Dinge geklärt werden. Wir hatten die Kasse schon geöffnet – und dann das!
Zum einen habe ich niemals öffentlich zum Inhalt eine Stellungnahme abgegeben, zum anderen war eine bestimmte Förderung des Klubs aufgrund dieses Gutachtens durchaus möglich, aber die Situation hat sich grundlegend gewandelt, nachdem die Steuerfahndung in Kleve war, und beim Verein sowie im Umfeld Material beschlagnahmt hat. Bevor die Steuerfahndung kam, hatten wir nicht die leiseste Ahnung, dass da irgendwas nicht stimmen könnte. Wir lesen auch nicht kleveblog. Nun sind wir total betroffen, zumal das teure Gutachten für die Tonne ist.
Jetzt muss man doch erst einmal abwarten, ob der Klub überhaupt und wenn ja, in welcher Höhe, Steuern wird zurückzahlen müssen. Sollte das aber der Fall sein, wird es ein Gespräch mit dem Klub geben müssen, in dem nachgewiesen wird, wie eine solche eventuelle Finanzbelastung gestemmt werden kann. Diese Hürde muss der 1. FC Kleve selbst nehmen. Eigentlich gehen wir immer noch davon aus, dass an der ganzen Sache nichts dran ist.
Wir haben den Auftrag der Politik, auf der Grundlage des Gutachtens und im Lichte der Steuerfahndung neue Gespräche mit der Klubführung aufzunehmen. Wir haben bisher immer seriös und im Sinne des Vereins gehandelt und, was niemand vergessen sollte, zum Beispiel dafür gesorgt, dass der Verein überhaupt wieder in die Sportrichtlinienförderung aufgenommen werden konnte. Aber zickt bloß nicht rum – ihr wisst hoffentlich noch, was damals war?
Niemand hindert den 1. FC Kleve daran, das Stadion fertig umzubauen, denn der vorzeitige förder-unschädliche Baubeginn wurde schließlich erteilt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Einen Kommentar schreiben





Eine Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 1. Messerjocke

    Ralf, ich habe den zweiten Abschnitt einer intensiven Remodulation unterzogen und folgenden Klartext herausgefiltert:

    “Normalerweise sind wir gewohnt solche Angelegenheiten ohne umständliche Prüfung durchzuwinken aber diesmal hat auf breiter Front diese verdammte Öffentlichkeit Wind von der Sache bekommen und nun müssen wir auch noch auf Weisung meiner Imageagentur zurück rudern- so eine Sch… habe ich schon lange nicht mehr erlebt!”