kleveblog-Visionen (1): Bongartz macht’s (??)

rd | 28. Oktober 2011, 17:06 | 15 Kommentare

(Aktualisiert, vielleicht sind meine visionären Qualitäten doch nicht so gut…) Es ist die noch ausstehende Postenbesetzung, die halb Kleve umtreibt, mich übrigens auch: Wer wird der neue Wirtschaftsförderer? Folgende Infos gibt es bisher: Er stammt aus einer großen Stadt südlich von Krefeld, die auch durch den Fußball bekannt ist. Die Herkunft Sauerland ist zumindest als Ortsangabe falsch, aber der Bürgermeister von Duisburg, einer großen Stadt südlich von Krefeld, die auch durch den Fußball bekannt ist (MSV), heißt bekanntlich Adolf Sauerland.

Jetzt kommen noch ein, zwei logische Schlüsse, und dann haben wir unseren Mann (ja, es ist ein Mann). Erster Gedanke: Er wird schon in der Wirtschaftsförderung arbeiten, Kleve würde keinen Newcomer oder Frischling nehmen. Also googeln wir Wirtschaftsförderung Duisburg, finden die GFW Duisburg, klicken auf die Seite Team, und da haben wir eine erste Kandidatenübersicht.

Die folgenden Überlegungen sind mehr oder minder zwingend: Der Chef, Geschäftsführer Ralf J. Meurer, wird nicht von Duisburg nach Kleve wechseln. Aber wie steht es um den zweiten Mann? Prokurist Hans-Gerd Rittkowski sieht mir nicht danach aus, als ob er mit geschätzten 50-plus Jahren noch in die Provinz wechselt. Doch es gibt noch einen dritten Mann, den zweiten Prokuristen – Klaus Wulfert, Diplom-Geograph. Der ist deutlich jünger – ein Mann, der sich in der Tat sagen könnte: »Lieber Erster in der Provinz als Zweiter in Rom.«

Wichtig in solchen Situationen ist, mit den Betroffenen selbst zu reden. Also schnell eine freundliche Mail an den Kandidaten aufgesetzt, die dieser auch prompt beantwortete. Leider nicht in der erwarteten Form:

Nein, ich bin nicht der “große Unbekannte” und gehörte auch nicht zum Kreis der Bewerber.

Mh. Prinzipiell ist es bei solchen Dementis durchaus möglich, dass sie einfach nur Schrott sind. Damit muss man immer rechnen. Aber hier gibt es nun ein kleines Detail, dass aufscheinen lässt, dass hier möglicherweise die Wahrheit gesprochen wurde (Journalistenschüler aufgepasst!): Hier wird mehr als nötig dementiert.

Aber kleveblog wäre nicht kleveblog, wenn die Redaktion nicht in der gewohnten Mischung aus Spitzfindigkeit und Sportfachwissen eine zweite Stadt südlich von Krefeld finden würde: Mönchengladbach! Borussia Mönchengladbach!!

Wie sieht es denn in der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach WFMG aus? Nochmals derselbe Gedankengang: Der Chef Dr. Ulrich Schückhaus wird wohl nicht gehen, und sooo alt ist er auch noch nicht, dass es sich für den zweiten Mann lohnen würde zu warten.

Schauen wir uns den zweiten Mann doch mal genauer an: David Bongartz, ebenfalls Diplom-Geograph und Prokurist. Im Grunde derselbe Fall wie Wulfert, noch relativ jung und vermutlich von Aufstiegsambitionen beseelt. Also: Bongartz macht’s, ich nehme Wetten an.

p.s.Und die Mail ist noch nicht beantwortet. Trotz Blackberry. Ein gutes Zeichen. Nun hat er gerade angerufen: »Es hat null Kontakte zu Kleve gegeben.« Und nun?

LESEN SIE AM WOCHENENDE DEN ZWEITEN TEIL DER VISIONEN-SERIE: Wer gewinnt eigentlich den Unternehmerpreis?

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15 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 15. Hoshimaru

    Messerjocke

    Man kann sich den ganzen WiFö Zinnober sparen. Da Theo und seine Bande ja so tun, alsob das neue Oxbrigde an der Spoy alleine durch dessen Existenz zehntausende neue Firmen ins Kirchspiel lockt und man gerne Ansiedlungswilligen haarklein erklärt was die Stadt sich alles nicht vorstellen kann ist der Posten überflüssig.

     
  2. 14. Jens-Uwe Habedank

    @Messerjocke: Den Vorschlag gab’s ja schon – Von Finanzmeister Haas. Als die Gelegenheit da war, Röhrl ging, wollte man davon aber wiederum so recht nichts wissen. Bei einer Sitzung des Ausschusses für Bürgeranträge (die Linke hat Antrag auf Rücknahme der Ausschreibung gestellt) hat HBM Brauer auch noch betont, dass er (und Haas) ja “nur” die Verwaltung seien; die Fraktionsvorsitzenden hätten das so (mit der erneuten Ausschreibung) gewollt und er müsse ja, als Oberdemokrat, den Willen der Mehrheit ausführen…

     
  3. 13. Messerjocke

    Hätte nicht -alleine schon aus Kostengründen- ein Schreibkraft mit PC-Kenntnissen und Erfahrungen mit Konspiration gereicht?

     
  4. 12. Micky

    Es war vorhersehbar, dass man seitens der Verwaltung keinen “gestandenen” und starken Geschäftsführer wählen würde (der könnte der Verwaltung und Politik ja gefährlich werden).

    Ein Mann wie Dr. Rasch, sozusagen aus der “dritten Reihe” heraus, ist noch “formbar” und lässt sich vielleicht leichter ein Halband umlegen und am Nasenring von Haas und Brauer durch die Manege führen.

    Ein “alter Hase”, der seine eigenen Vorstellungen von Wirtschaftsförderung hat, würde viel zu viel Konfliktpotenzial schüren. Für Dr. Rasch ist das seine erste Führungsaufgabe. Allerdings kennt er die Wirtschaftsförderung aus Mönchengladbach, die von ihren Möglichkeiten des Handelns, ihrer personellen und finanziellen Ausstattung “Welten” von den erbärmlichen wirtschaftsförderlichen Rahmenbedingungen in Kleve entfernt ist.

    Ich hoffe, Dr. Rasch erkennt das rasch und lenkt dagegen, wenn er kann. Ansonsten sitzt er als Marionette auf hoffnungslosem und verlorenem Posten. Wieder einmal schade für die Wirtschaft in Kleve.

     
  5. 11. Jens-Uwe Habedank

    Nun stelle ich mir die Frage ob man Dr. Rasch keinen reinen Wein eingeschenkt hat, USH auf den Kieker hat oder einfach nur mal so populistisch daher geblubbert hat, denn:
    Noch immer gilt die Version vom Zusammenlegen von Marketing und Wirtschaftsförderung – das mache man nur eben “nicht jetzt”, ein Zitat aus dem Rathaus auf Grund meiner konkreten Nachfrage. Üblicherweise läuft so ein Vertrag 5 Jahre, wer aber zieht schon mit Familie für 5 Jahre um und schaut dann ins Ungewisse? Also muss man doch wohl mehr in Aussicht gestellt haben – was aber wiederum den Abgang von USH mit sich brächte. Ist aber auch, wg. Theo, eher undenkbar. Also hat man, um mal was Nettes gesagt zu haben, solche Zusammenlegungsgedanken nur daher parliert…?! Wär’ dann aber auch ganz schön dreist!

     
  6. 10. Ouzo für Alle!

    Herausforderung ist der richtige Begriff. Herzlich willkommen in der Clever Schlangengrube, Dr.Rasch.

     
  7. 9. Mäuschen

    @75Cent and more:
    in welcher Liga die spielen spielt hier keine Rolle. Es wurde nur erwähnt, dass die Stadt auch durch den Fussball bekannt ist…

     
  8. 8. ralf.daute

    Knapp vorbei ist auch daneben:

    hier: Dr. Joachim Rasch wird neuer Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve mbH
     
     
    Jetzt ist es offiziell: Der Rat der Stadt Kleve hat sich in seiner Sitzung am 19.10.2011 für Dr. Joachim Rasch entschieden. Der 42-jährige Neusser, der derzeit noch bei der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH tätig ist, wird zum 01.04.2012 neuer Geschäftsführer der Wirtschaftförderungsgesellschaft in Kleve.
    Rasch ist am 22.07.1969 in Bonn geboren. Er besuchte das „Vinzenz-Pallotti-Kolleg“ in Rheinbach bei Bonn. Nach dem Abitur und der Ableistung seines Zivildienstes nahm er ein Grundstudium für Bauingenieurwesen in Aachen auf, anschließend studierte er Geographie und Biologie in Bonn. Hier bestand er seine Diplomprüfung für Geographie, später wurde er durch die Mathematisch-Naturwissenschaftliche-Fakultät der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn zum Doktor der Naturwissenschaften ernannt.
    Bereits während seiner Studienzeit wirkte er aktiv im Bereich Kommunale Wirtschaftsförderung mit und begleitete Firmen und Unternehmen durch seine fundierten praktischen Projekt- und Kommunikationserfahrungen in Standort- und Entwicklungsfragen.
    Seit Oktober 2006 arbeitet Rasch als Projektmanager bei der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH. Rasch ist verheiratet und hat einen Sohn.
     
    Für die Nachfolge von Rudolf Röhrl bewarben sich 41 Kandidatinnen und Kandidaten. In das Auswahlverfahren wurde eine Bewerbungskommission -bestehend aus der Verwaltungsspitze, Vertretern der Klever Ratsfraktionen und einer externen Personalberaterin- eingebunden. Die Kommission kam zu einem einmütigen Vorschlag für den Rat.
    „Er erfüllt alle Voraussetzungen für die Geschäftsführer-Tätigkeit und wir sind froh, dass wir ihn für Kleve gewinnen konnten“, so Haas.
    Rasch freut sich auf die neue Herausforderung, die ihn in Kleve erwartet.

     
  9. 7. 75Cent and more

    Mäuschen,

    die spielen in der ZWEITEN Liga!

    Selbstverständlich kommen für Kleve nur die Besten der Besten aus der ersten Liga in Frage.

    – Theo Brauer
    – Jürgen Rauer
    – Ute Schulze-Heyming
    – Udo Janssen
    – Rudi van Zoggel

     
  10. 6. Mäuschen

    Aachen liegt auch südlich von Krefeld und spielt in der Bundesliga…

     
  11. 5. 75Cent and more

    Leverkusen, Augsburg und München fallen übrigens auch noch in die engere Wahl.

    Messerjocke

    Stimmt. Die kennen sich mit den ganz grossen Katastrophen aus.

    “… und menschlich gerecht, würde sehr gern unter bzw. mit ihm (TB) arbeiten.”

    Schneppenbaum liegt doch auch südlich von Kleve und hat eine Fussballmannschaft. Die werden doch nicht etwa….?

     
  12. 4. 75Cent and more

    Bleiben also Köln, Mainz, Hoffenheim und Freiburg übrig.

    Mein Gott ist das spannend!!!

     
  13. 3. Messerjocke

    Düsseldorf ist es! Dort soll es viele Japaner geben, und die kennen sich bekanntlich mit Himmelfahrtkommandos bestens aus!

     
  14. 2. ralf.daute

    @Ein Beobachter von Außerhalb Das hätte ich jetzt wirklich nicht vermutet, aber Google Maps zeigt in der Tat: Erst Duisburg, dann Krefeld (von Kleve aus gesehen). Da hätte ich die Recherche ja ganz schön einengen können!

     
  15. 1. Ein Beobachter von Außerhalb

    Nur mal so eine Anmerkung: Eine große Stadt südlich von Krefeld kann nicht Duisburg sein. Duisburg ist nordöstlich von Krefeld. War vielleicht Düsseldorf gemeint?