Das Problem mit den Drogensüchtigen, die sich im Umfeld des Bahnhofs tummeln, scheint einfach nicht in den Griff zu bekommen zu sein – und deshalb griff Clemens Wilmsen, der Vermieter der Bürogebäude in der Nachbarschaft des Bahnhofs, jetzt zu einer radikalen Maßnahme: Mit einer Barrikade aus Bauzäunen riegelte er den Parkplatz und die angrenzenden Gebäude ab. Auch die ansonsten leicht zugängliche Terrasse vor dem Verwaltungsgebäude der AOK ist mit den Zaunelementen abgeschirmt. Der Riegel reicht exakt bis zur barrierefreien Toilette, somit sind auch der dahinter ansässige Architekt Benedikt Verheyen sowie die Radstation sind nicht mehr auf dem kürzesten Weg zu erreichen.
Auslöser für den drastischen Schritt war die Tatsache, dass die Klever Drogenszene die von der Stadtverwaltung angedachte Umsiedlung zu einem ausrangierten Bushaltestellenhäuschen am Pappelweg nicht mitgegangen ist. Seit Monaten bereits treffen sich die Süchtigen und die zu ihrem Umfeld gehörenden Personen wieder da, wo früher ein Container eine Art von Unterschlupf bot. „Die Maßnahme war reiner Selbstschutz“, so Wilmsen. „Seit der Drogencontainer weg ist, hat sich das Problem massiv verschärft und weiter ausgedehnt.“
Willemsen legt Wert auf die Feststellung, dass er für einen Container an der fraglichen Stelle ist. „Diese Menschen brauchen einen Treffpunkt, ob man das gut findet oder nicht. Und sanitäre Möglichkeiten.“ Die barrierefreie Toilette ist Wilmsen zufolge nicht mehr nutzbar. Willemsen selbst säuberte beinahe täglich das Areal, aber dann wurde es auch ihm zu viel. Vor anderthalb Wochen stellte er die Zäune auf. „Ich habe auch eine Verantwortung für meine Mieter“, sagt er. Willemsen selbst hat auch mit dem Bürgermeister gesprochen, in der nächsten Woche soll es einen runden Tisch geben, der sich mit der Problematik beschäftigt.
Eigentlich sollte im Zuge der millionenteuren Aufwertung des gesamten Bahnhofsumfelds auch die – wie auch immer empfundene – Beeinträchtigung der Aufenthaltsqualität durch berauschte Personen gemindert werden. Dazu kam es jedoch nur während eines kurzen Intermezzos, als die Angehörigen dieser Personengruppe einen Unterschlupf an der Spyckstraße fanden. Eine Polizeirazzia beendete diesen Zustand, seitdem sind sie wieder östlich des Bahnhofs anzutreffen.

Und nun? Wer das Gelände abläuft, gewinnt den Eindruck, dass es dort wüster aussieht als je zuvor. Unmittelbar vor dem Gebäude mit der Toilette hat die Stadt Kleve zwei blaue Mülltüten aufgehängt. Diese sind gut gefüllt, aber nicht immer wird beim Wegwerfen das Ziel getroffen. Hinter den Bauzäunen liegt auch eine verdreckte, herrenlose Matratze. Die Bauzäune selbst mögen zwar einen gewissen Abschirmeffekt haben, den Eindruck eines offenen, freundlichen Willkommens an einer zentralen Ankunftsstelle der Stadt lassen sie jedoch nicht entstehen. „Das sieht nicht schön aus“, gibt auch Wilmsen zu. Er weiß sich nicht mehr anders zu helfen.
Wie zu hören ist, ist das Thema einmal mehr auf der Agenda der Politik gelandet – womöglich sogar wieder mit dem Ansatz, an altbekannter Stelle wieder für einen überdachten Unterschlupf, der den Süchtigen zugleich auch als Sichtschutz dient, zu sorgen. Es wäre vermutlich nur die nächste Notlösung – wohl auch, weil es keine wirkliche Lösung gibt.


Das Thema hatten wir schon mal. Er selbst schreibt sich so. Vielleicht mal ihn anrufen und davon überzeugen, dass er seinen Namen falsch schreibt. 😉
Vielleicht lernt der Autor erstmal, den Namen durchgängig richtig zu schreiben. Miserable Qualität.
Als Übergangs-Notlösung wäre ein neuer Container mit den vorgeschlagenen Sanitäranlagen wohl das derzeit Beste. Aber dann erst besserer Container als der alte.
Es gibt Fotos davon. Die OK haben ein Wahlkampfvideo darin gedreht.
Meines Wissens hat es dieses Wartehäuschen nie gegeben.
Was gibt es für einen Bürgermeister in einer solchen -maximal- Mittelstadt, eher Kleinstadt – eigentlich so viel zu tun, als dass er nicht sofort mit Hr. Willemsen besagte Örtlichkeit aufsucht (wie weit ist das vom Rathaus zu Fuss? Sieben Minuten vielleicht ? ) und sich das mal anguckt und zügigst Massnahmen einleitet ?
Ist der Terminkalender eines Bürgermeisters wiklich so voll, dass für solche Dinge keine Zeit bleibt? In einer Kleinstadt?
Warum fallen einem Bürgermeister die Zustände des Bahnhofes seiner Stadt nicht von selber auf?
Sieht er die Welt ausserhalb seines Amtszimmers nur duch die Scheiben eines Dienstwagens? Wie oft guckt er sich Kleve eigentlich in natura an?
Was ist mit dne anderen Politiker/innen. Den Fraktionsvorsitzenden, Parteivorsitzenden, Ausschussvorsitzenden?
Ich bin aber jetzt auch mal böse und behaupte: Nein, Drogensüchtige brauchen keinen Treffpunkt. Man muss solchen Menschen helfen, aber nicht indem man Ihnen freiwillig Teile der Öffentlichkeit überlässt. Und wer sich nicht helfen lassen will, kann nicht mit Akzeptanz in der Bevölkerung rechnen, – schon gar nicht, wenn diese Klientel umgekehrt die normale Bevölkerung nicht akzeptiert und sie belästigt.
Die Polizei und das Ordnungsamt scheinen nach meiner Wahrnehmung auch viel zu wenig präsent zu sein. Wie gesagt, – meine Wahrnehmung.
Nein, – ich bin kein Mitglied der AfD !!!
Beim Anblick des 2. Bildes (mir ist das Bahnhofsgelände nur aus den 80ern/90ern noch vertraut, das scheint komplett weg) dachte ich schon, da entsteht ein neuer überdachter Bahnsteig in Kleve, – welch freudiges Wunder !
Aber es ist wohl nur die alte Postverladerampe.
Was bin ich für ein Tor! – zu denken, im Klever Bahnhofsumfeld könnte sich für die Bahnkunden etwas zum Besseren wandeln.
Natürlich nicht.
Asche auf mein Haupt !
🙂
Vielleicht wäre es auch eine Lösung, dafür zu sorgen, dass in Kleve nicht so viel und unkompliziert, unkontrolliert und straffrei mit Drogen aller Art gedealt wird?
Das spricht sich überall schnell herum und Kleve wurde bis jetzt zum Anziehungspunkt, auch für auswärtige Drogenverteiler und Drogenkonsumenten!
Man sollte sich mit diesen Grundproblemen sehr nahe und schnell beschäftigen……
Mmuuuh, RD verbreitet mmuuuhtmaßlich schon wieder Fake-News. Im Text hat er u.a. geschrieben: „Auslöser für den drastischen Schritt war die Tatsache, dass die Klever Drogenszene die von der Stadtverwaltung angedachte Umsiedlung zu einem ausrangierten Bushaltestellenhäuschen am Pappelweg nicht mitgegangen ist.“ Das ist nicht Ordnung, mmuuuh, grundlose Geringachtung meiner saftigen, gut gepflegten, grünen Weiden an eben diesem Pappelweg! Das ausrangierte Bushaltestellenhäuschen steht bekanntlich auf der anderen Seite der Bahngleise, mmuuuh, in einem kleinen Wäldchen an der B 57/Kalkarer Straße. RD hatte das vor einiger Zeit sogar mal selbst richtiggestellt, mmuuuh, siehe hier:
https://www.kleveblog.de/wo-genau-kommt-der-drogencontainer-der-jetzt-ein-wartehaeuschen-wird-zu-stehen/
Kann es sein, RD, das bei Ihnen irgendwie noch Karneval nachwirkt, mmuuuh, mmuuuhtmaßlich in Form von zu wenig Schlaf und zu lauter Musik in Verbindung mit dem Genuss alkoholhaltiger Getränke statt köstlicher Milch?