Jetzt würden Sie wohl gerne wissen, was diese Frauen und Männer verbindet…

rd | 23. Oktober 2016, 00:01 | keine Kommentare
Eine multikulturelle Familie: die Family-Singers aus Pfalzdorf

Eine multikulturelle Familie: die Family-Singers aus Pfalzdorf

Da ich Ihre Nerven, lieber Leser, nicht überstrapazieren möchte, hier aber auch gleich die Antwort: Sie üben sich in der Kunst des Musicals! Die werden nämlich nicht nur in Köln, Hamburg oder in dieser komischen Stadt im Ruhrgebiet aufgeführt, sondern in Kürze auch in der Aula des Collegium Augistinianum Gaesdonck. Bei der abgebildeten Gruppe handelt es sich um die Family-Singers aus Pfalzdorf, und sie führen dort ihr selbst erarbeitetes Musical „Subway-All(ein)“ auf. Termine sind am 18., 19. und 20. November.

Wer mehr wissen möchte, hier die Pressemitteilung des Ensembles:

Seit vielen Wochen bereiten sich die Family-Singers Pfalzdorf (bekannt von „Das Ostermusical“ und „Immanuel-Weihnachtsmusical“) und Gäste auf „ihr“ neues Musical vor. Das anspruchsvolle Stück soll am Freitag, 18.11., und am Samstag, 19.11., jeweils um 19.30 Uhr und am Sonntag, 20.11., 16 Uhr in der Aula des Collegium Augustinianum Gaesdonck aufgeführt werden.

Petra Hermsen, die Chorleiterin, berichtet aus dem Inhalt: Als Hans Glück, ein junger Mann vom Lande, voller Enthusiasmus beschließt, an einem Casting in Berlin teilzunehmen, ahnt er noch nicht, was die Großstadt für ihn bereithält. In der U-Bahn wird er mit dem Alltagsleben der Stadtbewohner konfrontiert. Er macht Bekanntschaft mit Jung und Alt, Unfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft, mit gut bezahlten Managern ebenso wie mit Obdachlosen und Bettlern. Schnell stellt er fest, dass jeder von ihnen seine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat und das nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Ehe er sich versieht, wird er selbst Teil der nie innehaltenden Großstadtwelt mit ihrer Anonymität und Oberflächlichkeit und erlebt einen denkwürdigen Tag, an dem sein Casting fast in Vergessenheit gerät. Nicht nur er wird lernen, weniger schnell mit seinem Urteil zu sein. Und es gibt mehr als eine Begegnung, die sein Leben verändert…

Was bisher geschah:

Zu einem herausragenden zweitägigen Workshop unter der Leitung von „Stomp“-Darsteller Warren Richardson trafen sich zahlreiche Akteure des Musicals „Subway-Allein – Das Musical über Liebe und Angst… und das Leben dazwischen“ im Pfarrheim in Pfalzdorf. Warren Richardson wurde in Charlottesville, Virginia, geboren und kann einen vielseitigen musikalischen Werdegang vorweisen. Mit der internationalen Trommelshow „Stomp“ tourte er um die ganze Welt.

Regisseurin Doro Höing (Subway) nahm bereits in der Vergangenheit an einem Workshop von ihm teil und überzeugte ihn, für gewisse Tanzszenen des „Power-Musicals“ seine Erfahrung preiszugeben. Tänze wurden mit viel Euphorie und Freude entwickelt und einstudiert. Mit Besen, Eimern und Plastikflaschen wurde gearbeitet und auch der eigene Körper gibt bei entsprechender Behandlung, rhythmische Töne von sich, die das Publikum begeistern werden. Am Ende ihrer Kräfte und mit absoluter Begeisterung für die weiteren Proben freuen sich die Family-Singers Pfalzdorf bereits heute auf die Resonanz des Publikums.

Für das neue Musical der Family-Singers Pfalzdorf wurden viele Recherchen vorgenommen. Das Musical, das sowohl in Wort und Ton aus eigener Feder stammt, thematisiert Ausgrenzung und Toleranz, Hoffnung und Mut. So engagieren sich Chormitglieder z.B. in der Flüchtlingshilfe, fanden dort eine sinnvolle Aufgabe, Menschen bei der Integration zu helfen. Sie holten sich Informationen und Rat beim Caritasverband Kleve (Wohnhilfen), lernten von Flüchtlingen und begegnteen Menschen in Notsituationen. Einige konnten begeistert werden, beim Musical mitzuwirken. So proben Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Bangladesh, Elfenbeinküste mit den Family-Singers aus Pfalzdorf.

Manuel Hermsen und Daniel Verhülsdonk sind für die musikalische Umsetzung verantwortlich und haben den Großteil der Musikstücke getextet, komponiert und arrangiert. Der aus Goch stammende Rapper „Nesti“ (Jens Ernesti), der 2006 mit seiner Single „Liebe ist…“ die Deutschen Single-Charts stürmte, ist ebenso dabei und unterstützt die jugendlichen Rapper der Family-Singers.

Geprobt wird z.Zt mehrmals wöchentlich. Tanzpädagogin Christine Albers stellt ihre Erfahrungen in Choreographie in einigen Tanzszenen zur Verfügung. Doro Höing als Regisseurin hat das dynamische Stück auf zwei Stunden Spielzeit zusammengefügt. Gereon Brakhan und Hans-Peter Bause sowie Uschi Driessen unterstützen sie dabei. Rund 120 Sängerinnen und Sänger, Tänzer, Schauspieler sowie eine 15-köpfige Band folgen ihren Regieanweisungen. Annette Regnitter, bekannte Sopranistin hat die Leitung diverser Chorworkshops zugesagt. Der Kartenverkauf allein reicht nicht aus, das Projekt zu finanzieren. Daher suchen die Veranstalter noch interessierte Sponsoren, die bei der Chorleiterin Petra Hermsen (02823/1697) weitere Infos erhalten.

Kartenvorverkauf (Erwachsene zahlen 18 Euro, Kinder bis 14 Jahre 9 Euro): Karin Brock, Tel. 02821 26261.

Einen Kommentar schreiben