Flughafen Niederrhein: Das schreiben die anderen (FAZ)

Unter der Überschrift „Bruchpiloten bevölkern die Provinz“ befasst sich die FAZ mit der wirtschaftlichen Situation der Regionalflughäfen in Deutschland. Anlass für den Rundblick ist die Insolvenz des Flughafens in Lübeck, auch eine – unter journalistischen Gesichtspunkten: wunderbare – Räuberpistole. Für Weeze kommt der Autor zu folgender Erkenntnis: „Ein tragfähiges Geschäftsmodell, mit dem der Flughafen in der Provinz auf Dauer Gewinne erwirtschaften kann, steht weiterhin aus.“ Nun, das ist für kleveblog-Leser nichts Neues. Trotzdem lesenswert, hier der Link zu dem Beitrag: Bruchpiloten bevölkern die Provinz

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26 Kommentare

  1. 1

    Der Bericht hat mir sehr gut gefallen und entspricht den Realitäten, ich würde nur den Begriff “Bruchpiloten” gegen Laienspielschar austauschen. Ein guter Einzelhandels-Azubi käme zum gleichen Ergebnis, selbstverständlich die Aussitzer im Kreis nicht.

     
  2. 5

    Nur mit einer Nachtfluggenehmigung und der Genehmigung für Frachtflugverkehr könnte der Betrieb wirtschaftlich gestaltet werden. Aber da sind wieder einige Wutbürger die dieses verhinder wollen..

     
    • 5.1

      @ Klever … oder solche, die nachs einfach nur schlafen wollen (und die eher da waten als der Flughafen).

       
  3. 6

    der Klever hat keinen Namen er ist nichts – er ist in der CDU –
    ich bin am Flughafen aufgewachsen seit 1957 über unserem Haus würde das Kerosin abgelassen – wenn der Klever auch nur den Arsch in der Hose hätte würde er posten unter seinem richtigen Namen – Kerosin Klever

     
  4. 7

    @Klever
    Das haben die Flughafen-Verantwortlichen bislang öffentlich immer ganz anders gesehen. Und ja entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen.
    Wenn man nun auch hier sich nicht mehr an die Rechtslage gebunden sehen würde bzw. diese für korrekturbedürftig hält, wäre das schon bemerkenswert.
    Denn es bedeutet das Zugeben früherer Fehleinschätzungen bzw. von Fehlinformation der Öffentlichkeit.

     
  5. 8

    Was ist die Belohnung für unsere Kreistags-Flughafenbefürworter, wenn der Flughafen in Konkurs geht? Die Verluste werden jetzt von Jahr zu Jahr höher.
    Als erstes ist die Flugsteuer schuld. Dann ist es Ryanair, das sich nicht an Verträge hält.
    Leute wie Klever tun immer noch so, als ob es ganz einfache Lösungen gibt.
    Die nächsten Schuldigen sind dann die Bürger, welche um ihre Nachtruhe kämpfen.

    Die wahren Schuldigen sitzen im Kreistag, welche sich mit Geld des Steuerzahlers ein Hobby finanzieren. Dies, obwohl Banken klar darlegten, dass man in so ein Projekt keinen Cent stecken darf.

     
  6. 10

    @Peter Wanders
    >Die wahren Schuldigen sitzen im Kreistag, welche sich mit Geld des Steuerzahlers ein Hobby finanzieren.>

    Ich wäre bei der Beurteilung der Motive der Entscheider vorsichtiger.
    Wie ich auch denke, dass letztlich “der Wähler” die Verantwortung trägt. Wir sind die “wahren Schuldigen”. 😉

    Ich bleibe dabei:
    Die Volksvertreter sahen sich in der Verantwortung für die Arbeitsplätze im Kreis. Und sahen sich in der Pflicht, hier zu agieren. Unter Abwägung von Chancen und Risiken.
    Da finanziert sich niemand ein Hobby.

    Und bis zum heutigen Tage sind sie mehrheitlich der Ansicht, dass die Nachteile einer Schließung schwerwiegender als die Vorteile sind.

    Ich mag dies anders bewerten. Aber was wäre Politik, wenn alle diesselbe Meinung hätte? Und wir sind hier nicht im Bereich der Mathematik, wo es klare Wahrheiten gibt.
    (Und ich z.B. bestreite nicht, dass bei kurzfristiger ökonomischer Betrachtung, eine Flughafen-Schließung für den Kreis negativ wäre. )

     
  7. 11

    Flughafen hin oder her.
    Es geht doch viel mehr um die effiziente Nutzung unsere Mittel. ( z.B. Steuermittel )
    Ich verstehe es nicht, dass in einem Umkreis von CA. 100 Km ein grüßen Flughafen betrieben wird und das in der Provinz, aus einem Militärflughafen, ein Ziviler gebaut wird.
    Jeder der 1&1 zusammen zählen kann, kommt hierbei auf ein Minus Geschäft.
    Je eher man hier eine Schlussstrich zieht, um so eher kann man die Mittel, die der Gemeinschaft gehören, für diese einsetzen und nicht für die einzelnen Eitelkeiten einiger weniger verprassen.

     
  8. 12

    @Husky, nur flogen die früher nur einmal die Woche. Lauter waren sie schon. Da musste ich mir als Kind immer die Ohren zuhalten.

    Wie auch immer. Gut gemeint, einen Flughafen privat betreiben zu wollen, ist es erneut das Herumgefummel der Politik, die das ganze Unternehmen in den Ruin treibt. Die Schuldenlast und der Verlust für den Steuerzahler steigt von Tag zu Tag und das ggf. (ich bin mir sogar sicher) immer rasanter. Eine Umkehr ist längst verpasst.

    Alle, die jetzt noch mitmachen, und hier meine ich insbesondere die Damen und Herren des Kreistages, mache ich persönlich dafür verantwortlich und sie sollten auch, spätestens nach dem Grundstückankauf, persönlich dafür haftbar gemacht werden!

     
  9. 13

    @ 12

    Sie schreiben: Jeder der 1 & 1 zusammenzählen kann …. Hier liegt die Begründung an sich. Wie viele Menschen gibt es, die ein politisches Amt betreiben und ausüben, die dies nicht können? Dies klingt polemisch, es sind allerdings Realitäten. Ich jedenfalls frage mich oft, wie es möglich ist, dass dieser oder jener Kommunalpolitiker ein Studium schaffen konnte …. und denke, geht es dort mit rechten Dingen zu? Andererseits kenne ich viele Menschen, die hochintelligent und hochqualifiziert sind und über einen niedrigen Job nicht hinauskommen …. wenn es nur oder fast nur noch mit Beziehungen geht – dann Gute Nacht.

     
  10. 14

    @ Kleinendonk

    Nur weil ich die ausgesprochen gute lokale Politik der CDU und das Charisma ihrer politischen Lichtgestalten lobe, heisst das noch lange nicht das ich ein Mitglied der CDU bin. Und anscheinend hat das Kerosin ja nicht nachhaltig geschadet.

     
  11. 15

    @Bernd Derksen
    in Dortmund kommen die Stadtwerke für die Verluste des Flughafen auf,für Hunsrück Hahn zahlen die Bürger des Landes Rheinland-Pfalz die Zeche,welches Weltwunder sollte denn jetzt eintreten,ausser parallel zum Flugbetrieb den Kies unterm Rollfeld abbauen zu können.
    Brüssel gestattet noch für max. 10 Jahre Subventionen für Flughäfen, wollen wir wirklich warten bis durch die Kreisumlage die Grundsteuerhebesätze von 413 % auf 800 % oder mehr gestiegen sind, damit die Kreispolitiker ihren Sack der selbst gesammelten Erfahrungen gefüllt haben.
    Alles was jetzt noch passiert, ist Konkursverschleppung zu Lasten der Kreis Klever Bürger,schön das die Bürger
    am 25. Mai dafür sorgen können,das die jetzigen Kreispolitiker Zeit zum Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre bekommen können.

     
  12. 16

    @Bernd Deksen
    Ich habe Verantwortung für Arbeitsplätze und im Gegensatz zu den Kreistagsmitgliedern hafte ich mit eigenem Kapital.
    Wenn ich mit dem Flughafen-Geschäftsmodell zu einer Bank gehe, bekomme ich keinen Krdeit, weil das Modell nicht taugt. Genau so geschah es, als Herr Buurman Banken um die Finanzierung seines Projektes bat.
    Die Mehrheit des Kreistages meint dies besser zu wissen als die Wirtschaftsspezialisten der Banken.
    Jetzt, wo der Karren so richtig im Dreck steckt, beraten sie in geheimen Sitzungen über die Folgen.
    Nun stecken sie weitere Millionen in den Hintern von Herrn Buurman. Warum hat dieser sein Grundstück nicht an einen anderen Investor angeboten? Wieso wird über diese Millionen-Investition auf Kosten des Steuerzahlers in geheimer Sitzung beraten?

    Wenden wir die Zahlenspiele des Flughafens auf einen produzierenden Mittelständler mit 20 Mitarbeitern an. Dieser sorgt bei Zulieferern, Entsorgern, Versorger, Sub-Unternehmern für das zweieinhalb bis fünffache an zusätzlichen Arbeitsplätzen.
    10 solcher Mittelständler sorgen für ähnlich viele Arbeitsplätze, wie angeblich der Flughafen, aber im Gegensatz zum Flughafen, handelt es sich überwiegend um Vollzeitjobs.

    Man stelle sich vor diese 10 Mittelständler bekämen von Kreis und Gemeinden zusammen mehr als 40.000.000,00 Kredit.
    Man stelle sich vor, sie würden davon keinen Cent tilgen und erst recht keine Zinsen zahlen.
    Man stelle sich vor, der Kreis und die Gemeinden bekommen dann jährlich 2 Prozent der Geschäftsanteile an diesen mittelständischen Unternehmen und werden dann auch noch Teilhaber dieser Firmen. Behörden und Bürger werden allmählich Unternehmer.
    ===============================================
    Also liebe Kreistagsmitglieder, ich bitte Sie hiermit um die Überweisung meiner zins-und tilgungsfreien Millionen unter den gleichen Bedingungen, wie sie diese für Herrn Buurman handhaben.

    Bernd Derksen, sie haben in einem Punkt recht.
    Was die Kreistagsmitglieder dort tun, ist nicht ihr Hobby. Von einem Hobby hat man meist Ahnung, mehr Ahnung als die übrigen Durchschnittsbürger.
    Entscheidungen dieser Dimension werden im Kreistag fast durchweg von Finanz- und Wirtschaftslaien durchgeführt. Denen zeigt man ein paar schöne Visionen und sie sind begeistert.
    Sie spielen Bankdirektor und lassen den Steuerzahler dafür haften.

    Wenn eine Bank auf diese Art Kredite vergeben würde und dann das Missachten der Verträge so geschehen ließe, kämen die Verantwortlichen dafür hinter Gitter.
    Politiker dürfen dies völlig ungestraft.

    Ja, kurzfristig ist der Schaden, den man jetzt für den Bürger sichtbar machen würde, immens.
    Aber es gibt nicht ein Indiz, nicht ein einziges sachlich unterbautes Faktum, das dafür spricht, dass sich die Situation zum positiven wandelt.
    Dagegen spricht die gesamte Entwicklung dafür, dass diese Geschichte den Steuerzahler mehr kostet.
    Die großen handelnden Parteien zeigen sich dabei als völlig unzuverlässig. Sie halten sich nicht an Verträge. Sie brechen Verträge.
    Ryanair hält sich nicht an die Verträge mit dem Flughafen. Dies kostet den Flughafen nach eigenen Angaben 7-stellige Passagierzahlen
    Der Flughafen bzw. Herr Buurman erfüllen nicht die Vertragsbedingungen mit dem Kreis und Weeze.
    Die Handlungen dieser Vertrags(ver)brecher verursachen jährlich Millionenschäden.
    .

    Die Konsequenz unserer Kreistagsmitglieder:
    Um ihre Fehlentscheidung zu vertuschen stecken sie jährlich weitere Millionen in ein Fass ohne Boden.
    Mit Vertragsbrechern betreiben unsere Kreistagsmitglieder weiter Geschäfte.
    Sie schieben diesen sogar noch weitere Millionen zu
    Augen zu und durch. Nach mir die Sintflut.

     
  13. 17

    @ 16

    Meine Idee: Könnten denn nicht Körperschaften und Anstalten des Öff. Rechts, an denen der Kreis (mehrheitlich) beteiligt ist, für die Verluste vom Airport Weeze aufkommen? Wenn man die Spitzengehälter der dort beschäftigten Vorstände und Geschäftsführer halbieren oder dritteln würde …. der Fall wäre gelöst. Und die “Normalangestellten” hätten wir eine Chance, irgendwann höherbesoldet zu werden.

     
  14. 19

    @Der Laie
    Ich schrieb ja nicht hier ohne Grund, “dass man nur hoffen kann, dass SPD und CDU auf Kreisebene die Quittung durch den Wähler bei der Wahl erhalten werden.”

    Interessant finde ich ein kürzliches Urteil gegen den Ex-Finanzminister von Rheinland-Pfalz. Vielleicht das erste Mal, dass ein deutscher Politiker (u.a.) für die Verschwendung von Steuergeldern verurteilt wurde. Mal sehen, ob es die nächsten Instanzen bestätigen.

    Dass da jemand, der sich keiner Schuld bewusst glaubt (und dessen Agieren mit Unterstützung und Rückendeckung der politischen Mehrheit geschah), zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, hat sicher einen gehörigen Schrecken vielerorts bewirkt.

    Und dürfte manchen Volksvertreter vorsichtiger beim, vielleicht ursprünglich noch so gut gemeinten, Nutzen des Geldes der Bürger werden lassen. Vielleicht auch im Kreis Kleve…

     
  15. 20

    @Willi H. / Peter W.
    Manche interpretieren das erwähnte Urteil der Koblenzer Wirtschaftsstrafkammer ja als möglichen Einstieg in die Haftung von politisch Verantwortlichen für ihre Beschlüsse. Offenbar wird es die Urteilsbegründung erst in 2 oder 3 Monaten geben. Und dann wird’s irgendwann beim Bundesgerichtshof geprüft.

     
  16. 21

    Die CDU dürfte die einzige Partei im nächsten Kreistag sein wird, die den bisherigen Flughafen-Kurs so fortsetzen will. Wie erwartet bzw. gehofft, erfolgt mit der neuen SPD-Spitze eine Neuorientierung: http://www.kurier-am-sonntag.de/cms/lokales/kleverland/7606-spd-rueckt-von-pro-haltung-zum-flughafen-ab.html .

    Angesichts der Ertragslage kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die FDP weiter abnicken wird.
    Die anderen sahen es ja schon immer kritisch. Die nach meiner Einschätzung im Wählerpotential der CDU “wildernden” Freien Wähler versuchen z.B. sich dadurch zu profilieren.

    Die CDU wird nach meiner Einschätzung im Kreistag wohl keine absolute Mehrheit mehr erreichen. Und dann kann es ENDLICH interessanter bei den Beschlüssen werden…

     
  17. 22

    Die SPD ändert ihre Einstellung zum Flughafen, somit ist Herr Franken wohl die deutlich bessere Führungspersönlichkeit im Kreishaus und eine echte Alternative zu Spreen. Ich hoffe auf neue Mehrheitsverhältnisse ab 25. Mai.

     
  18. 23

    20-22 B.D.,

    hoffentlich werden Deine Worte wahr. Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Weeze etc., das sind die Aushängeschilder politischen Missmanagement’s auf kommerzieller Ebene.

    Worte können dieses Unvermögen der handelnden Personen nicht mehr ausdrücken. Persönliche Haftungen und
    Gefängnisstrafen scheinen die einzigen Mittel zu sein, das Wirken dieser Hasardeure nachhaltig zu verhindern.

     
  19. 24

    Höhö. Guddä Witz,

    in Kleve ändert sich nix. Gar nix. Was interessiert den Klever Wähler der Flughafen. Die Leute wählen CDU weil das “C” da drin steht. Auch wenn sie mit dem “C” eigentlich gar nix zu tun haben.

    In Kleve bleibt alles beim Alten. Da bin ich sicher.