Coronostern: „Hygieneabstand“, 421 Fälle (+20)

rd | 11. April 2020, 19:10 | 7 Kommentare
Kaufen Sie bitte vorsichtig ein!
Sein Name ist Hase, er schaut von rechts auf die Tafel und weiß von nichts, aber wir wissen: plus 20 Fälle
Abstand = halber Tacho gilt an der Kasse nicht

(Heute ist Samstag.) Von einem Abflachen der Kurve kann wohl nicht mehr die Rede sein: Heute meldet der Kreis Kleve 421 erkannte Corona-Erkrankte (plus 20 gegenüber gestern), davon mittlerweile 36 in Kleve (plus 5) und 31 in Bedburg-Hau (konstant). 39 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt, für aktuell 479 Menschen ist häusliche Quarantäne angeordnet. Die Zahl der Todesfälle ist unverändert bei 8 geblieben. +++ Man weiß ja mittlerweile, dass es vernünftig ist, auf Distanz zu bleiben, aber als neugebildetes Kompositum habe ich es heute erstmals bei Edeka in Schneppenbaum erblickt, das Wort: „Hygieneabstand“. Hat gute Chancen, das Wort des Jahres zu werden. Und auch das Antonym funktioniert, ich würde es „Ferkelnähe“ nennen: „Finger weg!“ +++ Die ersten drei Filme im Autokino am Tichelpark: Der Hase (Ostermontag, 14 Uhr), Der König der Löwen (17 Uhr), Das perfekte Geheimnis (20:30 uhr) +++ Cooler Spaß für die ganze Familie: Stell dir vor, dein Vorname (oder der eurer Liebsten) wäre die Bezeichnung eines IKEA-Produkts: Was passt? Lange Diskussionen (und vielleicht der eine oder andere Eklat) sind garantiert. Ich finde zum Beispiel, Ralf ist NICHT die Bezeichnung eines Fußabtreters!

Auch zum folgenden Artikel ist nun der Abstand gewährt. Übrigens: Man kann anständig sein, aber nicht abständig – romantische Semantiker, bitte übernehmen!

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7 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 7. Seebär

    @6. Steve Bay
    Sie haben recht. Die Ursache für die relativ große Gleichgültigkeit gegenüber Menschen, die Unterstützung benötigen, liegt aber meiner Meinung nach weniger an einer grundsätzlichen unsozialen Einstellung gegenüber Mitmenschen, sondern an einer Gesellschaft in der die, die einen Job haben, sich abstrampeln, um Arbeit und Familie in einem vollgestopften Alltag zu bewältigen und die, die aus dem Arbeitsleben aussortiert wurden, weil sie in dieser ökonomisch geknebelten Gesellschaft keine Arbeit mehr leisten können für die jemand bezahlen würde, sich abstrampeln müssen, um jeden einzelnen Tag zu bewältigen. Die Menschheit hat sich ökonomischen „Zwängen“ unterworfen anstatt eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung zu schaffen, die den Menschen ein möglichst gesundes, sinnstiftendes und soziales Miteinander möglich macht. Vorschläge wie das verbessert werden kann, sind willkommen.

     
  2. 6. Steve Bay

    Hallo,

    bei der ganzen Situation, frage ich mich natürlich, wie in den Medien angepriesen “Wir bleiben zuhause”, wie es sich für Obdachlose anfühlt. Diese Aussage würde sich bei diesen Menschen wie Hohn anhören. Helft diesen Menschen doch auch. Wenn ich die räumliche Möglichkeit hätte, würde ich das tun. Die haben genauso viel Anerkennung verdient. Sei es ein leerstehendes Gartenhäuschen, oder ein gerade ausgebautes Dachgeschoss. Dazu sei angemerkt dass viele jetzt, eine sogenannte unentgeltliche “Nachbarschaftshilfe” anbieten.Alles sehr löblich und ehrenvoll. Allerdings hätten viele von diesen Hilfebedürftigen auch vor Corona, Hilfe für Einkäufe oder sonstiges benötigt. Meine Meinung, meine persönliche Wahrnehmung. Mal darüber nachdenken, finde ich. Jetzt gibt es bestimmt viele Dislikes.Aber das ist mir wurscht.

     
  3. 5. Max Knippert

    @3
    Versuchen Sie doch mal zu beantworten, worum es Ihnen geht !

     
  4. 4. Martin Fingerhut persönlich

    Oh!…stern

    keine FamilienTreffen,
    keine Messen,
    kein OsterEierSuchen,

    selbst Faust’s OsterSpaziergang mit Wagner wäre nicht in allen BundesLändern erlaubt.

    Statt eines schwarzen Pudels brächte Faust eher ein Virus mit nach Hause,
    das sich als ähnlich teuflisch erweisen könnte wie ” des Pudels Kern ” Mefisto.

    Für uns, für die Menschheit wird es darauf ankommen,
    was wir aus der Situation machen.
    Das Virus wird uns niemals wieder verlassen.
    Wir alle müssen mit ihm leben.
    Auf uns als Gesellschaft wird es ankommen,
    ob das Virus ausschließlich und stets das Böse schaffen wird.
    oder ob wir es schaffen, die Gefahr zum Guten zu wenden.

    Die OsterBotschaft der kristlichen Tradition lautet :
    ” ER ist auferstanden ! ”
    Werden wir, wird die Menscheit eines Tages auf dieses Ostern antworten :
    ” WIR sind auferstanden ! ” ?

    Nicht auferstanden aus Ruinen,
    aber durchAus auferstanden aus Trümmern.
    Vieles von dem, was für uns die vorigen JahrZehnte selbstVerständlich war,
    ist mit einem Schlag zerTrümmert worden.
    noch mehr schwer beschädigt.
    viele unserer Gewohnheiten,
    viele unserer Rechte,
    viele unserer Sicherheiten.

    Fast alle Firmen, Vereine, wirtschaftliche Existenzen werden enorm belastet.
    Viele werden daran zerbrechen.

    Vermutlich wird praktisch jeder von uns
    FamilienMitglieder, Freunde, liebe MitMenschen verlieren.

    Werden wir uns erschlagen lassen
    von all dem, was über uns zusammenBricht ?
    von dem, was über die Menschheit in den nächsten Wochen hereinBricht ?

    Wird die Menschheit endlich lernen,
    daß sie auf Dauer nur als ganzes bestehen und florieren kann ?
    Daß wir alle nur gemeinsam so große HerausForderungen wie diese bestehen können ?
    Daß nur gemeinsam für jeden weit mehr erreicht werden kann als in lauter getrennten Gruppen ?

    Werden wir alle lernen,
    daß das WIR über unsere Zukunft entscheidet ?
    Daß die Kette der Zugehörigkeiten nicht bei Klever, RijnLänder, NRWler, BundesBürger, Deutscher stecken bleiben darf ?
    Daß sie fortgeführt werden muß über Europäer bis zum Menschen an sich ?

    Das Virus bedroht uns alle !
    jeden von uns !
    Wenn wir alle – jeder von uns – mit allen anderen zusammenFindet,
    dann könnte daraus eine Menschheit zusammenWaksen,
    für die es selbstVerständlich ist,
    daß wir alle in gegenSeitiger Verantwortung stehen.

    So selbstVerständlich, wie es für die allerMeisten von uns bis vor wenigen Wochen noch war,
    zum Urlaub im Prinzip in beliebige Fernen fliegen zu können.

    Diese ReiseFreiheit werden wir so schnell nicht wieder erlangen.
    Aber wenn wir sie ersetzen durch die SelbstVerständlichkeit einer WeltGemeinschaft,
    dann haben wir einen guten Tausch gemacht.

    DANN wären wirklich WIR erstanden.

     
  5. 3. Stefan Schuster

    Bitte bei Hygienepöbelei Abstand von 150 m einhalten!

    Gestern wurde ich in einem Drogeriemarkt auf meinen Mund und Nase bedeckenden Schal angesprochen: “Sie wissen aber schon, dass das ohne Brille nix nutzt…”.

    Alter Mitbürger, nacktes Gesicht. 10 Sekunden später: “Na, SIE haben aber eine schlechte Osterlaune”

     
  6. 2. inkalavendel

    anderes Geschäft -andere Stadt:
    1.Tag (vor ca. 1 Woche): ein nicht-netter Mann besprühte ungefragt alle Hände,bei mir: meine Wollhandschuhe !
    2. Tag: es wurden Hände und Wagengriffe mit dem gleichen Mittel besprüht !
    3. Tag: keiner stand am Eingang – die Desinfektion war alle !
    4. Tag: die nette Frau am Eingang konnte nicht beantworten, ob es Flächen-oder Händedesinfektion ist
    5. Tag bis heute: nur noch die Flaschen stehen dort – völlige Freiwilligkeit
    🙂
    @rd: das Un-Wort des Jahres ist schon jetzt: Corona-Sheriff oder Großelternverbot !
    Beste Grüße aus kurz hinter der noch offenen Kreisgrenze

     
  7. 1. Ge.Org

    Der Edeka in Bedburg-Hau bot bis gestern einen Service der besonderen Art:

    Am Eingang stand ein netter Mann mit einer Sprühflasche Flächendesinfektionsmittel und einem Lappen in der Hand. Nachdem man sich zuvor einen ggf. völlig mit Viren zugesifften Wagen holte, fährt man mit dem Wagen bis zu dem Mann vor, und dann erst wird der Griff desinfiziert. Mit diesem Wagen fährt man dann, ggf. gut mit eigenen und fremden Viren an der Hand, in den Supermarkt. Nach dem Einkauf brachte man den Wagen wie gehabt wieder in die Aufbewahrungsbox- ohne Desinfektion. Und das Spiel begann erneut.

    Inzwischen haben sie aber den taktischen Fehler bemerkt, denn heute wurde der Wagen erst vor der Tür desinfiziert.