Bachelor of Brauchtum: 10 Jahre Hochschule Rhein-Waal – dem Frohsinn ein Fanal!

rd | 04. Februar 2019, 14:28 | 2 Kommentare
Der Fünferrat der HSRW

Nä, nä, dat wesse mer nit mih, janz bestemp nit mih,
Un dat hammer nit studiert.

Oh doch, jetzt wird auch das studiert! Bachelor of Brauchtum? Die Hochschule Rhein-Waal setzt im zehnten Jahr ihres Bestehens alles daran, ihr Profil zu schärfen – insbesondere, um in Kleve noch stärker wahrgenommen zu werden als Einrichtung, die auch mal Fünfe gerade sein lassen kann. Zum Jubiläum, dies kündigte jetzt der Kanzler in einem Interview mit der wohlmeinenden Presse an, nimmt die HSRW am Rosenmontagszug teil. „Die Hochschule Rhein-Waal wird in diesem Jahr erstmals mit einem Karnevalswagen und einer Fußgruppe im Klever Karnevalszug dabei sein – das war eine tolle Idee unserer Beschäftigte[n]“, zitiert die Zeitung den Verwaltungschef. Vor allem für die ausländischen Studenten muslimischen Glaubens bietet diese einzigartige Aktion die Chance, die besonderen Werte des Westens näher kennen zu lernen.

Wie aber sieht der Wagen aus? Wie zu hören ist, soll die Gründungspräsidentin der Einrichtung, Marie-Louise Klotz, in Form einer Freiheitsstatue durch die Stadt gezogen werden. Auf dem Wagen steht, auch auf Chinesisch und Hindi „Zehn Jahre HSRW – Bachelor olé!“ (10 साल HSRW – बैचलर जैतून), auch wenn dies innerhalb der Hochschule heftig diskutiert wurde. Denn entsprechende Abschlüsse sollen als Wurfmaterial verteilt werden. Die Idee eines plattdeutschen Slogans – „Hochschule in Kleve: Hoog söll se leewe“ – konnte sich nicht durchsetzen. Die Fußgruppe soll angeführt werden vom Interimspräsidenten Prof. Eberhard Menzel, der sich als Klimatroll verkleidet. Die Teilnehmer halten entweder Sonnen- oder Regenschirme, um mit subtilem Humor darauf aufmerksam zu machen, dass ja wohl von einem anthropogenen Klimawandel keine Rede sein kann.

Dem Vernehmen nach ist dies aber erst der Anfang einer grundsätzlichen Verkarnevalisierung des Betriebs. Das Wintersemester soll künftig grundsätzlich am Aschermittwoch vorbei sein und auch nicht mehr Semester, sondern Session heißen. Ob und wie am Dienstag Abend nach Kölner Vorbild unter lautem Johlen eine Figur verbrannt wird, die „an allem schuld“ ist, steht noch nicht fest. Das Präsidium könnte möglicherweise auch als Fünferrat fungieren, der Präsident bekäme den Titel „Prinz“, und er würde ganz oft „gebützt“.  Zahlreiche der Vorlesungen gingen wegen ihres hohen Unterhaltungswertes bereits heute als Prunksitzungen durch. 10 Jahre Hochschule Rhein-Waal – dem Frohsinn ein Fanal!

Hier noch ein exklusiv der Redaktion zugespielter Mitschnitt aus der Senatssitzung, in der die Änderungen der Grundordnung in bester Stimmung beschlossen wurden:



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2 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 2. ???

    Wer genau zählt zu „Beschäftigte[n]“?

     
  2. 1. Niederrheinstier

    Alaammmuuuuhh, schau an, alaammmmuuh! RD kann es nicht lassen und stichelt schon wieder gegen die fünf Köpfe der H(ydra)SRW, alammmmuuuuh. Oder erwartert RD, dass wir seinen Untertitel „Nä, nä, dat wesse mer nit mih, janz bestemp nit mih, Un dat hammer nit studiert“ einfach nur weitermmmuuuhen, alaammuuuuh? Ja? Vielleicht so, alaammmuuh? „Fünf mal null ist null ist null, alaammmuuuuh!“ Alaammmuuuh? Jetzt habe ich es ja doch getan, einmal bis fünf zu zählen, alaammmuuuh. Verrückte Jahreszeit, alammmuuuh!