Ein Bild aus glücklichen Tagen

rd | 30. Dezember 2008, 13:51 | 18 Kommentare

Menschen mit Plakat

Als ich noch als Reporter für die Bild am Sonntag zwischen Westerwald und Weserbergland den Abgründen der menschlichen Seele nachspürte, zierte meinen Spind eine Sammlung von ausgeschnittenen Fotos aus allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften, die eines gemeinsam hatten (nein, nicht das!): Der jeweilige Texter fühlte sich bemüßigt, die Bildunterschrift mit der Floskel Ein Bild aus glücklichen Tagen einzuleiten. So hoffte ich, dem Geheimnis des Glücks auf die Schliche zu kommen. Damals bin ich gescheitert. Damals kannte ich aber auch noch nicht dieses Foto, das rechts den heutigen Vorsitzenden des 1. FC Kleve, Uwe Dönisch-Seidel, und links den ehemaligen sportlichen Leiter des Klubs, Udo Kempkens, zeigt – zweifelsohne ein, wenn nicht gar das Bild aus glücklichen Tagen. Männer, die sich verstehen und Bärte tragen, die mehr als ein behutsames viriles Statement sind. Rot und Blau sind noch getrennt. Es gibt keinen Euro (“Eintritt: 10,-/5,- DM”). Und es ist Sommer, irgendwann im Juli ’99, ein Jahr vor der Fusion mit dem VfB 03 Kleve und kurz vor dem Gastspiel eines Vereins aus der Champion’s League in unserer schönen Stadt. Kleverherz, was willst du mehr?

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  1. 18. killerplautze@home

    @Meiner Einer

    Den besagten Artikel habe ich ebenfalls gelesen und ich muss sagen, das KCN hat recht!

    Nur weil man mit Fahrzeugen von 18 Metern Länge und 2,70 Metern Breite locker daran vorbei fahren kann, bedeutet das ja wohl noch lange nicht, das es für Fussgänger breit genug ist.

    Vor allem, wenn die NIAG Rennfahrer im Bonsai-Express durch die Zone brettern.

    Der Brunnen sollte also umgehend von der Firma Loock auf Planschbecken-Grösse zurückgebaut werden, damit dass die Fussgänger ob der Enge kein unfreiwilliges Bad nehmen.
    (Einigen Gestalten, hier insbesondere einige Mitglieder des KCN, würde ich es gönnen, die haben es sich bei soviel Dämlichkeit reichlich verdient)

    PS: Mein Lieblings-Fachgeschäft war Kreikamp

     
  2. 17. Killerplautze

    Sorry meiner einer war nicht so gemeint bin sowieso unnerwegs daher fiel fergnuegen

     
  3. 16. Billy Idol

    Rust, das war noch einer!

     
  4. 15. Meiner Einer

    @ janssen: Ich fand den Mann gut. Guter Lehrer(auch wenn WH das abstreiten wird, dass es gute Lehrer gibt), viel Eigenangagement, hat viel für die Schule und die Schüler erreicht. Leidensgenosse war ich bei seiner Frau. Da hatte ich Latein.. Hab´s zumindest versucht.

    @ Killerplautze: ein bisschen abschweifen ist doch manchmal ganz nett. Ein Remeber der good old times ist doch nicht schlecht. Besser als manche aktuellen Themen. War die Überschrift des Bildes nicht “aus glücklichen Tagen”?

    Übrigens: Laut KCN oder so ist der Elsa-Brunnen zu groß. Das waren noch Zeiten, als wenige Menschen durch die Stadt liefen, ohne TGV-Shinkansen-Express, kein Stau von lauter kaufgeilen Passanten. Jetzt, nach einem verkaufoffenen Sonntag (gibbet da eigentlich was anderes als von Mo-Sa?), kommen schon Veränderungsvorschläge für die Umgestaltung der Großen Straße. Da lob ich mir die glücklichen Tage, als Kleve noch eine schöne Innenstadt hatte, plüschiges Kino, alteingessene Läden… Du siehst, wir diskutieren hier immer mit Bezug zum Thema…

     
  5. 14. Messerjocke

    @Meiner Einer: Ja, es gibt gute und schlechte Lehrer. Mein Eugen Roth Zelot kam aus Geldern, war wohl mehr als Ersatzspieler unterwegs und belohnte uns immer am Ende einer anheimelnden Stunde mit kurzen Lesungen aus Ein Mensch. Er war einer von den wirklich wenigen guten Lehrern, die ich in meiner Laufbahn kennen gelernt habe.

     
  6. 13. Killerplautze

    Mannomann das sind Probleme…

     
  7. 12. janssen

    @ Meiner Einer: W. P. ? Leidensgenosse! 🙂

     
  8. 11. Meiner Einer

    @ Messerjocke

    Ich war am K-A-G. Mein Deutschlehrer war auch politisch engagiert, Liberal Demokraten o.ä. und macht heute, gut für die kulturelle Landschaft in Kleve, mit viel Eigenengagement Theater in der XOX.

     
  9. 10. Messerjocke

    @Meiner Einer: Es scheint wohl mehrere Deutschlehrer mit dieser Neigung zu geben. Ich erinnere mich nur an die Theateraufführungen nach der Beichte, dass die Hausaufgabenstellung wieder mal falsch interpretiert wurden.

    @Janssen: :~j

     
  10. 9. janssen

    Hey Maier,

    boah, was bin ich froh! Ich hab mich so gelangweilt in den letzten Tagen!

    Hat kenner sich abgesetzt? Ist er auf der Flucht?

    Grüß ihn ganz lieb! Hatte ihn schon in mein Herz geschlossen… *snief*

    Na, hat’s denn geschmeckt? Ich war nicht zu Mittag! Mittagspause sitzt nicht drin!

    Geheimzeichen, wow, aber gerne doch, schlag was vor mein Freund!

     
  11. 8. Meiner Einer

    @ messerjocke:

    den Deutschlehrer hatte ich auch…

    Auch die Theaterinszenierungen waren immer ganz gut.

     
  12. 7. Maiyer mit ai

    mein freund der kenner hat die Stadt verlassen. An seiner statt werde ich mich an den interessanten wortbeiträgen und-spielereien beteiligen.
    schon mal vorab an @janssen. Ich war bei den guten Freunden zum mittag und du?
    sollen wir ein (geheim)zeichen vereinbaren? du weißt schon, rote Rose oder so ähnlich

     
  13. 6. killerplautze

    @Messerjocke

    Wilhelm Busch
    Ein dicker Sack

    Ein dicker Sack – den Bauer Bolte,
    Der ihn zur Mühle bringen wollte,
    Um auszuruhn mal hingestellt
    Dicht an ein reifes Ährenfeld, –
    Legt sich in würdevolle Falten
    Und fängt ‘ne Rede an zu halten.
    Ich, sprach er, bin der volle Sack.
    Ihr Ähren seid nur dünnes Pack.
    Ich bin’s, der Euch auf dieser Welt
    In Ewigkeit zusammenhält.
    Ich bin’s, der hoch vonnöten ist,
    Daß Euch das Federvieh nicht frißt,
    Ich, dessen hohe Fassungskraft
    Euch schließlich in die Mühle schafft.
    Verneigt Euch tief, denn ich bin Der!
    Was wäret ihr, wenn ich nicht wär?

    Sanft rauschen die Ähren:
    Du wärst ein leerer Schlauch,
    wenn wir nicht wären.

     
  14. 5. Messerjocke

    @Killerplautze: Das Schnitzel

    Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet,
    Bemerkte, dass ihm das misriet.
    Jedoch, da er es selbst gebraten,
    Tut er, als wär es ihm geraten,
    Und, um sich nicht zu strafen Lügen,
    Ißt er´s mit herzlichem Vergnügen.

    Mein Lieblingsvers, vor Jahren vorgestellt vom Deutschlehrer und erfolgreich als Leitkultur in mein Leben verankert, ist er auch obligatorisch für das Treiben in der ganzen Region anwendbar.

     
  15. 4. killerplautze

    Passend zu diesem Artikel kommt die Plantaria-Verlautbarung man habe mal wieder Insolvenz anmelden müssen:

    > http://www.rp-online.de/public/article/kevelaer/655414/Plantaria-Betreiber-insolvent.html

    “Mrs. Lancaster, haben sie auch Deja – Vus?

    “Ich weiss nicht, aber ich kann ja mal in der Küche nachschauen.”

    Groundhog Day

     
  16. 3. killerplautze

    @Messerjocke

    Tja, es beweist wieder mal die Theorie, dass Männa nur eingeschränkt zum Multi-Tasking fähig sind.

     
  17. 2. Afrika

    Und Zigarettenwerbung war auch noch erlaubt! 🙂

     
  18. 1. Messerjocke

    Die Bärte waren schon nicht schlecht gewählt. Man hätte nur nicht vergessen dürfen, noch weitere Eigenschaften von diesem Vorlagengeber zu kopieren.

    http://www.aoar.ro/poze/tiriac.jpg