Das Wim-Thoelke-Problem

rd | 07. Februar 2007, 10:15 | keine Kommentare

Wenn man am frühen Dienstag Abend in einer Gaststätte Muscheln bestellt und die Kellnerin nach kurzer Nachfrage in der Küche mit der enigmatischen Botschaft zurückkehrt:

“Zwei Portionen sind noch da…”,

steht man als kundiger Klever Kneipengänger vor dem Wim-Thoelke-Problem: Risiko! Kurze strategische Überlegung: Kein Gastwirt kauft am Montag Muscheln, Sonntag geht nicht, Samstag kommt wahrscheinlich nicht infrage, weil die Wochenendbeschaffung schon am Freitag abgewickelt wird. Also was immer da in der Küche noch für zwei Portionen reicht, ist wahrscheinlich vier Tage alt. Trotzdem bestellt, aber mit dem Kugelfischgefühl der Japaner. Ein Gefühl, das sich noch verstärkte, als der Gastwirt während des Essens an unserem Tisch vorbei frische Ware in die Küche trug.

Hat aber geschmeckt. Manchmal braucht man auch beim Essen etwas Nervenkitzel.

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