1. FC Istdochallesbauland

rd | 01. August 2008, 13:59 | 14 Kommentare

Animation

Bagger

Bei einem Spaziergang im sonnenüberfluteten Moritzpark kommen einem oft die komischsten Ideen. Diese hier ist natürlich eine reine Verschwörungstheorie, die vermutlich ohne jeden Bezug zur Realität ist. Allerdings geht meine Philantropie nicht so weit, dass ich dem schillernden Bauunternehmerduo, das beim 1. FC Kleve die Fäden zieht, lediglich Motive zugestehe, die darin bestehen, den Klever Bürgern ein Geschenk in Form von viertklassigem Spitzenfußball zu machen. Die Leute heißen Kempkens und Zevens und nicht Kempko- oder Momowitsch.

Fassen wir mal zusammen, was bisher geschah:

  • Der durch die Fusion von SC und VfB 03 Kleve entstandene 1. FC Kleve bekommt neue Sportplätze plus ein Stadion (siehe Computeranimation oben) und benötigt im Gegenzug eine Spielstätte in bester Wohnlage weniger.
  • Der SSV Reichswalde verzichtet auf seinen Sportplatz in bester Wohnlage und zieht irgendwo an den Rande der Ortschaft, wo der Dorfverein eine Anlage für 1,2 Millionen Euro hinzuklotzen beabsichtigt.
  • Die Vereine DJK/BV Kellen, VfR Warbeyen und SV Griethausen wollen sich plötzlich zusammenschließen und dafür keine der bestehenden Sportstätten nutzen, sondern eine neue Anlage im Niemandsland hinter Kellen errichten.

Reichlich Entwicklung in der Klever Sportszene, so viel ist sicher. Man kann sich so richtig schön die F-Jugendlichen vorstellen, wie sie in etwas zu großen Trikots auf schicken Kunstrasenplätzen dem Ball nachrennen. Allerdings mag es hier und da auch kühle Strategen geben, die nicht so sehr auf den Jugend- und Spitzenfußball achten, sondern auf das, was frei wird –– Bauland, viel Bauland. Und jetzt zum Ratespiel: Welche Farbe werden die Bagger haben, die am Ende dafür sorgen, dass sich noch mehr Familien in Kleve und seinen Ortsteilen den Traum eines Einfamilienhauses im Grünen erfüllen können?

Ist hier tatsächlich jemand der Ansicht, dass es um Sport geht? Ging es Udo Kempkens, als er Siegfried Materborn beinahe ruiniert hatte, um Sport?

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14 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 14. Flügelstürmer

    Was ist eigentlich aus der Aufstiegswirtshausschlägerei des Herrn Kempkens geworden? Hat er mittlerweile (…) bezahlt? Oder bekommt er beim nächstenmal erneut eine aufs Ma…?
    Würde mich brennend interessieren!

     
  2. 13. ralf.daute

    Oh, ich vergaß “unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Geschäfts”…

     
  3. 12. ralf.daute

    Fiskalallergie? Privathaftungsneurose? Drohende chronische Vermögenssklerose?

     
  4. 11. einekleverin

    sehen Sie, dann nehmen Sie wieder nur das, dass für Sie interessant ist. Wissen Sie denn auch, was der wirkliche Grund für den Ruckzug war? Der ist hier nirgendwo benannt worden….

     
  5. 10. ralf.daute

    Naja, an der Stelle fällt die Prüfung relativ leicht: Am 21. September 2006 zog Siegfried Materborn seine 1. Mannschaft aus der Verbandsliga zurück, nachdem der Vorstand zuvor ein Fax des Hauptsponsors erhalten hatte, in dem er seinen sofortigen Rückzug mitteilte. Damals sagte der Hauptkassierer Frank Simons: “Wir waren gezwungen so zu handeln, bevor Dinge passieren, die wir dann nicht mehr kontrollieren können.” Viel Spaß beim Deuten!

     
  6. 9. einekleverin

    Zitat: Ist hier tatsächlich jemand der Ansicht, dass es um Sport geht? Ging es Udo Kempkens, als er Siegfried Materborn beinahe ruiniert hatte, um Sport?

    Ich frage mich langsam wirklich Herr Daute, wo Sie Ihre Informationen her bekommen. So wie Sie die Informationen weitergeben, sind diese schon um ein paar Ecken erzählt worden.
    Bevor Sie etwas schreiben, würde ich die Richtigkeit prüfen

     
  7. 8. Kalle

    @ Messerjocke, was ist das denn jetzt für eine unterstellung? wenn ich etwas von ihn möchte, dann geh ich ihn besuchen, sind ja quasi nachbarn^^

     
  8. 7. Messerjocke

    Hey, Kalle, so geht das nicht! Das ist hier öffentlich und ich sitze mit einem Händi hier in der Nähe von Kiel und will sofort wissen was da im Forstgarten los ist.

    Gibt es eine Webcam oder genauere Hinweise oder soll Herr Daute in eine Falle gelockt werden ?

     
  9. 6. Kalle

    Ich finde das ja nett, dass der Herr Daute mein Rat gefolgt ist. Die Art wie der Herr Daute den Text verfasst hat ist ja die gleiche, wie die anderen Texte über den 1. FC Kleve. Wenn man aber zwischen den Zeilen liest, stellt man aber fest, dass die ”Spende” in Höhe von 1.4 mio. Euro an den 1. FC Kleve NICHT zu lassten der Steuerzahler geht, sondern dieser Betrag von diesem Ereignis stammt. Ich denke mir, dass durch das Kaufen von den Grundstücken im niemandsland in kellen und oben am Dorf Rand von Reichswalde und die dazu gehörigen Baukosten dieser spielstätten um 1.4 mio. Euro geringer ist als das verkaufen der Alten Sportplätzen für neues Bauland. Somit wurden 2 Fliegen mit einer Klappe gefangen. Die 1.4 mio Euro Stammen nicht von den steuern sonder durch das kaufen und verkaufen von grundstücken und die Stadt Kleve bekommt noch mehr Einwanderer.

    Als zweiten Rat gebe ich ihnen mit, dass sie mal mit ihrer Familie den Forstgarten besuchen gehen. Ich bin mal gespannt was daraus kommt.

    Hochachtungsvoll

    Kalle

     
  10. 5. ludwig seerden

    @ Rainer Hoymann

    Die Fusionitis in der Niederung in allen Ehren, wie ich auch in der Online-Ausgabe der Rheinischen Pest lesen durfte.

    Aber die Ursachen, nämlich ein verfehlte Bauleitplanung und das zögerliche Verhalten der Verwaltung in Sachen demographischer Wandel ist doch mal zu erwähnen.

    Warum ich das schreibe? Es war schon beim Weggang des ehemaligen Beigeordneten Schmickler verwaltungsintern bekannt, dass aufgrund der sinkenden Schülerzahlen eine Grundschule geschlossen würde.

    Wie lange hat es danach gedauert, bis die Bürger von Donsbrüggen über den Umstand informiert, wurden, dass ihre Schule geschlossen wird?

    Und wie war doch gleich die Begründung: die bösen Vorgaben aus dem Schulministerium, die insgeheim willkommen geheissen wurden, hatte man doch jetzt einen Watschen-August gefunden.

    Eine bestimmte Auswahl an Vereinen ist neben der Dorfgemeinschafts-Pflege auch ein Kriterium für die Eltern sich hier oder dort niederzulassen.

    Da das Stadtgebiet Kleve inzwischen ja eines der “langen Wege” geworden ist, muß man diese Entwicklung nicht auch noch (be-)fördern

    Ach ja, und dass ist ein wenig OT. Ich habe heute morgen mir mal wieder die technische Meisterleistung, die neue Verkehrsführung in der Unterstadt angeschaut.

    Als Einwohner von Kellen müssten Sie doch glücklich sein ;-), hat die Stadt Kleve es doch nichts unversucht gelassen, die Stadt wieder sauber von Kellen abzutrennen.

    In diesem Sinne freundliche Grüsse aus dem Königsgarten (nicht die Lokalität)

     
  11. 4. Titanic Thompson

    MomBay- Da fällt mir spontan das Mandalay Bay ein. Da habe ich mal an einem schlechten Abend 100 Dollar verloren. Ein Zusammenhang kann ich aber nicht liefern aber da ist irgend etwas dran.

     
  12. 3. Rainer Hoymann

    Drei Entwicklungen, drei Ursachen, drei Beurteilungen:

    FC Kleve / Vision oder Größenwahn (Willi fragen) / nur wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.

    SSV Reichswalde / der Speckgürtel am Reichswald wird erweitert (mir zu waldig) / “Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.” (Ludwig Erhard mit der Aufforderung an Siegfried Materborn & SSV Reichswalde sich aufeinander zu zubewegen.)

    Kellen / logische Konsequenz aus Demographie und Topographie / “Visionen wecken Energie, lösen Aktivitäten aus und reißen andere mit. Eine Vision, an die Sie fest glauben, setzt gewaltige geistige wie emotionale Energie frei. ” (Lothar J. Seiwert) Wahrscheinlich auch körperliche, sagt ein Kellener!

     
  13. 2. killerplautze

    Gippt’s dann zum Schluss einen neuen Namen für das Kind (Kleve)?

    Vorschlag: Mombay

     
  14. 1. Willi Heuvens

    Vereinsvorstände wie auch Kommunalpolitiker werden von den Mitgliedern bzw. von den Wählern demokratisch gewählt. Hier liegt der Knackpunkt: hätte der Bürger mehr Interesse an Sport und Politik, könnte es passieren, dass ganz andere Kandidaten gewählt würden….
    Demokratie toleriert nun einmal (Sport-)Politikverdrossenheit….