Corona in den Kitas: Britische Variante nun auch in Düffelward

(Wird voraussichtlich im Laufe des Tages noch aktualisiert.) Die britische Variante des Corona-Virus, deutlich schneller ansteckend als die ursprüngliche, hat sich von Nütterden nach Düffelward weiterverbreitet. In der Kita „Gänseblümchen“ an der Rinderner Straße sind, wie die Einrichtung auf ihrer Website mitteilte, zwei Erzieherinnen aus der „Wackelzahlgruppe“ mit der mutierten Form des Virus infiziert – mit weitreichenden Folgen. Der Vorstand der Elterninitiative rät derzeit davon ab, die Kinder in die Betreuung zu geben, „bis sich die Lage entspannt hat“. Es sei leider sehr gut vorstellbar, dass auch Kinder in anderen Gruppen betroffen sind. Morgen ist ein umfassendes PCR-Testprogramm in der Kita anberaumt, getrennt nach Gruppen. So soll das Ausmaß des Infektionsherdes eingeschätzt werden.

Auch die Grundschule in Rindern ist betroffen, da dort viele Geschwisterkinder unterrichtet werden. Es gibt aber dort derzeit keine positiven Befunde. In Absprache mit der Schulleitung wurde beschlossen, dass die Kinder, deren Brüder oder Schwestern in Düffelward die Kita besuchen, vorerst nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen müssen. Mit der Freistellung soll die weitere Ausbreitung verhindert werden. Die Euregio-Realschule in Kranenburg gab heute auf ihrer Website bekannt, dass ein Mitarbeiter oder Schüler und ein Familienangehöriger erkrankt sei.

Die Verbreitung der britischen Variante in Kleve und Umgebung nahm in Nütterden ihren Anfang. Dort waren in der Kita St. Barbara binnen kürzester Zeit acht Mitarbeiter und zwanzig Kinder infiziert. Die Leitung der Kita, Marie-Luise Groterhorst, sagte gegenüber der NRZ, das Virus habe die Einrichtung „wie eine Welle überrollt“.

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.

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10 Kommentare

  1. 9

    @2.1 Zugereister

    „Letztes Frühjahr gab es bei wesentlich geringeren Inzidenzzahlen wesentlich härtere Maßnahmen“

    Letztes Frühjahr hatten alle Angst vor dem Virus.
    Das hat sich geändert. Wer jünger als 60 ist und keine Vorerkrankungen hat, fühlt sich durch das Virus nicht bedroht. Es sind zumindest viele die so denken und handeln. Deshalb sind konsequente Maßnahmen nicht möglich. Die Politik hat mit ihrem Versagen in den letzten sechs Monaten dazu beigetragen, dass der Wille zu einem konsequenten und entschlossenen Kampf gegen das Virus bei einem größer werdenden Teil der Bevölkerung nicht mehr vorhanden ist. Augen-zu-und-durch ist die Devise.

     
  2. 8

    Die Schule Haus Freudenberg hat auch mindestens 2 infizierte Schüler in der Schule zum Schulstart gehabt. Bis auf den Kindergarten in Nütterden habe ich nichts auf den Seiten vom Kreis Kleve oder Goch gelesen. Das nimmt mir das Vertrauen auf wahre Berichterstattung. Das gibt mir das Gefühl das es einen Grund geben muss so Information zurück gehalten werden. Ich bin unangenehm überrascht wie viele Fälle es wieder an Schulen gibt

     
  3. 7

    Die Fa. Rottler, Gr. Strasse bietet zur Zeit kostenlose Hörtests an. Vielleicht könnte das ja helfen?

     
  4. 6

    Muss ja glatt wieder was auf der Leitung gestanden haben.
    Ich war in der Niederung unterwegs und komme gerade erst nach Hause, aber i c h habe nichts gehört.
    Oder funktionieren die Sirenen ab Windstärke 6 nicht mehr richtig ?
    Zum Impfgeschehen:
    Wir leben doch inzwischen nicht mehr im Hochtechnologieland, sondern bremsen uns schon längst bis zum Geh´t nicht-mehr aus, sodass wir bald in Sachen Infektionsmanagement in die Reihe der Bananenrepubliken abgerutscht sind, und mancher südarmerikanische Armuttstaat uns zeigt, was man tun muss, um sein Volk effektiv und sinnvoll zu schützen.

     
  5. 5

    https://www.kreis-kleve.de/C12570CB0037AC59/files/dauerton_auf-_und_abschwellend_heulton.mp3/$file/dauerton_auf-_und_abschwellend_heulton.mp3?OpenElement
    , heute um 11 Uhr vermmuuuhtlich wieder großer Mmuuuhalert wegen dem zehnten Jahrestag des Fukushima-Desasters, dem 75. Tag des Impf-Desasters oder wegen der Zunahme und jetzt sogar Dominanz der britischen Virus-Mmuuuhtation,
    https://www.kreis-kleve.de/C12570CB0037AC59/files/dauerton.mp3/$file/dauerton.mp3?OpenElement

     
  6. 4

    @ kleevsejong – Der Politik und der Landesregierung insbesondere ist es doch völlig egal ob hier am nördlichen Niederrhein die Fallzahlen explodieren… frei nach dem Motto “Kinder sind nicht ansteckend” und “die Grenzen müssen offen bleiben”.
    Durch konsequente Grenzzschließung (geöffnet nur für den Warenverkehr und Pendler mit entsprechenden Tests) hätte man diese steigenden Fallzahlen vielleicht verhindern können.
    Solange die Nachbarn mit den gelben Kennzeichen sich weiterhin so rücksichtslos auf ihren Shoppingtouren auf dieser Seite der Grenze verhalten und so lange die Deutschen meinen sie müssen unbedingt zum Shopping in die Niederlande fahren, und das obwohl die Fallzahlen dort noch viel höher sind… solange wird sich an der Situation hier im Grenzgebiet nix ändern und die Fallzahlen werden sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen.
    Solange viele diesseits und jenseits der Grenze durch ihren puren Egoismus dazu beitragen, dass die Fallzahlen wieterhin so hoch bleiben wird sich nix ändern. Das “Lockdown-chen” hat gleich gar nix gebracht…

    PS: Letztes Frühjahr gab es bei wesentlich geringeren Inzidenzzahlen wesentlich härtere Maßnahmen… aber halt.. der Sommer kommt… dann wird ja alles gut… um im Herbst merken wir dann wieder das nix gut ist…
    Es ist schlichtweg ein Trauerspiel in diesem ach so fortschrittlichen Land…ich habe es an anderer STelle schon mal erwähnt: In einer Pandemie ist es relativ egal WAS Du machst… Hauptsache Du machst es SCHNELL und KONSEQUENT…. in Deutschland ging und geht es weder SCHNELL noch KONSEQUENT.

     
  7. 3

    Es ist zu vermuten und vermutlich nicht ganz abwegig das die britische Variante von jenseits der Grenze zu uns herübergehüpft ist.
    Die Niederlande haben mit dieser Variante ja im Moment sehr zu kämpfen.
    Und eines darf man auch nicht außer acht lassen, denn schließlich pendeln (der kleine Grenzverkehr sollte ja auf ausdrücklichen Wunsch der Landesregierung weiterhin ohne Kontrollen offen bleiben) täglich tausende Niederländer und Deutsche über die Grenzverlauf berufsmäßig und für ihre Shoppingtouren einfach hin und her!
    Es war also nicht die Frage ob es uns hier in der Region mit dieser Mutation trifft, sondern nur eine Frage der Zeit, wann! 🤔

     
  8. 2

    @Jack Tar (1): Die Mutationen scheint eine Neubetrachtung dieser Erkenntnis nötig zu machen.

    Allerdings müssen auch die Handlungsoptionen/Konsequenzen meiner Meinung nach „neu“ betrachtet werden mit steigender Impfquote und damit vor allem mehr geschützten vulnerablen Gruppen, weniger schweren Verläufen usw..

    Ich befürchte, auch bei noch so guten Hygienekonzepten wird sich die Mutante übertragen…

    Schulen und Kitas zu kann keine Strategie auf Dauer bzw. immer bei Bedarf sein.
    Schnellere Impfung, verpflichtende Schnelltests, digitale verpflichtende Kontaktnachverfolgung, konsequente und einheitliche Quarantäneregeln…
    Wenn ich sehe, dass in einer Klever Waschstraße alle Mitarbeiter ohne Mundschutz arbeiten und Kunden am Auto „bedienen“ und im Mini-Büro zu zweit ohne Maske sitzen, läuft auch an den Arbeitsplätzen noch einiges nicht richtig.

    Auch das Hingucken bei den Hotspots in z.b.Kranenburg und Düffelward jetzt (die erschreckend sind) wieviele haben tatsächlich deutliche Symptome und wie kann man unwissende Verbreitung hier bestmöglich verhindern.

    Wer ernsthaft nicht befürchtet hat, dass mit den erfolgten Öffnungsschritten und den Mutationen die Zahlen nicht wieder steigen werden, ist entweder ein extrem positiv denkender Mensch, naiv, ein Leugner oder irgendwas dazwischen.

    Ich wünsche allen Betroffenen schnelle Genesung und alles Gute.

     
  9. 1

    Soviel zum Thema „Schulen und Kitas sind keine Orte an denen sich das Virus verbreitet.“