Bankenkrise (18-20): Bilanzdepressionen

rd | 26. Februar 2009, 13:25 | 26 Kommentare

Eine Milliarde, zehn Milliarden, was kostet die Welt? Die aktuellen Bilanzzahlen der Banken zeigen, dass noch kein Silberstreif am Horizont zu sehen ist. Es ist nicht mal mehr ein Horizont zu sehen:

Geringe Eigenkapitaldecken, …

Geringe Eigenkapitaldecken, …

… ein ausgehöhltes Basisgeschäft…

… ein ausgehöhltes Basisgeschäft…

… und die Schräglage wichtiger Bilanzposten haben das Vertrauen der Anleger weitegehend zerstört

… und die Schräglage wichtiger Bilanzposten haben das Vertrauen der Anleger weitegehend zerstört

Wer weiß, wer demnächst noch alles Zeit für einen Spaziergang am Kermisdahl hat… (und hier das Gegengift und hier gleich noch einmal)



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26 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 26. Rainer Hoymann

    @ killerplautze

    Ich erinnere mich noch gut an diese “wilden Zeiten” und es freut mich zu hören, dass die Berliner Justiz weiter in dieser Sache aktiv ist. Ich befürchte jedoch, dass nicht viel mehr passieren wird, als im Fall “Zumwinkel” (Bewährungsstrafe, die der Herr Zumwinkel in seiner neu erworbenen toskanischen Burg absitzt.)

     
  2. 25. Willi Heuvens

    Noch ein Beispiel.
    Im Aufsichtsrat eines Gocher Kreditinstitutes sitzen führende CDU-Politiker, dies Bank führte in den letzten Jahre jede Menge Arbeitsprozesse……warum ändern diese “Christen” nichts?
    Warum wird im Erfolgsbericht der Volksbank Kleverland nicht über die Entlassenen gesprochen ….. wer war damals im Aufsichtsrat?

     
  3. 24. Rainer Hoymann

    @ rainer

    Bei den sog. “toxischen Papieren” handelt es sich im übertragenen Sinne um “Falschgeld”. Und dazu heißt es:
    “Falschgeld wird gefälschtes bzw. nachgemachtes Geld genannt, das nicht den Geldwert besitzt, den es zu haben scheint. Ziel des Verwenders ist demnach die Täuschung von Gläubigern über den wahren Wert. Wird Falschgeld verwendet, spricht man davon, dass es in den (Zahlungs-)Verkehr gebracht wird. Die Herstellung sowie dessen Vorbereitung sowie das Inverkehrbringen steht weltweit unter Strafe. Sie hat eine lange Geschichte. … (http://de.wikipedia.org/wiki/Falschgeld )”
    Es ist nach meinem Rechtsverständnis zu unterscheiden, inwieweit Kenntnis über den Wert (bzw. “Nichtwert”) des Finanzprodukts beim Vertrieb bestanden hat. Anders ausgedrückt: wollte man den Kunden übers Ohr hauen?

     
  4. 23. L.Seerden

    @Rainer Hoymann

    Erinnern Sie sich noch an das hier?

    > http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,609065,00.html

     
  5. 22. killerplautze

    @rainer

    Der Börsen-Bembel Frank Lehmann hat es mal in drei Worten auf den Punkt gebracht:

    “Gier frisst Hirn.”

     
  6. 21. rainer

    Hallo, ….äähh? sind jetzt die, die gekauft haben an der KRISE schuld, oder sind die, die verkauft und gekauft haben an der KRISE schuld?

     
  7. 20. Rainer Hoymann

    Eine Stunde Zeit?

    Dann anschauen: http://www.videogold.de/vortrag-crashkurs-geld-und-recht-andreas-clauss/

    Am Anfang recht lahm – wird aber stets besser!

     
  8. 19. High Grade Structured Credit Enhanced Leverage Fund

    Der Volksbank geht es hervorragend. Sie müssen sich keine Sorgen machen, meine Herren.

     
  9. 18. Müller

    Vielen Dank, Vertrauter und volle Zustimmung.

    Herr Daute, auch ich maße mir kein Urteil über die Qualitäten von Herr Geurts bei der Aufsicht über eine Bank zu. Dazu fehlt mir die fachliche Grundlage.

    Aber mein “gesunder Menschenverstand” sagt mir, wer die damalige Schieflage nicht oder nicht rechtzeitig erkannte, sollte jetzt nicht mehr die Aufsicht führen.

     
  10. 17. ralf.daute

    Mir ist nicht bekannt, welchen Umständen Hans Geurts seinen Posten verdankt, und ich maße mir auch keine Bewertung seiner Tätigkeit an (ganz einfach, weil ich nichts dazu weiß außer der evidenten Tatsache mit den damaligen Ostspekulationen). Aber die Sache mit dem Fachwissen hatten wir hier schon mal. Meine Meinung dazu ist, dass ein beträchtlicher Teil der Krise auf genau die Leute mit “Fachwissen” zurückgeht. In der FAZ werden die am Anfang des Desasters stehenden CDOs (und wie die Finanzkonstrukte alle hießen) jetzt mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit Kreditkettenbriefe genannt. Und man muss nicht BWL oder sonstwas studiert haben, um zu wissen, dass bei solchen Sachen am Ende einer Dumme ist (bzw. “wir alle”). Dazu reicht es aus, die richtigen Fragen zu stellen und die Grundrechenarten korrekt anzuwenden.

    Hier übrigens eine schöne Erklärung der Finanzkrise (englisch):

    http://ca.youtube.com/watch?v=eb_R1-PqRrw

    Und hier, was im englischen Fernsehen dazu gelaufen ist (in der Qualität in Deutschland – warum eigentlich? – undenkbar):

     
  11. 16. Vertrauter

    Folgene Web-Adresse ist auch lesenswert!
    http://www.abgeordnetenwatch.de .. hier kann man u.a. die anzeigepflichtigen Nebentätigkeiten unserer Bundestagsabgeordenten sehen. z.b. Herr Merz von der CDU ist für 18 Firmen und unser Fliegen-Lauterbach von der SPD für 13 Firmen für viel Geld tätig. Meine Frage ist, wie schaffen das diese Leute? Sind sie mit ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete nicht ausgefüllt?

     
  12. 15. Vertrauter

    Müller.. als die Karre wegen Mißwirtschaft in den Dreck gefahren wurde, war schon unser Ex-Bürgermeitster Hans Geurtz der Vorsitzende der Volksbank. Wenn er Fachwissen gehabt hätte, so hätte er damals schon bemerken müssen, was in der Volksbank abläuft. Unbegreiflich ist mir, warum damals nur der Vorstand seinen Hut nehmen mußte und der Altbürgermeister noch immer seinen Platz als Aufsichtsrat hat. Die Frage ist: was sagen die vielen ehemaligen fleißigen Mitarbeiter der Volksbank dazu, die man damals entlassen hatte? Man spricht zwar von Abfindungen, aber die armen Leute haben ihren Arbeitsplatz verloren. Man kann über W. Heuvens denkenwie man will. Aber er hat recht..Lehrer, Polizisten usw. haben in Aufsichtsräten nichts zu suchen. Da müssen Leute mit Fachwissen sitzen!

     
  13. 14. Klaudia

    Meiner Meinung ist auch Grund zur Besorgnis, dass auf Bundesebene ein recht kleiner Kreis über zig Milliarden entscheidet. Mit evtl. zunehmendem Tunnelblick und dem steigenden Druck, etwas Konstruktives tun zu müssen, entwickelt sich da vielleicht eine Eigendynamik, deren Folgen gelinde gesagt nicht abzusehen sind.

     
  14. 13. Müller

    Wer war eigentlich zum Zeitpunkt als die berühmte Karre der VB in den Dreck gefahren wurde Vorsitzender des Aufsichtsrats??

     
  15. 12. ralf.daute

    Gemäß der Faustregel, dass der Vorsitzende in solchen Gremien das 1,5-fache des “normalen” Satzes bekommt, wären das dann ca. 9300 Euro im Jahr.

     
  16. 11. killerplautze

    @ vertrauter

    Laut Bilanz der Volksbank Kleverland vom 31.12.2007 beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtrats auf EUR 53.178,26.
    Es sind insgesamt 8 Mitglieder in diesem Gremium.

    Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für Mitglieder des Aufsichtsrates Euro 1.035.326,63.

    Quelle: elektronischer Bundesanzeiger

     
  17. 10. Vertrauter

    Wer spricht denn in kleve von einer Bankenkrise? Schaut euch doch mal den heutigen Artikel in der RP an! Die Volksbank Kleverland hat dicke Gewinne eingefahren und den Karren aus dem Dreck gefahren. Und selbst der ehemalige Bürgermeister Hans Geurts hat das Lachen nicht verlernt. Mich würde mal interessieren, was ein Vorsitzender -ist ja Geurts- bei der Volksbank Kleverland monatlich für seine Tätigkeit kassiert. Seine Arbeit wird doch bestimmt nicht nur mit den Besuchen in der VOLKSBANK-VIP-Loge bei Borussia Mönchengladbach entlohnt.

     
  18. 9. alm-öhi aka killerplautze

    @Messerjocke-Jury

    Einspruch!

    Keine 9998 Punkte für W.H.

    > http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/archiv/2005/juli/zurueck/archiv/artikel/mueller-milch-streicht-trotz-subventionen-arbeitsplaetze-bund-fordert-strenge-umwelt-und-sozialst/

    > http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-milch-mueller-milch-ID120775302081.xml

    Damit ist das Ergebnis wie folgt zu korrigieren:

    10000 Punkte : – 9998 Punkte

     
  19. 8. Rainer Hoymann

    @ Müller,

    der “Willi” ist nicht schuld!

    Er ist selber nur ein Rädchen im Getriebe, dessen Treibriemen die Gier, der Egoistmus und – in vielen Fällen – die Dummheit sind.

    Diese Rezession hat das Potential für eine schwere Depression.

    Ein tiefer Absturz droht mit der Zahlungsunfähigkeit erst Großbritanniens und dann der Vereinigten Staaten. Das bestehende Systems würde zusammen stürzen und Chaos ausbrechen. In einer solchen Situation droht eine Terrorwelle (“Französische Revolution”).

    oder http://www.leap2020.eu/

    dann “Deutsch”

    dann Artikel “GEAP No. 32″

    Also vorsichtig mit Vorverurteilungen; es träfe dann wieder zuviele KassiererInnen und nicht die “Mehdorns & Zumwinkels”.

    http://ingeb.org/Lieder/mackieme.html

     
  20. 7. stefank.

    kommt leute, seid freidlich.

    ich finde es schade wenn im blog streit ausbricht.

    bitte mehr fakten, meinungen und insidernews über die man diskutieren kann und die nicht in der tagespresse zu lesen sind.

     
  21. 6. Messerjocke Jury

    Er konterte prompt, noch während die Jury die Bewertung ausarbeitete.

    Willi 1.0, empfindliche Abzüge in der Stilnote aber Pluspunkte für die kreative Müllermilch.

    Zwischenstand:

    Müller : Willi 1.0 = 10000 : 9998

     
  22. 5. Messerjocke Jury

    Sieg nach Punkten 10000:0 für Müller.

    Die nächste Runde beginnt in 0:03.55 Std. Wir erwarten mit Spannung den Gegenschlag von Willi 1.0

     
  23. 4. Willi Heuvens

    @Müller

    Wobei ein guter Schaumwein was Feines ist, wenn man Schaumschläger ist.
    Macht aber nix, geht mir trotzdem blendend, finanziell und gesundheitlich.
    Wir trinken nicht nur Wein, wir predigen auch Wein – hat mal jemand gesagt.

    Ich habe darüberhinaus festgestellt, dass man mit Beleidigungen meine Person immer noch interessanter macht……als sie schon ist.

    Müllermilch, Müllermich, Müllermilch – die schmeckt!

     
  24. 3. Müller

    Herr Heuvens,

    Ihnen als allgemein anerkannten Bank- und Finazfachmann steht Häme o.ä. nicht zu.

    Banker, wie Sie haben uns doch in die Scheiße reingeritten.

    Sie Schaumschläger und Blender!

     
  25. 2. killerplautze

    Tss, tss, wer wird denn gleich so niedergeschlagen sein.

    Demnächst können doch alle diejenigen, die Zeit haben, sich an der FH einschreiben.

    Oder die grösste Baustelle Kleves seit dem Pleistozän dankbar und ehrfürchtig bewundern.

    Bitte bei der Kommunalwahl nicht vergessen, wem ihr das alles zu verdanken habt.

    Bei diesen Ausblicken erscheint das Leben doch wieder lebenswert.

     
  26. 1. Willi Heuvens

    Für 18. Mrd. Euro könnte man diese Bank doch wohl wieder herrichten – wie bei der Commerzbank, wir Steuerzahler, besonders die Arbeitnehmer übernehmen das gern und lassen uns auch gern enteignen. Gebt diesen Vorschlag doch weiter an die Große Koalition, dem Bund aus Versagern und Laiendarstellern.