Bäckerei, Imbiss, Teeladen, Apotheke, Café – Einbruchserie in der Innenstadt

Werkzeug der Nacht (Symbolfoto)

Sind die Drogen plötzlich teurer geworden? Eine ziemlich wüste (und zudem weitestgehend erfolglose) Einbruchserie beschäftigt zurzeit die Klever Polizei. Zwischen Donnerstag, 18:30 Uhr und Freitag, 7:45 Uhr – also binnen acht Stunden – versuchten einer oder mehrere unbekannte Täter, in eine Bäckerei, einen Imbiss, einen Teeladen, eine Apotheke und ein Café in der Innenstadt einzubrechen, zumindest in drei Fällen auch mit Erfolg. Erbeutet wurde Bargeld im niedrigen vierstelligen Bereich. Die Tatorte liegen allesamt in der Großen Straße, Hagschen Straße und Kavarinerstraße. Gesucht wird ein Mann, der zum Tatzeitpunkt eine grüne Jacke mit Reflektoren, einen hellgrauer Nike-Pullover sowie eine dunkelblaue BaseCap trug.

Hier die Einbrüche bzw. Einbruchversuche im Überblick:

Bäckerei in der Großen Straßen: Zwischen Donnerstag (31. Juli 2025), 18:30 Uhr und Freitag (1. August 2025), 05:15 Uhr beschädigten unbekannte Täter zwei Türen einer Bäckereifiliale. Der oder die Täter drangen in die Filiale an der Großen Straße in Kleve ein, durchsuchten die Räumlichkeiten und entwendeten einen Schlüssel.

Schnellrestaurant in der Großen Straße: Auch beim Ladenlokal eines in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Schnellrestaurants beschädigten unbekannte Täter zwei Türen. In der Zeit von Donnerstag (31. Juli 2025), 21:30 Uhr und Freitag (1. August 2025), 08:30 Uhr entwendeten die Täter, aus dem Restaurant an der Große Straße, einen niedrigen vierstelligen Bargeldbetrag und entfernten sich dann von der Örtlichkeit.

Teeladen Hagsche Sraße: In einen Teewarenladen drang ein unbekannter männlicher Täter, am Freitag (1. August 2025) zwischen 01:13 Uhr und 01:34 Uhr, an der Hagsche Straße ein. Wenn es sich um den- oder dieselben Täter handeln sollte, lässt sich der Tatzeitraum auch für die anderen Fälle noch genauer eingrenzen. Das Ladenlokal liegt wenige Meter stadtaufwärts von den ersten beiden hier genannten. Der Täter beschädigte die Zugangstür des Ladenlokals und durchsuchte nachfolgend die Räumlichkeiten. Zum aktuellen Zeitpunkt geht die Polizei davon aus, dass keine Wertgegenstände entwendet wurden. Der männliche Täter, welcher bei der Tat durch eine Überwachungskamera gefilmt wurde, kann wie folgt beschrieben werden:

  • männlich
  • grüne Jacke mit Reflektoren
  • hellgrauer Nike Pullover
  • dunkelblaue BaseCap
  • schwarze Maske
  • schwarze Schultertasche
  • Handschuhe

Apotheke Hagsche Straße: Zu einem versuchten Einbruch kam es bei einer Apotheke an der Hagsche Straße in Kleve. Dort beschädigten unbekannte Täter, zwischen Donnerstag (31. Juli 2025), 18:45 Uhr und Freitag (1. August 2025), 07:45 Uhr, eine Tür, drangen aber nicht die Räume der Apotheke vor.

Café Kavarinerstraße: Auch an der Kavarinerstraße kam es zu einem versuchten Einbruch. Der oder die Täter beschädigten in der Zeit von Donnerstag (31. Juli 2025), 22:00 Uhr und Freitag (1. August 2025), 05:50 Uhr zwei Türen eines Cafés. In die Räumlichkeiten drangen die Täter aber nicht ein.

Die Kripo Kleve hat die Ermittlungen zu den zuvor beschriebenen Sachverhalten aufgenommen und nimmt Zeugenhinweise unter 02821 5040 entgegen.

Deine Meinung zählt:

18 Kommentare

  1. 18

    Vielleicht habe ich auch etwas überlesen oder falsch verstanden?

    Wenn bei einem Einbruch ein Mensch, lt. Beschreibung der Kleidung u.a. mit schwarzer Maske, gefilmt wurde, woher weiß man, dass es sich um einen Mann handelt?

  2. 17

    @15 Deshalb handelt es sich auch nicht um eine Ferndiagnose, sondern um Annahmen über ein Täterprofil, die mehr oder weniger oder auch gar nicht zutreffen können. Wie das bei Wahrscheinlichkeiten so ist.

  3. 16

    Drogenabhängige erscheinen eher seltener bei der Kleiderkammer und auf dem Trödelmarkt.

    Ihre Erkrankung führt dazu, dass grundlegende Bedürfnisse wie Kleidung eher in den Hintergrund geraten, besonders bei Schwerstabhängigen.

    Aber ausgeschlossen ist natürlich nichts.

  4. 15

    Die Ferndiagnosen über Menschen, die man sehr wahrscheinlich selber nicht kennt, sind, meiner Meinung nach, wieder mal bedenklich!

  5. 14

    Tipp zur Bekleidungswahl:

    In diversen offiziellen „Kleiderkammern“ gibt es kostenlose Kleidung (auch abgelegte Markenwaren) an sozial schlechter gestellte Menschen abzugeben ……… und es gibt auch Trödelmärkte ……….

  6. 13

    „Zwischen Donnerstag, 18.30 Uhr und Freitag, 7.45 Uhr – also binnen acht Stunden -“
    ???
    18.30 Uhr bis Mitternacht sind 5 Stunden 30 Minuten + 7 Stunden 45 Minuten
    = zusammen 13 Stunden 15 Minuten.
    Oder etwa nicht???

    Bemerkenswert finde ich, dass zwei Einbruchs-Versuche anscheinend schon an der Eingangs-Türe scheiterten, bei zwei weiteren anscheinend keine Beute gemacht wurde und aus dem Schnellrestaurant angeblich ein niedriger vierstelliger Bargeldbetrag gestohlen wurde.
    Wer lässt denn so viel Bargeld über Nacht in seinem Restaurant?

  7. 11

    Die gute Beschreibung des Täters beruht darauf, dass er mit einer Überwachungskamera aufgenommen wurde. Nur darf man diese Bilder nicht veröffentlichen.

  8. 10

    Beim Stadtcafe Wanders wurde vor anderhalb, zwei Jahren auch schon mal sinnlos eingebrochen. Die ganze verglaste Fronttür aus der Schiebemechanik gedrückt. Klauen konnten sie nix. Aber der Schaden ist extrem ärgerlich.

  9. 9

    Aus meiner Sicht sollte die Polizei nach einem ortskundigen Mann zwischen 20 und 35 (max. 40) suchen, der schon strafrechtlich in Erscheinung getreten ist in Sachen Gelegenheitskriminalität (Einbruch, Diebstahl). Wahrscheinlich Ausschluss für (gezielte) Körperverletzung, da hier Zeiten gewählt wurden, in denen ganz sicher kein Personal anzutreffen war.

    Die äußerliche Erscheinung lässt m. E. auf ein gewisses Mode-/Markenbewusstsein schließen, das für Suchtkranke oft keine Rolle (mehr) spielt. Suchtkranke, die Wert auf Reflektoren an der Kleidung legen? Kommen wohl auch eher weniger vor. Auch das relativ geplante Vorgehen (Tatwerkzeug wahrscheinlich in der Schultertasche transportiert; Handschuhe, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen – also kein Impulsdelikt) deuten eher nicht auf Suchtdruck. Akuter Suchtdruck ist in der Regel von Hektik, Improvisation und geringem Planungshorizont geprägt.

    Der Täter ist allerdings auch kein Profi, sonst hätte er eine unauffälligere Kleidung (in der Regel dunkel) gewählt, damit niemand Rückschlüsse bezüglich seiner Kleidung ziehen kann. Dass er absichtlich Kleidung gewählt hat, die er sonst nicht trägt, ist eher unwahrscheinlich. Auch das Tatwerkzeug ist eher kein Indiz für einen Profi.

    Das Bildungsniveau des Täters ist aus meiner Sicht als gering bis mittel zu verorten. Das würde den allgemeinen Statistiken für solche Taten entsprechen.

    Es handelt sich meiner Meinung nach um einen Täter mit geringem Deliktempfinden, der eher der Meinung ist, er holt sich das, was die Gesellschaft (Geschäfte = Öffentlichkeit/Gesellschaft) ihm schuldig ist, notfalls mit der Brechstange. Das lässt auf Minderwertigkeitsgefühl, Versagensgefühle und narzisstische Tendenzen schließen.

    Wahrscheinlich ist der Täter zur Zeit oder dauernd arbeitslos, prekär beschäftigt oder wohnt noch bei seinen Eltern. Jedenfalls hat seine Erwerbsbiografie, sofern sie überhaupt begonnen hatte, schon erhebliche Dellen.

  10. 7

    Egal, ob Symbolfoto oder nicht, es ist ja anscheinend diese Art Tatwerkzeug. Ändert also nichts an der Aussage.

    Beschreibung des Täters: Reflektoren, Nike, Basecap, Schultertasche, Handschuhe… Da deutet nichts auf einen Drogenabhängigen hin, der unter Suchtdruck steht.

  11. 6

    Das Tatwerkzeug ist natürlich nur ein Symbolfoto. Ich habe den Hinweis jetzt sicherheitshalber noch hinzugefügt.

  12. 5

    „Sind die Drogen plötzlich teurer geworden?“

    Ah ja… ich glaube ja eher, dass es sich um jemanden handelt, der ganz klar im Kopf war, aber über eine brutale Rohheit verfügt, die leider immer häufiger vorkommt. Das zeigt mMn auch schon das Tatwerkzeug.

  13. 3

    Auch wenn fast klar ist, um welche Läden es geht: sie dürfen nicht genau genannt werden?

    @2 Dann würde sich eine andere Variante breit machen, die für Betroffene noch wesentlich unangenehmer wäre.

  14. 1

    Tja, damit bestätigt sich auch: Zwischen abends 8:30h und morgens 7:45h steht die Polizei nicht in der Fussgängerzone zum Fahrradfahreraufschreiben.