Wörter, die jetzt wieder wichtig werden

rd | 05. Juni 2013, 22:15 | 32 Kommentare
Reiner Rhein (Foto © Kleinendonk)

Reiner Rhein (Foto © Kleinendonk)

Sandsack. Historische Höchstmarke. Schenkenschanz. Johanna Sebus. Helmut Schmidt. Deichgraf. Pegelstand. Durchstich. 1995. Polder.

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  1. 32. Peter Wanders

    In Rees fand in den vergangenen Tagen eine deutsch-niederländische Hochwasserkonferenz statt.
    Drei Berichte und Artikel waren/sind dabei sehenswert:

    Die schwachen deutschen Deiche am Niederrhein bedrohen mehr Niederländer als Deutsche. Sehen sie hierzu den Bericht im niederländischen Fernsehen mit Interviews der niederländischen und deutschen Deichgrafen.
    http://nieuwsuur.nl/video/712565-zwakke-duitse-dijken-bedreigen-nederland.html
    In diesem Bericht geht es um Deichbrüche in der Region Emmerich.
    Siehe auch: http://kurier-am-sonntag.de/lokales-sp-16783/emmerich-rees/8560-deichverband-fuehlt-sich-uebergangen%22

    Auf der Klever Seite sind die Deiche ab Schleuse aufwärts aber nicht besser. Hier liegen die schwächsten Deichabschnitte in direkter Nähe zu den Klever Industriegebieten.
    http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/kritik-an-nrw-land-tut-zu-wenig-fuer-hochwasserschutz-id9987887.html
    Ein Deichbruch zwischen Xanten und Kleve hätte für die Niederlande zur Folge, dass die erste Flussgabelung bei Millingen mit der Wasserverteilung 2/3 Waal 1/3 Pannerdensch Kanal (Ijssel) in den Niederlanden umgangen wird.
    Ein Deichbruch nahe Kleve hätte im Vergleich zur Emmericher Seite für die Niederlande durch Domino-Effekte ein Vielfaches an Schadenspotential und bedroht Millionen von Menschen. Dagegen sind die Folgen eines Deichbruches bei Emmerich mit geschätzt 35 Milliarden Schaden bis Zwolle in den Niederlanden mickrig.

    Die Hochwasserproblematik ist für unsere Region aber noch erheblich komplexer, als nur die schwachen Deiche.
    Ministerin Dr. Barbara Hendricks habe ich am Dienstag auf ihre Anfrage eine Zusammenfassung der verschiedenen Probleme geschickt.
    Wer diese lesen möchte, kann mir gerne eine mail schicken.
    suwa70@t-online.de

     
  2. 31. Peter Wanders

    Vorigen Freitag auf der Titelseite der FAZ unter der Überschrift „Kollateralschäden“.
    „Archivbestände – Da werden sich die Bürger der englischen Grafschaften Kent und Essex aber freuen, dass dieser Kelch an ihnen vorüber gegangen ist. Die Regierung Thatcher fasste 1983 im Verborgenen den Plan, ihre Regionen für den Fall eines Themsehochwassers zu fluten, um die Hauptstadt London zu retten…“

    Unsere Region hat zum Schutz der niederländischen Wirtschaftszentren und Bevölkerung genau die gleiche Funktion. Dies wissen insbesondere die früher verantwortlichen Kersting, Palmen aber auch unser heutiger Bürgermeister und die Verantwortlichen in der Kreisverwaltung. Sie wissen, was 1995 drohte und auch in Zukunft geschehen wird.
    Bis heute ist trotzdem nichts geschehen zum Einrichten der niederrheinischen Polder als Retentionsräume oder Notüberlaufgebiete.
    Ganz im Gegenteil: Die CDU tut alles dieses Thema als Bedrohung durch das Umweltministerium und die Niederländer zu verdrehen.
    In Wahrheit folgt Katastrophenschutz im Notfall einer zwingenden Logik. Die Frage ist dann nicht, ob so gehandelt werden muss, sondern, wie vorbereitet unsere Region dann ist.

    In England ist das Themsesperrwerk mittlerweile fertig.
    Deswegen konnte dort dieser Teil des Archivs geöffnet werden.

     
  3. 30. Heinz Goertz

    Schlagzeile:

    „ALTMAIER ERWÄGT ENTEIGNUNGEN ZUM HOCHWASSERSCHUTZ“

    „Erwägt“, da gibt es nichts zu erwägen. Wenn der Rhein, wie im Mittelalter, 2,90 Meter über Hochwasser 1995, für Köln gemessen, steht. Braucht nichts mehr enteignet werden!

     
  4. 29. Heinz Goertz

    Die entscheidende Frage ist doch:
    Warum haben wir in den letzten Jahren diese Häufung der hohen Wasserstände?
    Es liegt nicht nur an den starken Regenfällen. Hauptursache ist die Bebauung der Auen und die Versiegelung der offenen Böden. Mit der Bebauung der Auen, geht eine Erhöhung der Deiche einher, die dann Sicherheit bieten soll.
    Ein Fehlschluss!
    Ich habe es bereits geschieben. Je höher die Deiche, desto katastophaler ein Bruch oder Überlaufen der Selben.
    1995 hat nicht viel gefehlt und die Neubaugebiete hinter den Deichen, von Rees bis Millingen in Holland, wären abgesoffen.
    Wer genehmigt diese Bebauungen eigentlich? Welche Rolle spielen unsere hochsubventionierten Landschaftspfleger, die Landwirte? Warum wurde vor dem erwarteten Hochwasser, auf den Vorflutflächen am Rhein soviel Gülle ausgebracht.
    Zum Teil 3 mal! Die Veralgung der Nordsee läßt grüßen!

     
  5. 28. Peter Wanders

    Statistisch gesehen ist das, was jetzt an der Elbe passiert an den meisten Orten ein Jahrtausendereignis.
    Es hat nie zuvor höhere Wasserstände gegeben. Die alten Rekorde werden teils um einen halben Meter übertroffen.
    Das 1995er Hochwasser am Rhein war dagegen ein Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. einmal in 20 Jahren (1993 ähnlich, 1988 etwas weniger, 1926 mehr Wasser).
    Laut Prof. Latif haben 19 der 20 größen europäischen Flüsse in den letzten Jahren ihre absoluten Höchstände abgeliefert. Nur ein Fluss tat dies nicht. Der hatte im Mittelalter bei Köln zweimal 2,95 m mehr als 1995.

    An der Elbe verhinderte z. B. in Grimma eine Bürgerinitiativen eine Hochwasserschutzwand. 2002 war schliesslich ein Jahrtausendereignis und dagegen wollte man sich nicht schützen lassen. Aussicht war wichtiger als Katastrophenschutz. Grimma verschwand nun wieder unter Wasser, während andere Städte durch neue Maßnahmen trocken blieben.

    An der Elbe hat man 2002 Polder strategisch geflutet durch Deichsprengungen.
    Einige dieser Gebiete wurden seitdem als Retentionsraum eingerichtet wie die Polder im Bereich der Havelmündung. Diese werden nun geflutet werden. Die Bundesländer an der Elbe haben hierzu sogar Staatsverträge geschlossen zur Kostenverteilung bei der Einrichtung und Nutzung der Polder.

    In unserer Region verhindern in Bylerward und in der Düffel sogar eine deutsche und eine niederländische Bürgerinitiative das Einrichten dieser Polder als Retentionsraum.
    Sie verhindern damit im Polder Schutzdeiche für Kleve, Kranenburg, Rindern, Düffelward, Donsbrüggen, Millingen, Beek-Ubbergen usw. sowie das Festlegen von Schadensersatzsummen für den Fall der Flutung für die wenigen Betroffene im offenen Gebiet. Diese sollten gemäß dem Vorschlag der Kommission Luteijn mindestens 150 Prozent ihrer Schadenssumme (welche ca. alle 5 Jahre neu festgelegt wird) erhalten.

    Fakt ist: Unsere Polder werden bei Extremhochwasser als erstes geflutet. Entweder natürlich durch die noch zu niedrigen Deiche oder durch das Durchstechen von Deichen. Die Aussagen dazu des aktuellen niederländischen Staatssekretärs hat man aus dem Internet entfernt. Ebenso entfernt wurden Schreiben von Rijkswaterstaat ans Finanzministerium, worin neben der in einem Satz beschriebenen Luteijn-Variante auch das Durchstechen der Deiche des Düffelpolders sowie auch von Rijnwaarden (betrifft u.a. Elten und Hüthum und Teile von Emmerich) geschildert wird.

    Zitat: „Er gaan 10.000 ha. duits grondgebied onder water. De bedrijventerreinen van Kleve gaan kopje onder“

    Hier dürfen Bürgerinitiativen behaupten, dass Retentionsräume keinen Sinn machen, keinen Effekt haben.
    An der Elbe werden diese nun eingesetzt….

    In der Grenzregion werden laut Staatssekretät Atsma, Prof. Siebe Schaap (Vorsitzender Deichgräf der Unie der waterschappen) Frans Verhoef (mittlerweile pensionierter Leiter des Katastrophenschutzes der Provinz Gelderland) im Notfall Polder geflutet.
    Laut Frans Verhoef müssen gemäß internationalen Absprachen auch in der deutschen Grenzregion Deiche geöffnet werden.

    Diese Fakten sind bekannt.
    Man kann diese bei mir einsehen.
    Hier in Kleve spielt die Politik dabei Vogel Strauss.

    p.s.
    Dass man, als ich Fragen zu Dokumenten ans niederländische Innenministerium gestellt habe, meinen Computer bereinigte und 15 Dokumente entfernte, war eine besondere grenzüberschreitende Erfahrung.
    Dass die Dokumente z. T. gescannt wieder für einige Tage ins Internet gesetzt wurden, war mutig von dem Beamtem, welcher dies tat.
    Geladen, gespeichern, ausgedruckt.
    Wer will darf gerne reinschauen.
    Wetten, dass sich kein Ratsmitglied der CDU, SPD, Grünen und FDP aus Kranenburg, Kleve, Bedburg Hau, Kalkar oder Emmerich dazu bei mir meldet.

     
  6. 27. Martin Fingerhut

    @ 26. Heinz Goertz :
    ### JAHRHUNDERTFLUT ###
    Gerade, auf WDR5, hieß es schon JahrTAUSEND.

    Erinnert an Otto Waalkes :
    “ Wir kommen jetzt zum absoluten HöhePunkt des Abends
    – später dann nochMal. „

     
  7. 26. Heinz Goertz

    Jetzt ist in den Medien die Rede von „JAHRHUNDERTFLUT“.
    Woher wissen „die“ denn, dass es nächstes Jahr nicht höher kommt.

     
  8. 25. Yang

    Wer Systeme vor jeglichen Störungen versucht zu schützen (*), provoziert damit größere Fehler, schlimmstenfalls Katastrophen.

    Das ist ein grundsätzlicher Fehler des politischen Handelns weltweit.

    Nur die Natur – welch ein Glück – lässt Störungen freudig zu, nimmt sie als Information, lernt daraus und verbessert sich.

    (*) bzw. Systeme schafft, für die der kleinste Störfaktor in einem Super-Gau enden kann (Atomkraftwerk, Börse, Großbanken, Großkonzerne, Sozialsysteme, zu hohe Schulden in öffentlichen Haushalten etc.)

     
  9. 24. Fisch

    @23. Heinz Goertz

    Da stimme ich Ihnen voll zu!

    Zu diesen Verantwortlichen gehören aber auch zum Teil, Bürgerinitiativen ohne Fachkundekenntnis, die immer wieder Einspruch gegen geplante Hochwasserschutzmaßnahmen gegeben haben (sonst wäre seit vier Jahren alles erledigt!), und diejenigen, die unbedingt so nah am Wasser gebaut haben. Natürlich auch diejenigen, die das zugelassen haben.

     
  10. 23. Heinz Goertz

    Die Flora und Fauna an Flüssen, lebt von den wechselnden Wasserständen.

    Je höher die Deiche, desto größer, katastophaler die Überflutungsgefahr und deren Folgen.
    Ist das so schwer zu verstehen. Die aktuellen hochwassergeschädigten Regionen liefern doch die besten Beispiele.

    Es ist die Arroganz und Dummheit, nicht beherrschbares, beherrschen zu wollen.
    Hoffentlich schreiben sich die Verantwortlichen das hinter die Ohren!

     
  11. 22. Peter Wanders

    @Hasdrubal
    Das hat was von rechter und linker Hand und Nicht-Wissen bei Behörden.
    Der Neubau dieses großen Stalles hat mich auch sehr gewundert.
    Als Handwerker fanden wir den Auftrag natürlich prima.
    Der Stall liegt etwas zurück vom Deich.
    Wenn der Deich hier verlegt werden soll, wird es dort auf jeden Fall eng.

     
  12. 21. Hasdrubal

    @Peter Wanders: Umso erstaunlicher ist auch noch die Tatsache, dass in den letzten Jahren, Fahrtrichtung Emmericher Brücke, im geplanten Retentionsraum gebaut wurde! Das muss doch jemand, engegen der Planung Hochwasserschutz, genehmigt haben!?

     
  13. 20. Peter Wanders

    Terror im Osten?
    http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-unbekannte-drohen-mit-anschlaegen-auf-deiche-a-904609.html

    Bei einigen Deichbrüchen ist nicht klar, ob es sich um natürliche oder durch Menschen verursachte Deichbrüche handelt!

    2002 haben Taucher des THW-Aachen mehrere Deichschlitzungen an der Elbe ausgeführt.
    Wer daran zweifelt, dass zum Schutz dichtbesiedelter Gebiete woanders Deiche geschlitzt bzw. durch die Bundeswehr gesprengt werden, schaue mal unter http://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Files/Hochwasserschutzkonzeption3_2.pdf

     
  14. 19. Peter Wanders

    @Volker Racho
    Die Niederländer haben nach dem Hochwasser 1995 alle Deiche innerhalb von 5 Jahren verstärkt.
    Hier am Niederrhein weiß man seit 1977, dass unsere Deiche zu niedrig sind.
    Man werkelt jetzt seit mehr als 35 Jahren hier ein bisschen und da ein bisschen. Der Deichverband Xanten-Kleve hat heute nicht einmal die Hälfte seiner Deiche auf Normniveau.
    Eine der dringensten Stellen war nicht die Flutmulde gegenüber von Rees, sondern die Deichrückverlegung und -erhöhung zwischen Rheinbrücke und Griethausen.
    Man kann selbst bei dem jetzigen kleinen Hochwasser sehen, dass das Wasser hier bis an den Deichfuss steht und wie eng es hier ist.
    Die Steinfabrik, welche dort auch entfernt werden musste, hat man schon 1998 abgerissen
    Der Antrag liegt wie gesagt seit 2007 bei der Bezirksregierung.
    Und die läßt diesen einfach liegen.
    Sie verhindert damit, dass die reservierten Mittel abgerufen werden konnten.
    Das Land sparte durch solches Behördenverhalten jährlich minimal 40.000.000,00 €.

    Und in diesem Frühjahr hat die Landesregierung die prozentuale Beteiligung des Landes NRW gekürzt.
    So wird diese Deichbaumaßnahme für die Bürger von Kleve, Kalkar, Bedburg-Hau und Xanten teurer.

    Für die Niederländer ist dies günstig, denn der fehlende Meter Höhe entspricht in etwa 3.000 cbm/s Abfluss.
    So ist sichergestellt, dass der Niederrhein ein natürliches Notüberlaufgebiet darstellt.

    Die niederländischen Deiche sind bis 2000 verstärkt und erhöht worden für 15.000 cbm/s Abfluss. Mit ruimte voor de rivier wird dies aktuell erhöht auf 16.000 cbm/s.
    Und so liest man in niederländischen Studien von Deichüberflutungen am Niederrhein ab ca. 12.500 cbm/s.
    Dabei werden aber auch Millingen, Kekerdom, Beek-Ubbergen, Ooij etc. und auf der anderen Rheinseite Rijnwaarden, Zevenaar, Westervoort Duiven, aber anschliessend auch das ganze Ijsseldelta nass.

    Dies ist eine sinnvolle Strategie, wenn man den dicht besiedelten Westen in den Niederlanden gegen, Extremereignisse schützen will.
    So steht es seit 1953 in Katastrophenschutzplänen des niederländischen Innenministeriums, so ist es mit der BRD abgesprochen (fragen Sie Frans Verhoef von der Provinz Gelderland).
    Die Absprachen gehen so weit, dass im Notfall auch in der deutschen Grenzregion Deiche gesprengt werden müssen, falls z.B. ein Hochwasser wie 1995 auf einen Sturm trifft.

    Durch die großen Widerstände von Bürgerinitiaven wurde in Bylerward, der Düffel, auch auf niederländischer Seite, das Einrichten als Retentionsraum oder Notüberlaufgebiet, Ringdeiche um Ortschaften und Schadensersatzabsprachen mit den betroffenen Bauern verhindert.

    Die Dokumente, welche die geplanten Flutungen im Notfall belegen, kann jeder gerne bei mir einsehen.
    Es ist nicht die Frage, ob es irgendwann passiert, es steht ausser Zweifel, dass man dann den Niederrhein zum Schutz der niederländischen Zentren fluten muß.

    Für die Bewohner der Niederung ist dann nur eine Frage wichtig:
    Sind die Wohnkerne und die kleinen Industriegebiete durch Ringdeiche geschützt?
    Gibt es für die wenigen Bewohner ausserhalb der Ortschaften dann Absprachen über Schadensersatzregelungen?

    Solange Polder nicht eingerichtet sind, werden solche Ereignisse als Naturkatastrophe dargestellt.
    Die östlichen Bundesländer haben 2002 zugegeben, dass man an mehr als 10 Stellen aktiv Polder geflutet hat, u.a. im Bereich der Havelmündung. Dieser Bereich ist heute eingerichtet als Retentionsraum.

    Der Taucher, der an die Deiche unseres Polders 1995 die Sprengladungen angebracht hat, war vor einiger Zeit mein Kunde.

    In diesem Sinne: Schauen Sie noch ein wenig Hochwasser im Fernsehen. Es scheint alles so weit weg…

     
  15. 18. otto

    Peter Wanders beschreibt klar und deutlich die dringend notwendigen Deichbauerhöhungen. Zeit genug „war“ in all den Jahren reichlich vorhanden.

    Unsere alten Sommerdeiche hatten auch einen Sinn, doch heute erinnert sich niemand mehr daran. Die
    absolute Technikgläubigkeit gaukelt vielen vor, die Natur beherrschen zu können, ein fataler Irrtum.

    Es ist gewiss noch einigen Klevern in Erinnerung, dass man Salmorth eindeichen und als Industriegebiet
    ausweisen wollte, welch ein Irrsinn.

    Alle die Flutmulden, die heute errichtet werden müssen, waren vor nicht allzu langer Zeit in der Natur bei uns vorhanden. Sie fielen dem übertriebenen Technik- und Baufortschritt zum Opfer. Es fehlte und fehlt auch heute
    noch die notwendige Einsicht, dass die Folgen unvermeidlicher Natur-Geschehnisse IMMER mit zu berücksichtigen sind.

     
  16. 17. Volker Racho

    @ 13 Peter Wanders

    Wo wird denn an den Deichen am Niederrhein nichts gemacht?

    Im Bereich Xanten wird auf der linksrheinischen Seite gerade der komplette Deich saniert und die Flutmulde Rees angelegt um den Druck auf die Reeser Stadtmauer bei Hochwasser zu verringern.

    Deichsanierungen können nunmal schlecht an allen Deichabschnitten gleichzeitig durchgeführt werden.

    Und wenn ich mir den Wasserstand im Rhein (Oraniendeich) am gestrigen Abend so ansehe, dann ist da noch einiges an Luft gewesen. Wenn das Wasser da die Deichkrone erreicht ist halb Emmerich aber schon auf Tauchgang.

     
  17. 16. Heinz Goertz

    @Peter Wanders 13.

    Sehr geehrter Herr Wanders,

    Sie haben mit Ihrem letzten Absatz vollkommen Recht. Im Jahre xxxx wird der Rhein sein Recht fordern.
    Das ist sicher. Es wird auch viel dafür getan. Bebauung in Auen, Versiegelung der offenen Böden. Sehr schöne Beispiele, haben Sie in dem Gewerbegebiet an dar Spoy. Theo Brauer: „Speckgürtel“.
    Vor der Wende, hat man nie von Überschwemmungen im Osten gehört, seltsam?
    Also kurz:
    Hier am Rhein wurden seit dem Bau der Rheinbrücke, Fehler über Fehler, in bezug auf Hochwasserschutz gemacht.
    Das Gewerbegebiet in der Niersaue, Richtung Autobahn, die so behannte Tankstelle hinter Groenewald, in der Nieraue.
    Ja, wenn man es heraus fordert. ….

     
  18. 15. Kle-Master

    Wenn es den Beitrag von Peter Wanders nicht gäbe, könnte man meinen , man sei in der Kindergartenabteilung von Kleveblog gelandet.
    RD, vielleicht gibt es den Bedarf nach einem eigenen Spielfeld für Kasper.

     
  19. 14. Yang

    Du ließt Spiegel, Ying? Neben Schwarzen Schwänen fällt mir noch ein Schwarzes Loche ein, wenn ich mir diesen von Herrn Kleinendonk abgebildeten Ereignishorizont genauer betrachte. Der liegt doch jenseits von Griethausen, der Ereignishorizont?

    Vielleicht sitzen dahinter auch die, die die Idee hatten, unten im Bereich Rindern-Brienen ein Industriegelände auszubauen. Töricht wie sie sind, glauben sie auch nicht an Schwarze Schwäne aber vielleicht sind sie Schafe, nicht unbedingt schwarze, oder vielleicht sogar das?

     
  20. 13. Peter Wanders

    Die aktuellen Hochwasser im Süden und Osten zeigen, wie wichtig das zügige Verstärken der Deiche ist.
    Was passiert in NRW?
    NRW wollte in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 98 Millionen in den Hochwasserschutz investieren.
    Davon wurden einmal 58 Millionen investiert, ansonsten weniger. Man treibt den Hochwasserschutz nicht beschleunigt voran, sondern läßt ihn liegen und kürzt sogar die Mittel.
    2 Beispiele hier am Niederrhein:
    Der Deichverband Xanten-Kleve beantragte bei der Bezirksregierung in Düsseldorf 2007 die Einleitung des Planfeststellungsverfahren für 4 km Deich von der Emmericher Rheinbrücke bis Griethausen.
    Der Deichverband Bislich-Landesgrenze beantragte schon 1998 und 1999 das gleiche für u.a. den Abschnitt Rees-Löwenberg.
    Die Bezirksregierung lässt diese Anträge bis heute unbearbeitet liegen.
    Damit wird verhindert, dass die Deiche am Niederrhein auf das gültige Normmaß erhöht werden.
    Der Abschnitt Rheinbrücke-Griethausen ist, wie der ehemalige technische Leiter Terfehr darlegte ca. 1,00 m zu niedrig.

    Das jetzige Rheinhochwasser ist nur im südlichen Einflussgebiet entstanden am Oberrhein, Main und Neckar.
    Mosel, Ruhr und Lippe zeigen z.B. kein Hochwasser.
    In Maxau am Oberrhein hat der Rhein den zweithöchsten Stand seit der Rheinbegradigung erreicht obwohl am Oberrhein 3 Retentionsräume geflutet wurden.
    Vergleicht man dies mit dem Hochwasser 1995, so sieht man, dass der Oberrhein damals kein Hochwasser führte. Das 1995er-Hochwasser entstand rein aus den Nebenflüssen.
    Würde man das 1995er-Hochwasser um die jetzige Abflussmenge am Oberrhein erhöhen, so wären unsere Deiche zu niedrig.
    Deswegen sagen viele Experten, dass die Anlieger des Rheines Glück hatten.
    Hätte das Regengebiet sich nicht im Südosten festgesetzt, sondern wäre nach West- und Südwestdeutschland
    gezogen, so würden wir heute nicht Dresden und Passau an Elbe und Donau, sondern die Rheinstädte unter Wasser verschwinden sehen.

     
  21. 12. gallus

    11. GH
    vZ,PT,WH

     
  22. 11. Guilleaume Heuvens

    @ Heinz Goertz

    Herr Goertz, da kommen Sie selbst drauf?!

     
  23. 10. Heinz Goertz

    @ Guilleaume Heuvens 8.

    Lieber Herr Heuvens,

    welche anderen drei Herren? Sie haben meine E-mail Adresse.

     
  24. 9. Ying

    Yang,
    lies mal den aktuellen SPIEGEL dieser Woche, da steht eine dreiseitige Rezension zum Thema „schwarze Schwäne“ !

     
  25. 8. Guilleaume Heuvens

    @ Heinz Goertz

    Ich auch, aber es wären drei andere „Herren“ …. na ja Herren vielleicht nicht ….

     
  26. 7. Heinz Goertz

    Ein schöner Platz!
    Passend zu den drei Bäumen könnte ich mir drei Herren auf dieser Insel vorstellen.
    Dort braucht man nicht viel Rente, die Ärmsten.

     
  27. 6. ???

    Kommentar 2. ist nicht von mir!

     
  28. 5. Volker Racho

    Oder einfach hier die Infos posten:

    Helmut Schmidt war während der Sturmflut Anfang der 60er Senator in Hamburg und dort für das Krisenmanagement während selbiger zuständig.

    Daher der Zusammenhang mit dem Hochwasser. Was er jetzt aber mit Rheinhochwasser bei Kleve zu tun hat weiß ich auch nicht.

    Zumal wir von bedrohlichen Zuständen ja noch meterweit entfernt sind. Aber wo wir gerade beim Thema sind: Ich meine mich erinnern zu können, dass das Wasser in meiner Kindheit mal bis in die Unterstadt stand. Liege ich da richtig oder bilde ich mir das nur ein?

    Ansonsten könnte man jetzt ja mal eben die Schleuse öffenen – dann hätte der Mann ohne Rente auch endlich seine komplette Marina.

     
  29. 4. rd

    kleveblog hilft gerne weiter: Helmut Schmidt (Wikipedia), bitte den Abschnitt „Senator in Hamburg (1961–1965)“ lesen.

     
  30. 3. Guilleaume Heuvens

    Schmidt hat damals die Rettung von vielen Hamburgern beim großen Hochwasser organisiert und gemeistert, so wie er anschließend das Land als Kanzler durch schwierige Zeiten gefahren hat – erfolgreich.

     
  31. 2. ???

    Was hat Helmut Schmidt mit Hochwasser zu tun? Bin ich zu jung um das zu Verstehen? (24 Jahre)

     
  32. 1. Yang

    Schwarzer Schwan! Gibt’s nicht? Wieder einmal wurde er gefunden! War es noch das letzte Hochwasser, welches das schlimmste gewesen sein soll, ist es jetzt dieses. Die Deiche und Schutzmaßnahmen orientierten sich an etwas, das damals ein schwarzer Schwan, etwas undenkbares war, und nun gibt es doch noch einen zweiten.

    So lange wir Systeme schaffen und unterhalten, die für solche schwarze Schwäne extrem anfällig sind und ein Jahrhunderthochwasser nicht nur lässig als Information zur Weiterentwicklung betrachten können, werden wir das immer wieder erleben, die Forderung nach höheren Deichen, nach mehr Geld, die Opfer, Politiker in Gummiklamotten usw. usw… Sinnlos!