Gesamtschule immer gefährlicher

rd | 20. Juni 2009, 13:17 | 10 Kommentare

warnunggs

“Sowohl (Kranenburgs Bürgermeister) Steins als auch Kleves Stadtoberhaupt Theo Brauer warnen in diesem Zusammenhang vor einer Gesamtschule in der Kreisstadt: Man würde damit das Bestehen von gut laufenden Schulen aufs Spiel setzen, so die beiden Bürgermeister übereinstimmend.” Soweit die Berichterstattung aus der RP von heute zu einer bildungspolitischen Diskussion in Kranenburg.

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  1. 10. Messerjocke

    Трудности подстерегают тех, кто не реагирует на жизнь oder übersetzt Schwierigkeiten lauern auf den, der nicht auf das Leben reagiert sagte einmal ein Mann am 7. Oktober 89 und leitete damit den Niedergang einer starrköpfigen politischen Sippe ein.

    Ähnliche Zeichen malte Barbara Sommer (unsere Schulministerin, CDU) für unsere Steins und Brauers bei einem Gespräch mit einer weltweit bekannten Sonntagszeitung an die Tafel, das heute veröffentlicht wurde.

    Warum Sie das dreigliedrige Schulsystem verändern will und die Verbundschule für ein Zukunftsmodell hält, lautet der Titel.

    Verbundschule ? Ein Schulverband aller drei Schulformen für die Großstadt und zumindest die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule in ländlichen Gegenden mit verbesserten Chancen zum Wechsel zwischen den Schulformen.

    Wenn das nicht gefährlich ist !

     
  2. 9. MB 300

    @Messerjocke
    ich bin zwar nicht Theo, aber ich sage danke für diesen Hinweis – es lohnt sich da einmal reinzuhören.

     
  3. 8. KlePeter

    Vor den Schulen? Das ist doch verboten. Sowas würde die SPD nie machen. 😉

     
  4. 7. Jens-Uwe Habedank

    Mir wurde heute erzählt, dass vor Grundschulen (Z.B. Karl-Leissner-GS) Unterschriften für eine Gesamtschule in Kleve gesammelt werden würden…Weiß da jemand Näheres? Es soll sogar die am Rollator hängende gute, alte Tante SPD gewesen sein…!

     
  5. 6. Messerjocke

    Leiber Theo,

    ich, als Dein Bürger, bitte Dich mir wenige Minuten zuzuhören, indem Du kurz diesen Beitrag vom DLF aufrufst.

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/21/dlf_20090621_0930_a1bbf871.mp3

    Interessant im Bezug auf das Thema sind hier vor allem die letzten Minuten des Beitrags in denen der Begriff Schulsystem zu hören ist aber man sollte sich auch den Rest anhören, wenn man nicht im Thema ist.

    Ich danke für die Aufmerksamkeit.

     
  6. 5. kleversindclever

    Frechheit! Seit 30 Jahren verkommen die Schulen, Schimmelbefall und Mangelverwaltung. Klassenstärken von 30 Schülern. Un(ter)versorgung bei den Lehrmittelausstattungen. Jetzt rühmt sich die selbe Partei, die in dieser Stadt 30 Jahre bei den Schulen geschlampt hat, sie kaputt sparte, die Sanierung der Schulen als erste Prio erkoren zu haben. Eine Sanierung, die den letzten Schulgebäuden 2020 Linderung bescheren wird. Klar, dass das auch eine natürliche Autorität zum Thema Schulstrukturdiskussion verleiht..

    Die Diskussion um die Gesamtschulform, ist eine um die richtige Förderung von Talenten, Schülern, kleinen Menschen. Brauer werfe ich vor, dass gerade er es aus seiner früheren beruflichen Tätigkeit heraus besser wissen muss. Förderung muss diesen Namen verdienen und das heutige und gestrige Schulsystem muss nicht neu gestaltet werden, aber es muss den Schülern und ihrer Entwicklung dienen und darf sich Mindestanpassungen wie z.B. erweiterten Eingangs-/Übergangsphasen oder neuen Lehrmethoden nicht verschliessen. Da muss die Schulstruktur den Erfordernissen folgen.

    Von Individualförderung spricht heutzutage die Schulpolitik; lächerlich, was dazu in den Schulen geschieht. Schüler mit Lernschwächen oder verspäteter Entwicklung gehen ohne Not vor die Hunde, weil sie (und ihre Lehrer!) allein gelassen werden. Wohl den Kindern, die starke Eltern haben. Dass die Mehrheit der Elternschaft hierfür kein Problembewusstsein besitzt, kann ich ihr nicht vorwerfen, da sie nicht betroffen ist. Hinzu kommt, dass sich die Elternschaft der Gymnasiasten Schulstrukturdiskussionen ohnehin immer entziehen wird, weil sie eine “Verwässerung” fürchten.

    Ausgerechnet diese Konsorten werfen jetzt also anderen vor, sie gefährden durch die Forderung nach einer Gesamtschule das vorhandene Schulangebot; perfide Argumentation – aber typischer Reflex des Schulkonservatismus. Ich gönne ihnen, dass sie einmal, einmal nur persönlich betroffen sind. Gönnen? Nein, ich wünsche es ihnen!

     
  7. 4. Hausen See

    Den beiden CDU Vorturnern geht es doch nicht um die Schüler sondern lediglich um die Selbstdarstellung vor den Wahlen. Die sind doch beide so pressegeil wie kein Politiker sonst in Kleve – sorry außer Palmen. Aber ist doch verständlich – Wiederwahl bedeutet Bares.

     
  8. 3. MichaelZ

    Der Artikel ist einfach krank. Es geht doch nicht darum, den bestehenden Schulen etwas wegzunehmen, sondern das Angebot zu ergänzen.
    Es ist doch volkswirtschaftlich absolut sinnvoller, einen Mathematiklehrer von Kleve nach Kranenburg fahren zu lassen, damit er im “A”-Kurs den dortigen Cracks die Langeweile nimmt, statt diese Kinder frühmorgens gegen 7.00 Uhr in den Bus nach Kleve zu pferchen, damit diese dort – herausgelöst aus ihrem sozialen Umfeld – im völlig überfüllten Gymnasium die Klassenstärke auf 35 Kinder aufstocken.
    Lasst die Kinder doch bis zur 10. Klasse zusammen, die das möchten, ein Angebot in Kleve – zusätzlich zu den Gymnasien, Real- und Hauptschulen – mit Filiale an der Kranenburger Schule schwächt niemanden, sondern bringt – mit überschaubaren Investitionen – mehr Qualität in die Bildungswüste Niederrhein.

    Solche Artikel zeigen, das die Bürgermeister nur noch parteipolitische Reflexe zeigen und nicht mehr ruhig überlegen…

     
  9. 2. killerplautze

    ja ja, fehlt nur noch dass die beiden den begriff koop schule aus der mottenkiste holen. damit ihre ältere wählerklientel auch die richtige sicht auf die dinge bekommen.

    das ist mal wieder wahlkrampf pur auf den rücken der schüler und der eltern.

    “die wählen uns ja eh nicht.”

     
  10. 1. Jens-Uwe Habedank

    “gut laufende Schulen…” – wie, und nach wessen Belangen, definieren denn die Herren Steins und Brauer ( beide übrigens (Ober) Lehrer – auch in der Politik…) denn gut laufende Schulen?
    Kriterium a) Im Kunstraum wird Latein unterrichtet…?
    Kriterium b) Um eine HS am Leben zu erhalten, nimmt man “Zwangszuweisungen” vor….?

    Läuft alles gut, fließt alles gut, alles ist gut…..