Alpha Grundbesitz meldet Insolvenz an

Alpha-Baustelle an der Hoffmannallee

Vor einigen Tagen waren erstmals seit November wieder Arbeiter auf dem Gelände der ehemaligen AOK-Verwaltung an der Hoffmannallee zu sehen, und es keimte vorsichtige Hoffnung auf, dass es mit der Millionenbaustelle weitergeht. Doch diese Hoffnungen erhielten heute um 13:10 Uhr einen empfindlichen Dämpfer: Am Amtsgericht Kleve meldete die Alpha Grundbesitz GmbH, die von Florian Heuvelmann geführte Gesellschaft hinter dem Projekt, Insolvenz an (43 IN 5/26). 40 Minuten später kam es noch schlimmer: Auch die Alpha Capital Holding erklärte sich für zahlungsunfähig (43 IN 6/26). Damit steht das Projekt, zu dessen Spatenstich sogar NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach nach Kleve kam (es wird mit beträchtlichen Landesmitteln gefördert), auf der Kippe. Und nicht nur das: Auch über einem weiteren Projekt, der Bebauungsplan des ehemaligen Bettray-Geländes, schwebt nun ein gigantisches Fragezeichen.

Noch am 18. Januar hatte Florian Heuvelmann auf seinem WhatsApp-Status das Foto eines Mehrfamilienhauses mit dem Hinweis „Zu verkaufen!“ gezeigt – war dies der verzweifelte Versuch, noch mal Geld in die Kasse zu bekommen? Wie auch immer dieser Versuch ausgegangen ist, gereicht hat es nur für 18 weitere Tage. Heute wurde der Gang zum Amtsgericht offenbar unvermeidlich. Für beide Gesellschaften bestellte das Gericht den Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Markus Kier zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Von Florian Heuvelmann selbst war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

Florian Heuvelmann, der in Elten wohnt, machte im Raum Kleve seit einigen Jahren mit Bauprojekten von sich reden. Seine nach griechischen Buchstaben benannten Gesellschaften sind in Bedburg-Hau ansässig. Die Capital Holding allerdings ist an der Privatanschrift des Investors an der Birkenallee gemeldet.

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35 Kommentare

  1. 35

    Sachen gibt’s. Da empfiehlt man einen interessanten Link und schwupp, keine vier Stunden später, wird die verlinkte Seite vom Netz genommen. Aua!

  2. 33

    @ 32
    Mmuuuh, „Aber vielleicht ist VF ja eine ruhige und besonnene Mutter Theresa… ich kenne Ihn nicht.“
    Eine ruhige und besonnene Mutter Theresa, mmuuuh? Vermmuuuhtlich eher nicht! Denn die Adresse des Geschäftssitzes der Franken Holding GmbH „Grondstein 6“ in Emmerich-Elten entlarvt VF, mmuuuh, als noch recht jungen, vom Bauernhof stammenden Elektro-Wirtschaftsingenieur-Absolvent der RWTH Aachen. Mmuuuh, laut dem Dreiländereck-Stier hat VF daher vermmuuuhtlich ebendort an der RWTH Aachen etwas vom Lohmann-Ruchti-Effekt gehört und nun versucht, ihn zur Mehrung seiner Euro-Bestände für sich zu nutzen. Wie das geht stand schon vor mehr als vierzig Jahren in dem Buch „Finanzierung der Betriebe“, mmuuuh, von dem früheren RWTH-Professor Herbert Vormbaum. Schmatz-Schleck, der Lohmann-Ruchti-Effekt hat im Übrigen schon längst zur spürbaren Mehrung meiner Kraftfuttervorräte geführt, mmuuuh, dank richtiger, besonnener Anwendung mit kalkuliertem Risiko.

  3. 32

    @4 Michael Bay

    Jeder blamiert sich so gut er kann. Glückwunsch. Wenn Sie sich wundern, warum Sie in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind, einfach nochmal Kommentar 4 lesen.

    @7 Weinrich

    Der nächste „Politiker“ der auch widerlichste Art versucht, Kapital bzw. Stimmen zu ziehen. Hier mit einer dreisten Lüge. Die besagte Fraktion lehnte keine „massivst hochpreisige Bebauung“ ab sondern war/ist dagegen, dass auf einem ehemaligen Schrottplatz in Innenstadtnähe GÜNSTIGER Mietwohnraum entsteht. In Zahlen, 7€ ca. der qm in einer innenstadtnahen, barrierefreien Wohnung die nach neuestem energetischem Standard errichtet werden sollte. Das der Investor auch noch einen Kindergarten bauen sollte und die Altlasten im Boden auf seine Kosten zu entsorgen sind, davon wollen wir gar nicht anfangen. Noch mehr solcher Neinsager-Parteien wie die vom Weinrich und in Kleve bewegt sich gar nichts mehr.

    @16M
    „Wenn man sich allerdings die Mühe gemacht hätte, fünf Minuten seriös zu recherchieren…, wüsste man ziemlich schnell: Eine Verbindung zwischen der Alpha Capital Holding und der VOF ist öffentlich nicht belegbar.“

    ??? Ähm in 3 Minuten ergoogelt man, dass das Gegenteil von dem was Sie behaupten der Fall ist. Es ist öffentlich das Viktor Franken über seine Franken Holding an Alpha Capital beteiligt ist und gleichzeitig auch GF bei VOF. Man könnte auch die Gesellschafter der VOF einsehen aber ich wollte die 3 Minuten nicht reißen. Ich würde vermuten, Herrn Franken gehört die VOF.

    @24 M und @23
    Was die Elten Connection genau verantwortet… keine Ahnung. Aber das VF da mit drin hängt, darf man erwarten, reichen die 3 Minuten Recherche. Es ist bspw. auch öffentlich, dass VF vor gut einem Jahr 50% der Alpha Capital für 250.000€ übernommen hat etc. pp. kann jeder im Registerportal der Länder nachschauen. Ist es dann noch Spekulation oder gesunder Menschenverstand wenn @23 vermutet, dass VF auch privat not amused ist, wenn FPH erst VF mit ins Boot holt und dann nen gutes Jahr später das Boot absäuft? Auch der Name VF wird mit der Alpha Insolvenz in Verbindung gebracht. Ich ganz persönlich würde meinem Kumpel dafür die Hammelbeine lange ziehen um nicht in einem öffentlichen blog Eier abreißen zu schreiben. Aber vielleicht ist VF ja eine ruhige und besonnene Mutter Theresa… ich kenne Ihn nicht.

    Ich mag ja Macher und habe Ihren Kommentar 26 gerne gelesen aber wenn Sie versuchen offensichtliches und auch öffentliches falsch darzustellen… was soll das bringen? Kontraproduktiv.

    @19 Meiner Einer
    mich würde wirklich mal interessieren, wer Sie sind. Wir haben oft ähnliche Informationen und viele Ihrer Posts kann ich unterschreiben, schon seit Jahren. Die GeWoGe wäre auch mein Thema gewesen, an die Herren Politiker die hier schreiben. Ich musste mir vor 2 oder 3 Jahren die Augen reiben als an der Spyckstraße für 17€ (!) Wohnraum zur Miete angeboten wurde. Leider habe ich die Anzeige nicht gespeichert. Oder wie kann es sein, das diverse Klever Handwerker nie Ausschreibungsunterlagen auf den Schreibtisch bekommen.. wäre so eine Frage die ich hätte. Architektur wird auch seit Jahren vom gleichen Büro verantwortet etc. pp. … Compliance schonmal gehört @GeWoGe oder Fremdwort?

    So, genug Feinde gemacht für einen Sonntag 😉 nun zur Spekulation die vielleicht für alle Klever am interessantesten ist, wie geht es weiter?

    Ich bin bei Meiner Einer. Van Bebber ist bei der NRW Bank bestens bekannt, der Ruf dürfte tadellos sein. Der Insolvenzverwalter wird ein Interesse an einer Fortführung der Baustelle haben und die NRW Bank sowie weitere beteiligte Banken sowieso. Sehr geile Verhandlungsposition für den Bauunternehmer. Ich gönne es ihm und für Kleve auch gut, wenn die Hütte schnell fertig gestellt wird.

    Was ich aber auch zugeben muss und mir nicht verkneifen kann, ich bin sehr sehr neugierig, wie fit der Insolvenzverwalter ist und wie weit zurück er in Verträge hineinschaut. Ich bin kein Jurist aber es ist seit Jahren ein offenes Geheimnis dass Zahlungsschwierigkeiten da sind, einfach mal die an den diversen Bauvorhaben beteiligten Handwerksunternehmer fragen… Wie gesagt, bin keine Jurist aber wenn ein (Handwerks-)unternehmer weiß, dass der Auftraggeber in Zahlungsschwierigkeiten ist und trotzdem Aufträge annimmt, bspw. mit geändertem Zahlungsziel, z. B. Vorkasse, dann hat der Auftragnehmer ein Problem.

    Am Ball bleiben rd… hat potential für einen Wirtschaftskrimi und wer weiß… vielleicht hat die Elten Connection vor ein paar Jahren doch komische Darlehensverträge zwischen FPH und der Voba Kleve gemacht… ein ganz ganz klein wenig Skepsis ist nach den Schlagzeilen des letzten Jahres jedenfalls gerechtfertigt und erlaubt. Umtriebig sind beide Seiten schließlich.

    So, … jetzt aber schnell weg, schönen Sonntag allen 🙂

  4. 30

    Alles schön und gut, aber wer macht dat Loch jetzt wieder zu? Man könnte weiterbauen, irgendwann wird die Grube volllaufen, die Spundwaende werden ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Es käme möglicherweise zu einer Gefährdung nachbarlicher Grundstücke, vom Wertverlust zu schweigen. Man könnte Teichfolie auslegen, Süßwasserfische aussetzen und ein Angelparadies draus machen

  5. 29

    @25 Stimmt, Investoren haben diesen geheimen „Gratis-Geld-Glitch“ entdeckt: Einfach Insolvenz anklicken und zack — alle anderen zahlen, während sie gemütlich am Pool neue Ideen brainstormen. Deswegen gehen die auch ständig pleite, weil es so unfassbar lukrativ ist.
    Und Banken? Reine Wohltätigkeitsvereine. Geben Kredite nach Gefühl raus und verteilen Verluste anschließend gleichmäßig auf die Bevölkerung, wie eine Art finanzielles Wetter.

    Wenn Wirtschaft wirklich so funktionieren würde wie in deiner Erklärung, gäbe es weder Risiko noch Bonitätsprüfung — nur noch Geschäftsmodelle aus dem Überraschungsei.

  6. 28

    @25 „Und das Risiko trägt auch nicht die Bank, sondern am Ende die Bankkunden.“

    Inwiefern die Bankkunden?

  7. 26

    @25 Stimmt, Investoren haben diesen geheimen „Gratis-Geld-Glitch“ entdeckt: Einfach Insolvenz anklicken und zack — alle anderen zahlen, während sie gemütlich am Pool neue Ideen brainstormen. Deswegen gehen die auch ständig pleite, weil es so unfassbar lukrativ ist.
    Und Banken? Reine Wohltätigkeitsvereine. Geben Kredite nach Gefühl raus und verteilen Verluste anschließend gleichmäßig auf die Bevölkerung, wie eine Art finanzielles Wetter.

    Wenn Wirtschaft wirklich so funktionieren würde wie in deiner Erklärung, gäbe es weder Risiko noch Bonitätsprüfung — nur noch Geschäftsmodelle aus dem Überraschungsei.

  8. 25

    @6 M „…zahlt… der Investor.“ Nö. Der Investor geht nur in die Insolvenz, ggfs. noch in die Privatinsolvenz um sich in aller Ruhe eine neue „Geschäftsidee“ zu überlegen – zahlen tun die beschäftigten Unternehmen, die auf ihren Forderungen sitzen bleiben und die Steuerzahler. Und das Risiko trägt auch nicht die Bank, sondern am Ende die Bankkunden.

  9. 24

    @ 23 Mit deinen Aussagen gehörst du offenbar entweder zum innersten Freundeskreis von FPH – oder du dichtest dir einfach gern Geschichten zusammen. Anders lässt sich dieses Sammelsurium an Behauptungen kaum erklären. So viel wirres Zeug in einem einzigen Absatz liest man wirklich selten, und den Zusammenhang zum oben genannten Artikel suchst vermutlich nicht nur du vergeblich.

    Und ganz ehrlich: Wenn ich das so lese, kann Herr Heuvelmann wirklich heilfroh sein, dass er „nur“ Emmericher ist – bei dem Niveau an Eltener Dorfklatsch möchte man ja freiwillig gar nicht dazugehören.

  10. 23

    FPH hat es sich zumindest mit dem Mächtigsten der „Elten Connection“, VF, nun auch privat verscherzt, wie man so hört, hat dieser ihm doch schon vor einiger Zeit finanziell mächtig aus der Patsche geholfen.
    Zudem ist FPH kein Eltener sondern Emmericher, ist aber wiederum in der feinsten Hoch-Eltener Gegend zufällig der Nachbar von PvO.
    Wer blickt da noch durch?
    Und jetzt singen wir alle im Chor:

    https://www.youtube.com/watch?v=ukvtl7gGWuE&list=RDukvtl7gGWuE&start_radio=1

  11. 22

    Wieso fällt mir in dem Zusammenhang der Name „Jürgen Schneider“ wieder ein?

    @ 18
    Per definitionem von „Insolvenz“ hatte Habeck übrigens recht…

  12. 21

    @19:
    Ja, schon interessant. MBay schimpft auf die Investoren, war aber in der ersten Reihe, als es darum ging, den Reichswald nicht als Nationalpark auszuweisen. Und nun kann ABO-Energy investieren.

    Benno

  13. 20

    @Augen auf, #15:
    Ihr Zitat: „Oh mensch was für eine Spekulation…“

    Sie wissen, dass sie sich in einem Minenfeld bewegen, und drücken sich daher sehr vorsichtig aus. Ihre ‚Spekulation‘ ist jedoch nicht abwegig – es gibt Beispiele aus jüngster Vergangenheit.

    Das Trump-Modell (ökonomisch, nicht politisch).
    Kaufe aus vorhandenen Privatmitteln möglichst viele und wertvolle Grundstücke. Lasse diese von einem befreundeten Fachmann in Form einer Schätzung überbewerten (Betrag X). Nun suche eine weitere Immobilie (Projekt Y), und gehe zu einer Bank deiner Wahl. Sage der Bank, du wärst bereit Y zu verwirklichen und X als Sicherheit einzusetzen, um einen Kredit (Summe Z) zu erhalten. Ab jetzt darfst du dich „Investor“ nennen. Setze Z=X und wiederhole das Spiel YXZ so oft. bis du zu groß zum scheitern bist („Too big to fail“). Bekommt irgendeiner der Kreditgeber kalte Füße, fange an, auf der juristischen Klaviatur zu spielen, wobei natürlich alle beteiligten Politiker auf deiner Seite sein werden.

    Ob das so war, wird gerade von US-Gerichten geklärt, es gibt erste Urteile. Nicht nur zur Überbewertung von Immobilien. XYZ ist ist ebenfalls in vielen anderen Ländern der Welt möglich. Oft passieren aber auf dem Weg zum GröKaZ irgendwelche dummen Fehler.

    Ich hatte im Vorgängerthread versucht abzuwiegeln: „Haben die Männekes denn auch Lärm gemacht? Wenn nicht, haben da nur 4 Leute irgendwas geklaut.“ Im Licht der neuen Entwicklungen würde ich das anders formulieren. Da hat wohl eines der Opfer oder ein Täter versucht, sich noch ein paar Assets aus der späteren Insolvenzmasse vorab zu sichern.

  14. 19

    @Augen auf

    die persönliche Freundschaft zwischen Banker und Investor ist noch lange kein Beleg für unseriöses Arbeiten und Personalentscheidungen bei der Volksbank. Bei einem solch großen Projekt ist auch selten eine kleine (Regional-)Bank alleine beteiligt, sondern mehrere. Nach meinem Wissen sind es hier 4 blaue Banken + NRW-Bank.

    Spielt aber auch keine Rolle, denn wichtig ist, dass das Projekt beendet wird. Und dazu gibt es wohl auch schon eine Lösung, und entgegen meiner ersten Prognose ist es nicht Zevens, sondern zwei andere lokale Unternehmen. Aber warten wir mal ab.

    @Michael Bay

    Das Investoren-Bashing finde ich schon ziemlich übergriffig, bedenkt man, was Politiker, ob nun lokal oder überregional, bislang hinbekommen haben. Die GeWoGe als städtisches Wohnbauunternehmen schafft es seit Jahren nicht, frei liegende Grundstücke zu bebauen. Die öffentliche Verwaltung lässt stadteigene Liegenschaften solange vergammeln, bis nur noch Abriss und Neubau übrig bleibt. Kein privater Immobilienbesitzer, ob nun Eigennutzer oder Investor, würde so nachlässig mit seinem Vermögen umgehen.

    Das Land Berlin hat 2024 von der Vonovia 4500 Wohnungen gekauft. Bestandswohnungen. Angeblich um die Mietpreise zu drücken. 700 Mio Euro. Keine einzige neue Wohnung ist dadurch entstanden, denn Vonovia hat 2024 keine neuen Wohnung gebaut, sondern die 700 Mio zur Reduzierung von Schulden genutzt. Mit den 700 Mio (die das Land Berlin gar nicht zur Verfügung hat) hätte man bei Baukosten von 5000 Euro je m² 140tsd m² Wohnfläche neu schaffen können. bei 70m² immerhin 2000 neue Wohnungen. Aber so etwas bekommt unsere Politik nicht hin. Hauptsache gegen Investoren hetzen.

  15. 18

    12 rd
    Ralf, das mit in die Insolvenz gehen weil kein Geld mehr da ist stimmt so nicht.
    Erinnern wir uns doch an den Wirtschaftsminister Habeck, der uns alle live im Fernsehen erklärt hat, wenn der Bäcker keine Brötchen mehr verkauft, er nicht sofort insolvent ist.
    Sondern nur so ein bisschen oder so….!
    Und der Minister muss es ja wissen.

    Aber zurück zum Geld. Ich kann auch nur mutmaßen.
    Die Finanzierung des Projektes war ja mal gesichert. Sonst hätte es kein Baustart gegeben. Und das die Landesmittel schon aufgebraucht sind kann nicht sein wenn erst die Kellerwände betoniert werden. In der Regel geht dem Bauherrn zum Ende einer Baumaßnahme das Geld aus. Dann muss nach finanziert oder eigenes Kapital eingebracht werden.
    Hier müssen andere Gründe vorliegen.
    Und da lässt sich vermuten, dass sich die Gesellschafter nicht mehr einig darüber sind, wer welches Geld in das Projekt einfließen lassen will. Wenn das Projekt 23,5 Mio. Euro kostet und das Land 17 Mio. beisteuert dann müssen irgendwo 5,5 Mio. Euro an weitere Mittel zur Verfügung stehen bzw. einmal nachgewiesen worden sein. Und wenn sich nun, aus welchen Gründen auch immer, die Gesellschafter nicht mehr grün sind, dann kann so eine Situation wie wir sie aktuell vorfinden, entstehen. Dann wird hoffentlich der Insolvenzverwalter genau so einen guten Job machen wie er es bei Tecklenburg gemacht hat. Dann besteht noch Hoffnung für das Projekt und den beteiligten Personen.
    Es ist allerdings verwunderlich, dass das Bauvorhaben von Herrn van Oostveen in Emmerich am Geistmarkt auch schon seit Monaten stillsteht.
    Vermutlich ist die Stimmung untereinander bei den ehemaligen Freunden in Elten nicht gerade die beste. Aber wie gesagt, ist nur eine Vermutung.

  16. 17

    Wohnungsbau ist aktuell ein schwieriges Geschäft. Die großen Immobilienkonzerne wissen das schon länger. So stellt die Firma LEG Immobilien dieses Jahr gar keine neuen Wohnungen mehr fertig (nachdem schon in den Vorjahren keine Neubauprojekte mehr gestartet wurden). Und bei Vonovia ist es auch nicht viel anders. 2024 und 2025 wurden gar keine neuen Wohnungen fertiggestellt. DIeses Jahr sollen es immerhin 3.000 werden – aber nur solche Wohungen, die mit einer neuen, kostensparenden Hybridbauweise mit vielen vorgefertigten Standardteilen gebaut werden. Unisono heißt es ansonsten, dass mit Neubauten keine Kostendeckung mehr erzielbar sei, wenn dafür nicht ins Uferlose gehende Mieten erzielt werden könnten. Warum sollte das bei dem AOKalypse-Neubauprojekt so viel anders sein??? Im Übrigen kann eine (wegen der Sondervermögen der Bundesregierung und so) um 0,5 bis 1% verteuerte Baufinnazierung aus einem vielleicht gerade noch rentablen Projekt schnell ein unrentables Projekt mit hohem Nachschussbedarf machen. Aua!

  17. 16

    @ Augen auf: Na klar — zu all dem musste jetzt natürlich auch noch die ominöse „Elten Connection“ herhalten. Fehlt ja sonst nichts mehr im großen Verschwörungs-Bingo.

    Wenn man sich allerdings die Mühe gemacht hätte, fünf Minuten seriös zu recherchieren statt wilde Gedankenspiele zusammenzubasteln, wüsste man ziemlich schnell: Eine Verbindung zwischen der Alpha Capital Holding und der VOF ist öffentlich nicht belegbar. Aber Fakten sind halt weniger spektakulär als Andeutungen.

    Und mal ganz nebenbei: Soll mit solchen Unterstellungen eigentlich ernsthaft die Professionalität der Volksbank Kleverland infrage gestellt werden? Oder geht es hier einfach nur darum, möglichst viel Nebel zu produzieren, damit es spannend klingt?

    .. und ein kleiner Tipp: manchmal hilft es nicht nur die Augen auf zu machen sondern auch mal die Ohren zu spitzen 😉

  18. 15

    Es könnte ja schon fast der Eindruck entstehen, dass durch öffentlichkeitswirksame Personalentscheidungen der Volksbank Kleverland mit Bezug zu der „Elten Connection“ plötzlich kein Geld mehr fließt… aber wie wirken die Alpha Capital Holding, Franken Holding GmbH, VOF Commercial GmbH sowie weitere zusammen?
    Der eine beschafft das Geld, der nächste investiert es zusammen mit einer Einlage des zweiten und der zweite zahlt dem Beschaffer eine verdeckte Prämie des investierenden für die Beschaffung?
    Oh mensch was für eine Spekulation…

  19. 14

    @12

    Natürlich. Da habe ich mich im Kommentar 11 falsch ausgedrückt: Gemeint habe ich, dass ich keine Kenntnis darüber habe, worin die Ursache über das Fehlen von Geld liegt, so dass die Insolvenzanträge gestellt werden mussten.

  20. 13

    Zitiert sei hier eine bereits vor meherern Monaten geäußerte Einschätzung eines „Insiders“, der sich u. a. mit öffentlichen Mitteln im Wohnungsbau sehr gut auskennt:
    „Der ist schon lange pleite – nur weiß er es selbst wohl noch nicht“

  21. 11

    Das sind keine guten Nachrichten. Allerdings steht es mir aufgrund von Nichtwissen über die Ursache für die Beantragungen der Eröffnungen von Insolvenzverfahren nicht zu, zu richten.

    Auch hier bliebe mir als „Zaungast“ nur übrig zu mutmaßen und zu spekulieren. Denn jedwede Störung oder Unterbrechung des geplanten Bauablaufs und damit eng verbunden des Zahlungsplans kann schnell dazu fühten, dass man sich in die Nähe einer Insolvenzverschleppung bewegt und somit die Anträge stellen muss.

    Hoffen wir, dass es sich schnell eine gute Lösung finden lässt.

  22. 9

    @4 Michael Bay

    „Kein Verkauf mehr von Grundstücken und Immobilien an Investoren.“

    Das hat doch schon in der DDR nicht funktioniert.

  23. 8

    4: Michael Bay
    Sie können doch nicht jeden Investor über einen Kamm ziehen.
    Zevens, van Bebber, Clever Concept Bau und viele andere sind auch Investoren.
    Wo wären wir, wenn nicht diese Menschen Geld in die Hand nehmen und anständige
    Häuser und Wohnungen bauen.
    Diese Investoren gehen Risiken ein, nehmen Kredite auf, beschäftigen Handwerker, Bänker, Architekten, Bauämter und was weiß ich noch wer.
    Um dann von Ihnen so einen Kommentar zu lesen.
    Ich weiß ja nicht wo und wie sie wohnen, aber wenn sie zur Miete wohnen zahlen sie vermutlich
    die Miete an einen Investor. Mal darüber nachdenken.
    Nur weil einer hier in die Insolvenz geht und wir noch nicht einmal wissen warum, sollte man vorsichtig sein mit solchen Kommentaren.
    Es wird eine Erklärung geben warum das passiert ist und der Insolvenzverwalter wird sicherlich auch noch einen guten Job machen.
    Abwarten.
    Übrigens Ralf, ich halte dagegen das Zevens das Projekt übernimmt.
    Er wollte es damals haben und kaufen, man war sich einig, dann aber wurde das Haus an Heuvelmann verkauft. Obwohl zuvor per Handschlag mit Zevens Einigkeit erzielt wurde.
    Und das macht man nicht mit Bernd. Da genießt der lieber in Berlin die Spree mit dem Bötchen
    und seiner Lebensgefährtin.
    Obwohl er dem Heuvelmann bei der Umsetzung des AOK Projektes geholfen hat.
    Ich tippe auf einen Investor aus dem Raum Kalkar.

  24. 7

    Diesem „Investor“/“Bauherrn“ hat die etablierte Politik in Kleve sich förmlich vor die Füße geworfen! Der Abriss des AOK-Gebäudes wurde vom Rathaus als alternativlos dargestellt und von fast allen Fraktionen mitgetragen. Da wurde aus dem Bauausschuss – mal eben so – eine nichtöffentlich tagende Arbeitsgruppe gebildet, um das ehemalige Bettrayy-Gelände der massivsten hochpreisigen Bebauung zuzuführen. Nur eine Fraktion lehnte das ab…

  25. 6

    @Michael Bay Ach stimmt — am besten lassen wir Gebäude einfach für immer stehen, egal ob sie wirtschaftlich tot, energetisch katastrophal oder komplett unbrauchbar sind. Hauptsache niemand fasst den heiligen Beton an, sonst bricht offenbar gleich das Finanzsystem zusammen.

    Der Investor hat immerhin etwas getan: gekauft, geplant, Risiko übernommen und wahrscheinlich etwas Neues hingestellt, das genutzt wird statt leer zu gammeln. Aber klar, viel sinnvoller wäre gewesen, das Gebäude weiter verfallen zu lassen, damit man sich jedes Jahr darüber beschweren kann, wie hässlich und ungenutzt es ist.

    Und zu den Krediten: Die vergibt nicht der Weihnachtsmann, sondern Banken nach Prüfung — mit echtem Geld und echtem Risiko. Wenn’s schiefgeht, zahlt nicht der Facebook-Kommentator, sondern der Investor. Aber fordern, dass niemand mehr investieren darf, während man gleichzeitig neue Wohnungen, Ärzte und Geschäfte will, ist natürlich die Königsklasse der Logik.

  26. 4

    Dafür wurde nun das AOK Gebäude abgerissen! Wer kontrolliert hier eigentlich? Wer vergibt nach Prüfung und Risikoeinschätzung die Kredite. Deshalb: Kein Verkauf mehr von Grundstücken und Immobilien an Investoren.

  27. 2

    Bei der Bauabnahme wird geprüft, ob das Bauvorhaben entsprechend der Baugenehmigung umgesetzt wurde. Für die Finanzen ist das Bauamt nicht zuständig.

  28. 1

    Hmh…- An für sich werden Baugenehmigungen doch erst mal erteilt oder nicht erteilt…
    Prüft man da nicht – als bauaufsichtsichige Behörde – die Durchfürhrbarkeit hinseitlichl Finanzierung, Technik usw. …?