Das Problem mit den Drogensüchtigen, die sich im Umfeld des Bahnhofs tummeln, scheint einfach nicht in den Griff zu bekommen zu sein – und deshalb griff Clemens Wilmsen, der Vermieter der Bürogebäude in der Nachbarschaft des Bahnhofs, jetzt zu einer radikalen Maßnahme: Mit einer Barrikade aus Bauzäunen riegelte er den Parkplatz und die angrenzenden Gebäude ab. Auch die ansonsten leicht zugängliche Terrasse vor dem Verwaltungsgebäude der AOK ist mit den Zaunelementen abgeschirmt. Der Riegel reicht exakt bis zur barrierefreien Toilette, somit sind auch der dahinter ansässige Architekt Benedikt Verheyen sowie die Radstation sind nicht mehr auf dem kürzesten Weg zu erreichen.
Auslöser für den drastischen Schritt war die Tatsache, dass die Klever Drogenszene die von der Stadtverwaltung angedachte Umsiedlung zu einem ausrangierten Bushaltestellenhäuschen am Pappelweg nicht mitgegangen ist. Seit Monaten bereits treffen sich die Süchtigen und die zu ihrem Umfeld gehörenden Personen wieder da, wo früher ein Container eine Art von Unterschlupf bot. „Die Maßnahme war reiner Selbstschutz“, so Wilmsen. „Seit der Drogencontainer weg ist, hat sich das Problem massiv verschärft und weiter ausgedehnt.“
Wilmsen legt Wert auf die Feststellung, dass er für einen Container an der fraglichen Stelle ist. „Diese Menschen brauchen einen Treffpunkt, ob man das gut findet oder nicht. Und sanitäre Möglichkeiten.“ Die barrierefreie Toilette ist Wilmsen zufolge nicht mehr nutzbar. Wilmsen selbst säuberte beinahe täglich das Areal, aber dann wurde es auch ihm zu viel. Vor anderthalb Wochen stellte er die Zäune auf. „Ich habe auch eine Verantwortung für meine Mieter“, sagt er. Willemsen selbst hat auch mit dem Bürgermeister gesprochen, in der nächsten Woche soll es einen runden Tisch geben, der sich mit der Problematik beschäftigt.
Eigentlich sollte im Zuge der millionenteuren Aufwertung des gesamten Bahnhofsumfelds auch die – wie auch immer empfundene – Beeinträchtigung der Aufenthaltsqualität durch berauschte Personen gemindert werden. Dazu kam es jedoch nur während eines kurzen Intermezzos, als die Angehörigen dieser Personengruppe einen Unterschlupf an der Spyckstraße fanden. Eine Polizeirazzia beendete diesen Zustand, seitdem sind sie wieder östlich des Bahnhofs anzutreffen.

Und nun? Wer das Gelände abläuft, gewinnt den Eindruck, dass es dort wüster aussieht als je zuvor. Unmittelbar vor dem Gebäude mit der Toilette hat die Stadt Kleve zwei blaue Mülltüten aufgehängt. Diese sind gut gefüllt, aber nicht immer wird beim Wegwerfen das Ziel getroffen. Hinter den Bauzäunen liegt auch eine verdreckte, herrenlose Matratze. Die Bauzäune selbst mögen zwar einen gewissen Abschirmeffekt haben, den Eindruck eines offenen, freundlichen Willkommens an einer zentralen Ankunftsstelle der Stadt lassen sie jedoch nicht entstehen. „Das sieht nicht schön aus“, gibt auch Wilmsen zu. Er weiß sich nicht mehr anders zu helfen.
Wie zu hören ist, ist das Thema einmal mehr auf der Agenda der Politik gelandet – womöglich sogar wieder mit dem Ansatz, an altbekannter Stelle wieder für einen überdachten Unterschlupf, der den Süchtigen zugleich auch als Sichtschutz dient, zu sorgen. Es wäre vermutlich nur die nächste Notlösung – wohl auch, weil es keine wirkliche Lösung gibt.


Inwzischen ist die Polizei dort wohl auch etwas präsenter…sehr gut … eigentlich wäre es nett wenn sie jeden Tag, Uhrzeit unbekannt, dort mal vorbeischauen würden, muss ja nicht imemr die grosse Kontrollaktion sein.
https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-polizei-fuehrt-grosse-kontrollaktion-am-bahnhof-durch_aid-144778339
kleveblog – immer wieder inspirierend: https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-drogenszene-trifft-sich-wieder-am-bahnhof-wie-soll-es-weitergehen_aid-144296095
Dann können Sie nicht lesen.
@43
Ehrlich gesagt: Falsche Sichtweise.
Es geht der Öffentlichkeit nicht darum das Problem der Drogenkranken zu lösen, sondern darum die von den Drogenkranekn ausgehende Gefährdung von Sicherheit und Ordnung zu verhindern. Das hat primär erstmal nichts mit den Ursachen der Drogenkrankheit zu tun.
Das kann man zynisch und böse finden aber es ist so. Das Problem der Drogenkranken muss sich der einzelne Bürger nicht zu eigen machen, eigentlich nicht mal die Gesellschaft. Aber sie tut es ja sogar. Es gibt Hilfsangebote. Selbst wenn es sie nicht gäbe, berechtigte das keinen Drogenkranken die öffentliche Sicherheit zu gefährden oder gar kriminell zu werden.
Ich weiss dass das zwangsläufig passiert. Aber ich finde es sehr problematisch dafür dann eine Art ‚Verständnis‘ zu haben. Ich verstehe jeden Bürger der sagt: Unabhängig von den Ursachen der Störung muss die öffentliche Ordnung gewährleistet bleiben.
@43.
Viele Worte, die NICHTS sagen ……
@39
Offene Drogenszenen sind problematisch, ermöglichen aber niedrigschwellige Hilfsangebote. Die Ursachen von Abhängigkeit sind multifaktoriell und umfassen u. a. traumatische Erfahrungen, Gewalt, sexuellen Missbrauch sowie psychische Erkrankungen. Darüber hinaus haben die Drogenabhängigen mit den Folgen ihrer Sucht zu kämpfen.
Das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass die Leute aus dem Sichtfeld verschwinden.
An festen Orten bleibt die Drogenszene auch besser im Blick von Behörden.
Diese festen Orte müssen aber funktionieren. Am Bahnhof ist es wirklich ungünstig, ebenso in Wohngebieten. Völlig abgelegen ist aber auch keine Option.
Ne, zeitweise war auch ein Haus an der Spyckstraße der zentrale Anlaufpunkt.
„Auslöser für den drastischen Schritt war die Tatsache, dass die Klever Drogenszene die von der Stadtverwaltung angedachte Umsiedlung zu einem ausrangierten Bushaltestellenhäuschen am Pappelweg nicht mitgegangen ist. “
Das ist richtig.
„Seit Monaten bereits treffen sich die Süchtigen und die zu ihrem Umfeld gehörenden Personen wieder da, wo früher ein Container eine Art von Unterschlupf bot. “
Das ist zumindest missverständlich. Weil, die Süchtigen sind nie zu dem Bushaltestellenhäuschen gegangen. Sie sind immer am Bahnhof geblieben.
@39
„Wir wären uns aber schon einig dass Schwerkranke eigentlich nicht auf die Strasse gehören?“
Sie sind sich aber schon im Klaren, dass diese Frage auch einen starken Zynismus in sich birgt?“
@38
Wir wären uns aber schon einig dass Schwerkranke eigentlich nicht auf die Strasse gehören?
Und wir schon mehrfach von verschiedenen Beitragsschreibern hier angemerkt, dient der Treffpunkt ja wohl vornehmlich dem illegalen Handel mit Drogen.
Ich kann keinen Sinn in so einem Container erkennen. Nicht von ungefährt ist er ja auch erstmal weg.
Ich bin auch nicht der Meinung, Polizei und Ordnungsamt solten zusehen denn sonst würde man das Problem ja doch nur verlagern.
Drogenhandel ist illegal und das Problem der Drogenkrankheit gehört Meiner Meinung nach nicht in die Öffentlichkeit. Und wer Illegales in der Öffentlichkeit tut, sollte überall, egal wo er sich hinverlagert, mit entsprechender Präsenz der Sicherheitsbehörden rechnen.
@Niederrheinstier
Die Suchtberatungsstellen im Kreis Kleve veröffentlichen jährlich einen detaillierten Jahresbericht über ihre Arbeit inkl. einer Statistik, den Sie über die homepage der Verbände abrufen können. Sie können bei den Mitarbeitern auch Ihre Fragen klären, z.B. auch bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung.
Ihre Fragen lassen eine gewisse Skepsis erkennen, der ich etwas erwidern möchte. Jeder, der eine Suchtberatungsstelle aufsucht, hat ein ernst zu nehmendes Anliegen! Er/Sie offenbart sich und sein Problem, sucht Hilfe, Rat, Information, das ist nicht oberflächlich.
Suchtmittelabhängigkeit ist eine Krankheit. Das Krankheitsbild ist sehr komplex und hängt von der Substanz (Abhängigkeitspotential, Organschädlichkeit, legal oder illegal), der sozialen Situation, Stabilität der Beziehungen, gesellschaftlicher Akzeptanz usw. ab.
Und wie bei anderen Krankheiten kann die Krankheit chronifizieren, es kann zu Rückfällen kommen, Begleiterkrankungen können auftreten, die soziale Situation zusammenbrechen. Umgekehrt gibt es Konsumenten harter Drogen, die sozial integriert, leistungsfähig und sozial unauffällig sind. (Der kokainkonsumierende Investementbanker z.B.)
Wir sprechen beim „Klientel“ am Bahnhof über mutmaßlich schwer erkrankte Menschen, vielleicht mit begleitenden psychischen Erkrankungen, langjähriger Abhängigkeit ( oft von mehreren Substanzen), Obdachlosigkeit, ohne stabile soziale Beziehungen, manchmal in Kleve gestrandet. Und hier ist die Suchtmittelfreiheit nicht das alleinige Ziel und der alleinige Maßstab der Hilfen: es geht auch – vielleicht primär- darum, manchmal zunächst das Überleben zu sichern, Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, einen Schlafplatz zu finden, vielleicht sogar eine Wohnung, ins Methadonprogramm zu vermitteln … Diese Klienten werden von den Hilfseinrichtungen oft langjährig begleitet und unterstützt.
Drogenkonsumräume richten sich genau an diese Klientengruppe.
Meiner Meinung nach, wäre ein Drogenkonsumraum in Kleve, in dem man aus Nah und Fern angereist, illegale Drogen konsumieren kann, nicht der richtige Weg.
Damit würde man dem illegalen „Drogentourismus“ noch mehr Raum geben. Andere Städte im Kreis „leisten“ sich auch keinen teuren, zusätzlichen „Drogenkonsumraum“, zu den bereits vorhandenen Angeboten.
Warum sollte Kleve das tun, wenn so und so schon überall gespart werden muss?
Dieses Geld sollte man verstärkt in die Jugendarbeit investieren, das hätte Zukunft….. denn die Jugend ist Zukunft!
@34
Mmuuuh, Kellener, sehr guter Kommentar!!! Darauf lässt sich aufbauen, mmuuuh, denn Niederrheinstier ist strickt gegen das Teufelszeug – vor allem aber gegen die, die damit aus niedrigen Beweggründen dealen. Doch wie groß ist die Inanspruchnahme der von Ihnen aufgezählten Hilfsangebote, mmuuuh, gibt es da irgendwelche Berichte oder gar Zahlen drüber? Wie viele (wie viel Prozent) der harten Drogenkonsumenten haben diese Angebote schon tatsächlich in Anspruch genommen, mmuuuh, intensiv, nicht nur oberflächlich? Werden diese Angebote stark und regelmäßig in Anspruch genommen, mmuuuh, oder kommen da nur hier und da nur ein paar Einzelne? Bei wie vielen Abhängigen harter Drogen gelingt es tatsächlich, ihnen mit Hilfe von Ersatzstoffen ein geregeltes Leben zu ermöglichen, mmuuuh, zumindest für einige Zeit? Und wie viele dieser Schwerstabhängigen reden tatsächlich ernsthaft mit den Suchtberatern und den Sozialarbeitern, mmuuuh, zum Beispiel über die Möglichkeiten eines Ausstiegs mit dauerhafter Drogenfreiheit. Und gibt es im Großraum Kleve auch schon funktionierende Selbsthilfegruppen, mmuuuh, so wie für die dem Alkohol Verfallenen? Und wie oft bewahrheitet sich trotz aller Bemmüüühungen am Ende dennoch leider das Gedicht vom „Schwarzen Panther“, mmuuuh, der tags zuvor noch ein letztes Mal aufgefordert wird zu lachen?
…und, Bahnhofskind? Ändern Ihre Kommentare jetzt irgendetwas an der Situation vor Orr? Was glauben Sie?
Mal ein sachlicher Blick auf den Ist-Zustand: Kleve ist, was die Hilfseinrichtungen betrifft, gut aufgestellt.
Es gibt zwei zentrale Treffpunkte mit Hilfsangeboten. Zum einen die Klosterpforte mit einem täglichen Essensangebot, der Möglichkeit sich a6fzuhalten, im Winter aufzuwärmen, mit einer Sozialarbeiterin zu sprechen und bei Bedarf schnell an weitere Hilfen vermittelt zu werden.
In der Oberstadt gibt es das Kontaktcafe des Caritasverbandes, angebunden an die Suchtberatungsstelle. Auch dort gibt es ein Essensangebot, die Möglichkeit zu Duschen und Wäsche zu waschen, sich einfach aufzuhalten, eine Kleiderausgabe …und, ganz wichtig: bei Bedarf ganz zeitnah mit einer SuchtberaterIn zu sprechen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Es gibt weiter die Suchtambulanz in den Rheinischen Kliniken mit der Möglichkeit der Substitution ( Ersatzstoffbehandlung), in den Kliniken gibt es eine Entgiftungsstation, in Kleve und Umgebung gibt es zusätzlich niedergelassene Ärztinnen die mit Methadon substituieren. Die Aufzählung ist hier unvollständig, es gibt weiter aufsuchende Hilfen der Wohnungslosenhilfe usw.
Aber an all diesen Orten sind zwei Dinge nicht gestattet: Drogen zu handeln und diese zu konsumieren.
Wenn über einen „Treffpunkt“ wie einen Container gesprochen wird, dann soll man aussprechen worum es geht: nicht um einen zusätzlichen Treffpunkt, an dem man sich aufhalten kann sondern um einen Ort, in dessen direktem Umfeld Drogen zu bekommen sind und konsumiert werden.
In der Konsequenz geht es um einen Drogenkonsumraum, wie er in vielen Städten schon besteht: mit Fachpersonal, Spritzentauschprogramm, hygienischen Standards, Aufsicht, Hilfsangeboten. Das kostet viel Geld. Will die Stadt Kleve das investieren?
Erneut einen Container in einem „hinteren Bereich“ aufstellen nimmt vielleicht den Druck der Präsenz der Abhängigen, mindert aber nicht die Folgeprobleme wie Kriminalität, das Recht des Stärkeren in der Scene, medizinische Notfälle usw.
Und eins sollte allen Beteiligten klar sein: verstärkte Repression durch Polizei und Ordnungsamt verdrängt die Scene vielleicht in weniger sichtbare Bereiche, löst das Problem aber nicht.
@13 GH
….“Die besonders von politischen irren Traumtänzen hoch gelobte *Cannabis Freigabe ( dabei ist es scheiß egal wie die das „verkaufen ) wird ihren Beitrag leisten + bestätigen das *THC nahezu ALLER Anfang von Drogen Karrieren ist ( Erfahrung ) Der „Pool“ wird auch daher noch reichlich bedient. Eine Lösung würde „sehr umstritten“ sein ,wofür in der Politik natürlich alles Verständnis fehlen wird. „…
Am besten Bier gleich auch verbieten, schließlich haben die meisten Alkoholiker ja auch als erstes alkoholisches Getränk zum Bier gegriffen..🙈
@29
100% ACK.
@30
Richtig HPL.
Wer’s glaubt wird selig und Glaubende sind selten von ihrem Glauben abzubringen auch nicht mit Argumenten, und zudem stets überzeugt andere ungefragt beurteilen zu müssen statt den Balken im eigenen Auge zu sehen. Deshalb belasse ich Sie gerne in Ihrem Glauben. Amen. 🙂
@28 Bahnhofskind
„Weil es anderswo auch Probleme gibt, darf man offensichtliche Probleme […] nicht benennen?“
Wo hat wer geschrieben, dass man solche Probleme nicht benennen DARF?
Ich glaube, dass Ihre Erkenntnis über „woke“ eher einer oberflächlichen Betrachtung der Beiträge hier geschuldet ist.
@27.
Ihre Argumentation gehört zu einem absolut anderen Themenfeld.
Um nur kurz darauf einzugehen, da es nicht zum Hauptthema gehört, gibt es auch in Kleve mehrere, offizielle Anlaufstellen und Angebote. In Kleve muss niemand zu Hause einsam sein. Auch kann man immer wieder bemerken, dass Nachbarschaften für Hilfestellungen gut funktionieren.
Aber zurück zum Hauptthema….. der Bahnhof gehört zum „Öffentlichen Raum“!
@27
Was ist denn das für ne krude Argumentation ??
Weil es anderswo auch Probleme gibt, darf man offensichtliche Probleme bei Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum nicht benennen?
Stattdessen werden die Anliegen derjenigen als Ressentiments abqualifiziert?
Schon krass.
kopfschüttel
Jetzt weiss ich endlich die Defnition von ‚woke‘.
Die „Kohortenbildung“ am Bahnhof steht mal wieder am Pranger. Warum? Weil das Elend der Drogenabhängigen dort so sichtbar ist und die unvermeidbaren Begegnungen mit Passanten Reibungspunkte schaffen.
Man kann hier auf kleveblog natürlich die ewig gleiche Platte auflegen: Wir wälzen die Schuld auf die Untätigkeit früherer und aktueller Bürgermeister ab und jagen sie sprichwörtlich durchs Dorf. Doch mal ehrlich: Was ändert das? Gar nichts. Es ist das reine Bedienen von Ressentiments, ohne dass sich die Situation vor Ort um einen Millimeter verbessert.
Man muss sich das einmal klarmachen: Während wir uns über die Sichtbarkeit am Bahnhof echauffieren, gibt es eine ganz andere Gruppe, die völlig unter dem Radar fliegt – die Hochbetagten. Menschen, die in ihrem Wohnraum vereinsamen, nicht mehr selbstbestimmt leben können, sich aber aus Stolz oder Not nicht helfen lassen. Über diese Menschen spricht niemand. Hier zeigt keiner mit dem Finger auf die Verwaltungschefs, weil das Problem eben nicht „störend“ im Stadtbild auftaucht.
Daher erlaube ich mir ein Kopfschütteln über die aktuelle Debatte: Worum geht es uns hier eigentlich? Geht es wirklich um die Menschen, die Hilfe brauchen – egal ob am Bahnhof oder in der eigenen Nachbarschaft? Oder geht es nur darum, ein Thema auszuschlachten, um dem Bürgermeister mal wieder so richtig eins auszuwischen?
Ah, da hat zweimal im Artikel die Autokorrektur zugeschlagen.
@19: das liegt daran, dass er Wilmsen heißt
@17
Der Vorgänger Bürgemeister war nicht anders der nur geredet hat und es wurde nichts gemacht. Der konnte auch sich nur lächelnd Fotografieren lassen und so macht der Aktuelle es auch, nur es kam noch kein Wort von Dahmen mit das Problem am ganzen Bahnhof. Nur das der sich auch gerne Fotografieren lässt in der Öffentlichkeit.
Und wenn da Schlägereien sind unter die Drogensüchtigen und es kommt da zu einen großen Polizeieinsatz, das hält die Polizei auch gerne geheim vor der Öffentlichkeit. Da denke ich vor 2 Jahren ungefähr zurück auf einen Samstag, wo auch eine Waffe gefunden wurde und die Polizei wollte es geheim halten, was ich sofort bei der Rheinischen Post angegeben hatte. Und auf Nachfrage wollte die Polizei sich rausreden, und schon kam es in die Öffentlichkeit. Diese Probleme sind mir wichtiger als wie die Bahnprobleme, ganz ehrlich.
@20.+21.
Das ist schon lange allgemein bekannt!!!
Es gibt auch in Kleve, wie in anderen Städten, dafür offizielle ausgebildete Ärzte und Sozialarbeitende!!!
Nur ….. in Kleve wird der unkontrollierte „Wildwuchs“ immer dramatischer ….. auch zum Schaden der jungen Menschen!
@17
Wenn wir ehrlich sind, noch nie hat eine/n Klever Bürgermeister/in der Bahnhof interessiert, das betrifft nicht nur den aktuellen Amtsinhaber.
Strassen waren schon eher ihr Thema.
Allerdings waren insbesondere von 30, 40 Jahren die Probleme dort nicht so gravierend wie heute. Behaupte ich mal. Und die Bundesbahn war noch mit ihrem ‚bemannten‘ Bahnhofsgebäude vor Ort, es bestand also auch bzgl. der Fahrgäste weniger Handlungsbedarf.
Die Lösung mit dem Busbahnhof fand ich früher eigentlich auch besser. Insbesondere weil man den freiwerdenden Platz ja gar nicht so renaturiert hat wie es ganz früher war.
…in Abschnitt F10-F19
Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit.
Der ICD ist die international anerkannte Klassifikation der WHO für Krankheiten. Wenn man eine AU beim Arzt bekommt, ist die attestierte Erkrankung immer nach dem ICD kodiert.
Drogenabhängigkeit ist im ICD im Abschnitt F19 beschrieben:
https://klassifikationen.bfarm.de/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2026/block-f10-f19.htm
Außer er nennt sich zum Beispiel in seiner eigenen Firma Wilmsen.
Tja, die „aus dem Auge, aus dem Sinn“-Taktik – nämlich, die Drogenabhängigen in die Pampa zu verfrachten – hat also nicht geklappt (oh wunder). Da wird auch ein Zaun nicht helfen. Es ist an der Zeit, das Problem an der Wurzel anzugehen, d.h. Suchtberatung und eine Unterkunft bereitzustellen. Nur so können wir die Menschen dauerhaft aus dieser beschissenen Situation holen. Ich wünsche mir, dass eine nachhaltige, gute Lösung gefunden wird. Gerade die neue öffentliche Toilette war für mich (aufgrund einer körperlichen Behinderung) ein Segen vor Zugreisen. Dass diese wohl endgültig nicht mehr nutzbar sind, erschwert mir das ungemein 🙁
@Bahnhofskind: Ich stimme zu 100 % zu. Es passiert einfach nichts. Ich wiederhole mich gerne: unser Bürgermeister wollte Kleve jeden Tag etwas besser machen. Das wäre jetzt eine Gelegenheit. Aber der empathielose Bürgermeister sitzt lieber in seinem Büro oder lächelt gequält bei öffentlichen Auftritten, wo er ziemlich arrogant rüber kommt. So wird das in Kleve nix. Wir brauchen keinen stadtnahen Treffpunkt für Drogensüchtige. Da wird der Nutzen für Wenige dem Nutzen bzw. Wohlbefinden von Vielen geopfert.
Was dort tatsächlich am Bahnhof abläuft, wird ja nicht veröffentlicht. Angeblich alles Verschwörungstheorien.
Aber nur mal folgendes Gedankenspiel: Wenn Kreispolizei, Bundespolizei, Ordnungsamt und Bahnpolizei dem Treiben am Bahnhof tatenlos zusehen: wo sind dann wohl die Schuldigen zu suchen ? Dabei geht es auch um anderen Straftaten als dem Drogenhandel.
Wenigstens einer der durchgreift. Da soll die Stadt Kleve, Ordnungsamt, Bundes sowie Landespolizei, Bürgermeister sowie Politik mal ein beispiel nehmen, und nicht vergessen das DB Bahnhofsmangement in Duisburg als Eigentümer des Bahnsteig.
Die Politik sowie der Bügermeister sowie der Vorgänger Reden nur, aber es kommt nie was heraus.
Schlimm ist es wenn man Mittags von der Arbeit kommt, und am Bansteig Sitzplatz sowie am Busbahnhof Sitzplatz direkt beim Türkischen Imbiss sitzen auch die ganzen Drogensüchtigen sowie Alkoholiker und nicht vergesssen die Perspektivelosen Jugendlichen die da Raubauken machen. Und die Bundes sowie Landespolizei und Ordnungsamt fahren da nur dran vorbei und machen nichts. Und das Ordnungsamt geht lieber Kaffee trinken gegenüber vom Bahnhof bei Hecks. Das ist immer Mittags ein Anblick. Man fühlt sich da auch sehr unsicher. Ich kann verstehen warum vor Jahren Udo Kempkens unten doch zurückgezogen hatte der da eine Gastronomie machen wollte da wo die AOK jetzt ist. Soll mal keiner vergessen. Anderswo an großen Bahnhöfen werden die vetrieben also am Bahnsteig, nur hier nicht.
@7 Chewgum „Aber dann erst besserer Container als der alte.“ Ich nähme noch Wetten an, wie lange es dauert, bis ein „besserer Container“ genauso aussieht, wie der alte… herausgeworfenes Geld.
2 . ) Meine Zustimmung , mit massiv zunehmenden gesellschaftlichen +wirtschaftlichen Problemen wir die aktuelle Klever Drogen Problematik absehbar klein erscheinen. Die besonders von politischen irren Traumtänzen hoch gelobte *Cannabis Freigabe ( dabei ist es scheiß egal wie die das „verkaufen ) wird ihren Beitrag leisten + bestätigen das *THC nahezu ALLER Anfang von Drogen Karrieren ist ( Erfahrung ) Der „Pool“ wird auch daher noch reichlich bedient. Eine Lösung würde „sehr umstritten“ sein ,wofür in der Politik natürlich alles Verständnis fehlen wird. Der desillusionierte Bürger / in wird also weiterhin die „Lebensqualität“ dieses Klientel teilen dürfen. 😠
@ 9 rd )
“ durchgängig „
@ 6 rd )
Dass das Wartehäuschen zu Wahlkampfzwecken dort einen Tag gestanden hat, kann ich jetzt allerdings nicht ausschliessen.
Jemand, der Wilmsen heißt, wird sich wohl kaum selber Willemsen nennen
Das Thema hatten wir schon mal. Er selbst schreibt sich so. Vielleicht mal ihn anrufen und davon überzeugen, dass er seinen Namen falsch schreibt. 😉
Vielleicht lernt der Autor erstmal, den Namen durchgängig richtig zu schreiben. Miserable Qualität.
Als Übergangs-Notlösung wäre ein neuer Container mit den vorgeschlagenen Sanitäranlagen wohl das derzeit Beste. Aber dann erst besserer Container als der alte.
Es gibt Fotos davon. Die OK haben ein Wahlkampfvideo darin gedreht.
Meines Wissens hat es dieses Wartehäuschen nie gegeben.
Was gibt es für einen Bürgermeister in einer solchen -maximal- Mittelstadt, eher Kleinstadt – eigentlich so viel zu tun, als dass er nicht sofort mit Hr. Willemsen besagte Örtlichkeit aufsucht (wie weit ist das vom Rathaus zu Fuss? Sieben Minuten vielleicht ? ) und sich das mal anguckt und zügigst Massnahmen einleitet ?
Ist der Terminkalender eines Bürgermeisters wiklich so voll, dass für solche Dinge keine Zeit bleibt? In einer Kleinstadt?
Warum fallen einem Bürgermeister die Zustände des Bahnhofes seiner Stadt nicht von selber auf?
Sieht er die Welt ausserhalb seines Amtszimmers nur duch die Scheiben eines Dienstwagens? Wie oft guckt er sich Kleve eigentlich in natura an?
Was ist mit dne anderen Politiker/innen. Den Fraktionsvorsitzenden, Parteivorsitzenden, Ausschussvorsitzenden?
Ich bin aber jetzt auch mal böse und behaupte: Nein, Drogensüchtige brauchen keinen Treffpunkt. Man muss solchen Menschen helfen, aber nicht indem man Ihnen freiwillig Teile der Öffentlichkeit überlässt. Und wer sich nicht helfen lassen will, kann nicht mit Akzeptanz in der Bevölkerung rechnen, – schon gar nicht, wenn diese Klientel umgekehrt die normale Bevölkerung nicht akzeptiert und sie belästigt.
Die Polizei und das Ordnungsamt scheinen nach meiner Wahrnehmung auch viel zu wenig präsent zu sein. Wie gesagt, – meine Wahrnehmung.
Nein, – ich bin kein Mitglied der AfD !!!
Beim Anblick des 2. Bildes (mir ist das Bahnhofsgelände nur aus den 80ern/90ern noch vertraut, das scheint komplett weg) dachte ich schon, da entsteht ein neuer überdachter Bahnsteig in Kleve, – welch freudiges Wunder !
Aber es ist wohl nur die alte Postverladerampe.
Was bin ich für ein Tor! – zu denken, im Klever Bahnhofsumfeld könnte sich für die Bahnkunden etwas zum Besseren wandeln.
Natürlich nicht.
Asche auf mein Haupt !
🙂
Vielleicht wäre es auch eine Lösung, dafür zu sorgen, dass in Kleve nicht so viel und unkompliziert, unkontrolliert und straffrei mit Drogen aller Art gedealt wird?
Das spricht sich überall schnell herum und Kleve wurde bis jetzt zum Anziehungspunkt, auch für auswärtige Drogenverteiler und Drogenkonsumenten!
Man sollte sich mit diesen Grundproblemen sehr nahe und schnell beschäftigen……
Mmuuuh, RD verbreitet mmuuuhtmaßlich schon wieder Fake-News. Im Text hat er u.a. geschrieben: „Auslöser für den drastischen Schritt war die Tatsache, dass die Klever Drogenszene die von der Stadtverwaltung angedachte Umsiedlung zu einem ausrangierten Bushaltestellenhäuschen am Pappelweg nicht mitgegangen ist.“ Das ist nicht Ordnung, mmuuuh, grundlose Geringachtung meiner saftigen, gut gepflegten, grünen Weiden an eben diesem Pappelweg! Das ausrangierte Bushaltestellenhäuschen steht bekanntlich auf der anderen Seite der Bahngleise, mmuuuh, in einem kleinen Wäldchen an der B 57/Kalkarer Straße. RD hatte das vor einiger Zeit sogar mal selbst richtiggestellt, mmuuuh, siehe hier:
https://www.kleveblog.de/wo-genau-kommt-der-drogencontainer-der-jetzt-ein-wartehaeuschen-wird-zu-stehen/
Kann es sein, RD, das bei Ihnen irgendwie noch Karneval nachwirkt, mmuuuh, mmuuuhtmaßlich in Form von zu wenig Schlaf und zu lauter Musik in Verbindung mit dem Genuss alkoholhaltiger Getränke statt köstlicher Milch?