Prachtvoller Abschied von Theo Brauer mit Festumzug und Zapfenstreich

rd | 01. September 2015, 18:41 | 11 Kommentare
Seine Art wird fehlen: Theo Brauer

Seine Art wird fehlen: Theo Brauer

In der an spektakulären Ereignissen reichen Geschichte unserer Stadt steht ein Event bevor, das alle anderen in den Schatten stellen wird: die Verabschiedung von Bürgermeister Theo Brauer am Dienstag, 20. Oktober.

Elf Jahre, seit dem 12. Oktober 2004, leitete er die Geschicke der Stadt, er baute Straßen und Rathäuser, er startete City-Trains und Pleustophytenkreuzer, er eröffnete Autowaschstraßen und Hochschulen. Exakt 96.600 Stunden im Dienste seiner Bürger, den viel zu kurzen Schlaf mit eingerechnet. 2009 wurde er gleich im ersten Wahlgang wiedergewählt, mit 9663 Stimmen (54 Prozent).

Doch in wenigen Wochen ist Schluss, danach ist der 67 Jahre alte Vollblutchristdemokrat Rentner. „Abschied bedeutet, dass etwas seine Zeit gehabt und seinen Sinn erfüllt hat. Abschied bedeutet, dass Raum wird für neue Lebensmöglichkeiten“, heißt es in der Einladung zur feierlichen Verabschiedung, die in der vergangenen Woche ausgewählten Weggefährten zugestellt wurde.

Den Übergang in diese neue Lebensphase will er mit „seinen“ Bürgern feiern, ihnen noch einmal ganz nahe kommen! Deshalb wird vor der Feier in der Stadthalle Kleve ein Umzug ab Marktplatz Linde mit anschließendem Zapfenstreich auf dem Gelände der Hochschule Rhein-Waal stattfinden – inspiriert offenbar vom alljährlichen Schützenumzug, wie anhand des fast identischen Zugweges unschwer zu erkennen ist.

In den vergangenen Jahren schritt Brauer an der Spitze des Zuges von der Linde stadtabwärts und genoss dabei sichtlich das Bad in der Menge. Zur Verabschiedung von Brauers Vorgänger Josef Joeken gab es ebenfalls einen Zapfenstreich, aber mit dem Umzug stößt Brauer auch bundesweit in eine neue Dimension vor.

City for you: Schützenumzug 2012, Theo Brauer

Schützenumzug 2012, Theo Brauer

Theo Brauer, schulischer und beruflicher Werdegang (Quelle: Stadt Kleve)

  • 1955 bis 1970 Volksschule in Kleve-Kellen, Gymnasium in Goch-Gaesdonck und Kleve, Abitur
  • 1970 bis 1971 Finanzverwaltung NRW
  • 1971 bis 1974 Studium an der Pädagogischen Hochschule Rheinland (Neuss), Studienschwerpunkte Deutsch – Wirtschaftslehre – Theologie
  • 1974 Erste Staatsprüfung
  • 1974 bis 1975 Referendariat in Xanten
  • 1975 Zweite Staatsprüfung
  • 1975 bis 2004 Lehrer an der Ringschule Kleve, Schule für Lernbehinderte
  • seit dem 12. Oktober 2004 Bürgermeister der Stadt Kleve

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11 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 11. Iwaw

    11 Jahre sind nun bald vorbei,
    seinen Abgang er sich wünscht mit viel Geschrei

    Bescheidenheit für ihn ein Fremdwort war,
    nun soll ein Zapfenstreich den Abschluß geben und das zwar….

    Nur für Militär, Minister und Kanzler vorgesehen,
    doch dies macht Theo ungeschehen

    Peinlich, peinlich dieser ganze Protz,
    mal sehen wer kommt zur Hochschule, vielleicht auch Ex-Präsidentin Klotz?

    Hoffen wir, dass es in Kleve weitergeht
    Das wird es ohne Theo, auch wenn er sich das nicht zugesteht

    Bald hat Kleve einen neuen King,
    wird es Leenders, Janssen oder Northing?

     
  2. 10. jean baptiste

    @ 9. Klaus „Die Anfrage zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft wurde wahrscheinlich auch schon gestellt“

    natürlich nicht !

    Die hätte doch nur Erfolg, wenn AL BM würde, und daran zweifelt selbst Theo.

    Aber keine Bange, Verleihung der Ehrenbürgerschaft wird wahrscheinlich trotzdem bereits in trockenen Tüchern sein.

    Das bewährte Zauberwort heisst Dringlichkeitsbeschluss.
    TB weiss wie das Verfahren geht, hat er ja selbst oft genug als Joker aus dem Ärmel gezogen, wenn irgendwas unsicher war.

     
  3. 9. Klaus

    „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.“

    Die Anfrage zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft wurde wahrscheinlich auch schon gestellt.(…)

     
  4. 8. Weltenbummler

    Diese Selbstdarstellung und -verherrlichung ist einfach nur ekelhaft!

     
  5. 7. Vicky

    Theoooo, wir geh`n nach Lodz ….

     
  6. 6. G.M.

    Ein schlichter Abschied im Übergangsrathaus täte es wohl auch.

    Wie dem Einladungsschreiben an die Honoratioren der Stadt zu entnehmen ist sollen diese wohl geschlossen die Stadt herunter marschieren.

    Ja , gehts noch.?

    Evtl. noch blumenstreuende Mädchen vor dem Zug, niederknieende Untertanen am Wegesrand und „Teho “ unter dem Baldachin

     
  7. 5. Günter Hoffmann

    Sch……auf die Politik,ich erinnere mich da gerne an seine Leistungen bei Plümer im Keller schon dafür hat er einen geilen Abgang verdient….aber das ist wohl nur was für Insider.

     
  8. 4. Messerjocke

    @Laloba, Wagner.

     
  9. 3. jean baptiste

    jedenfalls brauchen wir ihm kein Abschiedsgeschenk zu überreichen , das (China-Trip mit M.L.K.) hat er sich ja schon selbst genommen.
    Obwohl: der noch zu stiftende klevische Hosenbandorden „Honi soit qui mal y pense“ wäre doch auch noch was Passendes.

     
  10. 2. laloba

    Welche Musik wird er sich wohl wünschen? 😉

     
  11. 1. Joerg Terpoorten

    Brauers Verdienste für unsere Stadt in allen Ehren, aber ein Festumzug zum Abschied? Ist das eine satirische Note im Stile des „Postillons“?